Oliver Zimski / 03.04.2021 / 10:00 / Foto: Vít Švajcr / 65 / Seite ausdrucken

Das betreute Lachen

Sport, gesunde Ernährung, Vitamine, positives Denken, menschliche Begegnung und Zuwendung – was ist das? Das sind die wichtigsten Bestandteile zur Stärkung des eigenen Immunsystems, (nicht nur) in Corona-Zeiten! Das kann man nicht genug betonen in einer Zeit, da die Bundesregierung ganz andere Ratschläge erteilt, die auf einem Menschenbild basieren, welches den Nächsten nur noch als potenziellen Krankheitsüberträger zu sehen vermag: „zu Hause bleiben“, faules Nichtstun, stupides Abhängen vor der Glotze, depressive Vereinzelung und Vereinsamung – und davon soll man später stolz seinen Enkeln erzählen?

Ein wesentliches Element geistig-körperlicher Gesundheit wäre allerdings zu ergänzen: das Lachen. Herzhaftes Lachen vermehrt körpereigene Abwehrstoffe, setzt Glückshormone frei und löst angestaute Emotionen. Aber worüber sollten wir lachen im 16. Jahr Merkel und im 2. Jahr Corona? Die Klopapier-Witze vom Beginn der Pandemie-Lage sind längst abgestanden. Und auch Corona-Leugner, Aluhutträger und Reichsbürger taugen nicht mehr als Spottobjekt, seit sich jeder drittklassige Nachwuchs-Comedian an ihnen vergreift, dem sie als billige Blitzableiter und Pappkameraden dienen.

Vielleicht lachen wir also besser über diejenigen, die uns den jetzigen Schlamassel eingebrockt haben mit ihrer geballten Inkompetenz und Inkonsequenz, ihrer verbockten Bunkermentalität, ihren nicht eingestandenen Fehleinschätzungen (abgesehen von der doppelbödigen Entschuldigung der Kanzlerin für das Ostern-Ruhetage-Desaster). So wie zu allen Zeiten das Volk über seine Herrschenden lachte, und sei es nur als Ventil, um nicht verrückt zu werden ob der eigenen Ohnmacht. Auf geht´s!

Die neuesten Merkel-Witze

Kennen Sie den schon?

„Wenn dir aktuell tatsächlich Markus Söder (CSU) als einer der vernünftigeren Länderchef*innen vorkommt, dann weißt du, was Kanzlerin Angela Merkel bei den allwöchentlichen Bund-Länder-Gipfeln leisten und ertragen muss.“

Zum Brüllen komisch, was? Dazu das lustige Gendersternchen! Oder den hier:

„Ich glaube, Angela Merkel fühlt sich gerade wie ein Cop, der zwei Wochen vor der Rente steht und dann doch noch in einen heftigen Mordfall verwickelt wird.“

Solcherart staatstragenden Ulk präsentiert Google, wenn man nach „Merkel-Witzen“ sucht. Einen von der Sorte hätte ich noch:

„Muss echt bitter sein für die AfD. Angela Merkel legt gerade das größte deutsche Comeback seit Modern Talking 1998 hin.“

Als wäre die Grüne Jugend beauftragt worden, politisch korrekte Gags zu konstruieren, die frei sind von „Hass und Hetze“ und nicht den „Rechten“ in die Karten spielen. Diese Gags haben allerdings einen entscheidenden Haken: Sie bringen keine überraschenden Erkenntnisse, schaffen all das nicht, was uns bei einem gelungenen Witz zum Lachen bewegt. Es sind keine Witze, sondern verklemmte kleine Betrügereien, die bestehende Machtstrukturen nicht aufdecken, sondern verschleiern wollen.

