Die Vereinten Nationen (UN) haben ihren neuen Bevölkerungsbericht vorgestellt und darin ihre Prognose für das Wachstum der Weltbevölkerung nach unten korrigiert. Laut einer Zusammenfassung der „Deutschen Welle“ schätzen die UN-Experten, dass die Weltbevölkerung von aktuell 7,7 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden im Jahr 2050 steigen wird. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werde die Gesamtzahl dann auf 10,9 Milliarden klettern. In einer vor zwei Jahren veröffentlichten Schätzung seien die UN noch von 11,2 Milliarden Menschen im Jahr 2100 ausgegangen.
Laut der „Deutschen Welle“ stellten die UN-Forscher fest, dass die Geburtenraten in immer mehr Ländern zurückgehen. Die Bevölkerungsentwicklung unterscheide sich allerdings stark von Region zu Region. Im Afrika südlich der Sahara rechneten die UN-Forscher mit einer Verdoppelung der Bevölkerung bis 2050. In Nordamerika und Europa hingegen werde das Wachstum voraussichtlich nur zwei Prozent betragen.
Nach Angaben der „Deutschen Welle“ listet der UN-Bericht neun Länder auf, die gemeinsam für die Hälfte des globalen Bevölkerungswachstums verantwortlich seien: Indien, Nigeria, Pakistan, Kongo, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten und die USA. In Afrika sei die Geburtenrate mit 4,4 Kindern pro Frau derzeit fast doppelt so hoch wie im weltweiten Durchschnitt (2,5 Kinder). Allerdings rechneten die UN-Forscher mit einem Absinken auf 2,1 Kinder pro Frau bis zum Ende des Jahrhunderts. Für das Jahr 2100 hätten die UN-Experten eine globale Geburtenrate von 1,9 Kindern pro Frau prognostiziert.
Laut der „Deutschen Welle“ stellte der UN-Bericht auch fest, dass die durchschnittliche Lebenserwartung weiter steigt. Statistisch erreiche ein Erdenbürger heute bereits 72,6 Lebensjahre – gut acht Jahre mehr als 1990. Für das Jahr 2050 erwarteten die UN-Forscher eine globale durchschnittliche Lebenserwartung von 77,1 Jahren. In den am schwächsten entwickelten Ländern werde sie allerdings aufgrund von Krankheiten und Kriegen sieben Jahre darunter liegen.
