Wolfgang Röhl / 05.09.2018 / 06:20 / Foto: Tim Maxeiner / 55 / Seite ausdrucken

Aussichten auf den Bürgerkrieg. Update

Wer die nötigen Mittel hat, wird sich schon in einem frühen Stadium Söldner suchen, die an Stelle der Polizei treten. Ein deutliches Zeichen ist das Wachstum der sogenannten Sicherheitsbranche. Der Leibwächter avanciert zum Statussymbol. Schwarze Sheriffs werden sogar von staatlichen Stellen engagiert, um die Infrastruktur zu schützen. Dort, wo den Stadtbewohnern gemietete Wachen zu teuer sind, bilden sich Bürgerwehren und vigilant groups. Wer dazu nicht in der Lage ist, wird sich früher oder später wenigstens eine Handfeuerwaffe beschaffen.

Derlei, und manch Beunruhigendes mehr, prognostizierte das intellektuelle Echolot Hans Magnus Enzensberger anno 1993. „Aussichten auf den Bürgerkrieg“ lautete der Titel. Es handelte sich um die bis dahin düsterste Arbeit eines für seinen leichthändigen, eleganten Stil gerühmten Essayisten und Dichters. Der schmale Suhrkamp-Band sei, bemerkte irritiert der „Zeit“-Rezensent Ulrich Greiner, mit „malmenden Zähnen“ geschrieben, eingeübt „in die Kälte des schonungslosen Blicks.“

Was Enzensberger auf 93 Seiten entrollt, ist nicht weniger als die These, statt der traditionellen, regulierten, „gehegten“ Kriege zwischen Nationen (die Enzensberger auf seine unnachahmliche Art eine „vorübergehende Kulturleistung“ nennt) breiteten sich weltweit Bürgerkriege aus, ein Kampf aller gegen alle. Wo dieser noch nicht ganze Völker- und Stammesverbände infiziert habe, gäre er als „molekularer Bürgerkrieg“, als Banden- und Rassenkrieg in den Städten und „als Nachbarschaftskrieg in U-Bahnen, Supermärkten und Hausgemeinschaften“. 

Ein Vierteljahrhundert nach Enzensbergers Bürgerkriegsessay

Die ihrerzeit zum Teil schon real gewordene Dystopie war unter dem Eindruck der Jugoslawienkriege entstanden. Im Wortsinne befeuert worden war sie von den Brandstiftungen und Mordanschlägen deutscher Rechtsradikaler und Hooligans in Mölln, Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda. Beide Vorgänge bewiesen für Enzensberger, wie rasch ein multitribalistisches, zwangspazifiziertes Konstrukt (Titos Jugoslawien) oder zivilisatorische Mindestmaße (in Mölln und anderswo) zerplatzen können, sobald sie von keiner Ordnungsmacht bewacht werden. Und wie schnell öffentliche Räume in No-Go-Zonen umkippen können, in denen nur mehr eine einzige Gruppe das Faustrecht ausübt:

Schon vor Jahren wurde Berlin-Kreuzberg von zweihundert Personen beherrscht, die sich Autonome nannten. Das Wort autonom bedeutet in diesem Zusammenhang: eine menschliche Gesellschaft existiert für uns nicht. Ihr Ziel, den Rest der Bevölkerung mundtot zu machen, haben sie damals weitgehend erreicht. Es entstand ein rechtsfreier Raum, in dem Zensur, Angst und Erpressung herrschten. Die Institutionen zogen sich zurück; die zivilen Restbestände wurden nach und nach verdrängt.

Der Schoß ist fruchtbar noch. Etwa in Berlin, ein Vierteljahrhundert nach Enzensbergers Bürgerkriegsessay.

Nicht alle darin enthaltene Annahmen haben sich als belastbar erwiesen. Eine These zum Beispiel besagt, den Kombattanten der Gegenwart ginge es „um nichts“. Ihr quasi nihilistischer Terror würde „ohne jeden Einsatz geführt“. Die letzte Konsequenz ihrer Bemühungen sei „die gänzliche Entvölkerung“. Doch geht es in den meisten molekularen Kriegen sehr wohl um was. Und zwar um die Vorherrschaft über Claims, aus denen Geld generiert werden kann.

