
UKIP-Chef Nigel Farage hatte breits vor 5 Jahren in seiner berühmt-berüchtigten Rede am 11. Februar 2010 vor dem EU-Parlament zum Herkunftsland Herman van Rompuys gesagt: “Belgium ... is pretty much a non-country.” Michel Houellebecq begründet in seiner Zukunftsvision “Unterwerfung”, warum es der Islam in Belgien so leicht hatte, der europäischen Rechten eine demütigende Niederlage zu bereiten und an die Macht zu gelangen: “während es die flämische und die wallonische nationalistische Partei, die in ihren Regionen jeweils die mit Abstand stärksten politischen Gruppierungen waren, nie geschafft hatten, sich zu verständigen ... konnten sich die flämischen und die wallonischen muslimische Partei auf der Grundlage ihrer gemeinsamen Religion mühelos auf ein Regierungsbündnis verständigen.” (S. 251)
Das ist unglaublich traurig zu lesen.
Der selbst bestimmte Tod des 95-jährigen Nobelpreisträgers im Beisein seiner Kinder ist kein faires Beispiel. So etwas entwertet die Botschaft des Artikels.
Die Korrelation “wo die meisten Jihadisten - dort die meisten Selbstmorde” erinnert mich allzu sehr an die Korrelation “wo die meisten Störche - dort die meisten Geburten”. Eher glaube ich, dass in Belgien finale Medikamente am leichtesten zu erwerben sind.
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