Peter Thiel sollte bei den Wiener Festwochen auftreten. Der Tech Milliardär, Palantir Mitgründer und Unterstützer der US-Republikaner war für eine öffentliche Debatte am 7. Juni eingeladen worden. Das Thema lautete „Armageddon und Antichrist. Von der Theologie zur Realpolitik“. An seiner Seite sollte der linke Theologe Wolfgang Palaver diskutieren. Intendant Milo Rau hatte die Einladung zunächst als konsequente Provokation im Rahmen seines politisierten Festivalprogramms verteidigt. Dann kam der Druck.
Künstler und Beteiligte protestierten, einzelne zogen ihre Mitwirkung zurück, die Kritik wurde auch von Sponsoren und Politik aufgenommen. Am Ende sagten Rau und Geschäftsführerin Artemis Vakianis die Veranstaltung ab. In der offiziellen Begründung hieß es, die Debatte sei nicht um jeden Preis zu haben. Ein Festhalten an Thiels Auftritt stehe im Widerspruch zur Wertschätzung des künstlerischen Programms und aller Beteiligten. Damit fällt Rau sein eigener Mut auf die Füße. Er selbst hatte den Streit gesucht. Die Wiener Festwochen verstehen sich unter ihm gerade als Labor der politischen Gegenwart, als Ort, an dem Macht, Ideologie und moralische Zumutungen sichtbar werden sollen.
Doch als die Zumutung tatsächlich vor der Tür stand, wurde sie wieder ausgeladen. Thiel musste weder überzeugt, widerlegt oder öffentlich befragt werden. Er musste gecancelt werden. Laborbefund: Untaugliches Programm wegen zu hohem Wokeismusanteil. Am Ende taugt der Fall gerade noch als ein Lehrstück über die Grenzen des kuratierten Mutes. Solange das Böse als Thema auftritt, ist es theaterfähig. Sobald es als Gast auf dem Podium sitzt, wird es zum Risiko vor dem man wegläuft.
Der Fall Ponto
Der Förderverein des Staatsschauspiels Dresden benennt seinen Erich Ponto Preis um. Auslöser dafür waren neue Recherchen über Pontos Rolle in der NS-Zeit. Ponto war kein NSDAP Mitglied, spielte aber in mehreren Filmen des Dritten Reiches mit. Damit ist die Kontaktschuld erwiesen. Seine Mitwirkung in dem antisemitischen Propagandafilm „Die Rothschilds“ gilt dafür als hinreichendes Indiz. Ein Symposium unter dem Titel „Der Fall Erich Ponto“ ordnete seine Biografie zwischen Anpassung und Mitverantwortung ein. Das Theater will Ponto zwar nicht aus der Geschichte streichen. Er bleibt Ehrenmitglied. Sein Wirken soll aber kritischer erklärt werden.
Die Mitgliederversammlung hatte infolgedessen am 27. Mai mit großer Mehrheit, den Nachwuchspreis künftig nicht mehr nach dem Schauspieler und früheren Generalintendanten zu vergeben. Der neue Name steht noch nicht fest. Vorläufig heißt die Auszeichnung schlicht Nachwuchspreis des Fördervereins Staatsschauspiel Dresden. Ein Künstler, der jahrzehntelang für Dresden stand, wird nicht mehr als Namenspatron für einen Preis akzeptiert.
Wenn Nachgeborene nur noch reine Biografien als erinnerungswürdig gelten lassen, dann entsteht eine Gesellschaft der Novatianer. In ihrer Zeit gebrochene Biografien gelten dann nicht mehr. Nicht zuletzt Kulturgeschichte verwandelt sich in einen Wald von Warnschildern. Erich Ponto war kein Held. Helden sind wichtig, aber sie sterben den Heldentod. Es braucht auch die Pragmatiker, die in der Bedrängnis nach Überleben suchen. So könnte ein Name wie Ponto Auslöser einer fairen Debatten werden. Nun ist er zum Risiko geworden, das man irgendwann ganz löschen wird.
Weg mit Hindenburg
Sylt verabschiedet sich sprachlich vom Hindenburgdamm. Zum 100. Jubiläum der Bahnverbindung im kommenden Jahr wollen die Gemeinde Sylt, touristische Akteure und die Deutsche Bahn in ihrer Kommunikation nur noch vom Syltdamm sprechen. Der Schritt ist allerdings nur symbolisch, denn amtlich umbenennen lässt sich der Hindenburgdamm nicht. Nach Angaben der Bahn tragen solche Bauwerke gar keine offiziellen Namen. Der Damm ist Teil der Strecke Elmshorn Westerland und wird intern nur unter einer Nummer geführt.
