Gunter Frank / 16.06.2020 / 06:15 / Foto: Martin Kraft / 145 / Seite ausdrucken

Bericht zur Coronalage 16.6.2020: Der seltsame Professor

Wenn es darum geht, öffentlich die Regierungspolitik der anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen gilt Prof. Dr. Karl Lauterbach für viele Medien aktuell als die wissenschaftliche Instanz. In regelmäßigen Twitternachrichten und Talkshowbeiträgen zieht er alle Register, um die Bevölkerung weiter in Angststarre zu halten. Da erhebt sich selbstverständlich die Frage: Auf welchen Leistungen begründet sich eigentlich die wissenschaftliche Autorität Lauterbachs? 

Karl Lauterbach betont gerne seine besondere wissenschaftliche Qualifikation anhand seines Zusatzstudiums an der Harvard School of Public Health, welches er 1995 mit einer zweiten, neben seiner ersten deutschen, Doktorarbeit und dem Titel „Doctor of Science“ abgeschlossen hat. Dort fungiert er seit 2008 auch als Adjunct Professor. Zunächst fällt auf, dass seine Harvard-Arbeit jahrelang unter Verschluss war. Eine seltsame Praxis in der Wissenschaftswelt, die ja nur durch Transparenz und eine offene Diskussion funktionieren kann. 

Die einzigen, die auf deutschem Boden diese Arbeit einsehen konnten, waren die Mitglieder der Berufungskommission der Universität Köln. Sie beriefen Lauterbach 1998, ohne dass er dazu die üblichen Qualifikationen besaß, wie etwa eine Habilitation (die auf einer bestimmten Anzahl eigener wissenschaftlicher Publikationen fußt), zum Professor und übertrugen ihm die Leitung des neugegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie. Begründet wurde diese ungewöhnliche Berufung, vorbei an besser Qualifizierten, mit der angeblich herausragenden wissenschaftlichen Qualität dieser Harvard-Arbeit, die einer Habilitationsschrift gleichkäme. Sehr eigenartig, denn damals, vier Jahre vor dem neuen Hochschulrahmengesetz von 2002, war die Habilitation die essenzielle Voraussetzung für die Vergabe eines Professorentitels an einer deutschen Universität.

Klinische Studien im Auftrag der Pharmaindustrie

Mit der Autorität eines Lehrstuhls samt Professorentitel nutzte Lauterbach das Institut anschließend vor allem, um klinische Studien im Auftrag der Pharmaindustrie durchzuführen. Schnell war er involviert in die Skandale um den Cholesterinsenker "Lipobay" und den Appetitzügler "Reductil“ (Inhaltstoff Sibutramin). Beides Medikamente mit schwerwiegenden und tödlichen Nebenwirkungen. Die Gefahren wurden lange von der Pharmaindustrie heruntergespielt. 

Im Falle des Sibutramin missbrauchte Lauterbach 1998 sogar seinen Vorsitz im Rahmen einer Behandlungsleitlinie, um dieses Medikament mit Bestnoten zu versehen und damit maßgeblich zu dessen Zulassung beizutragen. Finanziert und personell unterstützt wurden diese Leitlinien vom damaligen Hersteller Knoll AG. Doch schon zu dieser Zeit waren Studien bekannt, die dieses Medikament als herzschädigend einstuften. Als Leitlinienautor muss man sich explizit um die gesamte bekannte Literatur kümmern, was Lauterbach entweder nicht tat oder diese Gefahren bewusst ignorierte. Als nach der Zulassung schließlich Todesfälle bekannt wurden, wurde das Medikament dann international verboten und nach 12 Jahren endlich vom deutschen Markt genommen. Ich sprach Lauterbach persönlich auf dieses Fehlverhalten in einer Maischberger Sendung an, er druckste sich um eine Antwort herum und redete sich mit Erinnerungslücken heraus. Keiner der Zeitungskommentatoren der nächsten Tage ging auf diesen handfesten Skandal des inzwischen zum „SPD-Gesundheitsexperten“ und Ministerkandidaten aufgestiegenen Karl Lauterbach ein.