Die roten Strolche

Das ging mal anders. Beim Aufräumen und Ausmisten während des Lockdowns fiel mir kürzlich der alte Comic-Band „Die roten Strolche“ in die Hände, über den ich mich damals köstlich amüsiert hatte. Weiß noch jemand, wer „Ziege“ war? Auf diesen Namen taufte die linke Satirezeitschrift „Titanic“ 1994 den SPD-Vorsitzenden Rudolf Scharping, der im selben Jahr als Kanzlerkandidat gegen „Birne“ Kohl antrat. Der Ausgang ist bekannt, Helmut Kohl wurde erst vier Jahre später von Gerhard Schröder besiegt.

Dieser Comic enthält ein knappes Dutzend Episoden, in denen Ziege Scharping mit Hornbrille und stierem Blick um die Stelle als Oberförster kämpft, die momentan der übermächtige und supergefräßige Amtsinhaber innehat. Zur Seite stehen ihm die „roten Strolche“: das frömmelnde Schnabeltier (Johannes Rau), der frauen- und rotweinverrückte Dachs (Oskar Lafontaine), der paragraphenreitende Vogel (Hans-Jochen), die hysterisch-blöde Gans mit rotgefärbter Frisur (Heidi Wieczorek-Zeul) sowie der faule Ossibär (Wolfgang Thierse).

Auch Oberförster Kohl hat Gehilfen. Neben seiner beschränkten Ehefrau, die ihn permanent bekocht und bedient, sind dies die Eule Seiters und vor allem der rollstuhlfahrende Schäuble, der sich ein ums andere Mal demütigen lässt. So bekommt er in der Weihnachts-Episode ein Geweih um den Kopf geschnallt und muss als Rentier den Schlitten des dicken Oberförsters ziehen.

In einer anderen Episode lässt Eule Seiters versehentlich eine „muntere Schar“ von Asylanten in den Wald, darunter den Pinguin Sinti, die Katze Roma und das Kamel Gaddafi, die vom naiv-weltfremden Schnabeltier mit einem Bibelvers empfangen werden. Zum Dank dafür nehmen die Neubürger die roten Strolche mit betrügerischen Hütchenspielen aus. Diese rufen daraufhin den Oberförster Kohl zu Hilfe, der die bunte Schar mit Hilfe von Schrotkugeln und dem Ruf: „Raus aus meinem Wald, Zigeunerpack!“ verjagt.

Einen Gastauftritt als Unterstützer von Zieges Wahlkampf hat auch der einfältige Wecker Konstantin, bei dem es „nie klingelt“ und dessen immer gleiche Agit-Prop-Songs keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken.

Die Schere im Kopf

Mit den „Roten Strolchen“ karikierten die „Titanic“-Satiriker in erster Linie die Konzept- und Ideenlosigkeit der SPD von 1994, deren Halbherzigkeit sich auch in dem ausgedachten Wahlslogan „Versucht, Ziege zu wählen!“ widerspiegelte. Doch wird von ihrem beißenden Spott niemand verschont, weder rechts noch links, weder Regierung noch Opposition, weder Mehrheitsgesellschaft noch Minderheiten, für die es auch keinen Behinderten-, Frauen- oder Migranten-Bonus gibt. Sogar die linke Kultur-Schickeria bekommt ihr Fett ab. Die damaligen Reaktionen sind überschaubar, nirgendwo ist die Rede von „Rassismus“, „Sexismus“ oder anderen Formen von Diskriminierung. Aus heutiger Sicht eine sensationelle Lektüre, die schmerzhaft bewusst macht, wie tief die Spaßkultur und der politische IQ dieser Gesellschaft inzwischen gesunken sind.

