Gunter Frank, Gastautor / 16.06.2020 / 06:15 / Foto: Martin Kraft / 145 / Seite ausdrucken

Bericht zur Coronalage 16.6.2020: Der seltsame Professor

Wenn es darum geht, öffentlich die Regierungspolitik der anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen gilt Prof. Dr. Karl Lauterbach für viele Medien aktuell als die wissenschaftliche Instanz. In regelmäßigen Twitternachrichten und Talkshowbeiträgen zieht er alle Register, um die Bevölkerung weiter in Angststarre zu halten. Da erhebt sich selbstverständlich die Frage: Auf welchen Leistungen begründet sich eigentlich die wissenschaftliche Autorität Lauterbachs? 

Karl Lauterbach betont gerne seine besondere wissenschaftliche Qualifikation anhand seines Zusatzstudiums an der Harvard School of Public Health, welches er 1995 mit einer zweiten, neben seiner ersten deutschen, Doktorarbeit und dem Titel „Doctor of Science“ abgeschlossen hat. Dort fungiert er seit 2008 auch als Adjunct Professor. Zunächst fällt auf, dass seine Harvard-Arbeit jahrelang unter Verschluss war. Eine seltsame Praxis in der Wissenschaftswelt, die ja nur durch Transparenz und eine offene Diskussion funktionieren kann. 

Die einzigen, die auf deutschem Boden diese Arbeit einsehen konnten, waren die Mitglieder der Berufungskommission der Universität Köln. Sie beriefen Lauterbach 1998, ohne dass er dazu die üblichen Qualifikationen besaß, wie etwa eine Habilitation (die auf einer bestimmten Anzahl eigener wissenschaftlicher Publikationen fußt), zum Professor und übertrugen ihm die Leitung des neugegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie. Begründet wurde diese ungewöhnliche Berufung, vorbei an besser Qualifizierten, mit der angeblich herausragenden wissenschaftlichen Qualität dieser Harvard-Arbeit, die einer Habilitationsschrift gleichkäme. Sehr eigenartig, denn damals, vier Jahre vor dem neuen Hochschulrahmengesetz von 2002, war die Habilitation die essenzielle Voraussetzung für die Vergabe eines Professorentitels an einer deutschen Universität.

Klinische Studien im Auftrag der Pharmaindustrie

Mit der Autorität eines Lehrstuhls samt Professorentitel nutzte Lauterbach das Institut anschließend vor allem, um klinische Studien im Auftrag der Pharmaindustrie durchzuführen. Schnell war er involviert in die Skandale um den Cholesterinsenker "Lipobay" und den Appetitzügler "Reductil“ (Inhaltstoff Sibutramin). Beides Medikamente mit schwerwiegenden und tödlichen Nebenwirkungen. Die Gefahren wurden lange von der Pharmaindustrie heruntergespielt. 

Im Falle des Sibutramin missbrauchte Lauterbach 1998 sogar seinen Vorsitz im Rahmen einer Behandlungsleitlinie, um dieses Medikament mit Bestnoten zu versehen und damit maßgeblich zu dessen Zulassung beizutragen. Finanziert und personell unterstützt wurden diese Leitlinien vom damaligen Hersteller Knoll AG. Doch schon zu dieser Zeit waren Studien bekannt, die dieses Medikament als herzschädigend einstuften. Als Leitlinienautor muss man sich explizit um die gesamte bekannte Literatur kümmern, was Lauterbach entweder nicht tat oder diese Gefahren bewusst ignorierte. Als nach der Zulassung schließlich Todesfälle bekannt wurden, wurde das Medikament dann international verboten und nach 12 Jahren endlich vom deutschen Markt genommen. Ich sprach Lauterbach persönlich auf dieses Fehlverhalten in einer Maischberger Sendung an, er druckste sich um eine Antwort herum und redete sich mit Erinnerungslücken heraus. Keiner der Zeitungskommentatoren der nächsten Tage ging auf diesen handfesten Skandal des inzwischen zum „SPD-Gesundheitsexperten“ und Ministerkandidaten aufgestiegenen Karl Lauterbach ein.