Mit dem Islam kannte sich Enzensberger offenbar noch nicht sehr gründlich aus. „Die ideologische Substanz des islamistischen Fundamentalismus“ sei weitaus dünner, als man im Westen glaube: „Dass er mit der historischen Hochreligion nicht das geringste zu tun hat, kann man von jedem intelligenten Muslim hören.“ Aus der Feder eines Meisterdenkers klingt das verstörend naiv, 25 Jahre später gelesen. 

„Fast wie eine Militäraktion“

Andere Thesen, wie die von der erst schleichenden, unbemerkten, später rasanten Ausbreitung molekularer Bürgerkriegszonen, haben dagegen über die Jahre an Plausibilität noch zugelegt. Um bei aktuellen Habitaten Europas zu bleiben: In Paris und vielen anderen französischen Städten befinden sich ganze Banlieues seit langem außerhalb staatlicher Kontrolle. Den Norden Marseilles haben arabische Drogenbanden in eine Shoot-Out-Zone verwandelt. Der Bürgermeister unternimmt dort gar nichts mehr. Nach eigenem Bekunden ist er nicht unzufrieden, wenn sich die Gangster selber liquidieren. Abgekochter könnte es ein Commissaire aus einem französischen film noir der 1960er nicht formulieren.

Dass gut vernetzte linke oder ethnisch homogene Banden scheinbar stabile Gemeinwesen ruckartig ins Chaos stürzen können, zeigte sich beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg. Ebenso in Göteborg, wo „vermummte Jugendliche“ Mitte August 2018 über hundert Autos anzündeten. Ein Gewaltausbruch, der für den sozialdemokratischen Regierungschef „sehr koordiniert“ wirkte, „fast wie eine Militäraktion“. Das, in der Tat, war eine Art Bürgerkrieg. Sofern man als „Bürger“ einfach mal alle bezeichnet, die zu einer bestimmten Zeit auf einem bestimmten Stück des Planeten leben; legal, illegal oder scheißegal.

Im Grunde genügt ein simpler, flächendeckender, länger währender Stromausfall, wie wir ihn im Zuge der famosen „Energiewende“ künftig öfter erleben werden, um den Notstand auszulösen. Ganze Männerrudel poppen dann plötzlich aus ihren Löchern. Plündern, vergewaltigen, stiften Brände. In den USA wird die Nationalgarde für solche Fälle trainiert. 

In Göteborg verhielt es sich schon vor 12 Jahren ähnlich. Nur war in Bullerbüstan, versteht sich, keine Nationalgarde vor Ort. In Schweden ist der molekulare Bürgerkrieg, in Relation zur Einwohnerzahl, wahrscheinlich am weitesten fortgeschritten. Besonders krass bildet sich das in Malmös Migrantenviertel Rosengård ab.

Die Reichstagswahlen am 9. September werden solche Zustände vermutlich durch einen kräftigen Aufschwung für die Partei der rechten „Schwedendemokraten“ quittieren. Die Wahlergebnisse dürften auch hierzulande erneutes Mediengeheul über den wachsenden Rechtspopulismus in Europa auslösen.

Die „Zivilgesellschaft“ an die Front gekarrt

Und Deutschlands Aussichten auf einen Bürgerkrieg? Molekular gibt es ihn schon, wie gesagt. Die linksextreme Szene schmeißt Steine und Brandsätze gegen Polizisten und Rechtsextremisten, prügelt Teilnehmer von „Merkel muss weg“-Kundgebungen ins Krankenhaus, fackelt verhassten Justiz- und Verwaltungsbediensteten die Autos ab, bedroht Politiker, beschmiert deren Büros und Wohnstätten. Die gleichgepolte „Antifa“, von Teilen der SPD, der Grünen, der Linken, der Kirchen und der Gewerkschaften gehätschelt, ist im Westen den weithin isolierten NDP-Glatzen und den rechtsextremen Hooligans auch zahlenmäßig meist überlegen. 

