Ausgestoßene der Woche: Wolfgang Thierse und die Schmutzigen 16

Der erste Ausgestoßene der Woche ist Wolfgang Thierse. Der SPD-Politiker und ehemalige Bundestagspräsident hatte am 22. Februar in der FAZ einen ziemlich moderat-formulierten Gastbeitrag veröffentlicht, in dem er bestimmte Entwicklungen in identitätspolitischen Debatten über Rassismus, Postkolonialismus und Gender kritisierte. Identitätspolitik dürfe nicht „zum Grabenkampf werden, der den Gemeinsinn zerstört.“ Diversität „zum Ziel aller sozialen und kulturellen Anstrengungen zu erhöhen“, sei problematisch. Wenige Tage später bekräftige Thierse in einem Interview mit dem Deutschlandfunk diese Positionen und beklagte eine demokratiefeindliche „Cancel Culture“, die von der linken Seite des politischen Spektrums ausgehe.

Schnell distanzierten sich SPD-Chefin Saskia Esken und ihr Vize Kevin Kühnert von diesen Häresien, allerdings ohne den Häretiker namentlich zu nennen. „Aussagen einzelner Vertreter*innen der SPD zur sogenannten Identitätspolitik, die in den Medien, auf Plattformen und parteiintern getroffen wurden“, zeichneten „insbesondere im Lichte der jüngsten Debatte ein rückwärtsgewandtes Bild der SPD, das Eure Community, Dritte, aber eben auch uns verstört“, so ein E-Mail, die die beiden SPD-Vorstandsmitglieder laut dem Portal queer.de an ausgewählte Parteimitglieder und Vertreter der Queer-Community schickten. „Wir Sozialdemokrat*innen stehen für eine bunte und vielfältige Gesellschaft, in der wir Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Hautfarbe oder warum auch immer nicht dulden. Wir wollen solidarisch an der Seite derjenigen sein, die immer noch Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren müssen“, heißt es weiter.

Am 02. März fragte Thierse dann in einem Brief an Saskia Esken, ob er in der SPD noch erwünscht sei, und bot seinen Austritt an. Thierse hatte bereits in der DDR seine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent beim Kulturministerium verloren, weil er sich weigerte, eine Erklärung zu unterzeichnen, mit der er die Ausbürgerung von Wolf Biermann befürworten sollte. Der Beginn seiner Radikalisierung?

"Sensibilität im Umgang mit den Gäst*innen"

In ihrer E-Mail distanzierten sich Esken und Kühnert außerdem von ihrer Parteigenossin Gesine Schwan. Die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission und ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina hatte laut queer.de am 19. Februar zusammen mit anderen SPD-Vertretern einen online „Jour Fixe“ u.a. mit der FAZ-Feuilletonchefin Sandra Kegel moderiert. Dabei hätten „die SPD-Gastgeber*innen“ Kegel trotz ihres am 4. Februar veröffentlichten „queerfeindlichen Kommentars“ zu der Kampagne schwuler und lesbischer Schauspieler #ActOut in Schutz genommen, ihre Kritiker dagegen scharf angegriffen und ihnen am Ende sogar das Mikro abgestellt. Eine teilnehmende Person sei „misgendert“ worden.

„Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit einer Online-Debatte auf Einladung des SPD-Kulturforums und der SPD-Grundwertekommission, die fehlende Zurückweisung von Grenzüberschreitungen und die mangelnde Sensibilität im Umgang mit den Gäst*innen aus Euren Reihen, manche Rechtfertigung im Nachgang – all das beschämt uns zutiefst“, schreiben Esken und Kühnert zu dieser Causa. „Wir ahnen und wissen aus persönlichen Gesprächen, wie tief verletzend diese Ereignisse und Erfahrungen für Euch waren.“

„Menschen mit Nazihintergrund“

In Berlin ist diese Woche auch die Buchhändlerin Emilia von Senger zur Zielscheibe einer heftigen Attacke geworden. Die junge Frau betreibt die Buchhandlung „She said“, deren Schwerpunkt auf feministischer und queerer Literatur liegt. Sie eröffnete den Laden im Dezember 2020 mit Geld, das sie von einer Familie erbte, die angeblich in den Nationalsozialismus verstrickt war. Das behaupten zumindest die Künstlerin Moshtari Hilal und der Autor Sinthujan Varatharajah in einem Instagram-Video.

