Teil 1: Amsterdam – Moskau – Magadan – Keperveen
Ich reise nach Bilibino. Die Reise ist dienstlich. In Bilibino steht das kleinste Kernkraftwerk Russlands, das einzige AKW der Welt auf Permafrostboden. Das „Städtchen“ Bilibino liegt im nordöstlichsten Teil Sibiriens, und ich werde das Kraftwerks-Management in Sachen Sicherheitskultur beraten.
Wikipedia sagt: Bilibino (russisch Били́бино) ist eine Kleinstadt im Autonomen Kreis der Tschuktschen im Nordosten Sibiriens. Sie hat 5.506 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010, mit den Ortsteilen Krutoi und Keperweem) und liegt am Fluss Keperweem, 653 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Anadyr. Nach Bilibino fährt kein Zug, es gibt keine feste Straße dorthin und es gibt keinen Flugplatz. Und ehe ich es vergesse – es gibt auch kein Internet und kein Handynetz für mich.
Das Abenteuer beginnt im Amsterdamer Flughafen Schiphol. Wie stets bin ich zwei Stunden zu früh. Ich schaffe es einfach nicht, mal ohne stundenlanges Rumhängen in einen Flieger zu steigen – ich bin eben ein Sicherheitsfuzzi. Zu spät kommen, geht gar nicht, zumal in den nächsten Tagen noch zwei weitere Langstreckenflüge dranhängen, die man Monate im Voraus buchen muss. Die Reise ans Ende der Welt dauert drei Tage. Heute fliege ich vier Stunden nach Moskau Scheremetjewo und übernachte am Flughafen am anderen Ende von Moskau – Vnukovo. Morgen fliege ich mit einem Neunstunden Inlandflug – Russland ist eben größer, als man denkt – nach Magadan, einer Hafenstadt am Ochotskischen Meer gegenüber von Kamtschatka. In Magadan werde ich erneut übernachten, um am Tag drei einen weiteren Dreistundenflug nach Keperveem zu nehmen. Danach geht es weiter mit dem Jeep oder dem Kleinbus.
Wer den Russen erzählt, er ginge nach Magadan, erntet ein Stirnrunzeln. Magadan war in Stalins Zeiten DER Verteilungspunkt für die Gulags. Von 1930 bis 1953 waren in den Lagern mindestens 18 Millionen Menschen inhaftiert. Mehr als 2,7 Millionen starben im Lager oder in der Verbannung. In den letzten Lebensjahren Stalins erreichte der Gulag mit rund 2,5 Millionen Insassen seine größte quantitative Ausdehnung. Hinzu kamen in diesem Zeitraum rund sechs Millionen Personen, die als „Sondersiedler“ oder „Arbeitssiedler“ zum Verbleib an ihrem Arbeitsort verbannt waren. Kein gutes Omen für meine kleine Reise ans Ende der Welt.
Aufs Zimmer schreiben – „njet“.
Mein Kontrastprogramm startet im Herzen Europas. Ich mag den wohlorganisierten Flughafen Schiphol. Alle Sorten Menschen treffen sich dort. Eine Gruppe somalischer Frauen in Landestracht hat es sich auf dem kühlen Steinfußboden gemütlich gemacht. Daneben sitzen ein paar Sikhs mit ihren unvermeidlichen Turbanen. Chinesische Frauen wuseln und schnattern aufgeregt durch die Gänge, ein paar übergewichtige Amis drängen in Richtung McDonalds. Ich schaffe es mühsam, nichts im Elektronikshop zu kaufen, meide auch den Schnaps-Duty-Free, während diverse Sandwich-Läden mir hinter jeder Ecke auflauern. Nichts da – Satanas entweiche.
Ach wäre ich doch schwach geworden. Die Mahlzeit des KLM-Fluges entpuppt sich als vegetarisch-salz- und gewürzloses Minischüsselchen mit ein paar pappigen Nudeln und kleinen Tomatenstückchen. Es lebe die niederländische Küche. Ziemlich ausgehungert lande ich in Moskau, wo ein Taxifahrer auf mich wartet, um mich ins Hotel zu fahren. Das Hotel liegt praktischerweise am anderen Ende von Moskau in der Nähe des Flughafens Vnukovo. Mit Engelsgeduld erträgt der Fahrer den dreistündigen Dauerstau auf der Moskauer Stadtautobahn, vorbei an IKEA, Mercedes, Auchan-Supermärkten, OBI und auch hier unvermeidlich: „Kentucky schreit F….n“.
