Der Berliner AfD-Politiker, Autor und Publizist Julian Adrat berichtet, ihm sei am 7. Mai 2026 der Zutritt zum Deutschen Bundestag verweigert worden. Nach eigener Darstellung war Adrat spontan zu einer kleinen Feier von AfD-Abgeordneten eingeladen gewesen und habe sich wie üblich der Sicherheitskontrolle unterzogen. Dort sei ihm mitgeteilt worden, er gelte als „Gefahr für das Haus“ und dürfe nicht hinein. Eine konkrete Begründung oder ein schriftlicher Bescheid seien ihm demnach zunächst nicht genannt worden. Alexander Wallasch und Philosophia Perennis hatten über den Fall berichtet. Der Vorfall wird als politisch motivierte Ausgrenzung angesehen. Eine Bestätigung der Bundestagsverwaltung zur Zutrittsverweigerung gegen Adrat liegt nicht vor.
Der Vorfall reiht sich ein in die Praxis verschärfter Sicherheitsprüfungen der Parlamentsverwaltung. Der Bundestag verweigerte im Jahr 2025 mehreren Abgeordnetenmitarbeitern Hausausweise wegen „sicherheitskritischer Erkenntnisse“ und Zweifeln an der Zuverlässigkeit. Worin nun die Gefährlichkeit des Publizisten Adrat liegt, muss offen bleiben. Adrat selbst weist jegliche sachliche Grundlage zurück und spricht von politischer Schikane.
Zu wenig Damenklos in Bayern
Es ist schon lange nicht mehr April und dennoch fliegen die Aprilscherze tief. Die bayrischen Grünen wollen dem Herrenklo ans Leder. Als Frau gehört man in der postkolonialen Klima-Gender-Sonstwas Perspektive immer zu den Opfern. Eine Frau, die mal müssen muss, hat nun eine Opferkarte mehr, denn der Paragraph 12 der Bayerischen Versammlungsstättenverordnung diskriminiert die Frau im Allgemeinen und die mal müssende Frau noch weitaus mehr. In der einschlägigen Rechtsordnung ist festgelegt, dass in Versammlungsstätten pro hundert Besuchern rund 1,2 Sitztoiletten für Damen und 0,8 Sitztoiletten sowie 1,2 Pissoirs für Herren angeboten werden müssen. Werden die Urinale mitgezählt, haben Herrentoiletten demnach insgesamt mehr Klos, dafür allerdings weniger Sitztoiletten.
Bei 1.000 Besuchern macht das zwölf Toiletten für Frauen und acht Sitztoiletten für Männer plus zwölf Pissoirs. Diese Verordnung soll nach Willen der Grünen so angepasst werden, dass Damen und Herren künftig die exakt gleiche Gesamtzahl an Toiletten zur Verfügung steht. Unbekannt ist, ob der Verband der bayrischen Klofrauen schon eine Stellungnahme dazu abgeben konnte. Fakt ist allerdings, dass die Schlange vor Damenklos auf Volksfesten aller Art exorbitante Längen anzunehmen vermag. Als Herr von Welt ist man dann durchaus geneigt, die Damen, jedenfalls die mutigen unter den Wartenden, auf die Herrensitzklos zu bugsieren, indem man ihnen mit dem breiten Kreuz den Blick auf die Pissoirs verstellt. Insofern verwundert dieser Antrag der Grünen ausnahmsweise mal nicht durch ideologiegetriebene realitätsferne, sondern nur durch den Umstand, dass sie keine Transgenderklos fordern. Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für unser Land und für Damen mit Bedürfnissen.
Parlamentarische Gesellschaft schließt Abgeordnete aus
Mehrere AfD-Abgeordnete berichten, dass die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft (DPG) 40 neugewählte AfD-Bundestagsabgeordnete nicht aufgenommen habe. Dagegen seien 34 AfD-Anträge problemlos akzeptiert worden. Stephan Brandner spricht von „systematischer Ausgrenzung“ und kündigt an, 20 Betroffene wollten dagegen klagen. Der AfD-Abgeordnete Jan Wenzel Schmidt veröffentlichte dazu einen offenen Brief an die DPG; darin fordern die Unterzeichner die Bestätigung ihrer Mitgliedsanträge. Mehrere Medien hatten den Konflikt bereits zuvor beschrieben. Die B.Z. nannte die DPG einen exklusiven Abgeordnetenclub, der aus Mitgliedsbeiträgen und Steuermitteln finanziert wird. Die DPG äußerte sich allerdings nicht zu Mitgliederangelegenheiten. Andere ordnen den Streit als Machtkampf um Einfluss der AfD in der überparteilichen Gesellschaft ein. Juristisch ist der Konflikt nicht neu. 2022 hatten AfD-Abgeordnete vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte gegen DPG-Vorstandswahlen mit Erfolg geklagt.