In der Logik der beiden Künstler setzt die Gentrifizierung, die von Senger mit ihrem Ladenlokal am Kottbusser Damm in Neukölln betreibe, die genozidale Geschäftstätigkeit der Wehrmacht an der Ostfront fort. Die Beschäftigung von angeblich ausgebeuteten Angestellten stellen sie in eine Kontinuität zur NS-Zwangsarbeit. Die beiden Künstler schlagen vor, Deutsche im Allgemeinen als „Menschen mit Nazihintergrund“ beziehungsweise „Genozidhintergrund“ zu bezeichnen. (Quelle: FAZ)

"Anti-Corona-Wut auf Politik und Regierung freien Lauf gelassen" 

In einem Beitrag mit dem Titel „Wissenschaftler, die Corona leugnen“ stellte der Deutschlandfunk am 24. Februar den Regensburger Psychologie-Professor Christof Kuhbandner und den wissenschaftlichen Mitarbeiter Martin Heuser (ebenfalls Uni Regensburg) an den Pranger. Ersterer soll in einem Seminar einen Zusammenhang zwischen dem berühmten Milgram-Experiment einerseits und der Durchsetzung der Corona-Maßnahmen in Schulen durch Lehrerinnen und Lehrer andererseits hergestellt haben. Außerdem habe er den Seminar-Teilnehmern die Hausaufgabe gestellt, methodische Fehler in einer Corona-Studie des Virologen Christian Drosten zu finden.

Heuser veröffentlichte am 04. November 2020 einen Artikel auf Achgut.com, in dem er die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern kritisierte. Für den Deutschlandfunk ein „wortreich ausufernder Gastbeitrag“, in dem der Jurist „seiner Anti-Corona-Wut auf Politik und Regierung freien Lauf“ gelassen habe. Das kann so sehen, wer will. In welcher Hinsicht Heusers Artikel oder das Verhalten Kubanders „Corona-Leugnung“ darstellen, erschließt sich allerdings nicht. (Siehe zu diesem Thema auch den Achgut.com-Beitrag von Rainer Mohr.)

Kernkraft-Expertise als „Verhöhnung der Opfer“

Der Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat indessen eine öffentliche Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima abgesagt. Als Rednerin für diese Veranstaltung war auch die britische Wissenschaftlerin Professor Geraldine „Gerry“ Thomas vorgeschlagen worden. Die Inhaberin des Lehrstuhls für molekulare Pathologie am Imperial College London und ehemalige Kernkraftgegnerin kam aufgrund ihrer Untersuchungen zu der Überzeugung, dass in Fukushima niemand durch Strahlung zu Schaden kam, und die Evakuierung den Bewohnern der Region mehr geschadet als genützt hat.

Begründet wurde die Absage der Veranstaltung damit, dass man sich nicht über alle Fraktionen hinweg auf die einzuladenden Experten habe einigen können. Die Vorsitzende des Umweltausschusses Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) war offenbar der Meinung, dass Professor Thomas zu Wort kommen zu lassen, eine „Verhöhnung der Opfer“ wäre. Zu den Einzelheiten der Causa siehe diesen Achgut.com-Beitrag von Rainer Klute.

Was erlauben Strunz?

Auch in den Sozialen Medien gibt es einen Ausgestoßenen der Woche, nämlich Claus Strunz. Der Journalist und Fernsehmoderator (BILDSat.1) teilte am 27. Februar mit, dass Twitter ihn gesperrt hatte, und belegte das mit einem Screenshot. Nach 12 Stunden wurde die Sperre ohne Erklärung wieder aufgehoben. Warum diese Stummschaltung? Vielleicht weil Strunz Dinge twittert wie: „Hamburg führt die Maskenpflicht beim Joggen ein. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem ich sage: Da mache ich nicht mehr mit!“ Die BILD hat nach Angaben des Journalisten eine Anfrage bei Twitter gestellt. Vielleicht erfahren wir es also noch.

