Henryk M. Broder / 21.09.2018 / 16:00 / 34 / Seite ausdrucken

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts: OB Kubon

Rupert Kubon, SPD, war 16 Jahre Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen. Jetzt zieht er sich aus der Politik zurück, will Diakon werden und in der Krankenhaus- und Sterbeseelsorge arbeiten. Genau der richtige Job für ein langjähriges SPD-Mitglied. Zum Abschied gab Kubon der Stuttgarter Zeitung ein Interview, in dem er u.a. sagte: 

Wir haben im Verhältnis zu unserer Größe gerade mal ein paar Menschen aufgenommen. Wenn Sie das mit der Situation in Jordanien, im Libanon, in der Türkei vergleichen, ist das bei dem Potenzial, das wir hier haben, nicht viel. Ich muss das so hart sagen: Jede Behauptung, wir hätten eine Flüchtlingskrise, ist eine Lüge... Natürlich gibt es Leute, die sich nicht an Regeln halten. Aber das gibt es immer und ist kein Argument – weder für noch gegen Migration. Denn da werden zwei Themen vermengt, die nichts miteinander zu tun haben. Wir haben grundsätzlich nicht mehr Verbrechen, weil wir jetzt mehr Ausländer haben.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost (34)
Oliver Lang / 21.09.2018

Die Mittelstadt Villingen-Schwenningen, das ist die Stadt in der “Boki” die United-Tribuns (2004) gegründet hat. Die Stadt in der der bosnische Bürgerkriegsflüchtling Almir Ćulum „Boki“ et al. jahrelang unbehelligt dem Menschenhandel nachgehen konnte, bis zu seiner Flucht 2009 (verratene Razzia). (lässt sich alles googeln) Kubon (seit 2003 dort Bürgermeister) “Natürlich gibt es Leute, die sich nicht an Regeln halten.” liegt falsch. Die halten sich an Regeln, aber nicht an unsere.

Franz Robert Mathe / 21.09.2018

Lieber Herr Broder, bitte Frau Nahles als Nächste in Ihren berühmten Kreis aufnehmen. Sie hat es sich nach der heutigen Geisterrückfahrt in der Causa Dr. Maassen redlich verdient. Bin gespannt auf Ihre Laudatio. Seit einigen Wochen habe ich den Eindruck, dass bei uns jeden Tag 1er April ist. Wie wäre es mit einem neuen Kalender, der nur aus diesem Datum besteht? „Broderianer“ wäre doch ein guter Name für diese neue Zeitrechnung, oder? Nichts für ungut! Finde Ihre Spitzen immer Klasse, auch wenn sie einen sehr traurigen und ernsten Hintergrund haben. Aber ohne Humor ist diese, unsere Welt kaum noch auszuhalten! Shalom Ihr FRM

Joachim Lucas / 21.09.2018

Der Mann hat schlichtweg nicht mehr alle Tassen im Schrank. Mehr fällt mir zu solch einem Realitätsausblender nicht mehr ein. Und die Stuttgarter Zeitung gibt sich für sowas her. Gottseidank bin ich nicht mehr in der Kirche und lese auch solche Blätter nicht, kenne die Zeitung allerdings noch aus ihren besseren Tagen.

Sabine Drewes / 21.09.2018

@Udo Kemmerling: exakt, ich darf ergänzen: Die damalige SPD-Spitze hatte die Bundesregierung außerdem aufgefordert, Vorkehrungen zu treffen „damit wir nicht mit Aussiedlern überfrachtet werden“ (sic!), deshalb sollte Bonn „Gespräche mit den Herkunftsländern führen“. 1988/1989 kamen auch viele Aussiedler aus der damaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik, die in ihrer alten Heimat wegen ihrer deutschen Volkszugehörigkeit verfolgt oder drangsaliert wurden. Dass es der SPD keineswegs darum ging, die Lebensbedingungen dieser Menschen in ihrer vertauten Umgebung zu verbessern, machte Lafontaine auf entlarvende Weise klar, indem er vor „Deutschtümelei“ warnte, gleichzeitig aber „bedrohten Afrikanern“ Platz machen wollte. Hier wurden Deutsche ganz offiziell von frei gewählten deutschen Politikern gegen Ausländer ausgespielt. Gleichzeitig wollten SPD und Grüne diesen Menschen absprechen, überhaupt Deutsche im Sinne des Grundgesetzes zu sein. Die Gegenüberstellung der Jahre 1988/89 und 2015 bis heute macht so richtig das ganze Ausmaß der Verlogenheit in Sachen „Willkommenskultur“ deutlich.