Die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft ist ein eingetragener Verein und nimmt neue Mitglieder nicht automatisch auf. Neue Abgeordnete müssen einen Antrag stellen, über den die Vereinsorgane entscheiden. Zwar richtet sich die DPG vor allem an Parlamentarier aus Bundestag, Landtagen und Europaparlament, doch ein Mandat begründet keinen Aufnahmeanspruch. Nun streiten Fachleute darüber, ob der private Verein wegen seiner Bundestagsnähe, Überparteilichkeit und der öffentlichen Förderung strengere Gleichbehandlungsregeln beachten muss. Wer sich so vornehm gibt, wie der DPG, sollte zumindest auch fair sein.
Oper ist per se verdächtig
Das Minack Theatre in Cornwall hat die geplanten September-Aufführungen von Léo Delibes’ Oper „Lakmé“ durch Surrey Opera gestrichen. Auslöser war Protest des US-Hindu-Aktivisten Rajan Zed und der Universal Society of Hinduism. Die Oper, die im kolonialen Indien spielt, wurde als „orientalistisch“, stereotypisierend und religiös unsensibel kritisiert. Surrey Opera hatte selbst darauf hingewiesen, dass das Werk typische exotisierende Motive des 19. Jahrhunderts enthält. Das Theater gab prompt eine devote Erklärung ab. "Wir erkennen an, dass es in vielen der älteren Theater- und Opernproduktionen gewisse veraltete Bezüge und kulturelle Sensibilitäten gibt [...] Es wäre niemals unsere Absicht, Traditionen und Kulturen zu fördern oder falsch darzustellen [...] Ich habe Ihre Punkte berücksichtigt, die sich an Surrey Opera richten, die unser Theater für ihre Produktion mieten, und Lakmé später in diesem Jahr aus dem Programm genommen haben", sagte Rebecca Thomas, Direktorin des Minack Theater, in einer offiziellen Erklärung gegenüber der Universal Society of Hinduism.
Surrey Opera bestätigte die Absage und ersetzt das Werk durch Donizettis „Don Pasquale“, der vom 7. bis 11. September 2026 im Minack laufen soll. Die Entscheidung löste in woken Kreisen eine Debatte aus, ob eine sensible Kontextualisierung genügt hätte oder ob ein einzelner Protest kulturelle Zensur bewirkt hat. Fakt ist, weil es das Diktat der Ideologie des Postkolonialismus ermöglicht, darf sich jeder nichtweiße, nichteuropäische Nichtchrist zu jederzeit von allem nur denkbaren diskriminiert fühlen und Zensur verlangen. Rajan Zed und seine Organisation protestieren aktiv gegen den Versuch jeder Operngesellschaft, "Lakmé" aufzuführen. Er hat auch gegen Pläne protestiert, das Ballett "La Bayadère" aufzuführen. Wie lange wir wohl noch ungestraft Nessun dorma hören dürfen?
Peinlicher Wahlzettel
In der konstituierenden Sitzung des neuen baden-württembergischen Landtags ist es am 12. Mai zu einem Eklat um das neue Präsidium gekommen. Grüne und CDU hatten sich zuvor darauf verständigt, dass das Parlament künftig nur noch einen Vizepräsidenten haben soll. In der vergangenen Legislaturperiode gab es zwei Stellvertreterposten. Der zweite wäre nach der bisherigen politischen Logik an die AfD gefallen, die mit 35 Mandaten nun stärkste Oppositionsfraktion ist. Die AfD beantragte deshalb die Schaffung eines weiteren Vizepostens, scheiterte aber an den Stimmen der übrigen Fraktionen. Bei der anschließenden Wahl der Vizepräsidentin trat die bisherige Landtagspräsidentin Muhterem Aras von den Grünen an. Die AfD nominierte kurzfristig ihren stellvertretenden Fraktionschef Joachim Kuhs. Da sein Name nicht vorgedruckt war, konnten die Abgeordneten ihn handschriftlich auf dem Stimmzettel ergänzen.
Aras erhielt 106 Ja-Stimmen, Kuhs kam auf 33 Stimmen; zwei Stimmzettel waren ungültig. Zuvor war der frühere CDU-Innenminister Thomas Strobl zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Die AfD-Fraktion wertete das Verfahren als gezielte Ausgrenzung. Ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Miguel Klauß kündigte an, die Abstimmung wegen angeblich nicht regelkonformer Wahlzettel prüfen zu lassen. Er sprach von einem „Tiefpunkt des Parlamentarismus“. Vertreter von Grünen und SPD wiesen den Vorwurf zurück. Es gebe keinen verfassungsrechtlichen Anspruch auf einen zweiten Vizepräsidentenposten und auch keinen Bedarf. Dieser würde allerdings recht schnell entstehen, sollte ein weiterer Posten für eine Partei der selbsternannten Mitte benötigt werden.