Damals wusste man noch, dass es Filz und Korruption überall gibt, wo Regierungen zu lange an der Macht kleben, egal ob in schwarzer, roter oder grüner Ausprägung. Auch dieses Wissen ist in der Merkel-Ära verloren gegangen. Mit ihrem Drang zum Machterhalt um jeden Preis hat die Kanzlerin eine ehemals konservative Partei von innen ausgehöhlt und aus dieser Tarnung heraus grüne und linke Inhalte realisiert (wie sie eine grüne oder linke Regierung niemals hätte durchsetzen können). Ihre Politik der vorgeblichen Alternativlosigkeit hat zudem den Kern der deutschen Demokratie beschädigt. In allen wichtigen Politikbereichen – Energie, Migration, Wirtschaft und Soziales oder Umgang mit Corona – konkurrieren heute nicht mehr unterschiedliche Parteien auf Augenhöhe mit ihren jeweiligen Argumenten um die besten Lösungen fürs Land, sondern es kämpfen „Gute“ gegen „Böse“. Die Gesellschaft ist tief gespalten, zumal sich die vierte Gewalt – der überwiegende Teil von Presse und öffentlich-rechtlichen Medien – auf die „gute“ Seite geschlagen hat.

Einen Hinweis darauf, warum der „offizielle“ Humor in Deutschland so auf den Hund gekommen ist, liefert das ZDF-Kulturmagazin „Aspekte“ vom 12. Februar 2021 mit seinem Interview des „heute-show“-Comedians Sebastian Pufpaff. Dieser bejaht die Frage, ob Humor in Deutschland sich verändert habe, und fügt hinzu: „Schon allein, dass wir jetzt gendern, auch rassistische, sexistische Witze [nicht mehr machen], da hat sich ja mit Sicherheit etwas geändert, und das auch vollkommen zu recht. […] Humor hat ganz viel auch mit einem Opfer zu tun, und wenn sich das wandelt, dann muss man da mitgehen. Es wäre arrogant und auch anmaßend, dann zu sagen: Nee, mein Witz ist wichtiger als das Opfer.“ Genau diese opportunistische und peinlich auf politische Korrektheit bedachte Haltung führt zur Schere im Kopf und in der Konsequenz zu duckmäuserischen „Witzen“ wie den oben zitierten.

Das brachliegende Feld

Humor lebt stets vom Widerspruch zwischen Theorie und Praxis, zwischen Gern-Wollen und Nicht-Können, zwischen hehren Ansprüchen und nüchterner Wirklichkeit. Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert, weiß der Volksmund. Wer könnte ernsthaft bestreiten, dass dieser Weg im heutigen Deutschland, das Klimaschutz, Antifaschismus, Nichtdiskriminierung, Willkommenskultur sowie Gleichstellung von allem und jedem zur Staatsräson erhoben hat, ganz besonders breit ist? Wollte man also den bösen Spott von 1994 auf die heute regierenden „schwarz-roten Strolche“ übertragen, böte sich ein riesiges Feld an Möglichkeiten mit zahlreichen dankbaren Satireobjekten:

- eine Phrasendreschmaschine als Präsident, dessen Reden man fast im Schlaf mitsprechen kann, so austausch- und vorhersehbar sind ihre Versatzstücke,

- ein fliegender Zwerg im (viel zu großen) Superman-Kostüm als Außenminister (quasi als Karikatur des legendären „Genschman“), wie er in der ganzen Welt herumsaust und mit Piepsstimme die Einhaltung „universeller Menschenrechte“ fordert, ohne dass irgendjemand von ihm Notiz nimmt,

- eine Justizministerin als verblüffende Wiedergängerin von Margot Honecker, der ehemaligen DDR-Ministerin für Volksbildung: die gleiche ideologische Verbissenheit und Verbiesterung, es fehlen nur noch die lila gefärbten Haare,

- zwei humorlose Politkommissare als SPD-Vorsitzende,

- eine auffällige Häufung „weicher konturloser Männer“ (Jan Fleischhauer) – man möchte hinzufügen: häufig mit starkem Übergewicht – in Angela Merkels engster politischer Umgebung, die dem gebeutelten Land gute Ratschläge über Gesundheit und die Einhaltung der Corona-Regeln erteilen,

- last but not least die Kanzlerin selbst, die jeder normalen Lebensrealität weit entrückt scheint, die der Ansicht ist, in der deutschen Coronapolitik sei „im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen“ und die bei der Nationalhymne des eigenen Landes regelmäßig zu zittern anfängt.