Entlang der Stadtautobahn habe ich Muße, die Hinterlassenschaften des Aufbaus des Sozialismus zu bewundern – riesige, grottenhässliche Plattenbau-Viertel. Es wird noch viele, viele Jahre dauern, bis dieses Erbe überwunden ist. Feinstaub ist offensichtlich in Moskau unbekannt. Die PKW-Flotte ist zwar irgendwie vergleichbar mit der uns Vertrauten, wälzt sich aber in einer kompakten Blechmure langsam voran. Die LKW-Flotte allerdings glänzt mit einigen abenteuerlichen Exemplaren, die fette Rußwolken ausstoßen.
Endlich, nach langer Suche findet mein inzwischen verzweifelter Taxifahrer das Hotel, das gut versteckt in einer fast fertigen Einkaufsmall liegt. Ich beziehe ein brandneues Hotelzimmer. Hurra, im Bad nichts kaputt und WLAN läuft, jetzt brauche ich ein Bier. Der Hotel-Barmann ist russisch muffelig und ich muss bezahlen, bevor ich mein Bierchen trinken darf. Aufs Zimmer schreiben – „njet“. Ich bin und bleibe der einzige Gast, auch im Hotel-Restaurant. Womöglich mit gutem Grund, das Wort „Beutelschneider“ bekommt hier einen Doppelsinn – teuer und aus dem Plastikbeutel direkt in die Mikrowelle. Und warum lächeln Russen einen nicht an? In ihrer Kultur gilt es als dümmlich, bei der ersten Begegnung nicht ernsthaft zu gucken. Als McDonalds die ersten Filialen in Russland eröffnete, haben sie in Kursen ihrem Personal das Lächeln beibringen müssen. Dabei sind die Russen gemeinhin überaus herzlich und freundlich, wenn sie erst mal Vertrauen gefasst haben.
Die Tänzerinnen sind einfach nur „oha“
Russland, was ist das im Jahre 2018? Ein Land, in dem 144 Millionen Einwohner leben, ist wohl doch ein bisschen mehr als der böse Putin. Was weiß ich überhaupt über dieses Land? Flächenmäßig ist es mit 17 Millionen Quadratkilometer das größte Land der Welt und beherbergt 11 Zeitzonen. Russland hat eine eigene Kultur, Mode, Literatur, Musik. Im Flugzeug nach Moskau hatte ich einmal das Glück, neben dem netten Mädel und den Jungs einer Band namens „Kalevala“ zu sitzen. Ein schöner Mix aus Rock und Folklore. Im Hotel, zum Einschlafen, schalte ich den MUZ-Fernsehkanal ein, einen Non-Stopp-Musikclip-Sender. Russenrock ist modern und die Tänzerinnen sind einfach nur „oha“, wo haben sie die nur aufgetrieben? Da finde ich es doch jammerschade, dass in unseren Medien über Russland nur durch die „Putin ist böse – Brille“ berichtet wird.
Magadan, wo ich heute hinfliege, liegt irgendwo östlicher der Breite von Tokyo und es besteht eine Zeitdifferenz von plus neun Stunden zu Deutschland. Fragen wir doch mal Gas-Gerhards Nachfolgerin, wie sie uns ihre widersprüchliche Politik erklären kann? Auf der einen Seite Sanktionen gegen Russland unterstützen und sich auf der anderen Seite in Abhängigkeit von Russland begeben? Milliarden ausgeben für die Pipeline Nordstream, um russische Gaslieferungen für die sieche deutsche Energiewende an der Ukraine vorbei zu gewährleisten?
Der Flug Moskau Magadan ist ein Langstrecken-Inlandflug in einer brandneuen 777 der Aeroflot. Ich habe Pech und sitze neben zwei sehr ausladenden russischen Damen, denen der zugestandene Sitzraum beim besten Willen nicht ausreichen würde, zumal es irgendwie am bestem Willen fehlt. Sie sind sauer auf mich, weil ich ihnen meinen Gangplatz nicht abtreten möchte. Der Flieger ist ausgebucht. Es sind viele bezaubernde Kleinkinder an Bord. Und natürlich haben die Stewardessen alle 50 Kilo Gardemaß. Die Russen sind – zumindest in der Luft – leider von einem Alkoholextrem ins andere gefallen – zum Essen gibt es nicht mal ein Glas Wein, geschweige denn ein Bier.