Kinder ermutigt  Alltagsmasken abzulegen und sich zu umarmen 

Nun der Blick auf unsere Nachbarländer. Wie die Luzerner Zeitung mitteilt, ist im schweizerischen Wohlen (Kanton Aargau) der Lateinlehrer Markus Häni „mit sofortiger Freistellung“ entlassen worden. Häni hatte Ende Februar auf einer von dem Verein „Stiller Protest“ organisierten Demonstration gegen die Coronamaßnahmen eine Rede gehalten, in der er Kinder ermutigte, ihre Alltagsmasken abzulegen und sich zu umarmen.

Zu den Gründen der Entlassung könne man sagen, dass diese sich nicht nur auf das betreffende Wochenende beschränkten, meint der Rektor der Kantonsschule Wohlen, Matthias Angst. „Da ist ein sehr viel längerer Prozess vorne dran.“ Laut Luzerner Zeitung setzt sich Häni bereits seit einem Jahr gegen die Coronamaßnahmen in der Schweiz ein, u.a. durch die Teilnahme an Protestmärschen und Presseinterviews.

Geht gar nicht: Weiße Übersetzerin für schwarze Frau

In den Niederlanden hat die Schriftstellerin Marieke Lucas Rijneveld davon Abstand genommen, die Gedichte der afroamerikanischen Poetin Amanda Gorman ins Niederländische zu übersetzen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die 29-jährige Trägerin des renommierten „Booker Prize“ war ursprünglich vom Amsterdamer Verlag Meulenhoff mit dieser Aufgabe betraut worden. Doch dann wurde Kritik daran laut, dass die Werke einer schwarzen Dichterin von einer weißen Autorin übersetzt werden.

Die niederländische Kulturaktivistin Janice Deul schrieb: „Eine unverständliche Entscheidung, meiner Meinung und der Meinung vieler anderer nach, die ihren Schmerz, ihre Frustration, ihren Ärger und ihre Enttäuschung über soziale Medien zum Ausdruck gebracht haben.“ Gormans Arbeit und Leben seien geprägt von „ihrer Erfahrung und Identität als schwarze Frau“. Rijneveld hingegen habe als weiße Frau keine Erfahrung auf diesem Gebiet.

Rijneveld lieferte prompt die heute obligatorische Entschuldigung beziehungsweise Selbstkritik: „Ich verstehe die Menschen, die sich durch Meulenhoffs Entscheidung, mich zu fragen, verletzt fühlen.“ Amanda Gorman, die vielen durch ihren Auftritt bei Joe Bidens Vereidigungszeremonie bekannt wurde, hatte laut verschiedenen Medienberichten selbst kein Problem damit, dass die weiße Schriftstellerin als Übersetzerin ausgewählt wurde, und steht nach wie vor hinter der Entscheidung des niederländischen Verlags.

Das spanische Königshaus beleidigt

In Spanien hat indessen Pablo Hasél am 16. Februar eine neunmonatige Haftstrafe angetreten. Der katalanische Rapper, der bürgerlich Pablo Rivadulla i Duró heißt, sitzt im Knast, weil er in seiner Musik sowie auf Twitter den Terrorismus verherrlicht, staatliche Institutionen verleumdet und das spanische Königshaus beleidigt haben soll. Maßgeblich für die Verurteilung, die im Mai 2020 vom obersten Gericht des Landes bestätigt wurde, war sein Lied „Juan Carlos el Bobón“ (Juan Carlos der Clown), in dem er in chronologischer Reihenfolge die Korruptionsskandale des 2014 abgedankten Königs Juan Carlos de Borbón aufzählt. So etwas ist in Spanien tatsächlich noch strafbar. Egal wie man zu den linksextremen Ansichten des Musikers steht: Dass in einer westlichen Demokratie im Jahr 2021 jemand, der auf staatliche Korruption hingewiesen hat, wegen Majestätsbeleidigung inhaftiert ist, ist ein Skandal. (Quelle: Spiked)

"Ich weigere mich, dass mir ein akademischer Verwalter diktiert..."

