Der Theater- und Filmregisseur Leander Haußmann, auch gern-mal-Darsteller in Werken seiner Kollegen, ist nicht Jedermannsliebling, was ihn ehrt. Seine filmische Umsetzung von Sven Regeners Kreuzbergglosse „Herr Lehmann“ hat jedenfalls mir gefallen. Um „Sonnenallee“, sein größter Publikumserfolg, wirklich verstehen zu können, muss man wohl Ossi sein. Als solcher wurde Haußmann geboren (1959 in der DDR-Vorzeigefachwerkidylle Quedlingburg). Aber das Multitalent Haußmann kann noch mehr, nämlich elegantgiftig schreiben. Der folgende Artikel aus der „Welt“ zum ewigen Berlinaleblödsinn erinnerte mich an einen wunderbaren, leider verschollenen Text der frühen Siebziger („Eine ruhige Messe“) über den Frankfurter Buchmessestadl. Verfasst von einer damals sehr blonden, kurzzeitig zum literarischen Frolleinwunder hochgejazzten Autorin namens Heike Doutiné.
http://www.welt.de/kultur/kino/article137382515/Ich-schaeme-mich-immer-auf-dem-roten-Teppich.html