Mit der Landung in Magadan beginnt der eigentliche Kulturschock. Es gibt nur eine kurze Piste für die 777 und kein richtiges Terminal. Der Flieger rumst auf, bremst mit qualmenden Reifen. Die Piste ist so schmal, dass die Boeing mit einem Pushback-Fahrzeug gewendet werden muss. Ein Gate gibt es auch nicht. Das Gepäckband in einer Baracke ist für die 300 Passagiere mit 15 m viel zu kurz, das dauert. Es sind 28 Grad Celsius – in Sibirien, wer hätte das gedacht. Die meisten Autos haben Rechtssteuerung, obwohl hier Rechtsverkehr herrscht. So auch der Van, der mich ins Hotel bringt. Die Fahrzeuge werden auf dem kurzen Weg von Japan importiert, und in Japan herrscht eben Linksverkehr.
Hunderte sind einfach erfroren, verdurstet oder verhungert
Magadan entstand 1929 aus einer Zwangsarbeitersiedlung, stieg zum Verwaltungszentrum der Gulags auf und hat heute ca. 90.000 Einwohner. Die Stadt hat kein richtiges Zentrum mit Geschäften, so wie man sich das vorstellt. Die Sehenswürdigkeit ist eine große orthodoxe Kirche auf dem Hauptplatz, die brandneu ist und von Gold nur so strotzt. Die meisten Plattenbau-Häuser sind schrecklich heruntergekommen. Es gibt Fabriken, die wie Ruinen anmuten, und man sieht bewohnte Hütten, die kurz vor’m Einsturz sind.
Das Hotelrestaurant verteilt eine Speisekarte (po russki) mit 40 Gerichten, die aber leider allesamt (!) gerade nicht vorrätig sind. Warum hat der Kellner mir dann die Karte überhaupt gegeben? Das einzige Gericht, was sie haben, steht nämlich nicht auf der Speisekarte: zwei klägliche Chickenwings, wahlweise mit Kartoffeln, Reis oder Buchweizengrütze – in meiner Terminologie „Kascha dick“. Dazu gibt’s ein warmes Bier. Aber ich kann hier sogar mit dem Handy bezahlen.
Ich besuche das grauenhaft hässliche Denkmal für die politischen Opfer der Stalin-Gulags. Wahrscheinlich ist es so grauenhaft, weil das, was sich hier vor 80 Jahren abspielte, so unfassbar grauenhaft war. Die willkürlich zu meist 25 Jahren verurteilten Unschuldigen wurden hier oft mit dem Schiff angelandet. Manchmal hat man vergessen, sie aus den Lastkähnen herauszulassen, worauf dann hunderte einfach erfroren, verdurstet oder verhungert sind. Oder sie wurden in den Gulags erschossen. Man muss die Tundra gesehen haben, um einen Zipfel des Gefühls für die Leiden dieser armen Menschen zu erhaschen.
Ich besichtige einen gigantischen Juwelierladen. Magadan ist das „goldene Herz Kolymas“, hier wird Russlands Gold gefördert. Die Landschaft erinnert ein wenig an Alaska – ziemlich kahle, endlose Berge, weiter unten mit Kiefernbestand, der bis ans ochotskische Meer reicht.
Um den Jetlag zu bekämpfen, nehme ich eine Melatonin Pille und gehe erst mal schlafen.
Danke, alte Antonow, für deine Robustheit
Am nächsten Morgen fliege ich mit einem Antonow-Cargo-Flugzeug nach Keperveem. Wer wissen will, wie das Fliegen in den dreißiger Jahren war, der soll diesen Flug versuchen. Eingestiegen wird über die Heckladerampe. Die adrette, asiatisch anmutende Stewardess steht mit ihrer schmucken Uniform in schreiend krassen Gegensatz zu der uralten, heruntergekommenen und verbeulten Propellermaschine. Als ich versuche, den Fenstervorhang vor dem kreisrunden Bullaugenfenster beiseite zu schieben, fällt er samt Stange einfach ab. Die zwei Motoren rütteln und schütteln die Maschine und nach kurzem Anlauf sind wir in der Luft. Im Geiste stifte ich dem heiligen Sebastian vorsichtshalber eine Kerze, wenn er mich heil wieder runterbringt.