In Schottland ist ein neuer, ziemlich bizarrer Fall von akademischer Cancel Culture zu verzeichnen. Der renommierte Wirtschaftshistoriker Gregory Clark sollte an der Adam Smith Business School der Universität Glasgow einen Vortrag halten. Für diesen wählte er den Titel „For Whom the Bell Curve Tolls: A Lineage of 400 000 Individuals 1750–2020 Shows Genetics Determines Most Social Outcomes“ (Wem die Glockenkurve schlägt: Eine Abstammungsanalyse von 400 000 Individuen aus der Zeit 1750 bis 2020 zeigt, dass die Genetik die meisten sozialen Ergebnisse bestimmt).

Einige Studenten, Mitarbeiter sowie die Uni-Leitung erkannten in diesem Titel eine Anspielung auf das Sachbuch „The Bell Curve“ (Die Glockenkurve) von Charles Murray und Richard Herrnstein. Die beiden Wissenschaftler hatten 1994 mit diesem Werk eine scharfe Kontroverse ausgelöst, weil sie darin auch über die Verteilung und Vererbbarkeit von Intelligenz sowie über IQ-Unterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen schrieben.

Clark wurde vom Glasgower Dekan gedrängt, die Worte „Bell Curve“ aus dem Titel seiner Vorlesung zu streichen. Der Wirtschaftshistoriker weigerte sich. „Ich nehme den Titel nicht so wichtig, aber ich weigere mich, dass mir ein akademischer Verwalter diktiert, welche Worte ich verwenden darf“, zitiert ihn die FAZ. Daraufhin wurde die Vorlesung ganz gestrichen.

Sugerhouse Club, Coco Chanell, Margaret Thatcher...

An der englischen Lancaster University nimmt indessen eine Kampagne Fahrt auf, die die Umbenennung des von der Studentenschaft betriebenen Nachtklubs Sugarhouse fordert. Der Sugarhouse Club steht in der Sugarhouse Alley, deren Name wohl vom Zuckerhandel herrührt. Letzterer hing historisch stark mit der auf Sklaverei basierenden Plantagenwirtschaft in der Neuen Welt zusammen. Abgesehen vom Namen besteht keinerlei Verbindung zwischen dem Nachtklub und der Sklaverei. (Quelle: Spiked)

An der Durham University haben sich die Organisatoren eines Malwettbewerbs bei der Studentenschaft entschuldigt. Die Vorstände des Vereins für kunstinteressierte Studenten und des Vereins für Geschichte und Politik hatten anlässlich des Weltfrauentags gemeinsam dazu aufgerufen, berühmte weibliche Figuren wie Kleopatra oder Marie Curie zu zeichnen. Auf ihrer Liste inspirierender Frauen befanden sich auch die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher und die Modedesignerin Coco Chanel.

Das führte zu einem Aufschrei, denn Thatcher sei homophob gewesen und habe den Interessen der Bergarbeiter in Durham geschadet und Coco Chanel habe Verbindungen zu den Nazis gehabt. Laut Daily Mail wurden die betreffenden Namen schnell wieder von der Liste entfernt. In ihrer Entschuldigung hätten die Organisatoren von einem „Fehler“ gesprochen.

In den USA ist es woken Aktivisten offenbar gelungen, den Lese-Aktionstag „Read Across America Day“, der am 2. März, dem Geburtstag des beliebten Kinderbuchautors und Cartoonzeichners Dr Seuss, begangen wird, von letzterem zu dissoziieren. Mit Joe Biden habe erstmals ein US-Präsident den Autor in seiner Grußbotschaft zum Read Across America Day unerwähnt gelassen, schreibt das Online-Magazin Spiked. Am selben Tag habe der Verlag Dr Seuss Enterprises angekündigt, sechs angeblich problematische Bücher des Autors aus dem Programm zu nehmen. Laut Spiked wies eine Schule in Virginia ihr Lehrpersonal explizit an, den Aktionstag nicht mit Dr. Seuss in Verbindung zu bringen. Seit Jahren stehen die Werke von Dr. Seuss (bürgerlich: Theodor Seuss Geisel) in der Kritik, weil sie angeblich nicht divers genug oder „anti-schwarz“ seien oder den „Orientalismus“ vorantrieben.