2003 lobte Lauterbach (mittels einer haltlose Modellrechnung seines Kölner Instituts) überschwänglich eine neue cholesterinsenkende Margarine, angereichert mit Phytosterinen, alles finanziert vom Hersteller Unilever Bestfoods GmbH. 117.000 Fälle der koronaren Herzerkrankung könnten dadurch vermieden werden mit einer Einsparung für das Gesundheitssystem von 1,3 Milliarden Euro. Nicht nur im Deutschen Ärzteblatt (Heft 37, 2003) hinterließ dies einen "ranzigen Nachgeschmack". Fast schon selbstredend zeigte sich, dass Phytosterine überhaupt nicht vor Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen, dafür aber in einem erheblichen Maß Herz und Gefäße schädigen können. Dieses Muster findet sich in Karl Lauterbachs wissenschaftlicher Arbeit immer wieder: Minderwertige Studien werden dazu benutzt, um maximal positive Aussagen zu neuen medizinischen Produkten großer Konzerne in die Öffentlichkeit zu befördern. Die möglichen Gefahren für die Patienten werden indes ausgeblendet.

Veröffentlichung nach 20 Jahren nachgeholt

Die auffallend industriefreundliche Tätigkeit fiel weiteren Kollegen auf. Als Lauterbach in der Politik Karriere machte, wuchs das Interesse an seiner nicht zugänglichen Harvard-Arbeit, die letztlich die Grundlage seines Aufstiegs bildete. Ein Kollege wendete sich 2015 direkt an Harvard und bekam von dort folgende Antwort (Auszug): 

„Als Dr. Lauterbach seine Dissertation fertiggestellt hatte, konnten die Studenten den Grad des öffentlichen Zugangs zu ihrer Dissertation bestimmen (dies ist nicht mehr die Praxis). Nach meinem besten Wissen ist Dr. Lauterbachs Dissertation in der Countway Library immer noch nicht öffentlich zugänglich".

(,, … when Dr. Lauterbach completed his dissertation, students were able to determine the level of public access that their dissertations might have (this is no longer the practice). To the best of my knowledge, Dr. Lauterbach´s dissertation at Countway Library is still not available to the public.”)

Professor Karl Lauterbach verhinderte also selbst die Veröffentlichung seiner Arbeit. Nachdem 100 Kolleginnen und Kollegen daraufhin den damaligen Fraktionsführer Oppermann aufforderten, er möge doch im Sinne der Transparenz Lauterbach dazu veranlassen, seine Harvard-Arbeit endlich öffentlich zugänglich machen, holte dies Lauterbach nach 20 Jahren nach. Nun war es möglich, sich selbst ein Bild von dieser Arbeit zu machen, sie steht inzwischen auch gut zugänglich hier auf seiner Homepage

Es handelt sich um eine etwa 100 Seiten lange Abhandlung über Moral- und Gerechtigkeitsaspekte innerhalb eines Gesundheitssystems. 

Das ist nett. Aber in einer Arbeit, aufgrund dessen der akademischen Grad eines Doctor of Science verliehen wird, sollte man einen eigenen wissenschaftlichen Gedanken (objektiv, nachprüfbar, verallgemeinerungsfähig) erwarten, den ich nicht gefunden habe. Rechtfertigt so eine Schrift wirklich die Berufung auf einen medizinischen Lehrstuhl bei gleichzeitigem Fehlen der ansonsten notwendigen Qualifikationen? Eher nicht, wie beispielsweise auch Historiker Prof. Michael Wolffsohn feststellte. Er sagte mir, dass er diese Harvard-Abschlussarbeit Lauterbachs nicht einmal als Seminararbeit akzeptieren würde, geschweige denn als Promotion, und genehmigte mir ausdrücklich, diese Aussage öffentlich zu verwenden.

