Zum ersten Jahrestag ihres Einzugs in den Bundestag stellte Dr. Manuela Rottmann eine sehr grundsätzliche Frage: Was mache ich eigentlich hier? Ja, was macht sie im Bundestag, eigentlich? Auch Vera Lengsfeld und ich stellen uns diese Frage, seit wir Frau Dr. Manuela Rottmann im Petitionsauschuss des Bundestages erlebt haben. Nicht nur, dass sie wissen wolte, woher wir unser "Selbstbewusstsein" nehmen und uns darüber belehrte, dass wir für "Unfrieden" in der Gesellschft sorgen würden, sie fragte dreimal nach, worum es in der "Gemeinsamen Erklärung 2018" gehen würde.
Worum könnte es da gehen? Um Chancengerechtigkeit? Um Lohngerechtigkeit? Um das bessere Müllkonzept? Außerdem wollte sie von uns wissen, welche "Lösungen" wir anzubieten hätten, als ob es nicht reichen würde, dass wir Frau Dr. Rottmann finanzieren und darüber hinaus ihren Job erledigen sollten, damit sie mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge hat.
Zwei Tage nach der Anhörung im Petitionsausschuss konnten wir auf der Seite von Frau Dr. Rottmann lesen, dass sie mit unserem Auftritt unzufrieden war. Wir hätten eine Chance zum Dialog ausgeschlagen. Die Chance nicht genutzt, "konstruktiv gemeinsam an politischen Verbesserungen für Deutschland zu arbeiten".
Wir haben als Bürger total versagt. Wir sind es nicht wert, von Frau Dr. Rottmann vertreten zu werden.

Die gemeinsame Erklärung wurde von 165.290 Bürgern unterzeichnet. Frau Rottmann bekam als Direktkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl gerade mal 12.178 Stimmen. Danach traute sie sich nicht mehr vor die Wähler und kam 2027 nur über die Parteiliste ins Parlament. Und diese Frau benahm sich derart unverschämt und arrogant gegenüber zwei wahren Volksvertretern. Von denen jeder das Mandat von 82.645 Bürgern hatte. Einfach nur unglaublich !!!
Wenn man begreift, daß die Grünen im Kern eine maoistische und die SED-PDS-Linke eine stalinistische Organisation ist, kann man froh sein, daß diese noch nicht über die Macht Stalins oder Maos verfügen. Die Grünen sind mit der politischen Muttermilch der chinesischen Kulturrevolution groß geworden und die grüne Dame hat wahrscheinlich während des Verhörs darüber nachgedacht, in welches Arbeitslager sie die Petitenten gerne schicken würde.
Dass Politiker immer schon arrogant waren (vielleicht auch nur heimlich), vermute ich schwer. Der Unterschied zu früher: Da mussten sie wenigstens so tun, als würden sie die Bürger interessieren. Das haben sie heute gar nicht mehr nötig. Und zwar diese Haltung ist unter Politiker sehr weit verbreitet. Sie machen sich gar nicht mehr die Mühe, ihre Verachtung für die Bürger nicht zu zeigen. Und solange sich das nicht MASSIV bei den Wahlen auswirkt, machen sie halt damit weiter.
Herr Broder, wir haben ihren Auftritt im Petitionsausschuss glaube ich alle sehr genossen. Dafür ausdrücklich vielen Dank! Sie haben zusammen mit Frau Lengsfeld, die sozusagen den unerschütterlichen und berechtigten Protest verkörperte, darüber hinaus einige unlöschbare Highlights produziert. Am besten haben mir natürlich die Passagen mit dem "Selbstbewusstsein" und der "Politikerin der SED" gefallen. Ihr beider Auftritt muss wirklich ein tiefer Stachel im Fleisch der Berliner Selbstgerechten gewesen sein. Allerdings konnten wir alle sehen, wie dick das Fett ist. Manchmal beginnt man zu verstehen, weshalb die Amerikaner vom „Swamp" und "Deep State" reden, und es scheint auch in Berlin keinen Sinn mehr zu machen, dort noch ein paar neue Bäumchen anzupflanzen, sondern nur noch, große Drainagen anzulegen und das Personal restlos auszuwechseln. Dass Frau Lengsfeld mit ihrer Petition einen riesen Paukenschlag gelandet hat, konnten die einschlägigen Protagonisten offensichtlich aber nicht verhindern, sondern haben – wie vorauszusehen – sogar in Form von Frau Dr. Rottmann (Ludwig Thoma: "Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.") erheblich dazu beigetragen.
Tja, auch mein Dank geht an den fast schon heroischen Versuch die Polit-Kaste (oder sollte ich lieber Kostgänger, sagen) zum umsteuern zu zwingen. Danke Frau L. Danke Herr B. Es war schon irritierend dieses *Schauspiel* anzusehen - selbst das "dumm stellen" ist wieder ins Reportoire des taktierens zurückgekehrt und ich bewundere die Protagonisten für ihre Selbstbeherrschung - ich persönlich wäre wahrscheinlich Verhaftet worden nachdem ich Frau Rottmann erwürgt hätte - oder weniger drastisch hinausgeworfen nach der wohl berechtigten Frage ob man das Druckwerk "Erklärung 2018" nocheinmal als Pixi-Bilderbüchlein nachreichen müsse um sicher zustellen das der geistige Horizont des erlauchten Gremiums davon nicht überfordert wird. Somit ist zumindest offiziell entlarvt das wir von Idioten verwaltet und regiert werden.
Sehr verehrte Frau Lengsfeld, sehr geehrter Herr Broder, ich habe 1988 einen Brief an Erich Honecker geschrieben mit der Frage, wie es um die immer bessere Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse unserer Werktätigen stünde, wenn - ich bin Bauingenieur - zwar viele neue Häuser gebaut würden, aber gleichzeitig nicht wenige alte Häuser verfielen. Darauf wurde ich in das Bezirkssekretariat Chemnitz der SED eingeladen, wo mir erklärt wurde, dies sei gar nicht der Fall, ich hätte einseitige Wahrnehmungen. Danach hatten die keine zwei Jahre mehr.
Mich als Mitunterzeichnerin interessiert, was nun eigentlich aus der Petition wird. Versandet das alles einfach so?