Wir fliegen dreieinhalb Stunden in niedriger Höhe – es gibt keine Druckkabine – über eine Mondlandschaft absolut ohne irgendein Anzeichen von Zivilisation. Die stadtgroßen kahlen Felsen sind glattgewaschen und bieten keiner Pflanze Halt. In den Tälern krümmen sich rachitische Krüppelkiefern, Sümpfe und mäandernde Flüsschen. Ich denke: Wer ein paar hundert Endlager für radioaktive Brennstoffe bauen will – kein Problem – hier ist der Platz. Das Gebiet, das wir überfliegen, ist weit größer als Deutschland – nur ohne einen einzigen Menschen. Die gigantische Einöde macht mir ein bisschen Angst. Es gibt ein Glas Wasser von der Stewardess, kein Wodka-Wässerchen. Die Flugzeugtoilette hat nicht mal Wasser, warum unnützen Ballast mitschleppen.
Dreieinhalb Stunden Tundra unter uns, dann endlich setzen wir zur Landung an. Durch mein Bullauge sehe ich das Rad unter der linken Tragfläche ausfahren. Wir sind zwei Meter über dem Fluss Keperveen. Will dieser Verrückte auf der Sandbank landen? Die Kiste setzt auf und das Rad schmeißt Schubkarren-Ladungen von Kies und Sand in die Luft und gegen das Flugzeug. Kein Wunder, dass die Maschine so ramponiert ist. Es gibt keine befestigte Landebahn. Danke, alte Antonow, für deine Robustheit – happy Landings im hohen Norden Ostsibiriens. Eine Maschine mit weggebrochenen Tragflächen und abgerissenen Fahrwerken am Wegesrand zeigt, dass dies nicht immer so klappt. Ich bin am Ende der Welt gut gelandet. Jetzt sind es nur noch 100 km im Bus – ich taufe ihn Wanja – über eine Steinpiste zu meinem Ziel Bilibino.
Der heilige Sebastian hat sich seine Kerze wohlverdient. Es wird nicht die letzte sein, die ich ihm bei meiner kleinen Reise ans Ende der Welt verspreche.
Teil 2: Bilibino – dreihundert Kilometer vor dem Ende der Welt
Manfred Haferburg ist Autor des Romans „Wohn-Haft“, der vom Widerstand eines Einzelnen gegen ein übermächtiges politisches System erzählt. Mit einem Vorwort von Wolf Biermann.
Beitragsbild: Doctor Digger Shrew CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

@Dr med. Christian Rapp, der im KKW Bilibino produzierte Strom fließt ganz normal durch Hochspannungsleitungen und speist ein Inselnetz. Die räumliche Isolierung der extraktiven Industrie im hohen Nordosten Sibiriens war ja gerade der Grund, dort ein Kernkraftwerk zu errichten. Keine kontinuierliche fossile Brennstofflieferung nötig, denn KKW sind bekanntlich in dieser Hinsicht sehr genügsam, die benötigten Bedarfe an Brennelementen sind für lange Betriebszyklen vor Ort lagerbar. Die kleinen Blöcke in Bilibino, grafitmoderierte Druckröhrenreaktoren (und somit Verwandte des „Tschernobyl-Reaktors“ RBMK), sollen demnächst von einem neuen schwimmenden KKW mit Druckwasserreaktoren (und besseren Sicherheitseigenschaften) abgelöst werden.