2003 lobte Lauterbach (mittels einer haltlose Modellrechnung seines Kölner Instituts) überschwänglich eine neue cholesterinsenkende Margarine, angereichert mit Phytosterinen, alles finanziert vom Hersteller Unilever Bestfoods GmbH. 117.000 Fälle der koronaren Herzerkrankung könnten dadurch vermieden werden mit einer Einsparung für das Gesundheitssystem von 1,3 Milliarden Euro. Nicht nur im Deutschen Ärzteblatt (Heft 37, 2003) hinterließ dies einen "ranzigen Nachgeschmack". Fast schon selbstredend zeigte sich, dass Phytosterine überhaupt nicht vor Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen, dafür aber in einem erheblichen Maß Herz und Gefäße schädigen können. Dieses Muster findet sich in Karl Lauterbachs wissenschaftlicher Arbeit immer wieder: Minderwertige Studien werden dazu benutzt, um maximal positive Aussagen zu neuen medizinischen Produkten großer Konzerne in die Öffentlichkeit zu befördern. Die möglichen Gefahren für die Patienten werden indes ausgeblendet.

Veröffentlichung nach 20 Jahren nachgeholt

Die auffallend industriefreundliche Tätigkeit fiel weiteren Kollegen auf. Als Lauterbach in der Politik Karriere machte, wuchs das Interesse an seiner nicht zugänglichen Harvard-Arbeit, die letztlich die Grundlage seines Aufstiegs bildete. Ein Kollege wendete sich 2015 direkt an Harvard und bekam von dort folgende Antwort (Auszug): 

„Als Dr. Lauterbach seine Dissertation fertiggestellt hatte, konnten die Studenten den Grad des öffentlichen Zugangs zu ihrer Dissertation bestimmen (dies ist nicht mehr die Praxis). Nach meinem besten Wissen ist Dr. Lauterbachs Dissertation in der Countway Library immer noch nicht öffentlich zugänglich".

(,, … when Dr. Lauterbach completed his dissertation, students were able to determine the level of public access that their dissertations might have (this is no longer the practice). To the best of my knowledge, Dr. Lauterbach´s dissertation at Countway Library is still not available to the public.”)

Professor Karl Lauterbach verhinderte also selbst die Veröffentlichung seiner Arbeit. Nachdem 100 Kolleginnen und Kollegen daraufhin den damaligen Fraktionsführer Oppermann aufforderten, er möge doch im Sinne der Transparenz Lauterbach dazu veranlassen, seine Harvard-Arbeit endlich öffentlich zugänglich machen, holte dies Lauterbach nach 20 Jahren nach. Nun war es möglich, sich selbst ein Bild von dieser Arbeit zu machen, sie steht inzwischen auch gut zugänglich hier auf seiner Homepage

Es handelt sich um eine etwa 100 Seiten lange Abhandlung über Moral- und Gerechtigkeitsaspekte innerhalb eines Gesundheitssystems. 

Das ist nett. Aber in einer Arbeit, aufgrund dessen der akademischen Grad eines Doctor of Science verliehen wird, sollte man einen eigenen wissenschaftlichen Gedanken (objektiv, nachprüfbar, verallgemeinerungsfähig) erwarten, den ich nicht gefunden habe. Rechtfertigt so eine Schrift wirklich die Berufung auf einen medizinischen Lehrstuhl bei gleichzeitigem Fehlen der ansonsten notwendigen Qualifikationen? Eher nicht, wie beispielsweise auch Historiker Prof. Michael Wolffsohn feststellte. Er sagte mir, dass er diese Harvard-Abschlussarbeit Lauterbachs nicht einmal als Seminararbeit akzeptieren würde, geschweige denn als Promotion, und genehmigte mir ausdrücklich, diese Aussage öffentlich zu verwenden.

Harvard druckst herum

Da ich im Rahmen eines Projektes Kontakt zu einem bekannten Professor der Harvard School of Public Health bekam, nutzte ich 2016 die Gelegenheit, einmal direkt per Email am Ort des Geschehens nachzufragen. Wie kann es sein, dass so eine Arbeit dazu berechtigt, den Titel Doctor of Science einer der berühmtesten medizinischen Universität zu führen? Der langen Antwortmail merkte man das Unbehagen deutlich an, gipfelnd in der Aussage, es sei natürlich keine wissenschaftliche Arbeit, aber immerhin ein normativer Essay. Hier ein Auszug aus dieser Email:  

"Es handelt sich natürlich nicht um ein wissenschaftliches Werk, wenn wir mit "Wissenschaft" ein Werk der Natur-, Bio- oder sogar Sozialwissenschaften meinen. Würde es als wissenschaftliche Arbeit präsentiert, könnte man sagen, dass es nicht den für solche Arbeiten geltenden Standards entspricht. Aber es tut nicht so, als ob es das wäre. Es ist ein normativer Essay, der versucht, innerhalb von Gerechtigkeitstheorien und politischer Philosophie eine Grundlage für normative Urteile über die Zuteilung von Gesundheitsressourcen und damit zusammenhängende Fragen zu finden. Es ist klar, dass Prof. Roberts, Prof. Sen und die anderen Doktorväter von Karl bereit waren, eine Dissertation mit diesem Ziel zu akzeptieren, vorausgesetzt, sie entspräche dem erforderlichen akademischen Standard".