Jochen Brühl / 21.09.2018

Bei so viel Realitätsverweigerung fällt einem nichts mehr ein. Die gleichen Leute, die die offensichtliche Islamisierung für eine Verschwörungstheorie halten, sind von der kohlendioxidverursachten Erderwärmung vollkommen überzeugt.  Der Anteil der Muslime, die in weit höherem Maße fundamentalistisch sind als Christen, hat sich in den letzten 50 Jahren von einem Prozent auf ca. acht Prozent in Deutschland erhöht. Kohlendioxid stiegt in den letzten 170 Jahren von knapp drei Anteilen pro zehntausend Teile auf vier Anteile pro zehntausend. Wenn wir es mit einem solchen Anstieg bei Muslimen zu tun hätten, wären viele Befürchtungen heute tatsächlich Verschwörungstheorie. Wir reden aber nicht von einem Anstieg eines Anteils auf 10.000, sondern von sieben Anteilen auf hundert - in lediglich 50 Jahren. Noch Fragen? Hätten wir es mit christlichen Franzosen, Dänen oder Polen in gleicher Zahl zu tun, wäre das bei uns kein Thema, weniger als in der Türkei. Und wir würden keine anderen Länder zur Finanzierung dieser Personen auffordern, wie es die Türkei macht.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 22.01.2019 / 08:12 / 34

Marx, Murks und Europa

Seltsames passiert derzeit mit und in der katholischen Kirche in Deutschland – sie schafft sich ab. Nicht wegen der vielen Missbrauchsskandale, die nur zögerlich angegangen…/ mehr

Henryk M. Broder / 19.01.2019 / 16:00 / 38

Klima, Klima über alles!

Dass junge Leute alles Mögliche unternehmen, um die Alten zu ärgern, ist nicht neu. Dass sie jeden Grund nutzen, um nicht zur Schule zu gehen,…/ mehr

Henryk M. Broder / 18.01.2019 / 06:16 / 67

Wie ein Hammer auf den Stein

Ende letzter Woche wurde der Achse eine große Ehre zuteil. In einem vierseitigen Artikel über den amerikanischen Botschafter in Berlin, Rick Grenell, waren wir, die Achse,…/ mehr

Henryk M. Broder / 17.01.2019 / 13:00 / 58

Keiner ist gezwungen, Mitglied der EU zu sein, aber…

Worum geht es bei der Brexit-Debatte? Jedenfalls nicht darum, GB in der EU zu halten. Für die Unnachgiebigkeit der EU, die sich bis jetzt bei…/ mehr

Henryk M. Broder / 13.01.2019 / 06:20 / 86

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts: Julia Ebner

Die ZEIT, das Flaggschiff des deutschen Gutmenschentums, veröffentlicht in ihrer Online-Ausgabe einen Beitrag über die AfD, die zwar „öfter als andere Parteien angegriffen" wird, es aber…/ mehr

Henryk M. Broder / 10.01.2019 / 14:55 / 80

Wer Hass streut, der erntet Hass

Die Umkehr von Opfer und Täter, wie wir sie derzeit im Falle des Bremer AfD-Politikers Magnitz erleben, der vermutlich so lange gegen eine Wand gelaufen…/ mehr

Henryk M. Broder / 10.01.2019 / 08:53 / 30

Danke, Eva!

Gestern konnte man in der Print-Ausgabe der SZ einen längeren Artikel von Eva Menasse über ihren Bruder Robert lesen. Wie nicht anders zu erwarten, war es ein…/ mehr

Henryk M. Broder / 08.01.2019 / 12:42 / 49

Zwei Männer, eine Methode oder: Brot und Melasse

Ich weiß, es ist immer heikel, sich selbst zu zitieren und dabei "Ich habs schon früh gewusst!" zu rufen. Aber wenn es nun mal so…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com