Noch vor kurzem machte der junge, selbstbewusste und trittfeste Ministerpräsident von Schleswig-Hollstein von sich reden, als er bei Lanz für eine Zensur „rechter“ Internetportale plädierte, die Hass und Hetze verbreiten würden. Obwohl er mit einem Dienstwagen angereist war, begleitet und beschirmt von Mitarbeitern seines Hauses und zivilen Personenschützern, und obwohl er am Revers seines Sakkos das schleswig-holsteinische Landeswappen trug, das nur Hoheitsträger im Dienst tragen dürfen, obwohl er also eindeutig und zweifelsfrei als Vertreter staatlicher Gewalt agierte, behauptete er hinterher, er habe an der Talk-Show nicht als Politiker, sondern als Bürger und Privatmann teilgenommen.
Eine extrem schräge und allen Regeln der korrekten Amtsführung widersprechende Aussage, die allerdings von zwei schleswig-holsteinischen Gerichten kollegial bestätigt wurde.
Nun ist Schleswig-Holstein mit 2,9 Millionen Einwohnern und einem BIP von 119 Milliarden Euro, was etwa dem BIP von Marokko entspricht, ein eher kleines Land, die Machtfülle des „Ministerpräsidenten“ überschaubar. Dafür erfährt man in jedem zweiten Bericht über Schleswig-Holstein, die in Kiel regierende schwarz-grüne Koalition funktioniere „geräuschlos“. Man kann solche Berichte auch als Anzahlung für eine schwarz-grüne Koalition in Berlin lesen und jeden Auftritt des Ministerpräsidenten bei Events von überregionaler Bedeutung als eine Art Sich-warm-Laufen verstehen.
Warum ist die Banane krumm? Warum ist die Erde eine Kugel und keine Scheibe?
So war es auch keine Überraschung, dass Günther an einem Panel im Rahmen der diesjährigen „Republica“-Konferenz teilnahm, als amtierender Ministerpräsident bzw. als politisch interessierter Bürger. Jedenfalls nutzte er die Gelegenheit, „das ganze Thema staatliche Unterstützung für zivilgesellschaftliche Arbeit“ in den Fokus zu rücken. Er wehre sich dagegen, sagte der Ministerpräsident, dass ausschließlich der Staat zur Finanzierung (solcher Projekte) in die Pflicht genommen werde. „Warum ist es in Deutschland möglich, dass Milliardäre rechte Portale, die auch Hetze betreiben, finanziell unterstützen? ... Warum gibt es nicht viel mehr Leute in unserem Land, die auch mit privatem Kapital unterstützen, dass wir unsere Demokratie erhalten?“
Ja, warum ist es so? Und wenn wir schon mit Daniel Günthers Hilfe bei einem heiklen Thema angekommen sind, können wir auch andere heikle Fragen thematisieren. Warum ist die Banane krumm? Warum ist die Erde eine Kugel und keine Scheibe? Warum können Männer nicht schwanger werden, und was wird unternommen, um diese „Gerechtigkeitslücke“ zu schließen? Warum können Katzen nicht tauchen und Nashörner nicht Boule spielen? Warum können Flugzeuge nicht rückwärts fliegen? Und die Mutter aller Fragen: Warum kommt es vor Damentoiletten öfter zu Warteschlangen als vor Herrentoiletten?
Für Daniel Günther aber gibt es nur eine Frage, die ihn umtreibt. Würde man ihn mitten in der Kalahari-Wüste aussetzen, nachdem er bei einer Benefiz-Gala den Preis der deutschen Reiseanbieter gewonnen hat, würde er sich nicht fragen, „Wer ist dafür verantwortlich?“, nein, er würde sofort zu einem Impuls-Referat ansetzen: „Warum ist es in Deutschland möglich, dass Milliardäre rechte Portale, die auch Hetze betreiben, finanziell unterstützen? ... Und warum gibt es nicht viel mehr Leute in unserem Land, die auch mit privatem Kapital unterstützen, dass wir unsere Demokratie erhalten?“
Günther hat’s gerne simpel
Höchste Zeit, dass Daniel Günther endlich Ross und Reiter nennt und die Namen der „Milliardäre“ enthüllt, die „rechte Portale finanziell unterstützen“. Warum behält er dieses Wissen für sich, statt es mit uns zu teilen? Weil es diese „Milliardäre“ – es muss schon Plural sein, darunter macht er es nicht – nicht gibt? Oder weil das, was Günther als „rechte Hetze“ empfindet, nichts anderes ist als Kritik an Demokratie-Darstellern wie Daniel Günther? Sein binäres Weltbild ist schlicht wie eine Portion Pommes rot-weiß. Hetze ist, wenn man ihn kritisiert. Demokratie ist, wenn er andere zensieren möchte.
Und weil es „Milliardäre“ gibt, die rechte Portale unterstützen, muss es auch „Leute“ geben, die sich mit ihrem Geld dafür einsetzen, „dass wir unsere Demokratie erhalten“. Schlimme Milliardäre hier, gute Leute dort! Und Daniel Günther mittenmang.
Was der MP übersieht und was ihm offenbar auch keiner seiner vielen Begleiter ins Ohr geflüstert hat: Es gibt diese „Leute“, es gibt sie zuhauf. Es sind die Steuerzahler, die schon heute absurde Projekte finanzieren, wie die Energiewende und den Kampf gegen den Klimawandel, und ausgerechnet die sollen jetzt auch „unsere Demokratie“ retten. Mit „privatem Kapital“, also dem, was der Staat noch nicht weggesteuert hat.
