Susanne Hennig-Wellsow hat eine Vita, die so aufregend ist wie die Biografie eines Chamäleons. Aufgewachsen in einer Nomenklatura-Familie – Vater war Hauptmann, Mutter arbeitete im Innenministerium der DDR, vermutlich nicht als Putzkraft – hat sie noch keinen Tag in ihrem Leben wirklich gearbeitet. Die Diplom-Pädagogin heuerte bei der PDS-Landtagsfraktion als "wissenschaftliche Mitarbeiterin" an, seit 2004 sitzt sie als Abgeordnete im Thüringer Landtag. Ein No Name unter vielen. Bundesweit bekannt wurde sie vor ein paar Tagen, als die dem eben gewählten MP von Thüringen einen Blumenstrauß vor die Füße warf, natürlich um ein Zeichen zu setzen und anderen Menschen Mut zu machen.
Früher hätte man ihr dafür den Vaterländischen Verdienstorden in Gold verliehen, heute bekommt sie ihre fifteen seconds of fame in der Tagesschau, wo sie dann erklärt, unter welchen Bedingungen ihre Fraktion bereit wäre, einen MP-Kandidaten ins Rennen zu schicken: Wir werden Bodo Ramelow aufstellen, wenn wir wissen, wir haben eine demokratische Mehrheit, ansonsten orientieren wir auf Neuwahlen.
So sieht nicht nur der Sozialismus der Gartenzwerge mit menschichem Antlitz aus, so hört er sich auch an. Bei der Wahl des MP muss das Ergebnis von vorneherein feststehen. Ist das nicht möglich, orientieren wir auf Neuwahlen. Das ist lupenreiner DDR-Sprech, so authentisch wie der Geschmack von Club Cola, Halloren Kugeln, Mokka-Bohnen und Tempo-Linsen. In der DDR wurde ständig "orientiert", auf den Sieg des Sozialismus, auf die deutsch-sowjetische Freundschaft, auf den Kampf gegen den Klassenfeind. 30 Jahre nach dem Ende der DDR machen die Orientierer wieder mobil.
Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
Beitragsbild: Sandro Halank CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Sehr schön, gutes Thema. Gross ist das Fass das Sie da aufmachen, was da alles zu finden wäre können wir uns noch schwer vorstellen. Könnte da jemand weiter suchen. Vielen gemeinsam, kaum einen echten Mehrwert erbracht zu haben, und so agieren sie auch, moralisierende Blödschwätzer, aufgeblasene Wichtigtuer, machtorientiert, mich würde wirklich eine Liste interessieren, Name, Ausbildung, ausgeübter Beruf (haha), und wie lange. So was füttern wir nicht nur durch, wir befördern sowas in Machtpositionen, wie krank ist das. Jetzt kommt langsam die Schlussrechnung für eine Gesellschaft die zum grossen Teil Politik nur alle 4 oder 5 Jahre simuliert, das Ergebnis logischerweise nur eine Karikatur sein kann. Diese Saat wurde schon vor einiger Zeit gelegt, bisher unsichtbar, aber jetzt geht sie auf. In einer gesunden, wachen, mehrheitlich nicht desinteressierten Bevölkerung kommt es erst gar nicht soweit. Dazu eine Medienlandschaft die vor Allem nur nach Aufmerksamkeit plärrt. Warum halten wir uns in einer Oase auf, wie ACHGUT oder ähnliche? Weil ausserhalb der Hungertod droht. Das ist auch das Ergebnis, wenn man Kategorien wie "gut/böse" in die Politik bringt, dort so gefährlich sind wie Kohlenmonoxid in einer Lungenbeatmungsmaschine. Mit Geld, wie das Kaninchen aus dem Hut, wird die Fassade beklebt damit sie noch ein bisschen hält.