(“It is of course not a scientific work, if by “science” we mean a work in the natural, biological, or even social sciences. If it were presented as a scientific work, one could say that it does not meet the standards that apply to such work. But it does not pretend to be that. It is a normative essay, one that seeks to find a foundation within theories of justice and political philosophy for normative judgments about the allocation of health resources and related issues. Clearly, Prof. Roberts, Prof. Sen, and Karl’s other thesis supervisors were prepared to accept a thesis with this aim, provided that it met the requisite academic standard.”)

Nun, wenn es möglich ist, aufgrund philosophischer Betrachtungen ohne wissenschaftlichen Gehalt einen Doctor of Science an der Harvard University zu erhalten, dann ist das sicher ein Problem der Harvard Universität und nicht Lauterbachs. Allerdings könnte man nun wenigstens fordern, dass in einer solchen Arbeit die Quellen korrekt verwendet werden. Das habe ich stichprobenartig (andere taten das noch ausführlicher) geprüft. Und ich habe festgestellt, dass Lauterbach bei der Verwendung der angegebenen Quellen sehr kreativ vorgeht. Meiner Meinung nach finden sich in den verwendeten Quellen überwiegend andere Aussagen als die, wofür er sie zitierte. Dies entging offensichtlich Prof. Roberts oder Prof. Sen bei der Frage, ob der „requisite academic standard“ erfüllt wird. 

Erfolgreichste Marketingkampagne der Medizingeschichte

Mich wundert diese Schludrigkeit im Umgang mit wissenschaftlichen Regeln jedoch nicht. Insgesamt stoße ich immer wieder auf medizinisch-epidemiologische Veröffentlichungen (ich meine damit explizit nicht experimentelle, die ich nicht beurteilen kann) aus der Harvard Universität, deren Industriefreundlichkeit ins Auge stechen. Beginnend mit der ersten großen Studie dieser Art, der Framingham Studie, die den Grundstein der Cholesterinangst legte, die ich als erfolgreichste Marketingkampagne der Medizingeschichte ansehe. Auch die Ergebnisse der Nurses Health Study werden immer noch dazu missbraucht, politisch genehme Ernährungspositionen als Wissenschaft zu verkleiden, obwohl sie auf bloßer statistischer Spekulation beruhen. Wenn es in der Harvard School of Public Health darum geht, Fremdinteressen als Wissenschaft zu verkleiden, um sie in der Medizin durchzusetzen, dann ist Lauterbach ein Musterschüler. Es kommt nicht von ungefähr, wenn ein Epidemiologe, der wirklich etwas von Wissenschaft versteht, der im Rahmen der Coronakrise inzwischen allgemein bekannte John Ioannidis aus der Stanford Universität, einen großen Teil der wissenschaftlichen Arbeiten sowie fast alle Ernährungsstudien für nicht reproduzierbar hält und sie somit dem wissenschaftlichen Anspruch der Nachprüfbarkeit nicht standhalten. Also auf gut neudeutsch Junkscience sind. Das ist auch meine Erfahrung, und dies habe ich auch in meinen Büchern immer wieder zum Thema gemacht. Solche Veröffentlichungen sind ein echtes Problem für eine Medizin, die den Menschen vor allem nützen und nicht schaden möchte.

Nun mag Harvard sich mit so einer Abschlussarbeit zufriedengeben. Ob diese Arbeit eine herausragende wissenschaftliche Leistung darstellt, mit der eine regelkonforme Habilitationsschrift ersetzt werden kann, hat man seitens Havard – siehe oben – en passant ebenfalls gegeben. Die Antwort lautet: nein. Die Verantwortlichen an der Universität in Köln sahen dies jedoch anders. Warum? Liegt es an der Fliege von Karl Lauterbach, am Kölner Karneval oder an wirtschaftlichen-Verflechtungen der ein oder anderen Art?

