Kolja Zydatiss / 25.06.2021 / 10:00 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 32 / Seite ausdrucken

Ausgestoßene der Woche: Lasziv auf dem Teppich

In Dresden wird aktuell die Schriftstellerin Kathrin Schmidt unter Druck gesetzt. Schmidt wurde im September vergangenen Jahres als Stadtschreiberin nominiert. Das Amt kommt mit einem monatlichen Stipendium von 1.500 Euro und einer Dienstwohnung. Schmidt wollte während ihrer einjährigen Amtszeit ein komplexes Romanvorhaben beginnen, für das sie bereits recherchiert hatte, diese Idee hatte die Jury überzeugt. Nun sorgen allerdings die Tatsache, dass Schmidt Mitglied der coronamaßnahmenkritischen Partei dieBasis ist, sowie aktuelle Äußerungen der Schriftstellerin in Interviews und eigenen Meinungsbeiträgen für eine Kontroverse. Schmidt meinte unter anderem, dass Corona eine Erkrankungswelle sei, „die zumindest für Deutschland keine Gefahr darstellt“, und bezeichnete die Corona-Impfungen von Kindern als „großangelegten Menschenversuch“.

Die Stadt Dresden sah sich auf Twitter zu einer Stellungnahme genötigt, die eine Art Distanzierung darstellt und auch ein wenig drohend klingt. Schmidt wird aufgefordert „das Amt der Stadtschreiberin als renommierte und sensible Autorin auszufüllen und nicht mit parteipolitischen Diskursen zu vermengen“. Allerdings wird klargestellt: „Grundsätzlich ist es nicht Aufgabe der Stadtverwaltung und steht dieser auch nicht zu, ein Stipendium, das in einem aufwendigen Auswahlprozess durch eine vom Stadtrat eingesetzte Jury vergeben wurde, aufgrund von nicht nachvollziehbaren, aber durch die Meinungsfreiheit gedeckten Äußerungen zurückzuziehen.“ Wird man eine ähnliche Stellungnahme abgeben, wenn die nächste Stadtschreiberin eine Grüne ist, die meint, dass der politische Islam für Deutschland keine Gefahr darstellt, und die Gentechnik für einen großangelegten Menschenversuch hält? 

Auf eine interessante Meldung von letzter Woche wurde ich zu spät aufmerksam, sie schaffte es daher leider nicht in die entsprechende Kolumne. Daher an dieser Stelle nachgeholt: In Großbritannien sorgt eine Formulierung von „English Heritage“ (Englisches Erbe) für Aufregung. Die halbstaatliche Denkmalschutzorganisation verwaltet unter anderem die runden, blauen Plaketten, mit denen an Londoner Gebäuden an prominente Persönlichkeiten erinnert wird. Eine solche Erinnerungstafel hängt auch an einem früheren Wohnhaus Enid Blytons im Stadtteil Kingston Upon Thames. Enid Blyton, geboren 1897 in London, verstorben 1968 ebenda, war eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren aller Zeiten. Ihre Buchreihen (u.a. „Fünf Freunde“, „Hanni und Nanni“) wurden in über 40 Sprachen übersetzt, weltweit verkaufte sie mehr als 600 Millionen Bücher. 

Für Furore sorgt nun die Tatsache, dass English Heritage den Eintrag über Blyton auf ihrer Webseite und in ihrer App aktualisiert hat. Dort heißt es nun, Blytons Arbeit sei wegen ihres „Rassismus, ihrer Fremdenfeindlichkeit und wegen ihres geringen literarischen Werts“ kritisiert worden. Die Denkmalschutzorganisation überprüft seit letztem Sommer die Art und Weise, auf die prominente englische Persönlichkeiten im öffentlichen Raum geehrt werden. Anlass dafür sind die Black-Lives-Matter-Proteste in den USA. Die Blyton-Plakette selbst, auf die nur etwa 19 Wörter passen, soll allerdings nicht umgeschrieben oder gar abgehängt werden, berichten verschiedene Medien, darunter t-online.