Darf einem all das seltsam aufstoßen, darf man – wenn es schon nicht zu ändern ist – wenigstens darüber öffentlich lachen oder gar Witze reißen? Im Prinzip ja, würde man bei Radio Eriwan antworten, wenn man sich der auf dem Fuße folgenden kampagnenartigen Empörung der Mainstreammedien gewachsen fühlt und auch das Risiko einschneidender privater und beruflicher Konsequenzen einzugehen bereit ist. Das sind die meisten verständlicherweise nicht, deshalb liegt das Feld weitestgehend brach. Als vor anderthalb Jahren der Komiker Faisal Kawusi in der Show „The Masked Singer“ einen verhüllten Interpreten raten sollte, tippte er erst auf Jürgen von der Lippe und fügte dann hinzu: „Außer, er zittert weiter. Dann sage ich Angela Merkel“. Es gab den erwartbaren Shitstorm im Netz und jede Menge Verrisse in der Presse. Von „verbaler Entgleisung“ war die Rede, Kawusi habe „entsetzt“ und „schockiert“, und das nicht zum ersten Mal. Vor dem Karriereende schützte den Komiker möglicherweise nur sein Migrationshintergrund.

Als ob es bei einem Witz über das Zittern der Kanzlerin darum ginge, einen kranken Menschen zu verspotten, oder bei einem Witz über Altmaiers Leibesfülle um die Diskriminierung Übergewichtiger! Wurde etwa, wer im Dritten Reich über Hermann Görings Fettbauch oder in der DDR über die großen Zähne von Egon Krenz witzelte, von Gestapo oder Stasi wegen „Verletzung der Menschenwürde“ verhaftet? Nein, denn die Herrschenden wussten genau, dass das Volk die körperlichen Merkmale seiner Herrscher aufspießte, um deren Politik zu kritisieren. Witze wollen und müssen verletzen!

Nuhr keine Kritik!

Im Frühjahr des (ersten) Corona-Jahres 2020 geriet der Comedian Dieter Nuhr negativ in die Schlagzeilen, weil er in seiner Sendung „Nuhr im Ersten“ folgenden Satz gesagt hatte: „Frau Merkel ist ja offenbar diesem Herrn Drosten verfallen. Ich meine, wer hätte das gedacht, dass die Merkel noch im Herbst ihrer Amtszeit – und nicht nur ihrer Amtszeit, wenn man ehrlich ist – ist dieser Drosten noch ihr virologischer Berater, oder ist sie ihm inzwischen hörig?“

Diese vielleicht nicht besonders pointierte, aber doch eher harmlose Zwischenmoderation, mit der Nuhr die notorisch einseitige Beratung der Kanzlerin durch Drosten und Co. kritisierte, fand ein reiches Presse-Echo, bei dem – wie in der Merkel-Ära üblich – die früher noch gebräuchliche Trennung zwischen Meldung und Kommentar systematisch aufgehoben war:

- „Neue Entgleisung… geschmackloser Vergleich… Unter dem Deckmantel der künstlerisch-ironischen Übertreibung… User fragten die ARD, warum man Nuhr überhaupt noch eine Plattform gebe…“ (MOPO.de

- „Bei den Zuschauern stoßen die Aussagen Nuhrs auf Ablehnung… Dieter sitzt offenbar an Pegida-Stammtischen und kopiert die Sprüche… Altherrenwitz der eklig-konservativen Art…“  (fr.de)  

- „Schleicht sich da eine gefährliche Denkweise bei Dieter Nuhr ein?... Wie peinlich, wenn man als Kabarettist so einen Dünnpfiff abgibt!“  (op-online.de)

