Reinhard Mohr
Der Berliner, ob alteingesessen oder mit schwäbischem Migrationshintergrund, will gar keine gemütliche Stadt – sieht man einmal vom Bionade-Biotop der Besserlebenden rund um den Kollwitzplatz ab, wo die Weltgeschichte mit der biodynamischen Wohnzimmerisierung der Verhältnisse zu ihrem glücklichen Ende gekommen zu sein scheint. Im Rest Berlins will man es lieber ein wenig aufregender und abgründiger haben. Gern auch ein bisschen versifft und abgefahren, schrill und ultraspießig zugleich. Selbst die Wilmersdorfer Witwe hat ihre Ecken und Kanten.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/berlin-ist-eine-zumutung-ein-alptraum-die-hoelle/1976678.html