Diskutieren oder schützen lassen
Die Einladung des rechten Aktivisten Tommy Robinson an die Oxford Union hat in Oxford eine neue Auseinandersetzung über Redefreiheit, Sicherheit und die Grenzen akademischer Debatte ausgelöst. Robinson soll am 28. Mai diesen Jahres in einer Debatte zur These auftreten, der Westen habe Recht, dem Islam mit Misstrauen zu begegnen. Robinson war bereits 2014 Gast der Union. 2013 wurde eine Einladung wegen hoher Sicherheitskosten zurückgezogen. Sollte der Auftritt stattfinden, dürfte er weniger eine normale Debatte als ein Testfall dafür werden, wie weit britische Hochschulforen provokante Redefreiheit gegen angebliche Schutzbedürfnisse ihrer Studierenden abwägen.
Nach Berichten studentischer Medien und von Searchlight wurde seine Teilnahme zunächst nicht offen kommuniziert. Dies geschah offenbar um Proteste und Sicherheitsprobleme zu vermeiden. Mehrere Hochschulgruppen, darunter Oxford Stand Up To Racism, kündigten daraufhin Proteste an und forderten, Robinson keine Bühne zu geben. Sie werfen der Union vor, mit der Einladung nicht bloß eine kontroverse Meinung, sondern antimuslimische Hetze salonfähig zu machen.
Die Oxford Union steht damit erneut vor einem alten Dilemma. Der traditionsreiche Debattierclub beruft sich regelmäßig auf seine Rolle als Forum auch für unbequeme und extreme Positionen. Kritiker halten dagegen, dass Einladungen den Gästen Renommee verleihen und Minderheiten einschüchtern können. Cherwell kommentierte, die Union habe ein „Far-right problem“ und sende an Minderheiten das Signal, ihre Sicherheit sei nachrangig. Spiked argumentiert dagegen, gerade Robinsons Gegner müssten ihn argumentativ stellen, statt eine Absage zu verlangen.
Anschlag auf Privathaus
In Winsen an der Luhe ist in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai das Wohnhaus der AfD-Politikerin Julia Gehrckens beschädigt worden. Gehrckens ist 27 Jahre alt, stellvertretende Kreissprecherin im Kreisverband Harburg-Land und Beisitzerin im Bundesvorstand der AfD. Nach Angaben lokaler Medien und der Polizei beschmierten Unbekannte zwischen 21 Uhr und 7 Uhr die Fassade eines Einfamilienhauses sowie ein davor abgestelltes Auto mit schwarzer Farbe. Ferner wurde aus mehreren Reifen die Luft abgelassen. Andere Berichte sprechen davon, dass mindestens ein Reifen beschädigt wurde. Wegen des Inhalts der Schmierereien, auf Bildern ist das Wort „Nazi“ auf einem Garagentor zu sehen, ermittelt die Polizei nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen Beleidigung.
Das Fachkommissariat Staatsschutz übernahm den Fall wegen des Anfangsverdachts politisch motivierter Kriminalität. Täter und Motiv sind bislang nicht bekannt. Die AfD Niedersachsen und der Kreisverband Harburg-Land sprechen in einer Pressemitteilung von einem mutmaßlich linksextremen Anschlag und stellen den Angriff in Zusammenhang mit der Kandidatur Gehrckens’ für den Stadtrat in Winsen. Landeschef Ansgar Schledde warf der Linkspartei und der Gruppe „Winsen Luhe gegen Nazis“ vor, Stimmung gegen die AfD-Funktionärin gemacht zu haben. Belege für eine Täterschaft aus diesem Umfeld liegen bislang nicht vor.
Es fällt ein wenig schwer, aus Gehrckens nun nur ein armes Opfer zu machen, zumal die Frau bundesweit unschöne Schlagzeilen gemacht hatte. Sie soll rassistische und antisemitische Äußerungen gemacht haben und kassierte vom AfD-Landesverband Niedersachsen dafür eine Rüge. Doch schlechtes Benehmen ist ganz sicher keine Rechtfertigung für Gewalt.
Hier endet der allwöchentliche Überblick des Cancelns, Framens, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Denunzierens, Entlassens, Einschüchterns, Moralisierens, Politisierens, Umwälzens und Kulturkämpfens. Wir dürfen damit rechnen, dass es noch lange ungebremst weitergehen wird. Bis nächste Woche!