Politisch unliebsamen Sendern die Betriebsplattform entziehen

Ebenfalls in den USA haben zwei Abgeordnete der Demokraten, Anna Eshoo und Jerry McNerney, Briefe an die Kabelfernseh-Anbieter AT&T, Verizon, Roku, Amazon, Apple, Comcast, Charter, Dish, Cox, Altice, Alphabet und Hulu geschickt, mit der Frage, warum diese Inhalte der konservativen Sender Fox NewsOne America News Network (OAN) und Newsmax anböten. Die Briefe wurden offenbar im Vorfeld einer parlamentarischen Anhörung zum Thema „Desinformation“ versandt. Braut sich hier eine Kampagne zusammen, politisch unliebsamen Sendern unter dem Vorwand, sie verbreiteten Desinformation, ihre Vertriebsplattformen zu entziehen? (Quelle: Spiked)

Und auch auf Amazon gibt es einen Ausgestoßenen der Woche. Wie verschiedene Medien berichten, ist das 2018 erschienene (trans)gender kritische Sachbuch „When Harry Became Sally: Responding to the Transgender Moment“ des relativ bekannten konservativen Denkers Ryan T. Anderson aus allen Vertriebskanälen des Onlineversandhändlers entfernt worden. Der Autor schreibt, er sei von Amazon nicht über diese Entscheidung informiert worden. Das Portal Just the News bat den Konzern nach eigenen Angaben erfolglos um eine Erklärung. Laut Just the News geht Amazon seit einigen Monaten sehr viel strenger als bisher gegen Bücher vor, die angeblich „Hassrede“ enthielten. 

Foto: Christliches Medienmagazin pro CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

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S. Marek / 05.03.2021

( 1 - 4 ) Die Kommunist - Faschisten Diktaturen haben seit Jahrzehnten ihre Strategie der Unterwanderung Westlicher Demokratien sehr erfolgreich betrieben. Da es militärisch nicht zu schaffen war, wurde in Schulen und Universitäten durch gekaufte Professoren Lehrmaterial und Geschichte zweckmäßig umgestaltet um diese Ideologie im positivem und anstrebenswertem Licht zu erscheinen. Kapitalismus, Ausbeutung, Rassismus, Kolonialismus wurde so nur auf westliche Zivilisationen projiziert um diese als äußert Verwerflich erscheinen zu lassen. Und die Hirnwäsche hat geklappt !!  Die Leugnung des Bösen—es eine moralische Verpflichtung ist, zu wissen, was der Kommunismus tat - und tut.  Von Dennis Prager auf Frontpagemag.com;  Do. 25. Feb. 2021 —> ... Aber es gibt etwas, das die Menschen mehr leugnen als die Sterblichkeit: das Böse. Jemand sollte ein Buch über die Leugnung des Bösen schreiben; das wäre viel wichtiger, denn während wir den Tod nicht verhindern können, können wir das Böse verhindern.  Das eklatanteste Beispiel für die Verleugnung des Bösen ist der Kommunismus, eine Ideologie, die innerhalb von nur 60 Jahren den modernen Totalitarismus schuf und mehr Menschen entrechtete, folterte, hungern ließ und tötete als jede andere Ideologie der Geschichte.  Warum die Menschen das Böse des Kommunismus ignorieren oder sogar leugnen, ist Thema einer früheren Kolumne sowie eines Videos der Prager Universität: “Warum wird der Kommunismus nicht so gehaßt wie der Nazismus?” Ich werde daher hier nicht auf diese Frage eingehen.  Ich werde einfach die Fakten darlegen.  Aber bevor ich das tue, muß ich eine andere Frage ansprechen:  Warum ist es wichtig, daß jeder weiß, was der Kommunismus getan hat?  Hier sind drei Gründe:  Erstens: Wir haben eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern, sie nicht zu vergessen.