Wieso entwickeln sich solche sozialistischen NO NAME GARTENZWERGE immer besonders gut in Schlandhausen? In keinem anderen Land auf diesem Planeten würde dieser+*in Gartenzwerger*in es auch nur bis zur Briefträger*in schaffen
dieser akt von infantiler ungezogenheit ist doch eigentlich nicht weiter erwähnenswert. viel ungeheuerlicher ist, wie sich staatsratsvorsitzende merkle und ihre widerlichen klatschhasen benehmen - die wahren "demokraten". die masken sind gefallen. der ost-beauftragte wird aus allen ämtern gefeuert, weil er sich gewagt hat, herrn kemmrich zu gratulieren und ihn noch dazu als mann der mitte bezeichnet hat. der juristisch einwandfrei gewählte ministerprädident wird genötigt zurückzutreten, nach"..dem willen des koalitionsausschusses von cdu und spd..." , wie heute in den medien zu vernehmen war. was wollen solche gestalten mir noch von demokratie erzählen??? was bleibt ist ohnmächtige wut über die dreistigkeit und niedertracht.wozu denn noch diese ganzen kostspieligen sogenannten "parlamente"? technokratenriegen einsetzen und gut ist. aber das wird den parasiten auf den parlametsplätzen auch nicht passen...denn dann hiesse es ja, sich wirklich im alltag zu bewähren und nicht fürs phrasendreschen und buckeln fette diäten zu kassieren. das ganze thaeter ist nur noch widerlich...möge es auch dem letzten traumtänzer hierzulande die augen öffnen. glaubt denen kein wort! strukturwandel, sozial verträglicher kohleausstieg bla bla bla..dass ich nicht lache. auf ideologischer schiene wird mit genau der selben dreisten, unverfrorenen frechheit jeder blödsinn durchgezogen, ohne rücksicht auf verluste, wie man es in den letzten tagen sehr schön vorgeturnt hat. DAS hat mit demokratie absolut nichts mehr zu tun.
Denn am Ende wird Honni recht behalten haben, mit seinem Ochs und seinem Esel, die den Sozialismus nicht aufhalten werden. Oder wie wie sagte er noch? Dieses Mal wird man den Sozialismus nur anders benennen. Und es geht nicht mehr um Arbeiter und Bauern. Aber um die ging es ja eigentlich ohnehin nie. Und man kämpft nicht mehr gegen den Klassenfeind. Auch für diesen finden sich modernere, zeitgemäßere Bezeichnungen. Aber ansonsten bleibt alles gleich. Das Autoritäre, das Rechthaberische, das Belehrende, das alles ändert sich nicht. Und die Typen, die den Sozialismus unter das Volk bringen, ändern sich ebenfalls nicht. Same procedure as last year. Deshalb wissen wir auch schon genau, was wir demnächst zu erwarten haben.
Wohlgemerkt, es war der Blumenstraus, den sie eigentlich Bodo Ramelow nach dessen Wahl zum Ministerpräsidenten überreichen wollte. Als es damit nichts geworden war, wußte sie einfach nicht, wohin mit den schönen Blumen. So hat sie sie aus Verlegenheit einfach hingeschmissen. Daß Kemmerich da so rumgestanden hat, war bestimmt nur Zufall.
"Alex Fischer / 08.02.2020 Genau so stelle ich mir eine KZ-Aufseherin vor, wenn ich obiges Bild betrachte." Sie war aber keine KZ-Aufseherin und wird auch nie eine sein. Das DDR -Unrecht bietet genügend Spielraum für Schmähungen, da braucht man den, noch eine ganze Nummer härteren, Nationalsozialismus gar nicht bemühen. Wer weiß was aus uns geworden wäre mit gleich zwei linientreuen DDR-Betonköpfen als Eltern? - Vielleicht wäre sie während der NS-Zeit ja auch eine von jenen gewesen, die den armen KZ-Häftlingen unter Lebensgefahr heimlich Brot zugesteckt hatten? - Die sahen auch nicht anders aus als die KZ-Aufseherinnen. Vielleicht wäre ich seinerzeit selber ein begeisterter Hitlerjunge gewesen? Hellblond war ich als Junge ja. Und war als Kind sehr für Panzer, für Silvesterböller und für Polizei zu begeistern gewesen. Alles ist möglich. Alles zu seiner Zeit.
Es ist mehr als unerträglich wie die Altparteien agieren, das ist SED-Kultur. Man muß nur mal die Verfassungsberichte zur Die Linke lesen, ihre Zusammenarbeit mit den K-Gruppen, gemeinsames Ziel Sozialismus/Kommunismus, also eindeutig gegen unsere demokratische Ordnung. CDUSPDFDP entblöden sich nicht diese Partei ins Amt zu heben. Selbst wenn man persönliche Zweifel an der AfD hat, vergleichbares ist dieser Partei nicht vorzuwerfen! Der sozialistisch Ungeist dieser Zeit, protegiert durch AM.