Es geht nicht darum, dass man missratene Satire nicht kritisieren können darf. Allerdings sind Nuhr und seine paar Getreuen so ziemlich die letzten Mohikaner, die noch nicht mit der restlichen Meute heulen. Die allermeisten Comedians arbeiten sich opportunistisch an den „Bösen“ ab und das unbehelligt von jeder Kritik, egal, wie billig oder geschmacklos die Ergebnisse ausfallen. Ob der kriegstreibende „Orange Man“ Trump, die „Nazischlampe“ Alice Weidel, stotternde AfD-Politiker, bekloppte Coronaleugner und Reichsbürger – keine Diffamierung ist zu bösartig, kein Scherz zu plump und alles angeblich von Redefreiheit und „Satire-darf-alles“ gedeckt, solange es nur die Richtigen trifft. Über die extrem einseitig gewordene „heute-show“ oder Jan Böhmermanns unsägliches „ZDF-Magazin Royale“ gibt es keine Verrisse, während etwa die Frankfurter Rundschau eine regelrechte Kampagne gegen Nuhr fährt und jeden seiner Auftritte verreißt.

Übrigens vergaß keiner von Nuhrs Pressekritikern zu erwähnen, dass der Satiriker bereits vorher negativ aufgefallen war, weil er es gewagt hatte, Greta Thunberg, die Säulenheilige der Fridays-for-Future-Bewegung, zu kritisieren. Merke(l): Über die „Guten“ macht man keine Witze! Nicht über unsere Kanzlerin. Nicht über Greta Thunberg. Nicht über die Grünen. Auch nicht über die Schlüsselfiguren der einjährigen Lockdown-Politik, den sympathischen Hof-Virologen Christian Drosten, den SPD-Untergangspropheten Karl Lauterbach oder den obersten Tierarzt der Republik, RKI-Chef Lothar Wieler, der alle paar Tage mit Leichenbittermiene und hoher, brüchiger Stimme die neuesten Steigerungen der Inzidenzzahlen verkündet.

Zum Schluss was Lustiges

Über Drosten fand ich trotzdem einen guten Sketch, der mehr Wahrheit enthüllt, als dem Chef-Virologen der Bundesregierung lieb sein dürfte, angesichts seiner zahlreichen Irrtümer und Fehleinschätzungen. Darin wird ihm nämlich folgender Text in den Mund gelegt:

„Ich bin nicht Dr. Drosten. Ich traue mich das kaum zu sagen. Diese Corona-Geschichte, das war einfach nur… ähm… Cheng Pau, ein chinesischer Freund von mir. Wir hatten eigentlich nur so einen dummen Witz beim Karneval gemacht, und dann habt ihr das – ihr habt das plötzlich alle geglaubt. Und dann gab’s kein Zurück mehr. Wir wollten das eigentlich auflösen, aber jetzt hat die ganze Welt das… naja. Ich heiße übrigens Klaus, aber ihr könnt mich Klausi nennen. […] Ich hatte im Grunde die perfekte Tarnung, also, ich habe mir einen Arztkittel angezogen, ganz einfach. Dann ein paar schwierige Wörter, sowas wie Molarität, Remdesivir, Chloroquin. Es geht halt um den Klang, es muss gut klingen, das ist die allerwichtigste Sache dabei.“

Und einen gelungenen Witz über die Grünen, die wahrscheinlich ab Herbst die neue Kanzlerin stellen werden, habe ich am Ende auch noch entdeckt:

„Ein Grüner in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer, sichtet eine Frau und ruft ihr zu: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen, und jetzt weiß ich nicht, wo ich bin.“

Die Frau am Boden antwortet: „Sie sind in einem Heißluftballon, ungefähr 10 Meter über Grund. Sie befinden sich auf dem 47. Grad, 36 Minuten und 16 Sekunden nördlicher Breite und 7. Grad, 39 Minuten und 17 Sekunden östlicher Länge.“

„Sie müssen Ingenieurin sein“, sagt der Grüne.

