Der Bio-Boom ist vorbei: 25 Alnature-Filialen, also des „Super-Natur-Markts“, schließen dauerhaft in der Schweiz, weil der Migros-Konzern die Zusammenarbeit beendet hat.
13 Jahre lang hat Migros die Alnatura-Läden betrieben und verlängerte den Vertrag, der im Februar 2025 auslief, nicht mehr, meldet blick.ch. Alnatura suchte fieberhaft einen neuen Partner als Ersatz für Migros, konnte aber keinen finden. Das Geschäft mit teuren Bio-Lebensmitteln lohnt sich auch in der wohlhabenden Schweiz nicht mehr. Alle 25 Filialen werden nun Ende 2025 geschlossen, 260 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. Diese sollen jedoch bei der Migros Zürich unterkommen. Während sich Alnatura aus dem Filialgeschäft zurückzieht, bleibt die strategische Partnerschaft mit Migros bestehen, und das Alnatura-Sortiment bleibt in deren Supermärkten erhältlich.
Eine andere Bioladen-Spielart, die Unverpackt-Läden, sind in der Krise und viele Filialen müssen schließen, sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland. Das Konzept, dass Kunden sich selbst ihre Behälter mitbringen und wie in alten Zeiten die Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen und dadurch Abfall sparen, findet immer weniger Unterstützer.