Lieber Manfred, ich lese diese Reportage als alte Osteuropa-Fahrensfrau mit Genuss und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, denn am Ende unserer Wege steht ja bekanntlich immer ein Kernkraftwerk. Nur in einer Sache Veto: . „...dass in unseren Medien über Russland nur durch die „Putin ist böse – Brille“ berichtet wird“ ist nicht zutreffend, es sei denn, man liest nur die BILD-Zeitung. Der deutsche Sprachraum zeichnet sich im Großen und Ganzen nach wie vor durch eine qualitätvolle Osteuropa-Berichterstattung aus. Und da Du ja auch mit wachem Herzen an die GULag-Vergangenheit erinnerst: es ist momentan eines der wichtigsten geschichtspolitischen Projekte des Präsidenten Putin, die Erinnerung an den Stalin-Terror zurückzudrängen und diejenigen, die daran erinnern, mundtot zu machen. Der Massenmörder Stalin hingegen wird an jeder Ecke als eine Art „hart-aber-gerecht“-Modernisierer gelobt. Wer das (und vieles andere) konstatiert, schwurbelt also nicht vom „bösen Putin“, er nennt die Dinge lediglich beim Namen: es ist eine böse Politik.
Sehr schöner Bericht ;-) Ich kann in der Satelitten-Karte partout nicht die Stelle ausmachen, wo da ein Flugzeug landen könnte ... ?
Ein köstlicher Reisebericht. Man kann geradezu nacherleben, wie ein überdehntes Land nach Zarismus und Kommunismus noch immer nicht den Sprung in die Zivilisation geschafft hat. Der Zar okkupierte was es an Land zu okkupieren gab, und der Verbrecher Stalin raffte was es zu raffen gab. Der Imperialist Putin täte es ihm gleich (Baltikum!) wenn er nicht befürchten müßte, dass der Westen ihm auf die Finger schlägt. Armes Russland, das vor langer Zeit einen Tolstoi und Dostojewski sowie einen Rachmaninow und Prokowjew hervor gebracht hat. Und nicht zu vergessen : Einen Alexander Solschenizin ! Noch eine kleine Korrektur: GULag = Glawnoje uprawlenije isprawitelno-trudowych lagerej i kolonij, übersetzt „Hauptverwaltung der Besserungsarbeitslager und - kolonien“. Ein übler Euphemismus für die Stätten der Menschen - Ausrottung. Der Plural für die unzähligen Lager ist jedenfalls unangebracht.
Ein wunderschöner Reisebericht, der mich vielleicht dazu bringt, außer für Dienstreisen doch noch mal die etwas entfernteren Naturgebiete Russlands zu besuchen, denn "bewohnte Hütten, die kurz vor’m Einsturz sind", bzw. die die eingestürzten Teile im Winter gleich mit verfeuern, gab es in Russland bestimmt immer, zumindest in den 80-ern im Permer Oblast. Und landen auf einem Strand ist auch in Europa möglich - Isle of Barra. Allerdings will die EU das ändern. Es ist auf Beton zu landen, also die Natur zubetonieren.
@Michael Guhlmann: Ob ich Tataren meinte? Herjeh, habe ich die Kosaken benachteiligt? In meinem kl.Text habe ich auf mich auf einen Mythos bezogen. Wenn ich das Video als "Verwurstung" eines Mythos nehme, sehe ich, daß die Gewalt eines gnadenlosen Kriegers dort zelebriert wird. Ich habe nichts dagegen, daß man das tut. Die Frage ist nur, welchen Stellenwert solche Mythen im psychischen Gesamthaushalt einer Nation haben. Die Russen wurden Jahrhunderte unterjocht (russiche Despotie) und von Stalin gezwungen, ihn zu lieben und viele lieben ihn auch heute noch. Bei uns, unterm sich munter entwickelnden Feminat, sind solche Phantasien von archaischer Männlichkeit eher Ausnahme. Das Feminat verrechnet sich jedoch mit der Annahme, ohne das männliche Prinzip überleben zu können. Wir erleben gerade, wie sie den Karren in den Dreck fahren. Stellen Sie sich den Mann aus "Dr. Orits Härtetest für Weicheier" (achgut-video) vor. In der Rapper-Underdog-Kultur allerdings findet sich die nicht eingehegte männliche Brutalität wieder. Mir graut davor. Das ist unterschätzter Teil unserer Zukunft. Als Alternative gegen den russischen Mythos )und den deutschen Trotz) empfehle ich nochmals die lettischen Sänger mit Ihrem "Saule Perkons Daugava". Welch ein Nationalgefühl!
@Rudolf Stein Nun das stimmt insofern, daß weder Napoleon noch Hitler dieses Land erobern konnten. Aber will dies wirklich jemand von der NATO? Selbst Trump hat da wohl keine Pläne.