Ist es eigentlich schon Volksverhetzung, wenn ein Mann in einem quasi öffentlichen Amt fordert, einer Gruppe von Bürgern das Reisen ins Ausland oder den Besuch im Schwimmbad generell zu verbieten?
Ist es eigentlich schon Volksverhetzung, wenn ein Mann in einem quasi öffentlichen Amt in einer Zeitung erklärt, einer Gruppe von Bürgern sei der Besuch von Stadien und Schwimmbädern oder das Reisen ins Ausland generell zu verbieten? Was ist es sonst, wenn der selbe Mann davor fordert, dieser Gruppe von Bürgern dürften die Freiheiten, die auf dem Papier theoretisch noch immer jedem Bürger zustehen, keinesfalls „zurück gegeben“ werden? Vor nicht allzu ferner Zeit hätten solche öffentlich erhobenen Forderungen außerhalb radikaler und extremistischer Kreise als mindestens so unanständig gegolten, dass der, der sie erhoben hat, kaum noch in einem herausgehobenen Amt zu halten gewesen wäre. Allerdings hätte ihn seinerzeit vor solchem Ungemach vielleicht der Umstand bewahrt, dass sich keine ernst zu nehmende Zeitung bereit gefunden hätte, solchen Unsinn zu drucken.
Doch in jetzigen Zeiten, in denen sich deutsche Redaktionen bemüßigt fühlen, besonders sensibel gegen Hass und Hetze zu stehen, findet auch solch hetzerischer Ton seine Verbreitung, wenn er sich gegen die richtet, gegen die zu polemisieren gerade zum guten Ton zu gehören scheint.
Nun finde ich es grundsätzlich vollkommen richtig, dass auch jeder Unsinn, den ein Amtsträger äußert, unbedingt seine Verbreitung finden soll. Wenn einer hetzt, dann muss das auch jeder mitbekommen dürfen. Ich bin auch da strikt gegen jede Art von Zensur. In einer freien Gesellschaft muss man auch grobe Geschmacklosigkeiten aushalten. Darüber, ob Äußerungen wirklich „Hass und Hetze“ verbreiten, kann man dann debattieren. Und da, wo es ziemlich eindeutig ist, sollte es in öffentlichen Ämtern auch um Konsequenzen gehen. Und wo es die Grenzen der Strafbarkeit tangiert, ist die Justiz am Zuge.
Keine Freiheit den Ungeimpften
Heutzutage muss man leider solche klarstellenden Vorworte schreiben, sonst könnte einer glauben, ich würde der Rhein-Zeitung, dpa oder all den Medien, die die entsprechende Agenturmeldung über die Äußerungen des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Dr. Peter Heinz, verbreitet haben, selbiges vorwerfen. Doch was da steht, ist einfach unglaublich. Demnach fordert Dr. Heinz nämlich:
„Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen. Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Und man darf Ungeimpften und jenen mit nur einer einfachen Impfung nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren“.
So habe es der Allgemeinarzt und Kassenärzte-Chef zeit.de zufolge der „Rhein-Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) gesagt. Weiter heißt es dort, dass nach der Auffassung von Dr. Heinz Ungeimpfte auch nicht mit einem negativen Test in den Urlaub fahren dürften, sondern gar nicht. Dass die im Grundgesetz garantierten Grundrechte eigentlich unabhängig vom Impfstatus gelten, zählt für den Ärztevertreter offenbar nicht: „Wer Ungeimpften Freiheiten zurückgibt, verspielt die Chance, alle Menschen mit der Impfung zu erreichen“, wird Heinz zitiert. Man müsse den Menschen klarmachen: „Ohne Impfung gibt es keine Freiheiten. Ohne diesen Druck werden wir die Menschen nicht überzeugen.“ Ungeimpfte seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften daher nicht die gleichen Freiheiten wie Geimpfte bekommen.