In Teilen Ostdeutschlands, wo das Kräfteverhältnis zwischen den verfeindeten Schlägertrupps umgedreht ist, Teilen der Bevölkerung die Geduld mit Problemgästen ausgeht und die AfD ständig erstarkt, wird jetzt die „Zivilgesellschaft“ an die Front gekarrt, wie vergangenen Samstag in Chemnitz. In der offiziell friedlichen Sektion der Demos schwimmt, Maos Fisch gleich, der gewaltgeile linke Mob mit. 

Ausgerechnet linke und linksradikale Bands (im Fall „Feine Sahne Fischfilet“ ausführlich vom Verfassungsschutz gewürdigt) traten am Montag unter geflissentlicher Facebook-Werbung durch den amtierenden Bundespräsidenten als Demokratiebolzen auf, die der Nazibrut voll einen reindröhnen wollten. Alexander Wallasch schrieb auf „Tichys Einblick“, eine derart staatlich geförderte Eskalation nehme einen „punktuellen Bürgerkrieg“ in Kauf: „Die wachsende Zahl der Kritiker der Regierungspolitik soll nun mit subventionierten linksradikalen Kräften niedergerungen werden. Und das dafür notwendige Gewaltpotenzial wird nicht nur in Kauf genommen, es wird regelrecht ersehnt“. 

Fraglich, wer am Ende zu Boden geht.

Drei Jahre nach Merkels Grenzöffnung, so hat es den Anschein, ist etwas ins Rutschen gekommen. Ist jetzt ein Tipping Point erreicht? Der Begriff bezeichnet einen Punkt, „an dem eine vorher gradlinige und eindeutige Entwicklung durch Rückkoppelungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt wird“ (Wikipedia). 

Alles entwickelte sich dann sehr schnell

Wer das Aufkommen der Studentenbewegung erlebt hat, wird sich erinnern. Verhältnisse, die noch 1966 in Bronze gegossen schienen, begannen plötzlich zu wackeln. Alles entwickelte sich dann sehr schnell. Das legendäre Spruchband vom „Muff unter den Talaren“, ein im Herbst 1967 von Studenten ihren bremischen Uni-Bonzen listig vorangetragen, bezeichnete den Beginn einer Wende. Sie mündete in einem, nun ja, molekularen Bürgerkrieg. Dessen Wurmfortsatz, die „Rote Armee Fraktion“, hielt die Republik noch für die folgende Dekade unter Strom.

Sicher, die heutigen Frontverläufe sind unvergleichbar mit denen von vor 50 Jahren. Damals stand, grob verortet, links gegen rechts. Heute ist es umgekehrt. Und doch sind da Parallelen. Anfangs hatten die linken Studenten größte Teile der veröffentlichten Meinung gegen sich, wie heute die Kritiker der unkontrollierten Migration. Dutschke und Genossen wurden nicht nur vom Springer-Verlag niedergeschrieben, sondern auch von vielen anderen Gazetten. Sogar nicht wenige Meinungsführer im Staatsfunk sendeten gegen die Revoluzzer an. 

„Gammler“, „Rädelsführer“ oder „langhaarige Affen“ waren einst Pendants zu den heutigen Totschlagsvokabeln „Rassisten“ oder „Nazis“. Irgendwann schlug das Pendel um. Nämlich, als zum Beispiel der „Spiegel“ und Buchverlage wie Rowohlt begriffen, dass sich mit den Anliegen der Linken Auflage machen ließ, weil sie vehement nachgefragt wurden. Ja, den Sarrazin-Effekt gab es schon mal.

Es ist wohl nicht verwegen, noch eine andere Parallele auszumachen. Den radikalen Linken der APO-Phase ging es nicht um Reförmchen, sondern um den langen Faden. Die Zukunft des Landes wurde oft und länglich bekakelt, etwa nachzulesen im berühmt-berüchtigten „Gespräch über die Zukunft“. An dem übrigens auch der ehedem sehr linke Herr Enzensberger teilnahm. Wie wollte man in 20, 30, 50 Jahren arbeiten, lernen, leben? Und mit wem? Und mit wem lieber nicht? 

