Zum ersten Jahrestag ihres Einzugs in den Bundestag stellte Dr. Manuela Rottmann eine sehr grundsätzliche Frage: Was mache ich eigentlich hier? Ja, was macht sie im Bundestag, eigentlich? Auch Vera Lengsfeld und ich stellen uns diese Frage, seit wir Frau Dr. Manuela Rottmann im Petitionsauschuss des Bundestages erlebt haben. Nicht nur, dass sie wissen wolte, woher wir unser "Selbstbewusstsein" nehmen und uns darüber belehrte, dass wir für "Unfrieden" in der Gesellschft sorgen würden, sie fragte dreimal nach, worum es in der "Gemeinsamen Erklärung 2018" gehen würde.
Worum könnte es da gehen? Um Chancengerechtigkeit? Um Lohngerechtigkeit? Um das bessere Müllkonzept? Außerdem wollte sie von uns wissen, welche "Lösungen" wir anzubieten hätten, als ob es nicht reichen würde, dass wir Frau Dr. Rottmann finanzieren und darüber hinaus ihren Job erledigen sollten, damit sie mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge hat.
Zwei Tage nach der Anhörung im Petitionsausschuss konnten wir auf der Seite von Frau Dr. Rottmann lesen, dass sie mit unserem Auftritt unzufrieden war. Wir hätten eine Chance zum Dialog ausgeschlagen. Die Chance nicht genutzt, "konstruktiv gemeinsam an politischen Verbesserungen für Deutschland zu arbeiten".
Wir haben als Bürger total versagt. Wir sind es nicht wert, von Frau Dr. Rottmann vertreten zu werden.

Ich bin es auch nicht wert von Frau Dr. Rottmann vertreten zu werden, und dass ist auch gut so. Von der möchte ich gar nicht vertreten werden bzw. es hätte keinen Mehr- sondern einen Minuswert für mich. Wie das im Übrigen immer ist, wenn Grüne oder Linke abstimmen. Das war wahrscheinlich noch nie in meinem Interesse bzw. es ist mir nicht erinnerlich.
Lieber Herr Broder, nicht verzagen. Nehmen Sie sich doch stattdessen den wundervollen Rat der linksgrünen Theologin zu Herzen: "Soll man deswegen aufgeben? Achseln zucken und sagen: Wir sind halt Opposition. Nein! Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wir sind im Parlament. [WIR AUCH, in Form der AfD!] Das Wort kommt von „parler“, von „sprechen“. Das Argument ist in der Demokratie das Mittel der Wahl. Taube Ohren sollten einen nicht davon abhalten, es immer wieder zu versuchen." Taube Nüsse wie besagte Doktorin auch nicht.
Die Frau Rottmann neidete den Petenten das Selbstbewusstsein! Dass sie als Verhörerin im Petitionsausschuss eine Fehlbesetzung war, wurde allzu deutlich. Hinter einer provisorischen Fassade aus promovierter hoheitlicher Arroganz konnte sie die tiefsitzende Angst der Apparatschka nicht verbergen. Eine kritische intellektuelle Elite im eigenen Land hatte bisher keinen Platz in ihrem Kalkül. Ebensowenig der Gedanke, dass sie nicht den Wählerauftrag hat, beliebig darüber zu entscheiden, wem demokratische Teilhabe zuzubilligen sei und wem nicht. Rechtsstaatlichkeit versteht sie nur in der modischen. Der Petitionsausschuss musste sein schäbiges Verhör so inszenieren, um den Einschüchterungspegel zu erhöhen und zu zeigen, wer hier nicht willkommen ist. Dass wir das ohne emotionales Trauma ertragen haben, ist dem Umstand zu verdanken, dass wir die Beschwörung des Krauss'sche Geistes vom faulen Ei als kultivierte Kampfansage und nicht als bedingungslose Kapitulation verstehen durften. Dafür vielen Dank, verehrte Frau Lengsfeld und verehrter Herr Broder!
Da hat Frau Manuela Rottmann mit Blut, Schweiss und Tränen ihren Dr. gemacht und jetzt kommt so ein Erfolgsbuchautor und eine Bundesverdienstkreuzträgerin daher und wollen ihr erzählen, wie ein faules Ei riecht, wo sie es noch nicht einmal bemerken würde, wenn ihr ein Skunk mit dem Hinterteil ins Gesicht spränge.
Nicht genug danken kann ich Ihnen, Herr Broder, für Ihre unter der herrlich sarkastischen Rubrik „Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts“ veröffentlichten Texte, für mich das Glanzstück auf diesem an Glanzstücken reichen Blog. Eigentlich sollte man angesichts der geballten Inkompetenz und Dummheit unserer „Elite“ verzweifeln und sich (?) den Gnadenschuß geben. Aber dank Ihrer Kommentare weiß man sich in guter Gesellschaft, versucht es mit sardonischem Lachen zu überstehen und hofft mit Heraklits „Panta rhei“, daß auch dieses Elend bald vorüber sein wird.
War die Behandlung einer solchen Petition und der Petenten, (ich habe diese Petition auch unterschrieben), durch Politiker, insbesondere den "Moderator" und die Staatssekretäre eigentlich schon immer (in der Vergangenheit) so einseitig gestaltet? Der Moderator-MdB gab sich den Duktus eines "Kapos" oder auch Kettenhundes der Regierung, der Herr Krings "musste" sich ja nicht rechtfertigen, dafür, dass die Grenzen immer noch offen sind, und hat die ganze Zeit nichts anderes getan. Die SED war unterirdisch, und hat am deutlichsten gezeigt, was die Grünen/Irren nur angedeutet haben. Nämlich, dass die Diskurs-Hoheit auf ihrer Seite zu sein hatte, und gefälligst auch da bleiben müsse, bätschi. Wie man Ihre Redezeit beschnitten hat, fand ich skandalös! Man (Frau Dr. Rottenmeyer) durfte Sie beleidigen, und Sie sollten sich gefälligst nicht wehren. So geht man nicht mit Bürgern um! Mir hat es die Zornesröte ins Gesicht getrieben, das darf ich Ihnen versichern. Und so hat man sich mit teils falschen Anschuldigungen Ihnen gegenüber (Allgemeinplätze, Beschleunigung der Bearbeitung von Anträgen auf Asyl, Abschiebungen) daran vorbei laviert, tatsächlich Auskunft zu geben. Für einen sog. Rechtsstaat ist das blamabel. Vielleicht sollten wir eine Banane in die Fahne sticken. Liebe Frau Lengsfeld, lieber Herr Broder, ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie das stellvertretend für uns alle ausgehalten haben, und wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft.
Lieber Herr Broder, Sie sind aber wieder einmal garstig zu dieser armen Frau Rottmann. Jetzt hat diese Frau nach mühevollem knapp 13 jährigem Studium ihr 2. juristisches Staatsexamen abgelegt, nachdem sie sich zuvor erfolglos mit Politologie, Soziologie und sogar Volkswirtschaftslehre versucht hat, und endlich einen adäquaten gut dotierten Job gefunden, bei dem sie sicher war nicht substanzielles hervorbringen zu müssen und jetzt kommen Sie daher und erwarten, dass diese arme Mädchen Lösungen anbietet. Und dann stellen Sie das Mädchen auch noch als Denkerin an den Pranger. Sie wissen wie sich denken mit der Mitgliedschaft bei den Grünen verträgt. Herr Palmer erfährt das täglich. Viele Grüße Martin Stumpp PS: Herzlichen Dank für Ihren Einsatz natürlich auch an Frau Lengsfeld.