Die Zufahrt zum Kleinen Stadtmarsch in Magdeburg war von der Polizei abgeriegelt. Das Gelände befindet sich auf der östlichen Elbseite, in Sichtweite zum Dom, wo vor wenigen Tagen der erste deutsche Kaiser, Otto I., Herzog von Sachsen, zum zweiten Mal feierlich beigesetzt wurde. Wird reichlich 1.000 Jahre später ein Mann aus Sachsen-Anhalt der erste AfD-Ministerpräsident in Deutschland?
Das Veranstaltungsgelände selbst wurde durch einen privaten Sicherheitsdienst bewacht. Zutritt nur durch flughafenähnliche Kontrollen. Aber es ging zügig. Das große AfD-Familienfest zum Wahlkampfausklang sollte von 14 bis 16 Uhr dauern. Trotz böigem Wind und großer Regenwahrscheinlichkeit waren mehrere tausende Anhänger gekommen. Nicht nur aus Sachsen-Anhalt, auch aus anderen Bundesländern. Bier, Bratwurst, Eis sowie viele Getränke und Speisen mehr waren im Angebot. Aufgebaut war eine große Bühne mit einer riesigen LED-Leinwand. Darauf der Spruch: Alles ist möglich. Es herrschte Volksfeststimmung. Neben der Bühne standen offene Zelte mit AfD-Logo. Als Ulrich Siegmund lange vor 14 Uhr eintraf, strömte die Menge sofort zum Zelt. TV-Kameras richteten sich auf ihn, Journalisten baten um Interviews. Schnell bildete sich eine lange Schlange. Hunderte wollten Selfies mit Ulrich Siegmund. Sie standen stundenlang.
Das Prozedere war stabsmäßig organisiert. Zuerst Taschenkontrolle, dann Tasche abgeben und zum Fotografieren musste man sein Handy dem Sicherheitspersonal übergeben, das dann das Foto machte. Danach bekamen alle ihre Taschen und Telefone zurück und durften auf der anderen Seite rausgehen. Es lief wie am Schnürchen.
Siegmund begrüßte jeden Gast aufmerksam, wechselte eine paar freundliche Worte, lächelte fürs Selfie und verabschiedete jeden Gast wieder. Es war Akkord-Arbeit. Eltern mit Kindern wurden vorgelassen. Der Autor stand direkt daneben, als plötzlich ein körperlich und kognitiv beeinträchtigter junger Mann im Rollstuhl mit AfD-Basecap auftauchte, geschoben von einem Betreuer. Siegmund winkte sie zu sich, das Sicherheitspersonal ließ sie sofort durch. Siegmund beugte sich zum jungen Mann hinunter, machte das Selfie und der junge Mann umarmte den AfD-Spitzenkandidaten. Ein bewegenderes Gegenbild zur Wahlkampfbehauptung, die AfD würde Menschen mit Behinderung ausgrenzen wollen, hätte man nicht inszenieren können.
Ulrich Siegmund wurde bereits wie ein Ministerpräsident bewacht. Mehrere Personenschützer, wahrscheinlich Landeskriminalamt, und einige muskelbepackte, aber freundliche Herren vom Sicherheitspersonal, standen im Carré um Siegmund.
Gestört vom Zentrum für politische Schönheit
Mehrere ausländische Journalisten und Kamerateams waren angereist. Ulrich Siegmund unterbrach mehrfach für einige Augenblicke den Selfie-Marathon an diesem Nachmittag und machte vier Schritte an das andere Ende des Zeltes, wo die Medienvertreter – hinter Absperrgittern – ihre Fragen stellen durften. Sofort bildete sich jedes Mal eine große Traube. Siegmund schaute den Reportern in die Augen, hörte aufmerksam zu und beantwortete jede Frage ruhig und sachlich.
Oft ging es darum, was die AfD in Sachsen-Anhalt machen würde, wenn sie am Sonntag keine absolute Mehrheit erreicht. Einige Fragen konnte der Autor jedoch nicht verstehen, obwohl er zwei Meter daneben stand. Das lag daran, dass das sogenannte Zentrum für politische Schönheit seinen sogenannten Adenauer-Bus direkt 100 Meter hinter der Bühne, aber außerhalb des Geländes platziert hatte. Von dort war entweder „Scheiß AfD“ oder laute Musik zu hören. Man fragt sich ernsthaft, wer diese Gegendemo, die die AfD-Veranstaltung nachweislich störte, genehmigt hatte. Eine Magdeburger „UnsereDemokratie“-Verwaltung?
Auffällig bei Siegmund: Er ist eloquent und kann Informationen schnell verarbeiten. Der AfD-Politiker hörte Fragen und antwortete sofort, ohne die Phrasendreschmaschine anzuschalten. Sichtbar wurde diese Intelligenz-Eigenschaft bereits in diversen Wahlarenen. Auch herabsetzende oder gar beleidigende Fragen konterte er höflich und lächelnd.
Hat Schulze Angst, es würde niemand kommen?