Harvard druckst herum

Da ich im Rahmen eines Projektes Kontakt zu einem bekannten Professor der Harvard School of Public Health bekam, nutzte ich 2016 die Gelegenheit, einmal direkt per Email am Ort des Geschehens nachzufragen. Wie kann es sein, dass so eine Arbeit dazu berechtigt, den Titel Doctor of Science einer der berühmtesten medizinischen Universität zu führen? Der langen Antwortmail merkte man das Unbehagen deutlich an, gipfelnd in der Aussage, es sei natürlich keine wissenschaftliche Arbeit, aber immerhin ein normativer Essay. Hier ein Auszug aus dieser Email:  

"Es handelt sich natürlich nicht um ein wissenschaftliches Werk, wenn wir mit "Wissenschaft" ein Werk der Natur-, Bio- oder sogar Sozialwissenschaften meinen. Würde es als wissenschaftliche Arbeit präsentiert, könnte man sagen, dass es nicht den für solche Arbeiten geltenden Standards entspricht. Aber es tut nicht so, als ob es das wäre. Es ist ein normativer Essay, der versucht, innerhalb von Gerechtigkeitstheorien und politischer Philosophie eine Grundlage für normative Urteile über die Zuteilung von Gesundheitsressourcen und damit zusammenhängende Fragen zu finden. Es ist klar, dass Prof. Roberts, Prof. Sen und die anderen Doktorväter von Karl bereit waren, eine Dissertation mit diesem Ziel zu akzeptieren, vorausgesetzt, sie entspräche dem erforderlichen akademischen Standard".

(“It is of course not a scientific work, if by “science” we mean a work in the natural, biological, or even social sciences. If it were presented as a scientific work, one could say that it does not meet the standards that apply to such work. But it does not pretend to be that. It is a normative essay, one that seeks to find a foundation within theories of justice and political philosophy for normative judgments about the allocation of health resources and related issues. Clearly, Prof. Roberts, Prof. Sen, and Karl’s other thesis supervisors were prepared to accept a thesis with this aim, provided that it met the requisite academic standard.”)

Nun, wenn es möglich ist, aufgrund philosophischer Betrachtungen ohne wissenschaftlichen Gehalt einen Doctor of Science an der Harvard University zu erhalten, dann ist das sicher ein Problem der Harvard Universität und nicht Lauterbachs. Allerdings könnte man nun wenigstens fordern, dass in einer solchen Arbeit die Quellen korrekt verwendet werden. Das habe ich stichprobenartig (andere taten das noch ausführlicher) geprüft. Und ich habe festgestellt, dass Lauterbach bei der Verwendung der angegebenen Quellen sehr kreativ vorgeht. Meiner Meinung nach finden sich in den verwendeten Quellen überwiegend andere Aussagen als die, wofür er sie zitierte. Dies entging offensichtlich Prof. Roberts oder Prof. Sen bei der Frage, ob der „requisite academic standard“ erfüllt wird. 

Erfolgreichste Marketingkampagne der Medizingeschichte

Mich wundert diese Schludrigkeit im Umgang mit wissenschaftlichen Regeln jedoch nicht. Insgesamt stoße ich immer wieder auf medizinisch-epidemiologische Veröffentlichungen (ich meine damit explizit nicht experimentelle, die ich nicht beurteilen kann) aus der Harvard Universität, deren Industriefreundlichkeit ins Auge stechen. Beginnend mit der ersten großen Studie dieser Art, der Framingham Studie, die den Grundstein der Cholesterinangst legte, die ich als erfolgreichste Marketingkampagne der Medizingeschichte ansehe. Auch die Ergebnisse der Nurses Health Study werden immer noch dazu missbraucht, politisch genehme Ernährungspositionen als Wissenschaft zu verkleiden, obwohl sie auf bloßer statistischer Spekulation beruhen. Wenn es in der Harvard School of Public Health darum geht, Fremdinteressen als Wissenschaft zu verkleiden, um sie in der Medizin durchzusetzen, dann ist Lauterbach ein Musterschüler. Es kommt nicht von ungefähr, wenn ein Epidemiologe, der wirklich etwas von Wissenschaft versteht, der im Rahmen der Coronakrise inzwischen allgemein bekannte John Ioannidis aus der Stanford Universität, einen großen Teil der wissenschaftlichen Arbeiten sowie fast alle Ernährungsstudien für nicht reproduzierbar hält und sie somit dem wissenschaftlichen Anspruch der Nachprüfbarkeit nicht standhalten. Also auf gut neudeutsch Junkscience sind. Das ist auch meine Erfahrung, und dies habe ich auch in meinen Büchern immer wieder zum Thema gemacht. Solche Veröffentlichungen sind ein echtes Problem für eine Medizin, die den Menschen vor allem nützen und nicht schaden möchte.

