Fundstück / 06.07.2013 / 11:17 / 7 / Seite ausdrucken

Beim Barte des Vorsitzenden!

Jetzt hat die SPD vollkommen fertig:

Die Geschichte: Bei der Veranstaltung am 24. Juni wurde Gabriel von der Vorsitzenden des Deutschsprachigen Muslimkreises, Iman Andrea Reimann (40, Kopftuchträgerin), gefragt: „Wäre es denn vorstellbar, dass ich in einem Beruf arbeite, der mit Öffentlichkeit zu tun hat? Gabriel gibt eine lange Antwort, sagt u. a., es würden „Rollenvorbilder“ gebraucht, um die Distanz zwischen den Kulturen abzubauen.
Dann fällt der entscheidende Satz: „Wenn Sie die erste ‚Tagesschau‘-Moderatorin werden, die so auftreten kann, mit einem Kopftuch, dann haben wir gewonnen!“ http://www.bild.de/politik/inland/sigmar-gabriel/will-der-spd-chef-eine-tagesschau-sprecherin-mit-kopftuch-31153404.bild.html

Siehe auch:
Eine „Tagesschau“-Sprecherin mit Kopftuch? Ist so wahrscheinlich wie Jan Hofer in den 20-Uhr-Nachrichten mit einem faustgroßen Kruzifix um den Hals. Oder wie SPD-Chef Sigmar Gabriel bei der nächsten Parteitagsrede mit Turban auf dem Kopf. Doch so launig, wie er seine Bemerkung nun abtut, war sie nicht. http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/beim-barte-des-propheten-31153470.bild.html

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Ilja Potjemkin / 06.07.2013

Anscheinen wirkt die “dezentrale Demobilisierungsstrategie” der gesichtslosen Allzweckpartei mit dem “C” im Logo, sodass die Sozialdemokraten ihre Felle gänzlich davonschwimmen sehen. Mal schauen, ob der Gabriel demnächst bei einem PR-Termin mit einer Blaskapelle erzählt, dass er gewonnen hat, wenn die Tagesschau von einem Trompetensolo eingeläutet wird. Jede Stimme zählt, Gabriel, aber dabei nicht vergessen immer eine Hintertür offen zu halten; für den Fall, dass jemand da wirklich mal zugehört hat und einen Politiker danach fragt, was er da im Wahlkampfgetöse verbreitet hat.

Christian Hoffmann / 06.07.2013

Sigmar Gabriel hat da schon einen guten Schritt in Richtung auf eine interessante islamische Gruppierung gesetzt. Der DMK-Berlin e.V. st sehr rührig und betreibt ordentlich “Da`wa”. Eine sehr dynamische islamische Gemeinschaft, die nur in Sachen Gendermainstreaming noch schwere Defizite aufweist und insoweit geradezu unterirdisch unterwegs ist (vgl. die Fußnote auf der aktuellen Homepage der DMK-Berlin e.V.: “1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bei allen Bezeichnungen die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist immer mitzudenken.”) Das geht natürlich gar nicht und verweist auf die Notwendigkeit, der DMK-Berlin e.V. die Bedeutung des Begriffes “Autobahn” auch hinsichtlich dessen sprachlicher Metaebene nahe zu bringen. Hier ist für Gabriel noch viel zu tun. Ein breites Feld für sozialdemokratische Bildungsarbeit.

Jemeljan Pugatshow / 06.07.2013

Ein Land in dem ernsthaft über das Abhängen von Kruzifixen in Schulen und Gerichtssälen diskutiert wird, sollte man nicht die Symboliken anderer Religionen im öffentlichen Raum hoffähig zu machen suchen. Das ist primitivste Wahlkampf-Rhetorik, die selbst, wenn Muslime in den Rundfunkräten der ARD-Anstalten auftauchten, nicht durchsetzbar wäre. Denn es sollte in jedem Falle der Gleichbehandlungsgrundsatz gelten: entweder gilt es für alle, oder für keinen. Ausnahmeregelungen für Muslime nennt man nämlich nicht von ungefähr “Scharia”.

Ioane Xevsur / 06.07.2013

Nun ja, nachdem sich Peer Steinbrück für getrennten Sportunterricht aus religiösen Gründen geäußert hat, dürfte das doch keinen wirklich mehr überraschen. Offensichtlich befindet sich die SPD derart im Todesdelirium, dass nur damit ein solcher Unsinn erklärt werden kann. Auf der anderen Seite ist es aber auch Symptom der immer weiter um sich greifende Anbiederung und des Duckmäusertums gegenüber den Muslimen hierzulande. Völlig unverständlich ist insbesondere die diesbezügliche Willfährigkeit links-grüner Gruppen, steht doch der konsequent praktizierte Islam für einen Großteil all dessen, was sie seit Jahrzehnten bekämpfen. Aber danach wird nicht geschaut, Hauptsache “fremd”, was hinter dem Etikett abgeht interessiert nicht, das ist dann höchsten eine Frage verschiedener Kulturen.

Angelika Eberl / 06.07.2013

Eine Frau, die bei uns, wo kein Zwang dazu herrscht, das islamische Kopftuch trägt, gibt ein gesellschaftspolitisches Statement ab: Sie sagt damit, dass sie mit dem islamischen Frauenbild einverstanden ist. Dieses islamische Frauenbild widerspricht aber der Gleichberechtigungsforderung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Grundgesetz, denn der Islam (und nicht nur der Islamismus) ordnet die Frau dem Mann unter und sieht sie nicht als gleichberechtigte (Ehe-)Partnerin und Bürgerin an. Die SPD erscheint mir sehr widersprüchlich, ja geradezu orientierungslos. Ist das nicht die Partei, die auf der einen Seite die unsägliche Forderung aufstellt, wer die “menschliche” Gesellschaft wolle, müsse die “männliche” überwinden? Auf der anderen Seite habe ich von Peer Steinbrück gelesen, dass er sagte, man soll muslimischen Eltern doch erlauben, ihre Töchter vom Schwimmunterricht zu befreien, denn diese würden sich ja ansonsten sowieso krankmelden. Und nun dieser weitere Opportunismus eines Herrn Gabriel, der die Signal-Botschaft den Kopftuchs nicht erkennen will. Wie ernst ist es der SPD mit Freiheit und Menschenrechten?

Bernd Dahlenburg / 06.07.2013

Wären die muslimischen Zuwanderer potentielle Wähler der Liberalen oder Christdemokraten/Christsozialen, würde bei SPD und Grünen kein Hahn nach ihnen krähen - und Gabriel schon gar nicht. Ich nenne so etwas positiven Rassismus, da man bei den meisten Linken und Grünen glaubt, die “Edlen Wilden” mit ihrer Gleichmacherei beglücken zu müssen, wohl wissend aber auch ignorierend, dass man von integrationsunwilligen Muslimen nicht ernst genommen wird und Offerten wie diese von Letzteren für weitere Forderungen genutzt werden. Schöne Aussichten.

Werner Pfetzing / 06.07.2013

Ich wette, es würden sich mehr SPD-Mitglieder und Anhänger der Grünen darüber freuen, wenn eine Muslima Tagesschausprecherin werden könnte, als das bei einer Christin der Fall wäre.  Nebenbei bemerkt: Ich bin kein Christ. Mit freundlichen Grüßen Werner Pfetzing

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