Fundstück / 05.07.2013 / 15:52 / 1 / Seite ausdrucken

Bei Migros sind die Uhren 2005 stehen geblieben

Der Schweizer Handelskonzern Migros hat deshalb beschlossen, von diesem Sommer an für eine Reihe von Produkten wie Datteln, Kartoffeln, Früchten und Kräutern, die aus dem Westjordanland importiert werden, eine neue Deklaration einzuführen: Danach wird solche Ware mit “Westbank, israelisches Siedlungsgebiet” oder “Gaza, israelisches Siedlungsgebiet” beschriftet. Das sorge für Transparenz, die dem Kunden die Wahl lasse, argumentiert Migros. http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/waren-aus-dem-westjordanland-made-in-israel—73341739.html

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Werner Scholz / 05.07.2013

Bei Migros kennt man Wikipedia noch nicht. Da werden Sie geholfen: “Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon setzte 2005, nach langen innenpolitischen Auseinandersetzungen, den Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen – verbunden mit dem Abbau aller israelischen Siedlungen – durch.” Solange die Migros-Leute nicht auf die Idee kommen, französische Produkte mit “Hergestellt in der römischen Provinz Gallien” zu etikettieren, hält sich der Nonsens noch in Grenzen. Käufer wollen informiert sein. Da ließe sich so einiges an neuen Etiketten kreieren. Vielleicht wäre auch, um ein gänzlich Produkt-Beispiel als Datteln zu nennen, solch eine Deklaration zeitgemäß: “Dieses Vogelhäuschen wurden von unterbezahlten Insassen das Haftanstalt XYZ zusammengenagelt” oder: “Diese chinesische LED-Leuchte haben unterdrückte Tibeter verpackt”. Wie wäre es mit Spezialetiketten für Bekleidungsdiscounter? “Die Arbeiterin die diese Billig-Jeans genäht hat, verdient nicht genug, um ihr krankes Kind zum Arzt zu schicken” ...  

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