
Seit Beginn der Diskussion über ein Für und Wider der Impfung ist mir immer wieder aufgefallen, dass Ärzte sich einer Sprache bedienen, die ich dieser Berufsgruppe eigentlich nicht zugetraut hatte. Zu unterscheiden zwischen guten und schlechten Patienten, Menschen nach ihren Meinungen zu beurteilen und hieraus ggf. Abwägungen für die Behandlung zu ziehen, unsäglich. Diese Berufsgruppe hat sich diskreditiert, genau wie einige Mitglieder der so genannten Ethikkommissionen. Was Kant zu diesem Verhalten sagen würde .....
Etwas eigenartig finde ich es schon, dass es Dr. med. Norbert Metke, der bei der Ärtztebewertung mit nur 2,7 Punkten abschneidet, in den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung von BW geschafft hat. Hat er etwa seine Patienten mit einer Öffnungszeit von 7:00 bis 7:10 verprellt oder lässt seine ärztliche Kunst zu wünschen übrig?
Solche Ärztefunktionäre, welche als Verbandslobbyisten ihren grünen Gesundheitsministern nach dem Mund reden, sollten ruhig namentlich benannt und später zur Verantwortung gezogen werden. „Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen. Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen.“ So Dr. Peter Heinz, Gensingen, Vors. der Kassenärztlichen Vereinigung RLP, Juli 2021.
In aufgeklärten Zeiten wäre es selbstverständlich gewesen, daß jede medizinische Maßnahme hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit, ihrer Wirksamkeit und ihrer Nebenwirkungen völlig emotionslos und sachlich diskutiert werden kann. Die Fetischisierung der Impfung habe ich von Anfang an nie verstanden, und das bornierte Festhalten am allein selig machenden Glauben an die Impfung deutet darauf hin, daß es sich inzwischen vorallem um eine politische Impfung handelt und daß ein Großteil der Akteure und Befürworter “Pandemiegewinnler” sind, die von der Pharmaindustrie bestens gesponsort werden; anders ist dieses irre Verhalten garnicht mehr zu erklären! Mir hat sich auch nie erschlossen, warum man Menschen, die nicht sonderlich von Covid betroffen sind, also ca. 95% der Bevölkerung, impfen muß, um dann die restlichen 5% zu schützen, und das mit neuen nicht korrekt getesteten Impfstoffen. Sämtliche meiner Bekannten, die Covid hatten - in de Summe 3 seit Anfang 2020 - haben mir berichtet, daß bis auf den Verlust des Geschmackssinns alle Symptome vergleichsweise harmlos gewesen wären verglichen mit den üblichen grippalen Infekten, mit denen sie im Winterhalbjahr normalerweise schon konfrontiert waren. Vermutlich ist es bei einer solchen Krankheit sinnvoller, anstatt die gesamte Gesellschaft zu paralysieren, die personnelle Ausstattung der Krankenhäuser zu verbessern, den Beruf des Krankenpflegers finanziell und bezüglich der Arbeitszeiten attraktiver zu machen und vorallem in adequate Behandlungen und Medikamente zu investieren anstatt in eine fast völlig nutzlose, aber irrwitzig teure Impfkampagne, die nur die Shareholder und die Günstlinge der Pharmaindustrie finanziell gesunden läßt.
Auch in dieser Frage gibt es kein mäßigendes gesellschaftliches Korrektiv qua Verfassungsgericht oder Bundespräsident mehr; das eine Organ schweigt, das andere pöbelt mit.
Machen wir uns nichts mehr vor: es geht nicht um Gesundheit. Während sich herkömmliche Diktaturen mit Zustimmungsergebnissen von 99 Prozent zufrieden geben, müssen es diesmal 100 sein. Man will ALLE! Dazu ist (noch nahezu) jedes Mittel recht. Heute lese ich von einer “Liberalen” die Aussage: „Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren“. Bei Montgomery sind wir “Tyrannen”, bei der FDP inzwischen schon “Terroristen”. Von den Grünen ist eh nichts anderes zu erwarten als das, was Palmer und Habeck von sich geben. Anna Schneider kommentiert in der WELT (mal sehen, wie lange sie noch darf): “Die Debatte der letzten Tage ist [...] grauenerregend bis ekelhaft.” So ist es. Ekelhaft. Demokratie erweist sich nun als das, was sie tatsächlich ist: eine Schönwettergesellschaftsform, jederzeit bei Bedarf mit einem Vorwand außer Kraft zu setzen. + + + Wem immer noch nicht auffällt, was läuft, dem ist nicht mehr zu helfen. Wie sangen wir früher als Kinder? “Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen!” Bzw. Spritzen.
Für das Töten Ungeimpfter wird es wohl mildernde Umstände geben, denn Putativabwehr erscheint als situativ rationaler Akt, wenn man seine dämonischen Ängste vernichten will.
Nett. Heute haben wir dann “Impflicht für Pflege und Kita” vs. “Sachorientierte Fachdebatte mit rationalen Argumenten.” Ich sollte ein Wettbüro für solcherlei faire Austragungskämpfe eröffnen.
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