Ein Archiv der Cancel Culture in Deutschland mit Personenregister finden Sie unter www.cancelculture.de. Um auch weniger prominente Betroffene aufnehmen zu können, sind die Betreiber der Website auf Hinweise angewiesen. Schreiben Sie ihnen gerne unter cancelculture@freiblickinstitut.de.
Umgekehrt könnte man auch titeln: Umso mehr die AfD ausgeschlossen wird, umso mehr steigt sie. Das Konzept der Ausgrenzung ist nicht nur undemokratisch und dumm; es ist auch gescheitert. Der Wähler vergisst nicht die undemokratischen Tricks, Gekungelte Abstimmungen mit abgewählten Parlamenten und Änderung demokratisch relevanter Gesetze und Gepflogenheiten allein zur Benachteiligung der AfD Wähler und Herabstufung ihrer Stimmen.
@ Je höher die AfD steigt, desto mehr wird sie ausgeschlossen
Nene, Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Je mehr die AfD ausgeschlossen wird, um so mehr steigt sie !!!!!
So sind Wähler nun mal !!!
Und so steigt die AfD auch mit jedem Verbotsantrag, man muss doch nur hinschauen!
Leute, so gehts nicht, wie dumm muss man sein, das nicht zu sehen …
Und wer regiert hat doch alles in der Hand. Und wenn die Leute weg laufen, dann muss doch derjenige, der alles in der Hand hat, eben nun mal bei sich selbst anfangen.
Und die Wirtschaft fährt in die Kiste … .. .
Die AfD-Bundestagsabgeordneten sollten Hemden mit der Beschriftung „Nazi“, „Faschist“, „Rechter“, „Rassist“ zur Schau tragen.
Warum nicht? Sie werden so oder so als solche bezeichnet.
Wenn Frau Esken Herrn Höcke als einen Faschisten bezeichnet, dann wäre es doch konsequent wenn Herr Höcke ein Hemd mit „Faschist“ tragen würde.
Frau Esken hätte keinen Grund sich zu beschweren. Sie müsste vielmehr seine Ehrlichkeit lobend anerkennen.
Wir könnten das Achgut Souvenir-Sortiment erweitern:
Ich hätte gerne eine Mütze mit „Nazi“ und ein Hemd mit „Jude“. Sie werden von den linken Antifanten heute sowieso als Synonyme verwendet.
Mütze: JUDE
Hemd: NAZI
Jacke: FASCHIST
Unterhose: POPOLIST
rechte braune Socke: Nazi
linke rote Socke: Sozi
Eine grüne Hose würde perfekt dazu passen.
so ist sie halt, die Deutsche Demokratische Republik.
Der US-Hindu-Aktivist Rajan Zed beschwerte sich auch bei der schweizer Burger-Restaurantkette HCGBC (Holy Cow! Gourmet Burger Co.).
Warum beschwert er sich nicht auch bei den Faschisten wegen kultureller Aneignung?
Das faschistische Gesellschaftsmodell orientiert sich am faschistoiden indischen Kastensystem.
Die Hindus können auch das Hakenkreuz für sich beanspruchen.
In den Medien wird überwiegend davon berichtet wie sich die regierenden Parteien gegen die Opposition erwehren müssen. Aber was habe ich davon ? Mich würde mehr interessieren was die regierenden Parteien für ihre Bürger tun wollen. Und da bekomme ich nur solche Informationen: Steuern erhöhen, Renten kürzen, Renteneintrittsalter erhöhen, keine Urlaubsflüge mehr, Goldreserven Deutschlands verkaufen, Arbeiter sind zu faul . . .. Der Staat scheint unbedingt mehr Geld zu benötigen, koste was es wolle.
Je mehr die AfD von den Altparteien ausgestoßen wird, desto attraktiver ist sie für all die Bürger, die man ebenfalls schon lange ausschließt. Aus der Entscheidung über die Massenmigration, aus dem Entscheid über linkswoke Narrative, aus der Frage der Brandmauer, während Covid aus der Teilhabe an der Öffentlichkeit, aus der Frage der Ukraine-Kriegsfinanzierung und Extremverschuldung Deutschlands wie auch aus der Frage der deutschen Energieversorgung. Und da der Wähler konsequent von der Mitbestimmung in Deutschland ausgeschlossen wird und linke Minderheitenthemen umgesetzt, wird er jetzt offenbar sukzessive die Altparteien von der Regierung ausschließen, so wie es schon lange notwendig ist. Wenn sie die sichtbare Minderheit sind, können sie niemanden mehr ausschließen.