Nun mag Harvard sich mit so einer Abschlussarbeit zufriedengeben. Ob diese Arbeit eine herausragende wissenschaftliche Leistung darstellt, mit der eine regelkonforme Habilitationsschrift ersetzt werden kann, hat man seitens Havard – siehe oben – en passant ebenfalls gegeben. Die Antwort lautet: nein. Die Verantwortlichen an der Universität in Köln sahen dies jedoch anders. Warum? Liegt es an der Fliege von Karl Lauterbach, am Kölner Karneval oder an wirtschaftlichen-Verflechtungen der ein oder anderen Art?

Aus den Protokollen des Berufungsverfahrens der Universität Köln könnte man sicherlich Genaueres darüber erfahren, warum man einen normativen Essay als Grundlage für eine solch ungewöhnliche Berufung zum Professor akzeptierte. Sehr interessant zu lesen wären beispielsweise die Stellungnahmen der externen Gutachter, von denen es in einem solchen Verfahren mindestens zwei geben sollte. Doch das ist nicht möglich. Die Berufungsunterlagen sind unter Verschluss. 

Der Multi-Warn-Experte

Die Art und Weise, wie Lauterbach mit Quellen und Belegen in seinem Harvard-Essay umgeht, zieht sich wie eine rote Schnur durch sein Wirken. Auch in den von ihm publizierten Büchern ist die Quellenarbeit, da wo ich es geprüft habe, erstaunlich. Ich finde auch hier meist andere Aussagen in den Quellen, als die, wofür er diese benutzt. Wichtige hochwertige Arbeiten, die seinen Thesen widersprechen, grenzt er aus. 

Als Experte-für-alles-Mögliche warnt er besonders gerne vor den Gefahren des normalen Lebens. Mal warnt er vorm Grillen, vor Fleisch, vor Zucker, vor Übergewicht, vor Salz, vorm Trinken, aber auch vor Feinstaub, Masern, Sonnenstudios, einfach vor fast allem. Geben Sie einfach mal bei Google ein: Lauterbach warnt. Auch warnte er übrigens davor, dass Deutschland zu viele Krankenhäuser hat. Doch gerade die relativ vielen Krankenhausbetten sind eine Stärke unseres Gesundheitssystems, wie sich nicht nur bei gefährlichen Winterepidemien zeigt. Doch Lauterbach setzt sich schon lange dafür ein, besonders kleine Häuser zu schließen, was übrigens genau im Sinne der großen, privatgeführten Klinikketten ist. 

In der Coronakrise warnt Lauterbach natürlich vor Viren und Pandemien, der ersten, zweiten, dritten und vierten Welle, vor Schweden, vor Demonstrationen, Superspreadern und davor, den regulären Schulbetrieb auf keinen Fall vor Ablauf eines Jahres wieder zuzulassen. Belastbare Quellen oder Belege dazu liefert er wie üblich nicht. Aktuell warnt Lauterbach vor Leichtsinn durch Corona-Warn-App, um damit die Bevölkerung weiter unter Druck und sich im Rampenlicht zu halten. 

Die Ziele des Professor Lauterbach

Nur vor einem warnt er nicht, dem unseligen Einfluss der Bertelsmann-Stiftung auf das deutsche Gesundheitssystem. Dort ruft man nämlich schon lange nach dem Generalunternehmer Gesundheit und versucht, das öffentliche Gesundheitssystem mit aller Macht in ein privates, kapitalgesteuertes umzuwandeln, ganz nach dem Vorbild USA. Dazu benötigt man Gesetzesänderungen, die vor allem unter der Gesundheitsministerien Ulla Schmidt vollzogen worden sind, als deren Chefberater Karl Lauterbach fungierte. 

Zusammen mit Frau Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung saß er lange Zeit, gut dotiert, im Aufsichtsrat der privaten Rhönkliniken. Die Folgen dieser Privatisierungen spüren wir heute deutlich. Überall da, wo sich mit den neuen Regeln viel Geld verdienen lässt, boomt die Medizin, vor allem in der Ausweitung oft unnötiger, teurer Spezialbehandlungen – und dort, wo die Pleiten drohen, wird abgebaut. Ganz besonders bei den kleinen Häusern der Grundversorgung. Eine Katastrophe gerade für die ländliche Versorgung. Es entwickelt sich ein regelrechtes Verkrankungssystem, dessen Mechanismen ich 2014 in einem Achgut.com-beitrag genauer beschrieben habe. 