Also Leute, lasst es krachen, hebt eure Spareinlagen ab, löst eure Tageszinskonten auf, enterbt eure Kinder, verkauft den Schmuck eurer Großeltern, macht Kasse! Und überweist die ganze Kohle an Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Stichwort: „Unsere Demokratie!“
Und vergesset nicht, was Augustinus von Hippo (354–430) gelehrt hat: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande!“
Foto: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther gibt den Startschuss zur Premiere von Winnetou I – Blutsbrüder anlässlich der 70. Saison der Karl-May-Spiele im Freilichttheater am Kalkberg in Bad Segeberg, 24.6.2023 (Imago)

Werter Herr Broder, es gibt übrigens auch linke Milliardäre, wie zB Herrn Gates, die sich am Raubzug gegen die Steuerzahler dieser Welt unterstützend beteiligen wollen. Güntherchen ist eben Kultur-Marxist. Und es mag den Günthers schwer fallen zu akzeptieren, aber wir haben keinen Bock auf sie & wir sind auch nicht rechts. Unsere Mitbürger im Norden, die Fischköppe, sollen einfach mal ohne die 337 Mio. aus dem Länderfinanzausgleich auskommen. Es ist immer leicht, auf Kosten anderer sich Marxisten an der Wahlurne zu leisten.
Toller Beitrag! Aber über diesen seltsamen Mann zu schreiben ist eigentlich vertane Lebenszeit, das zu kommentieren was der so an antidemokratischem Geschwafel von sich gibt ebenso!
Nachdem er den Linken die Tür geöffnet haben wird, werden sie ihn abservieren. „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“
Daniel Günther ganz auf dem Pfad „Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, Carl Friedrich Hubertus Peters!“ des Kai-Uwe von Hassel der nun in der Hermann Ehlers Stiftung quasi weiterlebt. Man erinnere sich an Stoltenbergs U-Boot Blaupausenaffäre. Die war verglichen mit dem Patent Diebstahl der U-Boot Dolphinklasse Peanuts. Besonders interessant wird es mit dem Barschel der den Weg des Fritz Bauer einschlug und in der Badewanne selbstgemordete ist. Die Kieler-NATOd Tradition geht auch nach Marokko zu dem Fritz Ries dessen Tochter die Ehefrau des Biedenkopf war. Der grüne Anschluss mit dem Habückling ist spannend. Geschichtsklitterer Habeck ist ein Noske „Bluthund“-Fan wie er öffentlich sagte als er sein Theaterstück „1918 Revolution in Kiel“ aufgeführt hat. Das gefiel ganz bestimmt. Als Dank gabs in Marokko eine grüne Moschee.
„Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Antwort. Berlin: (hib/PEZ) Der Auftragswert des Projektes “Beschäftigungsförderung durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Moscheen„ in Marokko beläuft sich auf insgesamt 8,5 Millionen Euro. Das Projekt sei ein Vorhaben der Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost, erklärt die Bundesregierung in der Antwort (19/21800).“
Nebenbei, viele der CDU warben für Wirecard, die schwarze Kasse der Braunen in Tarnfarbe. Und nun gibts in Kiel Kriegswaffenproduktion der „Abu Dhabi Mar Kiel“..ach nee die nennt sich nun „German Naval Yards“. Ach einen habe ich noch. Kiel wollte großartig in das Organgeschäft einsteigen, Bayern verdient damit ganz gut. Paar Wüstenfüchse wurden operiert. Der Daniel Günther sollte ganz gepflegt seine… halten.
Es dürfte weit mehr „linke“ Milliardäre geben, die linksgrün finanziell unterstützen als rechte die Rechten. Der Grund? Weil linksgrün auf dem „unsere Demokratie“ Trip unterwegs ist, der den Geldgebern nichtdemokratische Wege eröffnet, die echten demokratischen Entscheidungswege zu umgehen. Das erklärt das vermeintlich paradoxe Verhalten von Soros, Gates, Roßmann et al. Und auch natürlich das von Günther. Er ist der Prototyp des waschechten Antidemokraten, weil er durch seine Forderungen das Demokratieverständnis eines Schmidt, Brand oder Kohl gegen die Wand fährt. Diese moderne Spezies von Politikern zeichnen drei Merkmale aus: Kenntnislosigkeit der Realität, fortgeschrittene Beratungsresistenz und letztlich vollständige Machtkorrumpiertheit.
Die einzige Gerechtigkeitslücke besteht darin, daß dieser Staat willkürlich 550 linke Vorfeldorganisationen mit Hektomillionen unterstützt und die kleine Schar bürgerlich-patriotischer Vereinigungen und Medien mittels dieser Organisationen bekämpft oder auch mal selbst zur Tat schreitet (unter Mißbrauch von Inlandsgeheimdienst, Staatsanwaltschaft und haustürkickenden SEKs). Für einen wahren Linken gibt es dabei aber nichts kritikwürdiges, da das Handeln nur der Demokratierettung dient und das Leben einfacher wäre, würde jede Opposition a priori verboten. Das Resultat wäre eine weitere „Demokratische Volksrepublik“. Hurz!
NB: Der Kerl war wie Üblich IMMER NUR im Netzwerk ! sioehe Murksel Bas Söder usw usf: 01 M.A. in Politik„wissenschaft“ … 97 bis 98 Wirtschaftsförderungsges. „Kieler Initiativen“ … 98 bis 05 „AR“ Stadtwerke Eckernförde … 03 bis 05 als dessen „stellvertr. Vorsitzender“. 00 bis 05 „GF“ CDU-Kreisverbände Rendsburg-Eckernförde … 05 bis 12 „LandesGF CDU Schleswig-Holstein …13 bis 14 “GF„ Hermann Ehlers Stiftung und der Hermann Ehlers Akademie…“