Dass Dr. Heinz gleichzeitig erklärt haben soll, dass er eine Impfpflicht als „Bevormundung“ ablehnen soll, taucht die Zeilen nur ganz kurz in einen satirischen Anschein, denn er begründet das so: Freiheiten nur Geimpften zu geben, sei keine versteckte Impfpflicht, „sondern eine zwangsläufige Schlussfolgerung aus einer pandemischen Lage“.
Angesichts der vormundschaftlichen Träume von Dr. Heinz fragt man sich natürlich, ob er als Kassenarzt-Chef wirklich der Richtige ist. Aber vielleicht denkt die Mehrheit der Kassenärzte ebenso? Vielleicht liegt es an meiner eingeschränkten Wahrnehmung, dass ich nur Ärzte persönlich kenne, die Dr. Heinz entschieden widersprechen würden. Sie würden ihn wahrscheinlich nicht nur daran erinnern, dass seine Verbots- und Ausgrenzungsträume schwer vereinbar sind mit einer individuellen Aufklärung im Sinne des Patienten über Risiken und Chancen einer Impfung. Dr. Heinz will offenbar jeden, der nicht spurt, nicht gleich zur Impfung zwingen, sondern nur zur Impfung nötigen.
Nur das Bevormunden funktioniert
Das passt zum deutschen Corona-Regime, in dem vor allem das Bevormunden funktioniert und jede Art von praktischer Organisation schwächelt. Stören sich deshalb die sonst sehr Diskriminierungs- und Ausgrenzungs-Sensiblen kaum an den Forderungen von Dr. Heinz? Gibt es auch gutes Hetzen? Dann ist das vielleicht ein Muster, um besseres Hetzen zu lernen.
Ich bin – was ich nur erwähne, weil einen ja derzeit ohnehin jeder Zweite danach fragt – nicht mit einer der Corona-Vakzine geimpft. Allerdings bin ich kein genereller Impfgegner. Vor jeder Fernreise war ich im Tropeninstitut, um mir die Impfungen, die im Zielgebiet angeraten sind, verabreichen zu lassen. Doch nur notzugelassene und nicht hinreichend geprüfte Impfstoffe will ich mir nach meiner Chancen-Risiko-Abwägung nicht verabreichen lassen. Wurde ich bis vor kurzem gefragt, warum ich mich nicht impfen lasse, hatte ich manchmal keine Lust auf lange Erklärungen. Deshalb nutzte ich gern die kurze, pointierte Antwort: „Weil ich finde, dass Probanden bezahlt werden sollten.“ Inzwischen gibt es bereits Lock-Prämien für die Impfungen. Meine pointierte Antwort ist damit kaputt gemacht worden. Immerhin wendet sich Dr. Heinz auch gegen Impfbelohnungen. Weniger entrechtet zu werden als die Ungeimpften, gilt ihm als Belohnung genug.
Diese Äußerungen könnte man in normalen Zeiten noch als schwere Entgleisung eines Ärzte-Funktionärs gnädig übersehen. Doch in den letzten eineinhalb Jahren wurde so manche bis dato absurde Idee zur ganz realen Ausnahmezustandsvorschrift. Deshalb darf man solche Sätze nicht unkommentiert lassen.

Wann fangen wir endlich an uns robust gegen diesen Wahnsinn zu wehren anstatt für unsere Internet-Blase intellektuell wertvolle Leserbriefe zu verfassen? >>Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen! Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.<< (Goethe).
Wenn das Vieus so gefährlich ist und so tödlich, dann müssten doch die Verantwortlichen länst vor einem internationalen Tribunal sehen, die zuerst mit „gain-of-function“ Forschung die Gefährlichkeit solcher Viren gezielt verstärkt haben und dann auch noch durch Schlamperei oder sogar mutwillig dieses Virus freigesetzt haben. Dieser Versuch, die Schuld an dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit jetzt denen anzudichten, die nicht geimpft sind, warum auch immer, ist selbst wieder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Strafvereitelung im Amt und Volksverhetzung. Man kann nicht vermeiden, dass unter 83 Millionen Menschen auch ein paar Iadioten sind, aber man muss vermeiden, dass die ausgerechnet in öffentliche Ämter kommen. Es ist eine Frage der Hygiene, dass dieser Mensch dieses Amt verliert!!