„Bin ich“, erwidert die Frau. „Woher wissen Sie das?“

„Nun“, sagt der Grüne, „alles, was Sie mir gesagt haben, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“

Die Frau antwortet: „Sie müssen bei den Grünen sein.“

„Ja“, sagt der Grüne“, aber woher wissen Sie das?“

„Nun“, entgegnet die Frau, „Sie wissen weder, wo Sie sind, noch, wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gelangt. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass die Ihre Probleme lösen. Fakt ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt daran schuld!“

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Leserpost

netiquette:

Lutz Herzer / 03.04.2021

@Michael Hinz “Unser Staatsoberhaupt wurde heute geimpft. Ist das nicht verwegen mit nur einer Niere. Weiß da jemand Medizinisches?”  Mit Astrazeneca wurde Not-my-President geimpft. Er vertraut darauf, dass die Kochsalzlösung von denen sicher ist.

Geert Aufderhaydn / 03.04.2021

Idi Amin (dies ist kein Witz): “Ich kann zwar die Freiheit der Rede garantieren, aber nicht die Freiheit nach der Rede.”

Geert Aufderhaydn / 03.04.2021

Ich habe auch einen schönen, muß aber zugeben, daß ich ihn vor ein paar Jahren einem Leserbrief von achgut entnommen habe.  Der (unbekannte) Schreiber mag mir verzeihen, aber, bevor er ungehört bleibt, zitiere ich ihn lieber:  ein Gutmensch erklärt: „Ich habe mir einen Stein auf den Fuß fallen lassen. Ich würde ja gern vor Schmerz schreien, aber das wäre nur Wasser auf die Mühlen der Newton-Populisten mit ihrer Schwerkraft-Hetze!”

Karla Kuhn / 03.04.2021

Gabriele H. Schulze. “Würden Sie auch die Füße unserer geliebten Kanzlerin Angela Merkel küssen?” “Sicher, wenn sie dort hängen würde….”  Ich krieg mich nicht mehr ein, köstlich.

lutzgerke / 03.04.2021

Die Regierungen haben es immerhin geschafft, zu vertuschen, daß es sich bei der EU um einen Plan der Nazis gehandelt hat. Aber sowas geht nicht ohne Komplizen. Ich habe mit Sozialdemokraten gesprochen. Die wissen das. Allerdings beißen sie sich nach so viel Offenheit die Zunge ab. - Der 2. WK ist genau für die “kontinentaleuropäische Großraumwirtschaft mit Einheitswährung auf Basis der Reichsmark” geführt worden. Nach der Kapitulation begann die Vergabe von Hoheitsrechten an die EU-Kommission. Wir haben es mit einer viel weitreichenderen Konspiration und Komplizenschaft zu tun. Wer ist dazu fähig? Wer hat die Macht? Das Proletariat, wie uns der Autor suggerieren will? Den letzten Putsch gegen die Nationalstaaten hat der paramafiöse Helmut Kohl angeführt mit der Ratifizierung von Maastricht. - Man kann auch mit einer dahergeholten und irrationalen Systemkritik die Regierungsparteien unterstützen, wenn man die Polarität einhält. Die Parteien suchen einen Popanz, weil sie nur mit einem Popanz an der Macht bleiben können. An dem arbeiten sie sich ab, füllen Debatten, Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen, und instrumenatlisieren ihn nach belieben. Ohne Popanz gingen sie nicht über Los und direkt in das Gefängnis. Der Popanz, der uns hier vorgespielt wird, der wird gespielt von den Neurechten. Es ist nicht so, daß das, was man 10 Mill. mal gehört hat, jeden infiltriert. Mich infiltriert das nicht. Antifa und Neurechte sind nur zwei Seiten derselben Medaille. Klingt nicht schön, ist aber so. Die arbeiten beide für die Regierung, entweder direkt, oder der Regierung zu.  