Keine 50-Pence-Münze mit Blytons Abbild

Vor allem für konservative britische Medien und Organisationen ist dieser Umgang von English Heritage mit einer geliebten Autorin, die Generationen von Kindern und Jugendlichen die Liebe zum Lesen nahegebracht habe, ein Frevel. Die Denkmalschutzorganisation selbst beruft sich darauf, nur eine langjährige Diskussion abzubilden. So sei Blytons Werk bereits ab den 1960er Jahren als rassistisch, sexistisch und klischeehaft kritisiert worden, weshalb auch die königliche Münzprägeanstalt 2016 entschieden habe, keine 50-Pence-Münze mit Blytons Abbild herauszubringen.

Das Hannoveraner Familienunternehmen Bahlsen hat entschieden, ein beliebtes Gebäck umzubenennen. Statt Afrika, nach dem Kontinent südlich des Mittelmeers, heißen die dünnen, mit Edelbitter- oder Vollmilch-Schokolade überzogenen Waffelblättchen nun Perpetum, ein Kunstwort, das mich an die Titel von dystopischen Science-Fiction-Filmen wie „Equilibrium“ oder „Æon Flux“ erinnert.

Laut t-online hat Bahlsen mitgeteilt, dass der eigentliche Grund für die Namensgebung vor über 60 Jahren – nämlich der Bezug zum Rohstoff Kakao, der in einigen afrikanischen Ländern angebaut wird – heute nicht mehr wahrgenommen werde. Teilweise seien „sehr negative Assoziationen“ hervorgerufen worden. Im Frühjahr 2020 hätten sich einige Anwender in den Kommentaren zu einem Bahlsen-Bild bei Instagram über den Namen beschwert und dem Unternehmen Rassismus vorgeworfen. Daher habe man sich für einen Relaunch des Produktes unter neuem Namen entschieden (lesen Sie zum Thema auch den Beitrag von Georg Etscheit auf Achgut.com: „Cancel Cuisine extra: Afrika wird Perpetum“).

Auf Facebook hat das Sanktionieren von angeblicher „Hassrede“ diese Woche eine neue Stufe der Absurdität erreicht. Seit 2016 dokumentiert der Hamburger Rechtsanwalt und Achgut.com-Autor Joachim Nikolaus Steinhöfel seiner Meinung nach ungerechtfertigte Facebook-Aktionen auf der Webseite „Facebook-Sperre – Wall of Shame“. Die Seite hat mittlerweile eine gewisse traurige Berühmtheit erlangt, 2017 nahm sogar der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einem Gutachten auf Steinhöfels stetig wachsende Sammlung von Zensierten und Gesperrten Bezug. Das Portal biete „Beispiele für die schwierige Beurteilung von strittigen Inhalten und von Hasskommentaren […] anhand der vielfach intransparenten Lösch- und Nicht-Löschpraxis von Facebook“.

Wie Steinhöfel mitteilt, zensieren Facebooks Löschtruppen mittlerweile offenbar sogar die Kritik an ihrer eigenen Zensurpraxis, indem sie das Posten eines einfachen Links zur „Wall of Shame“ als unzulässig einstufen. Nutzer Andreas S. habe am 17. Juni genau das versucht. Der Link sei gelöscht, S. für 24 Stunden wegen „Hassrede“ gesperrt worden. Der Nutzer will nun mit Hilfe von Steinhöfels Anwaltskanzlei eine Klage gegen Facebook beim Landgericht Detmold einreichen.