Gesundheitsminister zu werden, hat für Lauterbach nicht funktioniert. Aber für einen hohen Posten in einem der neuen Gesundheitskonzerne dürfte es irgendwann reichen. Sollte es für die politisch gut laufen, steht deren Fusion nach amerikanischem Vorbild mit den immer mächtiger werdenden Krankenkassen dann endgültig nichts mehr im Wege. Das wäre das Ende eines erfolgreichen, gemeinschaftlichen und offenen Gesundheitssystems in Deutschland. All das steht diametral im Gegensatz zum gepflegten Bild eines Gesundheitspolitikers, der sich engagiert für eine gerechte Medizin einsetzt.

Erregung ersetzt keine Glaubwürdigkeit

Ich hoffe diese Ausführungen helfen Ihnen, die aktuellen Coronawarnungen Professor Lauterbachs angemessen einzuordnen. In meinen Augen erscheint Karl Lauterbach wie der Prototyp eines Wissenschaftsfunktionärs, der Studien nicht zum Erkenntnisgewinn nutzt, sondern als Verfügungsmasse missbraucht, um alle möglichen Fremdinteressen in der Medizin durchzusetzen – ob Pharma, Krankenkassen, Privatkliniken oder Parteipolitik. Auf der langen Rangliste von Experten, die die Öffentlichkeit eines Landes in einer dramatischen Situation wie derzeit über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse kompetent informieren können und sollten, rangiert er auf den hintersten Plätzen. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, gegenüber Anderen, die beim wissenschaftlichen Schummeln erwischt wurden, als Richter Gnadenlos aufzutreten. Erinnern Sie sich noch, als der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg es mit seiner Doktorarbeit nicht ganz so genau genommen hatte? In der darüber stattfindenden Bundestagsdebatte verwechselt Karl Lauterbach 2011 eindrucksvoll Glaubwürdigkeit mit Erregungsgrad (hier besonders ab Minute 3:30).

 

Quellen:

Alle zusätzlichen Quellen finden Sie in diesen Büchern des Autors: „Schlechte Medizin“, Knaus 2012 sowie Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt“, Knaus 2014)

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alma Ruth / 16.06.2020

Man sollte “Prof.” Lauterbach den Professorentitel entziehen. Er schadet ja Menschen mehr als er in seiner Position im Gesundheitswesen nützt. Ich bin im Allgemeinen nicht dafür, daß man Poltik nach moralischen Prinzipien betreibt. Das wäre sowieso nicht möglich. Aber in der Gesundheitspolitik sollte und müßte es möglich sein. Lauterbach ist im Gesundheitswesen so fehl am Platz… ich finde keine Worte dafür. Es ist eine riesengroße Sauerei, was hier geschieht. Und wenn die Deutschen nicht selbst was dagegen tun… dann verdienen sie diese Sauerei. Wenn sie nicht so viel Verstand haben, daß es um ihrer Gesundheit geht. Ein solches charakterloses Sch**** in einer solchen Position zu belassen, grenzt an Wahnsinn. Ich bin kein Deutscher, es könnte mir egal sein. Aber es ist mir nicht egal. Ich habe in D größte und beste Hilfe erfahren als ich diese wegen schwerwiegende seelische Erkrankung gebraucht habe. Das kann und will ich nicht vergessen. Meinem Therapeuten kann ich meine Dankbarkeit nicht mehr zeigen, er starb vor fast 20 Jahren. Wenn schon nicht ihm, dann seinem Land. Darum mische ich mich rein. lg alma Ruth