S. Marek / 05.03.2021

( 2 - 4 ) So wie die Amerikaner eine moralische Verpflichtung haben, sich an die Opfer der amerikanischen Sklaverei zu erinnern, haben wir die gleiche Verpflichtung gegenüber den Milliarden Opfern des Kommunismus, insbesondere den 100 Millionen, die ermordet wurden.  Zweitens: Der beste Weg, um zu verhindern, daß sich ein Böse wiederholt, ist, es in seinem ganzen Schrecken zu konfrontieren. Die Tatsache, daß viele Menschen heute, vor allem junge Menschen, glauben, der Kommunismus sei eine praktikable - sogar moralisch überlegene - Option für moderne Gesellschaften, beweist, daß sie nichts über die moralische Bilanz des Kommunismus wissen.  Daher fürchten sie den Kommunismus nicht richtig - was bedeutet, daß dieses Böse wieder geschehen könnte.    Das bringt uns zu Grund Nummer drei. Die Führer der kommunistischen Regime und die große Anzahl von Menschen, die diesen Führern halfen, zu foltern, zu versklaven und zu morden - plus die vielen weiteren Menschen, die ihre Nachbarn anzeigten, weil sie etwas Unangenehmes über die Kommunisten sagten - waren fast alle normale Menschen. Natürlich waren einige Psychopathen, aber die meisten waren es nicht. Was beweist, daß jede Gesellschaft - auch eine freie - in den Kommunismus oder ein analoges Übeltum abgleiten kann.  Nun einige Fakten:  Laut dem maßgeblichen “Schwarzbuch des Kommunismus” (“The Black Book of Communism”), das von sechs französischen Wissenschaftlern geschrieben und in den Vereinigten Staaten von der Harvard University Press veröffentlicht wurde, waren die Zahlen der Menschen, die von kommunistischen Regimen ermordet wurden - nicht Menschen, die im Kampf getötet wurden; sondern normale Zivilisten, die versuchten, ihr Leben zu leben—-> Lateinamerika: 150.000.—-> Vietnam: 1 Million.—-> Ost-Europa: 1 Million.—-> Äthiopien: 1,5 Millionen.—-> Nordkorea: 2 Millionen.—-> Kambodscha: 2 Millionen.—-> Sowjetunion: 20 Millionen ( die Zahl wesentlich höher war ).—-> China: 65 Millionen

S. Marek / 05.03.2021

( 3 - 4 ) Diese Zahlen sind recht konservativ. Allein in der Ukraine z.B.  ließen das Sowjetregime und seine ukrainischen KP-Helfer innerhalb von zwei Jahren 5 bis 6 Millionen verhungern. Es ist fast unvorstellbar, daß nur 14 bis 15 Millionen andere Sowjetbürger ermordet wurden.  Und natürlich beschreiben diese Zahlen nicht das Leid, das Hunderte von Millionen von Menschen ertragen mußten, die nicht ermordet wurden:  die systematische Aberkennung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, auf Religionsausübung, auf Gründung eines Unternehmens oder sogar auf Reisen ohne Erlaubnis der Partei; keine nicht-kommunistische Justiz oder Medien; die Beinahe-Armut in fast allen kommunistischen Ländern; die Inhaftierung und Folterung einer großen Zahl von Menschen; und natürlich das Trauma, das Hunderte von Millionen von Freunden und Verwandten der Ermordeten und Inhaftierten erlitten.  Diese Zahlen sagen nichts über die vielen hungernden Ukrainer aus, die das Fleisch von Menschen aßen, oft von Kindern, manchmal auch von ihren eigenen; oder die rumänischen Christen, deren kommunistische Gefängniswärter sie zwangen, Fäkalien zu essen, um sie zu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören; oder die erfrorenen Millionen in dem riesigen sowjetischen sibirischen Gefangenenlagersystem, das als Archipel Gulag bekannt ist; oder die routinemäßige Praxis der vietnamesischen Kommunisten, Bauern lebendig zu begraben, um die Menschen zu terrorisieren, damit sie die Kommunisten unterstützen; oder Mao Zedongs regelmäßiger Einsatz von Folter, um Gegner zu bestrafen und Bauern einzuschüchtern, wie das Führen von Männern durch die Straßen mit rostigen Drähten durch ihre Hoden und das Verbrennen der Vaginas von Ehefrauen von Gegnern mit brennenden Dochten - Maos Techniken, um Bauern zu terrorisieren, damit sie die chinesische kommunistische Partei in ihren frühen Tagen unterstützen.