„Irgendwo jenseits des Regenbogens lief etwas furchtbar schief...“

In London hat die Royal Academy of Arts, eine der wichtigsten Kunstinstitutionen Großbritanniens, die Stickereien der Textilkünstlerin und feministischen Aktivistin Jess De Wahls aus ihrem Souvenirladen entfernt. Die Handarbeiten – sie zeigen Blumen und andere Pflanzen – könnte niemand für beleidigend oder unangemessen halten. Acht (!) Personen hatten sich allerdings bei der Royal Academy über einen Essay mit dem Titel „Irgendwo jenseits des Regenbogens lief etwas furchtbar schief...“ beschwert, den De Wahls bereits 2019 veröffentlicht hatte.

Hier schreibt die Künstlerin, dass sie zwar Empathie für Transgender-Personen habe, unter anderem deshalb, weil ihr eigener Vater sich nicht „gender-konform“ verhalte oder kleide. Allerdings sei sie nicht bereit, männliche Personen, die sich als transgender identifizierten, automatisch wie Frauen zu behandeln oder sie in ihrem Kopf als Frauen zu betrachten. Aus De Wahls Sicht sei eine Frau „eine erwachsene weibliche Person“, „keine Identität oder Gefühl“. Die aktuelle Atmosphäre der politischen Korrektheit und Denkverbote in westlichen Gesellschaften vergleicht die Künstlerin mit der DDR, in der sie aufwuchs. (Quellen: SpikedUnherd)

Am Mittwoch meldete dann der Guardian, dass die Royal Academy sich bei De Wahls entschuldigt und ihre Arbeiten wieder in das Sortiment des Souvenirladens aufgenommen hat. In einer Erklärung sagte die Kunstinstitution, dass sie die Situation falsch gehandhabt habe und dass ihre interne Kommunikation versagt habe. Man stehe zum Recht auf freie Meinungsäußerung.

Nur „schwarze, asiatische und ethnisch vielfältige Kandidaten“

Ausgestoßen waren diese Woche auch sämtliche weiße Menschen, und zwar bei einer Stellenanzeige der BBC. Die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt schrieb kürzlich eine Trainee-Stelle für Produktionsmanagement an ihrem Glasgower Standort aus, wo sie beliebte Sendungen wie „Springwatch“, „The One Show“ oder „The Truth About“ produzieren lässt. Bewerben sollen sich nur „schwarze, asiatische und ethnisch vielfältige Kandidaten“.

In Großbritannien ist „positive Diskriminierung“ im Arbeitsmarkt grundsätzlich verboten. Arbeitgeber dürfen allerdings bei Trainee-Stellen und Praktika gezielt bestimmte ethnische Gruppen rekrutieren. Auch die Abteilung der BBC für Naturkunde in Bristol bewarb kürzlich eine Trainee-Stelle nur für ethnische Minderheiten. Die Rundfunkanstalt setzte sich Anfang diese Jahres in ihrem „Plan für Vielfalt und Inklusion“ das Ziel einer Belegschaft, welche zu 50 Prozent aus Frauen, zu 20 Prozent aus Schwarzen und ethnischen Minderheiten und zu 12 Prozent aus Behinderten besteht. (Quelle: Daily Mail)

Die renommierte Londoner Mädchenschule St Paul's (jährliche Studiengebühr 26.000 Pfund) hat vor wenigen Tagen entschieden, das Amt der Schulsprecherin (Head Girl) umzubenennen. Der Begriff „Girl“ (Mädchen) sei zu „binär“, und damit diskriminierend gegenüber Trans-Personen. Stattdessen soll ab dem kommenden Schuljahr von „Head of School“ (Schul-Vorsteher) die Rede sein, dieser gender-neutrale Titel sei viel inklusiver. (Quelle: Times)

In Italien erregt indessen ein Denkmal die Gemüter, das einer kulinarischen Spezialität gewidmet ist. Wie der Corriere della Sera mitteilt, verewigte der Römische Bezirk Municipio I kürzlich Porchetta – ein für die italienische Hauptstadt typischer Rollbraten aus entbeintem Spanferkel –, indem er eine circa zwei Tonnen schwere realistisch modellierte Skulptur des Gerichts aus Travertinstein aufstellen ließ. Das Denkmal mit dem Namen „Vom Sandwich zum Quadrat“ soll rund 50.000 Euro gekostet haben und ist Teil des Kunstprojekts „Römische Plätze“, das vom Municipio I in Zusammenarbeit mit der Römischen Universität der Schönen Künste (RUFA) gefördert wird, um die Marke „Made in Italy“ zu stärken.