Michel Houellebecqs eher gemütliches Szenario

Die Debatte, erschienen in der linken Theoriezeitschrift „Kursbuch“, liest sich in all ihrer Hybris ebenso erheiternd wie gruselig. Sie war aber immerhin um Nachhaltigkeit bemüht. Heutigen Wertkonservativen – von den Köpfen der Neuen Rechten zu schweigen – ist es nach deren eigenem Bekenntnis ebenfalls vor allem um die Zukunft zu tun, um den Long Run. Wie sähe Deutschland und Europa in ein paar Jahrzehnten aus, hielte man immerfort die Grenzen offen? 

Michel Houellebecqs angeblicher Skandalroman „Unterwerfung“ stellt jedenfalls für Leute, die mal in Malmö, Rotterdam, Bad Godesberg oder auf der Berliner Sonnenallee weilten, ein doch eher gemütliches Szenario vor.

Soviel scheint klar: Es wird ungemütlich in Schland. Der molekulare Bürgerkrieg ist da. An diversen Fronten, verbal oder brachial. Er findet statt zwischen Konservativen und Schleusenöffnern, Rechtsradikalen und Migranten, Linksradikalen und Polizisten, Migranten und Ottonormalkartoffeln, Migranten und Migranten. Er ist gekommen, um zu bleiben. Man kann ihn allenfalls noch begrenzen, einhegen. Funktioniert das nicht, wird es brandgefährlich. 

Vielleicht sollte man Enzensbergers Wink befolgen. Und sich rechtzeitig um eine Handfeuerwaffe bemühen. Die könnte spätestens nach dem nächsten Wirtschaftscrash unter Umständen nützlich sein.

Foto: Tim Maxeiner

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

M. Stoll / 05.09.2018

Sehr geehrter Herr Röhl, meinen Sie wirklich das Houellebecq´sche Szenario ist zu gemütlich ? Wie kommen Sie denn darauf ? Im Westen passiert doch kaum etwas und ich traue meinen Landsleuten im Westen sehr wohl zu, sich sang- und klanglos zu unterwerfen. Wo blieb der Aufschrei als die Deutschen pauschal als “Köterrasse” beleidigt wurden ? Mit der Begründung: “Deutsche kann man nicht beleidigen”, wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Hamburg 2017 eingestellt. Die meisten Wessis sind dermaßen stolzbefreit und unterwürfig, das geht auf keine Kuhhaut. Ich bin mir sicher, in Sachsen wäre das Verfahren nicht eingestellt worden. Werter Herr Röhl, worauf basiert Ihr Verdacht, daß es im Osten mehr NPD-Glatzen und rechtsextreme Hooligans als Antifa-Schläger gibt ? Vielleicht war das mal so in den frühen 90ern, aber “echte” Nazis sind auch hier die absolute Ausnahme, dafür gibt es auch hier viele gewaltbereite wohlstandsverwahrloste Linksextremisten, diese typischen gelangweilten, dummen und faulen Müttersöhnchen. Es sind ganz normale Leute aus allen Schichten der Bevölkerung, die im Osten auf die Strasse gehen. Meistens sind es Leute, die sich Sorgen, um Ihre Kinder und Enkelkinder machen. Warum sind viele Ossis im Gegensatz zu Ihren westdeutschen Landsleuten immun gegen die Hetze und Lügen aus den Medien? Weil sie es von früher kennen, daß sich der Staat hemmungslos seiner massenmedialen Macht bedient. „Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert“ (Alexander Solschenizyn) Mit freundlichen Grüßen M. Stoll

Moritz Cremer / 05.09.2018

Der Krieg gegen die Bürger (netto Steuerzahler) wird seit 1998 aus sämtlichen Rohren befeuert. Was sich rotgrün nicht traute, erledigt nun eine kommunistisch “sozialisierte”...

Werner Pfetzing / 05.09.2018

Schon 1991 -zwei Jahre früher als Enzenberger- prophezeite Daniel Cohn-Bendit (Grüne)  in der “ZEIT”:  Die multi-kulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen, sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer, sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüssen.” Wollt ihr das, Ihr naiven “Wir sind mehr” Schreier ?  Ist das Eure “friedliche” bunte Republik ?