Aus den Protokollen des Berufungsverfahrens der Universität Köln könnte man sicherlich Genaueres darüber erfahren, warum man einen normativen Essay als Grundlage für eine solch ungewöhnliche Berufung zum Professor akzeptierte. Sehr interessant zu lesen wären beispielsweise die Stellungnahmen der externen Gutachter, von denen es in einem solchen Verfahren mindestens zwei geben sollte. Doch das ist nicht möglich. Die Berufungsunterlagen sind unter Verschluss. 

Der Multi-Warn-Experte

Die Art und Weise, wie Lauterbach mit Quellen und Belegen in seinem Harvard-Essay umgeht, zieht sich wie eine rote Schnur durch sein Wirken. Auch in den von ihm publizierten Büchern ist die Quellenarbeit, da wo ich es geprüft habe, erstaunlich. Ich finde auch hier meist andere Aussagen in den Quellen, als die, wofür er diese benutzt. Wichtige hochwertige Arbeiten, die seinen Thesen widersprechen, grenzt er aus. 

Als Experte-für-alles-Mögliche warnt er besonders gerne vor den Gefahren des normalen Lebens. Mal warnt er vorm Grillen, vor Fleisch, vor Zucker, vor Übergewicht, vor Salz, vorm Trinken, aber auch vor Feinstaub, Masern, Sonnenstudios, einfach vor fast allem. Geben Sie einfach mal bei Google ein: Lauterbach warnt. Auch warnte er übrigens davor, dass Deutschland zu viele Krankenhäuser hat. Doch gerade die relativ vielen Krankenhausbetten sind eine Stärke unseres Gesundheitssystems, wie sich nicht nur bei gefährlichen Winterepidemien zeigt. Doch Lauterbach setzt sich schon lange dafür ein, besonders kleine Häuser zu schließen, was übrigens genau im Sinne der großen, privatgeführten Klinikketten ist. 

In der Coronakrise warnt Lauterbach natürlich vor Viren und Pandemien, der ersten, zweiten, dritten und vierten Welle, vor Schweden, vor Demonstrationen, Superspreadern und davor, den regulären Schulbetrieb auf keinen Fall vor Ablauf eines Jahres wieder zuzulassen. Belastbare Quellen oder Belege dazu liefert er wie üblich nicht. Aktuell warnt Lauterbach vor Leichtsinn durch Corona-Warn-App, um damit die Bevölkerung weiter unter Druck und sich im Rampenlicht zu halten. 

Die Ziele des Professor Lauterbach

Nur vor einem warnt er nicht, dem unseligen Einfluss der Bertelsmann-Stiftung auf das deutsche Gesundheitssystem. Dort ruft man nämlich schon lange nach dem Generalunternehmer Gesundheit und versucht, das öffentliche Gesundheitssystem mit aller Macht in ein privates, kapitalgesteuertes umzuwandeln, ganz nach dem Vorbild USA. Dazu benötigt man Gesetzesänderungen, die vor allem unter der Gesundheitsministerien Ulla Schmidt vollzogen worden sind, als deren Chefberater Karl Lauterbach fungierte. 

Zusammen mit Frau Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung saß er lange Zeit, gut dotiert, im Aufsichtsrat der privaten Rhönkliniken. Die Folgen dieser Privatisierungen spüren wir heute deutlich. Überall da, wo sich mit den neuen Regeln viel Geld verdienen lässt, boomt die Medizin, vor allem in der Ausweitung oft unnötiger, teurer Spezialbehandlungen – und dort, wo die Pleiten drohen, wird abgebaut. Ganz besonders bei den kleinen Häusern der Grundversorgung. Eine Katastrophe gerade für die ländliche Versorgung. Es entwickelt sich ein regelrechtes Verkrankungssystem, dessen Mechanismen ich 2014 in einem Achgut.com-beitrag genauer beschrieben habe. 

Gesundheitsminister zu werden, hat für Lauterbach nicht funktioniert. Aber für einen hohen Posten in einem der neuen Gesundheitskonzerne dürfte es irgendwann reichen. Sollte es für die politisch gut laufen, steht deren Fusion nach amerikanischem Vorbild mit den immer mächtiger werdenden Krankenkassen dann endgültig nichts mehr im Wege. Das wäre das Ende eines erfolgreichen, gemeinschaftlichen und offenen Gesundheitssystems in Deutschland. All das steht diametral im Gegensatz zum gepflegten Bild eines Gesundheitspolitikers, der sich engagiert für eine gerechte Medizin einsetzt.