Laut Corriere della Sera betrachten viele Einwohner des historischen Stadtteils Trastevere, der mit dem Denkmal beglückt wurde, dieses als hässlich und als Verschwendung von Steuergeldern. Die heftigste Kritik sei allerdings von der Tierschutzorganisation Lega Anti Vivisezione (LAV) gekommen. Für die LAV verletze die Skulptur „das Empfinden der 300.000 veganen und vegetarischen Römer“. Der Leiter von LAV-Roma, David Nicoli, habe sogar davon gesprochen, dass das Empfinden von Veganern und Vegetariern „mit Füßen getreten“ werde.

Mit ihren Freundinnen lasziv im Bett

Auch in den USA gab es diese Woche einen Shitstorm, und zwar um die Popsängerin Billie Eilish. Der 19-Jährigen wird vorgeworfen, mit ihrem neuen Musikvideo zu „Lost Cause“, in dem sie mit ihren Freundinnen lasziv im Bett und auf dem Teppich herumtobt, „Gaybaiting“ zu betreiben, also so zu tun, als sei sie nicht heterosexuell, um sich bei der LGBTQ-Gemeinde einzuschmeicheln, erklärt die Berliner Zeitung. Eilish wird in dieser Situation nicht geholfen haben, dass sie das Musikvideo auf Instagram mit der Zeile „I love girls“ bewarb.

Der jungen Sängerin wird aktuell aber auch Rassismus vorgeworfen. Ein auf dem Portal TikTok veröffentlichtes Video zeigt laut Berliner Zeitung Aufnahmen, auf denen Eilish das Wort „Chink“ zu sagen scheint – eine schwere rassistische Beleidigung gegen Menschen chinesischer Herkunft. In einem zweiten Clip scheint sie sich über einen asiatischen Akzent lustig zu machen, während ihr Bruder ihr vorwirft, mit einem „schwarzen Akzent“ zu sprechen.

Die Videos sollen vor fünf Jahren entstanden sein, als Eilish 14 war. In welchem Kontext, ist laut Berliner Zeitung nicht klar. Die Sängerin selbst habe sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Dafür habe ihr 29-jähriger Freund Matthew Tyler Vorce ohne ersichtlichen aktuellen Anlass auf Instagram eine wortreiche Selbstkritik abgegeben: „Ich will mich für all die Dinge entschuldigen, die ich in der Vergangenheit auf Social Media gepostet habe. Die Worte, die ich benutzt habe, waren verletzend und unverantwortlich. Ich hab jetzt verstanden, wie beleidigend meine Worte waren. […] Ich schäme mich und es tut mir so leid, dass ich anderen Schmerzen zugefügt habe. […] Ich werde in Zukunft nie wieder so eine Sprache benutzen.“

Und auch in der Welt des Fußballs gibt es einen Ausgestoßenen der Woche. Nein, ich meine nicht die Ungarn, die wurden zwar diese Woche von der Einheitsfront der aufrechten Deutschen mit Regenbogenfähnchen traktiert, offiziell ausgestoßen sind sie allerdings (noch) nicht. Wie die LA Times berichtet, wird die mexikanische Fußball-Nationalmannschaft ihre nächsten zwei Qualifikationsspiele für die WM 2022 (gegen Jamaica am 2. September und gegen Kanada am 7. Oktober) vor leeren Rängen austragen. Die FIFA will den Mexikanischen Fußballverband mit dieser Entscheidung dafür bestrafen, dass er seine Fans nicht unter Kontrolle bekommt.