Faschistoide Ausbrüche wie die das Herrn H. sind ein Anzeichen dafür wie krank die Gesellschaft im besten Deutschland aller Zeiten ist. Was für ein unbändiger Hass kommt in diesem Denken und Worten des Herrn H. zum Ausdruck. Und wieviel „Gutmensch-sein“ steckt da drin (historische Parallelen zur „Herrenrasse“ sind da nicht fern). Und wieviele verbreiten diese Hassreden so als würde es nichts bedeuten. Wieviel Hass und wieviel Gewalt tut diese Gesellschaft seit Monaten unseren Kindern und Jugendlichen an! Es gibt wohl eine grundlegende Bereitschaft zur Gewalt und Quälerei sowie Machtausübung gegenüber Kindern. Das steht so massiv im Widerspruch zu den Gutmenschen, die in der links-grünen Ecke stehen, die Friede und Freude an alle Opfergruppen dieser Welt verströmen und ein Stadion in Regenbogenfarben leuchten lassen wollen. Die Gesellschaft ist schizophren. Ein wesentliche Ursache wird die Merkelsche Lügenpolitik sein, die in den letzten Jahren immer größerer Lügen nach der anderen organisiert hat und das mit Hilfe der MSM.
Zu dieser Meldung hat unsere Lokalzeitung (MV, in und um Rheine, NRW) online eine Umfrage laufen, Stand aktuell (22 h 10 min) bei 417 Votes:
„Das ist der richtige Weg, um maximale Sicherheit zu erreichen.“ – 70%
„Das ist ein Eingriff, der zu weit geht.“ – 30%
Sicher nicht ganz repräsentativ – aber der Trend ist eindeutig. Bismarcks „Vox populi, vox Rindvieh“ fällt einem dann unweigerlich ein, nichts Neues also.
@Andreas Rolfs: „…dass viele viele Menschen aus der alten Bundesrepublik gar nicht zu schätzen wissen, welch hohes Gut ihnen mit dem Grundgesetz nach dem 2. Weltkrieg geschenkt wurde. Wer aus der DDR wüsste nicht, was demokratische Grundrechte sind und dass man diese nicht nach Gusto einfach so in die Tonne treten sollte.“ ---- Ich fürchte, Sie täuschen sich da bzgl. der Ossis. Ich bin 1994 von SA nach BY gezogen und bin entsetzt, wie viele meiner ehem. Landsleute der Spritze hinterher hecheln! Man meint, es ist wie kurz nach dem Mauerfall: Shoppen, reisen, konsumieren! ‚Sch… auf die Grundrechte, IRGENDWER gibt uns die schon IRGENDWANN wieder zurück. Wir vertrauen der Regierung, die hat uns ja auch gut durch die Pandemie gebracht!‘ ---- Ich kann manchmal nicht schlafen…
Ersetzen Sie bitte „Nicht-Geimpfte“ durch „Muslime“ oder „Homosexuelle“ und der Verfassungsschutz steht vor der Tür! Das was der Mann da von sich gibt ist Nötigung und Volksverhetzung. Und die Presse feiert ihn!!! Leider sehe ich meine These („…von diesem Schlag wird sich das dt. Volk nicht mehr erholen.“) bestätigt. Wandert aus, meine Mitbürger, so lang es noch keine Berufsverbote, keine Gulaks und noch keinen Schießbefehl (auf Nicht-Geimpfte) an der Grenze gibt.
Klingt fast nach Volksverhetzung. Vielleicht wäre da mal eine Strafanzeige angebracht.