Kopp, Harald / 05.09.2018

„besser sind gaspistolen. sie haben magazine mit über 15 patronen. in der kammer findet eine patrone ebenfalls platz. bei einer konfrontation mit faschos hat dies mehr wirkung auf den feind. wenn man einmal dabei ist zu schiessen, macht es sinn das magazin leer zu schiessen und so schnell als möglich zu flüchten. beim laden des magazin sollten lieber keine fingerabdrücke auf den patronen sein. also fasst die pfefferpatronen nur mit haushaltshandschuhe an. ein aufgesetzer schuss aus einer gaspistole auf einen nazi am kopf oder am herz ist sofort tödlich. da braucht es keine umstände um legal oder nicht an eine scharfe pistole ranzukommen.“  Ein Auszug aus einem Aufruf der SA-ANTIFA - ähnelt irgendwie dem SPRECH und DENK der Faschisten aus den Zeiten ab 1930..

Uwe Dippel / 05.09.2018

Also, ich persönlich bevorzuge Langwaffen. Wenn ich hier Details schriebe, könnte das jemand als ‘justiziabel’ einschätzen. Ein bisschen Information über das ‘warum’ findet sich leicht im Internet.

W. Scholz / 05.09.2018

Ich freue mich schon auf die bevorstehenden “Goldenen 20er Jahre”, wenn dann mal wieder Bundestagswahl gewesen sein wird und der verblödete Haufen ratlos vor den Kameras und Mikrofonen stehen wird, es nicht fassend, dass das Volk ungehorsam gewesen sein wird und falsch gewählt haben wird - trotz Propaganda: CDU/CSU 19%, SPD 9%, FDP 4.9% Grüne 6%, Linke 5% ... AfD 52% ...

Christoph Marloh / 05.09.2018

Scholz vor dem American Club of Hamburg am 24.9.2013: “I want Hamburg to become the city with the most immigrants in Germany”. Ehrgeiz ist im 10 Meilen gegen den Wind anzusehen. Charakterlosigkeit scheint er mit der Muttermilch eingesogen zu haben.

Veronika Geiger / 05.09.2018

Unser Land hat sich schon drastisch verändert in den letzten 3 bis 4 Jahren. Ich war letztes Wochenende auf einem kleineren Volksfest in einer mittelgroßen Stadt Bayerns. Neben den bekannten “Merkel Pollern” gab es viel Security dort. Flanierend durch das kleine Fest und vor jedem Festzelt an jedem Ausgang nochmals 2 oder 3 von diesen - doch oft wenig vertrauenserweckenden - Gestalten oft mit Migrationshintergrund. Da fragt man sich schon wie lange will ein Land so etwas stemmen? Dafür war das bestellte Essen von schlechter Qualität, was vor ein paar Jahren noch anders war. Vermutlich wird jetzt billigere Ware eingekauft, weil man hohe Abgaben für die Security hat? Jedenfalls ist mir der Spaß vergangen. Auch ich überlege mir derzeit, ob ich nicht etwas “aufrüsten” sollte. Bislang habe ich nur ein Pfefferspray mit dabei. Doch der Anblick einer Waffe und sei es nur eine Schreckschusswaffe löst in mir schon Angstzustände aus. Fraglich ob ich diese überhaupt einsetzen könnte selbst in allerhöchster Not.

Sabine Schönfelder / 05.09.2018

Am Vorabend des heraufziehenden Nationalsozialismus konnten sich auch nur wenige vorstellen, wie katastrophal sich eine mit aller Macht durchsetzende Ideologie auf andere Ethnien (Juden) , Menschen vieler Nationen (Kriegsgegener ) und die eigene Bevölkerung auswirken würde. Es sind immer die gleichen Muster; das Desinteresse der Masse, gegen eine kleine, gut organisierte Machtbande(Regierung), die diesmal nicht mehr und nicht weniger als die ganze Welt beansprucht. Dank gut organisierter Gruppierungen (UN, EU) werden Macht und Geld in ideologischer Abstimmung zur Indoktrination der Masse koordiniert. Dick dabei: Merkel. Immer ist es ein Kampf um die Macht. Das Geld fließt immer zur Macht. Es ist immer gleich, lediglich die Rechtfertigung für die Ansprüche auf Macht wechselten im Wandel der Zeit. War es gestern territoriales Expansionsdenken, formuliert man heute gerne seine Machtansprüche unter dem Deckmantel des Humanismus und kommt sich dabei noch klug und edel vor. Heuchelei ist zeitlos.