Hans-Peter Dollhopf / 03.04.2021

Kürzester Merkelwitz. “äh”

Gabriele H. Schulze / 03.04.2021

Netzfund der etwas gröberen Art: Die Corona-Polizei verhört einen Kirchgänger zu Ostern: “Geben Sie zu, daß Sie eben in der Kirche waren?” “Ja.”  “Und geben Sie zu, daß Sie die Füße von Jesus Christus am Kreuz geküßt haben?” “Ja.” “Würden Sie auch die Füße unserer geliebten Kanzlerin Angela Merkel küssen?” “Sicher, wenn sie dort hängen würde….”

Hans-Peter Dollhopf / 03.04.2021

Es begann am 15. Februar 1987 in “Rudis Tagesshow” mit einer kleinen Einspielung, die “Khomeini zunächst vor einer jubelnden Menschenmenge zeigt. Im nächsten Bild sind Hände zu sehen, die in Damenunterwäsche wühlen. Danach erweckt der Film den Anschein, die Dessous würden dem schiitischen Geistlichen zu Füßen geworfen. Das höchste spirituelle Oberhaupt des Iran wird auf eine Stufe mit Pop-Stars gestellt, dem Groupies ihre Slips anbieten” (Tagesspiegel). Damals begann das betreute Lachen. Mit den “Dauerbeleidigten”. Nach einiger Zeit wurde Satire infrage gestellt. Als am 30. September 2005 Mohammed-Karikaturen nicht mehr zum Lachen veröffentlicht wurden, sondern zum Test für die Redefreiheit und ihre kleine Schwester, die Meinungsfreiheit. Das Recht auf freien Ausdruck allein noch sachlich als Wert der westlichen Republik kleinen Moslembengeln im Unterricht vermitteln zu wollen, endete am 16. Oktober 2020 für den Lehrer Samuel Paty tödlich. Beleidigtsein ist eine Frage der Ehre und auf genau der baut die Sozialisation unserer gewaltaffinen Spaßbremsen eben einmal auf. Islam, radikaler Islam, Islamismus, radikaler Islamismus? Recep Erdogan: “Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam.” Inzwischen hatten sich dann die entsprechenden linken Nichtsnutze aus der “Wissenschaft” dem Elend angenommen. Zunächst wurde mit der Frage angefangen, ob die Muslime die neuen Juden seien. Dazu ein Zitat aus einem Interview. IslamiQ: “Die letzte Frage: sind Muslime wirklich die neuen Juden?” Wolfgang Benz: “Nein. Wir dürfen es nicht zulassen, dass irgendeine Minderheit das Schicksal der Juden teilt.” An dieser Betroffenheitsbesoffenheit erlernten die Woken ihr Handwerk, verknüpften es mit dem Feminismus und begannen fortan zu expandieren und immer weitere Tätigkeitsbereiche zu erobern. Inzwischen ist die Beleidigung “Sie Rindvieh!” allein darum nicht mehr lustig, da sie Gewalt gegen Tiere ausdrücke. Was aber geht, sind “okay Boomer!” und “Oma Umweltsau”.

Michael Hinz / 03.04.2021

Unser Staatsoberhaupt wurde heute geimpft. Ist das nicht verwegen mit nur einer Niere. Weiß da jemand Medizinisches?

Uta Buhr / 03.04.2021

Lachen ist die beste Medizin, besonders in dieser uns auferlegten Corona-Hysterie. Kennen Sie den? Treffen sich drei Chirurgen. Der erste bekennt, seine Lieblingspatienten seien Buchhalter, weil bei denen alles so ordentlich nummeriert ist. Der zweite bevorzugt Elektriker wegen der hellen Ausleuchtung der Organe bis in den äußersten Winkel.  Für den dritten im Bunde geht nichts über Politiker. Zitat: “Kein Hirn, kein Herz,  keine Eier, kein Rückgrat. Und wenn du den Kopf mit dem Arsch verwechselst, merkt’s eh keiner.” Wieso komme ich jetzt gerade auf Peterchen Altmaier. Kann mir das einer im Forum erklären?

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