
Lieber Herr Wiedemann, schon als es in unserem Nordheide-Kaff “Hubsis Heustadl” noch gab, waren Sie ein kundiger und interessanter Gesprächspartner. Damals war ja auch “Der Spiegel”, dessen Redakteur und Kolumnist Sie über viele Jahre waren, durchaus lesenswert und erhellend — was wohl daran lag, dass sein Gründer Rudolf Augstein noch die Strippen zog (auch wenn er sich aus dem Alltagstrott zusehends verabschiedete). || Warum sollte ich Ihren Achse-Beitrag groß kommentieren? Jede Zeile ist erfrischend und bitter wahr. || Herzlich Grüße und danke!
” In den von Haß erfüllten Herzen wächst alles Edle statt in das Licht hinein, rückwärts in den Boden und in das Dunkel.” ( Georg Moritz Ebers )
Der inflationäre Gebrauch des Begriffs ” Hass ” kommt aus der rhetorischen Manipulationstrickkiste staatlicher Propaganda. Er dient vor allem der Skandalisierung und Einschüchterung von Kritik. Er will ausbremsen durch dauerhafte Gewöhnung an überdehnte Verwendung. Beim eigentlich Skandalösen in dieser Gesellschaft wird der Gebrauch gemieden, vor allem bei Berichten über Kriminalität von einem gewissen Ausmaß. Es ist wie bei einer Störung des Bargeldverkehrs : eine Unmenge von Falschgeld wird in Umlauf gebracht und Verwirrung ” gestiftet “. So ist zum Beispiel Kritik am Islam kein ” Hass “, sondern Erkennen einer fundamentalen Bedrohung. Das gilt ebenfalls für Aspekte der Migration und auch für die Europapolitik. Es sind fundamentale Bedrohungen für den Frieden in diesem Land und seine Einwohner. Und ihnen mehr oder weniger fein einzuflüstern, sie seien ” hassgefährdet “, eine abgründige Technik, ihren Instinkt für heraufziehende Gefahren zu betäuben. Das gleiche Schauspiel wird geboten beim Begriff ” Rechts “, der ja auch reicht vom völlig verblödeten Neonazi bis zum pensionierten konservativen Akademiker mit Professorentitel, der als Demokrat gute Gründe hat , sich nicht links einzuordnen ,mehr nicht. Beide Begriffe sind Instrumente der inzwischen hemmungslos gewordenen Denunziation in diesem Land und sind die Krücken der an staatlichen Fördergeldern wie an einem Tropf hängenden EIGENTLICHARBEITSLOSEN. Die Denunziation ist zu einer Arbeitsmassnahme geworden und das ist einer der wirklichen Skandale in diesem Land. LINKS - DAS IST EINE STAATLICH GEFÖRDERTE DENUNZIATIONSTRUPPE.
In Wirklichkeit schüren unsere Medien & einige Parteien permanent Hass - nur eben auf westliche Gesellschaften. Sie fordern uns auf, dem IS mit “Liebe” zu begegnen - also Völkermördern und Sklavenhändlern. Gleichzeitig ‘warnen’ sie uns vor Orban, Salvini, Trump - obwohl deren einziges Vergehen darin besteht, eine Grenze zu sichern. ‘Liebe’ oder ‘Pazifismus’ können Waffen sein, die man einsetzen kann, um Menschen zu töten und Kriege zu führen.
Kurz zusammengefasst:Hass ist ok, um sich Luft zu machen und nicht ok, wenn er fatale Konsequenzen hat für die, denen der Hass gilt.
Dem Hassenden gebricht’s an Liebe. In der Hierarchie der Liebe aber steht das eher Nichtige im Schatten, das ist der relative Hass.
Dazu paßt der sehr gute Vortrag vom klugen Dirk Müller auf YT - Basisdemokratie war nie gewollt. Man soll den Spaltern die einen Keil in die Gesellschaft treiben wollen keine Chance geben. Sie können sonst ihr Spielchen, teile und herrsche, weiter durchziehen.
Hass ist eine der beiden stärksten Emotionen, wie sein Gegenüber, die Liebe. Diese Emotionen kann man nicht beherrschen, höchstens daraus resultierende Handlungen. Was hier im Artikel beschrieben wurde mag man Abneigung oder Ablehnung in verschiedenen Stufen bezeichnen aber nicht Hass. Da ich bisher genau einen Menschen wirklich gehasst habe, ich mir sicher war dass, würde ich ihn auf der Strasse treffen, ihm alles erdenklich Schlimme anzutun, ohne nachzudenken, ohne Folgen abzuwägen, kann ich aber auch berichten: Das gibt sich. So wie Liebe vergeht vergeht auch der Hass mit der Zeit.
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