Gabriele Klein / 16.06.2020

PS: Da ich eine Neuauflage der spanischen Grippe nicht von ungefähr vermute sei hier auf die Symptome verwiesen die ich nach Lektüre von Augenzeugenberichten der spanischen Grippe bislang ausmachen konnte gefolgt von dem was ich über COVID Symptome recherchieren konnte. Es ergeben sich erstaunliche Paralellen und hier frage ich mich, hätte man diese im Voraus, nur durch Kenntnis des Virus (die ich gewissen Virulogen unterstelle) wissen und somit Schaden verhindern können? Spanische Grippe:  Rascher Verlauf, Beginn nachts(meist tödlich) daher der Spitzname “Blitzkatarr”. Immunsystem kehrt sich gegen sich selbst, Lunge aufgelaufen wie ein Schwamm, Patienten Erkennbar an bestimmtem Gestank,  Störung des Geruchssinns,  Störung der Sehverhältnisse (Beschreibungen legen regelrechte Nervenschädigungen keine vorübergehenden Störungen nahe. Farblich war die Sp. Grippe an den Wangen durch Haut verdunkelung erkennbar.  Bei hoffnungslosen Fällen verfärbten sich äußere Gliedmaße wie z.B. die Füße schwarz (Untergliederung in 1.u.2. Welle nicht möglich). Bei Covid tauchen nun nach und nach die gleichen Symptome auf.  Ein betroffener Rabbi der über seinen Fall berichtet erwähnt den besonderen Gestank, Auf Ärzteblatt.de lese ich von den Nervenstörungen die sich im Geruchsinn, Sehvermögen und Hirn äußern. ( Bitte googeln unter ärzteblatt endothelien COVID multiorganversagen). Chinesische Ärzte fragen nach der Sinnhaftigkeit künstlicher Beatmung bei einer Lunge die vollgelaufen ist wie ein Schwamm.  Auch das Immunsystem kehrt sich in beiden Fällen gegen sich selbst. Es follgte der verzweifelte Griff zu Asperin u. vergleichbaren Mitteln damals wie heute.

Luise Spohr / 16.06.2020

Wie schön, zu erfahren, dass die besserwisserische Aufplusterei von Herrn Lauterbach nur heiße Luft ist und tatsächlich kein Widerspruch besteht zwischen Eindruck und Ausdruck. Schade nur, dass solche Qualitätsrecherchen immer erst gemacht werden, wenn schon viel Schaden angerichtet ist. Lauterbachs Tage in der Politik sollten damit eigentlich gezählt sein, aber da in der SPD sowieso nichts mehr zu retten ist, wird er wohl bleiben. An einer staatlichen Universität hat dieser Mann jedenfalls nichts zu suchen; bestimmt nimmt ihn eine pharmafinanzierte Privatuni, zu der sich Köln hoffentlich nicht zählt.

Fritz Fuchs / 16.06.2020

Bei der Lektüre dachte ich zunächst an den “verrückten Professor” von Jerry Lewis, doch nach Abklingen von teils Entrüstung, teils Belustigung glaube ich, dass nur noch eine Namensänderung des hochgelahrten Medizinmannes von Lauterbach in Muddy Waters mir die innere Ruhe wiedergeben könnte.

Gabriele Klein / 16.06.2020

Danke f. den Artikel. Schon sehr interessant . Zeigt wie korrupt der Wissensstandort Deutschland ist.  Corona sollte man allerdings völlig separat von bestimmten Figuren betrachten.  Ich sehe folgende Möglichkeiten betr. Corona: 1. Wir haben gar keine Seuche und nur eine “Inszenierung” aus politischem Kalkül. 2. Wir haben tatsächlich eine Seuche die aus politischem Kalkül in Gang gesetzt wurde und sich nicht erwartungsgemäß verhält 3. Wir haben eine Seuche die aus politischem Kalkül in Gang gesetzt wurde und die erwartungsgemäß verläuft 4. Wir haben eine Seuche unbekannten Ursprungs plus Wissenschaftler die das Virus schlichtweg nicht kennen und Politiker die mit der Situation überfordert sind.  Sie Herr Dr. Frank suggerieren die Option 1 und das scheint mir falsch wie d. einfache Blick in die Welt und die unmittelbare “Nachbarschaft"lehrt. Von daher halte ich Entwarnung für gefährlich . Option Nr. 4 scheidet für mich inswoweit aus, dass die Wissenschaftler wenn sie das Virus tatsächlich so wenig kennen würden, sich komplett anders verhalten hätten.  Aber wenn Sie es kennen, warum rücken sie nicht mit der ganzen Wahrheit heraus? Warum erfahren wir so wenig über die Struktur des Virus ueber und gerade im Vergleich zur Spanischen Grippe dem es in der Symptomatik nach und nach immer näher kommt?  Bleibt noch Option 2 und 3 die sehr viel schlimmer ist als das was sie suggerieren. Ausschließen kann man diese beiden Optionen des Bio-Terrors allerdings nicht was im Klartext dann auch weitere “Bio-Terror” Wellen bedeuten kann, vor allem wenn das Thema Bio Terror ein weltweites Tabu zu Seuchenzeiten ist und so dem potentiellen Täter eine Tarnkappe per Excellence liefert. Wäre dem aber so besteht keinerlei Grund zur Entwarnung beim Volk das gut daran täte auf einen Regierungsaustausch zu bestehen

