Nun kam die Golo-Mann-Gesellschaft auf die eigentümliche Idee, Hartmut von Hentig – ganz so, als ob nicht gewesen wäre – als Redner einzuladen, noch dazu für einen Vortrag, bei dem es unter anderem um das Thema „Wahrhaftigkeit“ gehen sollte. Der Opferverein „Glasbrechen“ kündigte an, vor dem Ort der Veranstaltung demonstrieren zu wollen. Auch war beabsichtigt, Hentig im Anschluss zur Rede zu stellen. Doch der große Moralist kniff. Stattdessen schickte er der Golo-Mann-Gesellschaft ein Schreiben, das auf der Veranstaltung verlesen wurde. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung heißt es darin: „Ich sage meine Teilnahme an der Tagung ab in der Hoffnung, den Veranstaltern und Gästen eine empfindliche Störung ihrer Zusammenkunft zu ersparen.“ http://menschenrechtsfundamentalisten.de/page8.php?post=670