Erregung ersetzt keine Glaubwürdigkeit

Ich hoffe diese Ausführungen helfen Ihnen, die aktuellen Coronawarnungen Professor Lauterbachs angemessen einzuordnen. In meinen Augen erscheint Karl Lauterbach wie der Prototyp eines Wissenschaftsfunktionärs, der Studien nicht zum Erkenntnisgewinn nutzt, sondern als Verfügungsmasse missbraucht, um alle möglichen Fremdinteressen in der Medizin durchzusetzen – ob Pharma, Krankenkassen, Privatkliniken oder Parteipolitik. Auf der langen Rangliste von Experten, die die Öffentlichkeit eines Landes in einer dramatischen Situation wie derzeit über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse kompetent informieren können und sollten, rangiert er auf den hintersten Plätzen. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, gegenüber Anderen, die beim wissenschaftlichen Schummeln erwischt wurden, als Richter Gnadenlos aufzutreten. Erinnern Sie sich noch, als der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg es mit seiner Doktorarbeit nicht ganz so genau genommen hatte? In der darüber stattfindenden Bundestagsdebatte verwechselt Karl Lauterbach 2011 eindrucksvoll Glaubwürdigkeit mit Erregungsgrad (hier besonders ab Minute 3:30).

 

Quellen:

Alle zusätzlichen Quellen finden Sie in diesen Büchern des Autors: „Schlechte Medizin“, Knaus 2012 sowie Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt“, Knaus 2014)

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Leserpost

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Manfred Lang / 16.06.2020

Das kann doch kein Zufall sein, dass das Video über Sendung vom 17.4.2012 bei Maischberger plötzlich weder in der Mediathek der ARD noch im Netz verfügbar ist. Wer hält da schon wieder die Hand über den seltsamen Professor Lauterbach, der auf einem eher zweifelhaften Wege seinen Lehrstuhl erhielt. Gestern bei Plasberg war es unerträglich, wie der Moderator und die meisten der Gäste sich in Lobhudeleien zu dieser akademischen Fliege verhielten. Bei Lauterbach fühle ich mich an den Hochstapler Felix Krull erinnert. Gerade weil er es schaffte, sich mit gut gespieltem Zorn über Karl Theodor zu Guttenberg im BT zu ergießen. Ein Schmierenkomödiant feinster Güte, wenn man den Ausführungen von Dr. Gunter Frank Glauben schenken darf.

F. Hoffmann / 16.06.2020

Das reiht sich doch prächtig ein in die lange Kette geschummelter Arbeiten, ergaunerter Posten, Nepotismus und allgegenwärtiger Empfänglichkeit für Mittel aus der Konzernewelt in Politiker- und Journalistenkreisen. Nichts Neues im angeblich korruptionsfreien Deutschland. Die Medien werden fein stille halten und darüber hinaus die Kritiker oder Mahner gnadenlos verfolgen. Bananenrepublik? Nicht doch, auch Bananen haben ihren Stolz.

Daniel Kirchner / 16.06.2020

Ebenfalls seltsam: Herr Lauterbach begann seine politische Karriere bei der CDU, verließ diese und trat dann in die SPD ein. In einer nur 8 Jahre dauernden Beziehung zu einer Epidemiologin hatte er 4 Kinder.

Dr. Markus Hahn / 16.06.2020

Nach meinen Informationen wird Lauterbach`s extra für ihn gegründetes Institut an der Uni Köln mittels Drittmittelgelder der Bayer AG finanziert, die mit der Uni Köln einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat. Diesbezüglich gab es auch verschiedene, von den Medien totgeschwiegene, Versuche, diesen Kooperationsvertrag inhaltlich transparent zu machen, was gerichtlich verhindert wurde. ... (Anm. d. Red.: Links sind hier leider nicht zugelassen. Bitte googeln nach: »Spiegel Uni Köln und Bayer dürfen Vertrag geheim halten«) Lauterbach dürfte der erfolgreichste Lobbyist in der deutschen Gesundheitsindustrie ever sein.

Wilfried Cremer / 16.06.2020

Dieser Trockenschwimmer passt doch wunderbar zur SPD. Das Myzel im Mediensektor dient zum Muster, um die Pharmaindustrie zu unterwuchern. Auf 2 Beinen heuchelt es sich besser.