Siegmund wirkte authentisch und eloquent, im Gegensatz zu Sven Schulze, der während des Wahlkampfes zumeist den Eindruck eines drögen, lamentierenden CDU-Apparatschiks machte, der aber immer wieder betonte, was er als Ministerpräsident schon getan hätte. Die Formulierung „Ich als Ministerpräsident“ tauchte oft im Wahlkampf auf. Was man Schulze kreditieren muss: Er hat in seinem Leben bereits richtig gearbeitet, im Gegensatz zu anderen Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal-Politikern der CDU. Das Theater um seine „Beförderung“ zum Ministerpräsidenten war allerdings unterirdisch. Als sein Vorgänger Reiner Haseloff voriges Jahr erst vollmundig erklärt hatte, er, Haseloff, werde die gesamte Legislatur im Amt bleiben, nickte Schulze zustimmend, um dann kurze Zeit später zufrieden vor die Kameras zu treten, als Haseloff erklärte, dass er doch eher abtreten und ihn, Schulze, zum Ministerpräsidenten machen würde. Seinen eigenen Wahlkampfabschluss hatte Sven-ich-als-der-Minister-Präsident-Schulze abgesagt, möglicherweise aus Angst, es würde fast niemand kommen.
Stattdessen nimmt er wohl heute in Magdeburg an einem Demokratiefestival mit „zivilgesellschaftlichen Akteuren“ teil, organisiert vom Bündnis „Sachsen-Anhalt. Weltoffen.“ Aus diesem Spektrum kommen Schulzes künftige Koalitionspartner, falls es für die AfD nicht reicht: SPD, Linke und Grüne. Auf das Pflaster am Domplatz von Magdeburg, wo das „Festival“ stattfinden soll, hatten Unbekannte zwei Nächte zuvor eine Deutschlandfahne aufgesprüht. Doch auf dem Demokratiefest sind wohl Deutschlandflaggen verboten. Deshalb wurde die aufgesprühte deutsche Flagge weggekärchert. Will ein CDU-Ministerpräsident in diesem Umfeld ernsthaft Wähler gewinnen?
Der (gesichert) beliebteste Politiker in Sachsen-Anhalt ist nach neuestem Stand AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Ministerpräsident Schulze findet besonderen Anklang hingegen offenbar erst bei den über 70-Jährigen. Nach der AfD-Wahlveranstaltung in Magdeburg rief mir eine Frau aus dem Auto zu: Wenn der Siegmund drankommt, komme ich zurück nach Sachsen-Anhalt. Sie berichtete, dass sie in Niedersachsen wohne, aber aus Sachsen-Anhalt stamme. Ein spannender Wahlsonntag steht bevor.

Wenn man zu dem steht was man sagt, dann kann man eloquent und schnell ohne Phrasendreschmaschine antwirten! Mit Intelligenz hat das auch zu tun, mehr aber mit Wahrhaftigkeit !
Da müssten Sie doch auch seine Lüge (die er zuvor von Nius ungeprüft übernommen hat) vernommen haben, auf dem Magdeburger Domplatz sei ein Deutschlandfahne entfernt worden? Aber als Fanboy sieht man seinem Idol jede Lüge nach. Damit dürfte der Schreiber dieser Zeilen es noch ein paar mm weiter dorthin geschafft haben, wo Herr Grimm schon ist.
Für die morgige Wahl wünsche ich dem Herrn Siegmund von der AfD eine vollen Erfolg. Hoffentlich lassen sich die Sachsen-Anhalter Bürger von den Drohungen des Altparteienkartells einschließlich denen des Lügenfritz betreffend unerwünschter Wahlentscheidungen nicht beeindrucken. Denjenigen, die seit zwei Jahrzehnten das Land mit bürgerfeindlicher und antideutscher Politik vor die Wand fahren, den Bürger mit Inflation und immer neuen Steuern und Abgaben abziehen und plündern, muß Einhalt geboten werden. Der wirtschaftliche Absturz ist bereits in vollem Gange, Hunderttausende Arbeitsplätze sind verloren. Das verwerflichste Werk des Altparteienkartells aber ist der Verrat unseres Vaterlandes, ja unseres ganzen Kontinents an den Islam und das Zulassen des Eindringens der Träger der als Religion getarnten Eroberungsideologie. Allen Deutschen wurde damit geschadet, manche haben es mit Gesundheit oder Leben bezahlt.
Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben es nun in der Hand:
Demokratie – oder Konzentrationslager
Freiheit – oder Gaskammer
Es ist den überwiegend anständigen, nicht-AfD-wählenden Menschen zu wünschen, dass ihnen Konzentrationslager und Gaskammern erspart bleiben.
Gerade mal Euronews berichtete vom größten Wahlkampfevent Sachsen-Anhalts. „Die Zeit“ verkündete lediglich im Vorfeld, es werde Proteste von ca. 100 Gegnern geben. Viele Deutsche können sich kein Bild machen, wieviel wirklich Politikwechsel wollen, nachdem man Pinocchio gewählt hatte.
Hasellof hatte vollmundig erklärt, er würde die ganze Legislatur im Amt bleiben, und gelogen. Der hier verehrte hat erklärt, mit einer knappen Mehrheit nicht regieren zu wollen. Er hat also ganz offen erklärt, den Wählerwille im Falle des positiven Wahlausganges zu ignorieren. So etwas kann sich nur jemand leisten, der studiert hat, wie man Menschen manipullert.
Sigi siegert easy über Berg und Tal, stoppen kann ihn nur die >>BRIEFWAHL<<!!!