Henryk M. Broder / 26.11.2017 / 16:05 / 15 / Seite ausdrucken

Berlin, is mir egal

Ende des Jahres 2015 produzierten die Berliner Verkehrsbetriebe ein zwei Minuten und elf Sekunden langes Musik-Video, das schnell zum Hit im Internet wurde. Die Message: man/frau kann in der U-Bahn alles machen: Zwiebeln schneiden, Käse reiben, Regale transportieren, Trommel schlagen, könnt ihr machen solche Sachen, denn: Nur wir lieben dich so, wie du bist.

Das gilt inzwischen nicht nur für den Umgang mit den Benutzern der U-Bahn. Könnt ihr machen, solche Sachen, is uns egal - das ist der Berlin-Sound von heute. Am Alexanderplatz, in Reinickendorf, in Marzahn, im Görlitzer Park, im Tiergarten und an vielen anderen Stellen der Stadt. Die Stadt ist nicht nur pleite, sie ist ein rechtsfreier Raum. Aber so lange der Regierende eine gepanzerte Limousine fährt, die über 300.000.- Euro gekostet hat, muss man sich keine Sorgen um die innere Sicherheit machen.

Der Hauptdarsteller in dem BVG-Video, Kazim Akboga, hat Anfang dieses Jahres Selbstmord begangen.

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Helge-Rainer Decke / 27.11.2017

@Thomas Dornheck, für diesen sinnigen Spruch haben Sie sich die Auszeichnung „Comentario del Dia“ verdient.☝️

Th.F.Brommelcamp / 27.11.2017

Ich wohne in Neukölln und fahre nur selten nach Berlin. Berlin ist das Irrenhaus, daß seine Leitung und Wärter aus seinen Reihen wählt. Arm für die schon länger hier wohnen, aber sexy für die Neuen.

Thomas Nuszkowski / 26.11.2017

Es ist nicht alles schlecht in Deutschland. Aber es wird alles immer schlechter. Und damit sich daran nichts ändert treibt Merkel ihr Zerstörungswerk weiter voran. Wir sind kein reiches Land, und das Ausland beneidet uns nicht um unsere Dummheit. Die wollen höchstens noch mehr vom dummen deutschen Geld abgreifen.

Svenja Gerwing / 26.11.2017

“Arm aber sexy”. Der Slogan dieses Partyboys war seinerzeit schon nicht mal ein leeres “wir schaffen das”. Nein, DAS war schon das amtliche Eingeständnis eines Endzustands! Leider haben sich die Zustände besonders in Berlin noch dramatisch verschlimmert, aber das armseelige Krisenmanagement bleibt. Es muss doch noch viel, viel schlimmer werden, bevor man sich im rot-rot und besonders grünen Paradies für Besserung entscheidet.

Peter Groepper / 26.11.2017

Wenn mir Berlin, diese einstmals und eigentlich (!) wunderbare und lebendige Stadt egal wäre, dann würde ich nicht seit schon Jahren zunehmend die Mainstream-Presse und MS-Medien immer konsequenter vermeiden und sie vor allem fast nur noch aus dem Grunde lesen, hören oder sehen, um zu erfahren, was sie NICHT schreiben, sagen oder zeigen. Wie kommt es, wenn ein Mainstream-Politiker sich äußert, dass ich mich sofort reflexartig frage, ob ich ihm vom Gesagten überhaupt irgendetwas glauben kann. Viel zu oft ist es so, dass das Gesagte so verlogen und falsch ist, dass noch nicht einmal das Gegenteil richtig ist.

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