Sepp Kneip / 05.09.2018

Es ist in der Tat nicht verkehrt, sich auf raueres Wetter einzustellen. Ob man dazu auch eine Knarre braucht, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall genug Mut, um sich dem entgegenzustellen, was Deutschland zerstören will. Viele Mittel hat der einfache Bürger dafür nicht, aber ein scharfes Schwert in der Form eines Schreibstifts in der Wahlkabine. Noch hat er die Möglichkeit der freien Wahlen. Bei der letzten Bundestagswahl wurde diese Waffe zu zögerlich gegen das links/grüne Polit-Establishment eingesetzt, zu dem ich auch die Union zähle. Nachdem Chemnitz auf anschauliche Weise gezeigt hat, wie der Bürger belogen und betrogen wird, könnte in der Tat ein Umdenken statttfinden. Wenn reihenweise Morde durch Migranten nicht der Rede wert sind, die Kritik dagegen aber kriminalisiert wird, merkt auch der Letzte, was die Stunde geschlagen hat in diesem Lande. Es wird auch langsam Zeit.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Wolfgang Röhl / 18.07.2021 / 10:00 / 46

Grüner fliegen. Eurowings goes woke

Passagiere in alle Welt verfrachten, ordentlich Kerosin verbrennen und trotzdem einen auf öko machen, geht das? Na klar! Zumindest auf dem Papier. Eurowings gibt ein…/ mehr

Wolfgang Röhl / 25.06.2021 / 06:15 / 125

Mode der Unkenntlichkeit

Was wäre, wenn… es im bunten & diversen Menschenzoo nicht 60+ Geschlechter gäbe, sondern überhaupt keine mehr? Also jedenfalls keine, die man auf der Straße…/ mehr

Wolfgang Röhl / 30.05.2021 / 06:10 / 63

Death Wish. Wie die Industrie ihre Totengräber nährt

Ideologen möchten die Wirtschaft kaputtschreiben. Die soll sich zwecks Planetenrettung wenden, bis der Konkursverwalter klingelt. Who’s to blame? Die Kapitalisten selber haben ihre Feinde in…/ mehr

Wolfgang Röhl / 10.04.2021 / 06:00 / 26

Der NDR und der Fall „Lovemobil“

"Für mich ist es ziemlich egal, mit welchen Mitteln ein Film arbeitet, ob er ein Schauspielerfilm ist mit inszenierten Bildern oder ein Dokumentarfilm. In einem…/ mehr

Wolfgang Röhl / 21.03.2021 / 06:28 / 171

Der Fisch stinkt auch vom Leib her

In der Hall of Fame ausgelatschter Fußmattenweisheiten findet sich der Spruch, die Freiheit sei „immer Freiheit der Andersdenkenden“. Das Zitat, verfasst von der Bolschewismus-Apologetin und…/ mehr

Wolfgang Röhl / 07.03.2021 / 06:45 / 92

Rettet den Hass!

„Der See ist trüb, die Luft ist rein / Hans Habe muss ertrunken sein.“ Aber hallo! Ein Hassgesang war das, nach aktuellen Standards, was der…/ mehr

Wolfgang Röhl / 06.02.2021 / 06:00 / 99

Die Fünfte Kolonne, 2021

Es war Mitte Januar vor vierzehn Jahren, als ich das noch immer pochende Herz der Weltrevolution besuchte. In der Mensa der Berliner TU hatte sich…/ mehr

Wolfgang Röhl / 21.01.2021 / 06:15 / 69

Stellt! Uns! An! – Über das Elend der Medienkritik

Liegt es am Alter oder an den „herrschenden Ideen der Zeit“, die gemäß einer Erkenntnis der Herren Marx und Engels „stets nur die Ideen der…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com