Thomas Dornheck / 16.06.2020

Der Herr Karl Lauterbach ist übrigens auch jener Ganove, der das “Hygienekonzept” der Fußball-Bundesliga denunzierte und wider besseren Wissens behauptete, die Corona-Tests der Bundesliga entzögen dem Rest der Gesellschaft wertvolle Test-Kapazitäten. Lauterbach wiederholte seine Lügen so oft, daß er sich sogar den Zorn des politisch korrekten “Kickers” zuzog. In einem Kommentar nannte ihn der “Kicker” einen Ideologen und warf ihm vor, die Ideologie über die Fakten zu stellen. Für unsere heutige, angepaßte, Zeit war diese scharfe Kritik ungewöhnlich. Ich kann mich nicht erinnern, daß die gleichgeschalteten Sportjournalisten des Fußball-Magazins jemals die SPD kritisiert hätten. Lauterbach jedenfalls ließ die Halsschlagadern der angepaßten Schreiberlinge anschwellen ... Herzliche Grüße, Thomas.

giesemann gerhard / 16.06.2020

@Frances Johnson: Harte Worte. Meines Wissens sind ca 60% aller Professorentitel in DE an Mediziner vergeben. Leicht inflationär, klar. Das “Aubergine” in München? Es gibt seit geraumer Zeit ein “Aubergine” in Starnberg, da kann man hin gegen. Hat aber wohl nichts mit dem verflossenen in MUC zu tun.

Charles Brûler / 16.06.2020

Es wird nun Zeit, dass die Pflicht zur Titelnennung abgeschafft wird. Und bis zur wohlverdienten Enteignung derer, die damit wie ein stolzer Hahn hausieren gehen, schlage ich vor bei Titelnennungen den österreichischen Unterton zu verwenden.

Karl Dreher / 16.06.2020

Tja - das ist eben leider aktuell so: Linksrotgrüne halten intelligenzarm und niveaufrei einfach viel besser zusammen. Dafür sind sie viel stärker im Bereich Ideologie, was ihre Leistungs- und Bildungsschwächen naturgemäß überdecken möchte. Und wenn gar nichts mehr hilft ... dann muß eben die Moralkeule ‘ran. Unsere (selbsternannten)  “Qualtitäts-“Medien” begleiten dies freundlich; wer da nicht mitmacht, ist eben nicht “Qualität” ...versucht man uns Bürgern zu vermitteln. Armes Deutschland!

Alex Müller / 16.06.2020

Ich habe mir das gerade mal heruntergeladen und durchgeblättert. Ohne den Inhalt beurteilen zu können, fällt auf, daß Herr Lauterbach im Jahr 1995 offenbar noch nicht einmal mit einer zeitgemäßen Textverarbeitung umgehen konnte. Das Pamphlet sieht dürftiger aus als unsere Abiturzeitung von Mitte der 80er Jahre. Darüberhinaus finden sich auf einer Seite lediglich maximal 25 Zeilen zu je 60 Zeichen. Ordentlich gesetzt wäre eher 45 x 90, fast die 3-fache Menge, zu erwarten gewesen. Schon rein formell also unglaublich viel heiße Luft. Das sind sicher Formalitäten, und das muß auch nicht notwendigerweise ein Manko sein, wenn der Inhalt stimmt, aber hier stimmt ja offenbar gar nichts.

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