Frank Holdergrün / 16.06.2020

Die geschiedene Frau von KL sagte, dass sie von ihm keinen Gebrauchtwagen kaufen würde. Politiker sinken so unter das Ansehen von Gebrauchtwagenverkäufern, und niemand ist überrascht, dass sich hier die SPD immer wieder besonders qualifiziert. Sie sind die besseren Kapitalisten, durch und durch durchtrieben im Vollmachen der eigenen Taschen, immer mit dem segnenden Geschwätz von Gerechtigkeit und Gleichheit.

giesemann gerhard / 16.06.2020

Prof. Lauterbach sieht eben nur die Toten, die es möglicherweise geben kann. Er versteht nicht: Noch einen “Wumms” à la Scholz wird es nicht geben können - einen Wumms 2.0 kann die Ökonomie nicht stemmen, auch nicht, wenn es im Herbst/Winter zu einer zweiten Welle kommen sollte.  (Woher er weiß, dass die zweite Welle “nicht so schlimm sein wird” wie die erste, bleibt wohl sein Geheimnis. Vielleicht, weil er weiß: Jeder stirbt nur einmal, und die Moribunden sind schon tot. Plasberg gestern hat wie üblich nicht nachgefragt, die anderen auch nicht. Die “spanische” Grippe vor 100 Jahren war in der zweiten Welle “schlimmer” als in der ersten - da gab es erst recht viele Tote, zumeist junge Leute übrigens, wegen Zytokinsturm vor allem). Wie dem auch sei, die Gesamtökonomie geht vor, alles Reden hilft nichts, nur bestmögliche Vorbereitung, nicht so dilettantisch wie bisher.  Lauterbach hilf! Keine Ausreden mehr. Wenn die Behauptung stimmt, wir stünden deswegen besser da als viele andere WEGEN der shutdown-Maßnahmen, dann muss jetzt dafür gesorgt werden, mit allen Mitteln, dass es punktuell bleibt, testen auf Teufel komm raus in allen Brennpunkten, die Tests verbessern, Schutzmaßnahmen wie es jeder Chirurg im OP auch macht, die Verdachtsfälle nicht zu den Gesunden legen, den übrigen KH-Betrieb nicht auch noch lahm legen, usw. Einfach, aber wirksam, auf geht’s.  Sagt ja Lauterbach selbst - und versucht zu vertuschen, dass das alles nicht längst gemacht worden ist, ganz im Sinne der seit langem vorhandenen Epi- und Pandemiepläne, auch und vor allem vom RKI. Was macht eigentlich der Banker, der Spahn? Praise the Lord and take your ammunition. Wappnen wir uns, es gibt HIERZU wirklich keine Alternative. Sonst rumst es.

Rainer C. Ment / 16.06.2020

Dem WDR kann man vieles vorwerfen, jedoch nicht, Lauterbach nicht als Dünnbrettbohrer erkannt zu haben. Im Hörfunk gibt es eine Satire, die den guten Herrn Professor ordentlich durch den Kakao zieht. Als Highlight ist mir der folgende, Lauterbach unterschobene Ausspruch in Erinnerung geblieben : Zum Glücklichsein braucht’s nur zwei Sachen, Wasser trinken, Pippi machen.

M. Schraag / 16.06.2020

Lauterbach war mir lange Zeit nur durch sein Erscheinungsbild aufgefallen. Wie manipulativ er argumentieren kann, war mir erst vor ca. einem Jahr (bei M. Lanz?) in einer Diskussion mit dem Lungenfacharzt Prof. Köhler klar geworden. Köhler hat Lauterbach wiederholt auf die Schwächen von von Lauterbach ins Feld geführten Tierstudien hinweisen müssen (Stress durch die Studie verfälscht das Ergebnis). Noch mehr hat sich Lauterbach disqualifiziert, als er über die Diskussion von Positionen von Luftmessstellen mokierte, dass man sich ja auch für eine Blutdruckmessung auf den Boden legen könne, um dann einen niedrigeren Blutdruck zu messen. Umgekehrt wird aber ein Schuh daraus: Eine Blutdruckmessung muss unter relativ engen Bedingungen erfolgen, um Richtwerte anwenden zu können. Das Gegenteil ist der Fall bei Messstellen für Luftqualität, wie eine Studie des UBA Österreich in mehreren EU-Staaten gezeigt hat. Der Grenzwert gilt, fast egal, wie die Messstation positioniert ist. ‘Laberkopf’ ist da möglicherweise noch schmeichelhaft.

Michael Scheffler / 16.06.2020

Schon seine Art ist einfach widerlich. Wenn er irgendwo auftritt, schalte ich ab. Und wenn man in einem richtigen Fach habilitiert hat, kann man über Leite wie Lauterbach nur die Nase rümpfen.

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