S. Marek / 05.03.2021

( 4 - 4 ) Die Menschen assoziieren das Böse mit der Dunkelheit. Aber das ist nicht korrekt: Es ist leicht, in die Dunkelheit zu schauen; es ist sehr schwer, in helles Licht zu starren. Man sollte daher das Böse mit extremer Helligkeit assoziieren, da die Menschen nur selten auf das wirklich Böse schauen. Und diejenigen, die sich nicht mit dem echten Bösen auseinandersetzen, erfinden oft das Böse (wie “systemischer Rassismus”, “toxische Maskulinität” und “Heteronormativität” im Amerika des 21 Jahrhunderts.

B. Ollo / 05.03.2021

” Moshtari Hilal und der Autor Sinthujan Varatharajah” - Diese beiden Personen sind Abkömmlinge von Flüchtlingen, die hier Asyl erhalten haben. Die eine Familie kommt aus Afghanistan, das zwischen 1933 und 1939 engster Verbündeter mit Hitler war und im zweiten Weltkrieg neutral war, nicht gegen Hitler kämpfte. Die Judenfeindlichkeit und Nazinähe dürfte also dort geradezu in der Familie liegen. Schon aus religiösen Gründen. Bekanntlich sind Juden ja überall dort, wo Afghanen auftauchen, selten gern gesehen. Die andere Person kommt aus Sri Lanka, die ebenfalls als Flüchtling hier aufgenommen wurde, Bildung, Versorgung und Lebensunterhalt erhielt. Beide Personen sind von dem Schlag, die man mit Fug und Recht gegen die Gewährung von Asyl vorbringen könnte, zeigen sie doch, dass sie keinen Respekt gegenüber der helfenden Bevölkerung haben, auf deren Kosten sie ihr Dasein fristen, und kein Funken Dankbarkeit und Anstand vorhanden ist. Sich vom Acker machen wollen sie auch nicht.

Gerd Koslowski / 05.03.2021

Bin gespannt, wie weit sich der Irrsinn noch steigern lässt.

giesemann gerhard / 05.03.2021

Die SPD drängt es offenbar zur Säuberung. Empfehle der, sich mal den Hintern zu wischen.

g.schilling / 05.03.2021

Warum künsteln Moshtari Hilal und Sinthujan Varatharajah ausgerechnet in Deutschland? Weil man sie hier lässt. In anderen Ländern gäb’  es was auf die Finger wahlweise auf’s Maul.  und Schluss ist mit künsteln.

Sabine Heinrich / 05.03.2021

@Fred Burig: Herzlichen Dank für den Hinweis auf “es-reicht-uns.de”! Dann werde ich mich am 13. in einer norddeutschen Großstadt einfinden. Natürlich mit einem etwas mulmigen Gefühl, weil die dortige Antifa extrem berüchtigt ist und die Polizei an den schönen Wintertagen viel getan hat, um ihren Ruf als “Bürger in Uniform” und “Freund und Helfer” zu zerstören. Sehr viel größer ist allerdings die Freude darauf, endlich wieder mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und auch die angestaute Wut herausschreien zu können. Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass die politisch Verantwortlichen in dieser Stadt nichts unversucht lassen werden, die Demo zu verbieten - das hat ja in anderen Städten auch schon geklappt.

g.schilling / 05.03.2021

” Sugarhouse Alley,” in Amerika gibt es dafür die Lösung 1st street, 2nd street etc. no problem. Sollte man weltweit einführen. Nur 18 th street geht gar nicht.

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