Denn diese stimmen immer wieder einen Gesang an, der ein spanisches Wort enthält, welches mehrere Bedeutungen hat und unter Umständen als homophob wahrgenommen werden kann. Laut LA Times tauchte dieser Gesang erstmals 2007 bei einem mexikanischen Vereinsspiel auf, er werde in der Regel angestimmt, wenn der gegnerische Torwart einen Abstoß ausführt. So beliebt ist dieser Stadionsgesang offenbar in Südamerika, dass die FIFA sich in den letzten Jahren genötigt sah, wegen seiner Verwendung Bußgeldverfahren gegen vierzehn (!) weitere nationale Fußballverbände einzuleiten. Mexiko ist nun das erste Land, das nicht nur mit einem Bußgeld bestraft wird, sondern mit der Verbannung seiner Fans aus dem Stadion. Political correctness is coming home.

Last but not least kommt jetzt auch die Mathematik auf den Index. Bild.de berichtet aus Oakland in den USA: Die Bildungsinitiative „The Education Trust“ in Oakland hat eine Unterrichtsempfehlung veröffentlicht, mit der Lehrer ihren eigenen „unbewussten Rassismus“ entlarven können. Eine der Methoden: Lehrer sollen es im Mathe-Unterricht vermeiden, die Schüler bei Rechenaufgaben nach der richtigen Lösung zu fragen.

Und damit endet der wöchentliche Überblick des Cancelns, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Entlassens, Verklagens, Einschüchterns, Politisierens, Umwälzens und Kulturkämpfens. Bis nächste Woche!

 

Mehr vom Autor dieser wöchentlichen Kolumne Kolja Zydatiss zum Thema Meinungsfreiheit und Debattenkultur lesen Sie im Buch „Cancel Culture: Demokratie in Gefahr“ (Solibro Verlag, März 2021). Bestellbar hier.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

netiquette:

Sebastian Weber / 25.06.2021

Auch wenn ich mich wiederhole: warum ist Annalena Charlotte Ada Baerbock (A.C.A.B = “All Cops Are Bastards”) bzw. ihre Eltern, die ihr diesen Namen (wohl in vollem Bewusstsein der Bedeutung der international gebräuchlichen Abkürzung) nicht auch mal “Ausgestoßene der Woche”? Ist doch ein größerer Skandal als der Name “Afrika” für die Kekse (die wir ab jetzt nicht mehr kaufen) ...  Ach soooo, sie ist ja links/grün, und das ist ja sakrosankt ...

Volker Kleinophorst / 25.06.2021

Ich wurde gestern auch ausgegrenzt, als ich doch ernsthaft kein Problem mit Orbans Jugendschutzgesetz hatte und das auch noch sagte. Natürlich war ich der einzige der wusste, dass es um den Jungendschutz geht und was in dem Gesetz so drin steht. Als ich dann noch kurz erwähnte, das ich von der propagierten Frühsexualisierung nichts halte und wie Orban finde ein Kind hat Mutter und Vater, hatte man mich am Wickel. “Das hätte ich nicht von dir gedacht. Jeder soll doch leben wie er will. Also so eine Haltung in diesen Zeiten.” Und: “Als Mutter setzt man sich da anders mit auseinander, weil es ja das eigene Kind sein könnte.” Damit ist ja klar welches Geschlechtskonstrukt am Start war. Als ich dann noch zu “Mutter” sagte, “deine Tochter ist verheiratet mit einem Mann und hat zwei Kinder. Mach dir mal Sorgen und die.”, war die Empörung groß, argumentativ war allerdings immer noch nicht mehr drin denn: “Das hätte ich nicht von dir gedacht. Jeder soll doch leben wie er will.” Das Argument wer den L…. helfen will, muss nur mehr Moslems ins Land hollen, wurde als polemisch abqualifiziert.

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