Der volkstümliche Name geht auf die Eröffnung am 1. Juni 1927 zurück. Reichspräsident Paul von Hindenburg fuhr damals im Eröffnungszug mit. Reichsbahnchef Julius Dorpmüller erklärte beim Festakt, der neue Damm solle Hindenburgdamm heißen. Seitdem hat sich die Bezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch festgesetzt. Umstritten ist sie seit langem, weil Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Er wird damit als Wegbereiter der nationalsozialistischen Diktatur angesehen, was historisch problematisch ist.
Die Insel will ihren Akt der Cancel Culture im Jubiläumsjahr nicht nur durch einen neuen Begriff etablieren, sondern die vermeintliche Namensdebatte auch in einer Ausstellung aufarbeiten. Den fragwürdigen Akt, eine historische Erinnerung durch sprachliche Entsorgung zu ersetzen, heilt das nicht. Weder der Damm noch seine Geschichte werden verschwinden. Der Name mag aus Prospekten, Pressemitteilungen und Festreden verschwinden. Das ist ein merkwürdiger Ausweg, dass man Geschichte nicht mehr erklärt, sondern Namen tilgt. Der Fachbegriff lautet Damnatio memoriae.
Umkehr wird nicht gewährt
Donald Pols war jahrelang eines der bekanntesten Gesichter in der niederländischen Umweltbewegung. Seit 2015 führte er Milieudefensie, den niederländischen Zweig von Friends of the Earth, und wurde international durch die Klimaklage gegen Shell bekannt. Dann wechselte er ausgerechnet zu Tata Steel Nederland, der Umweltschützern als einer der größten industriellen Verschmutzer des Landes gilt. Dort sollte er Nachhaltigkeitschef und Kommunikationsdirektor werden. Mitstreiter sahen in dem Seitenwechsel einen Verrat.
Einen Tag nach Dienstantritt war Pols den neuen Job wieder los. Die niederländische Zeitung NRC hatte öffentlich gemacht, dass er als Student in Südafrika Mitglied und Sprecher des Afrikaner Studente Front gewesen war. Die Organisation kämpfte Anfang der neunziger Jahre gegen das Ende der Apartheid und gegen den ANC Nelson Mandelas. Pols räumte die Mitgliedschaft ein, erklärte aber, er habe diese Vergangenheit längst hinter sich gelassen. Tata Steel teilte mit, dass er Informationen zu diesem Teil seiner Vergangenheit im Bewerbungsprozess nicht offengelegt hatte. Daher werde der Vertrag sofort beendet.
Es ist ein Lehrstück über nachlaufende Ächtung. Weder seine Leistung, nicht sein neues Programm und nicht einmal sein umstrittener Wechsel vom Aktivismus in die Industrie, vermochten Pols den Garaus zu machen. Er fiel über seine politische Biografie, konkret über einen Fall der mehr als dreißig Jahre zurückliegt. Man kann die Biografie abstoßend finden. Doch unterm Strich bleibt Frage, ob unsere Zeit und unsere Gesellschaften noch Umkehr kennen oder ob der Primat der Archivsuche alles dominiert. Wer gestern falsch gelegen hat, darf morgen nicht einmal mehr versuchen, die Stahlproduktion grüner machen.
Von Links aus dem Amt schreiben klappte hier nicht
Der Fall Stephan Maninger ist ein seltener Fall von gescheiterter Cancel Culture. Auch gute Nachrichten dürfen sein. Der Professor für Sicherheitspolitik an der Bundespolizeiakademie in Lübeck ist nach Angaben seines Anwalts Ralf Höcker im Namen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zum Beamten auf Lebenszeit ernannt worden. Damit scheiterte der Versuch, seine Entfristung zu verhindern.
Seit Jahren steht Maninger im Zentrum einer Kampagne. Zahlreiche Aktivisten aus dem linken Spektrum hatten seine frühere politische Biografie thematisiert. Kritisiert wurden seine Kontakte zur Neuen Rechten, frühere Publikationen, sein Engagement in Südafrika und Äußerungen zu Migration oder gleichgeschlechtlicher Ehe. Gegner hielten ihn deshalb für ungeeignet, künftige Bundespolizisten auszubilden. Unterstützer sahen darin eine Rufmordkampagne, mit deren Hilfe alte politische Stationen und zugespitzte Aussagen zu einem Berufsverbot verdichtet werden sollten.
Wer Beamte ausbildet, muss die Diskussion um seine Eignung akzeptieren. Der Anspruch jedoch, aus politischer Missbilligung eine dienstrechtliche Vernichtung zu machen, ging hier zum Glück fehl. Die Gegner wollten nicht nur widersprechen, sie wollten verhindern, dass Maninger seinen Beruf dauerhaft ausübt. Diesmal ging die Rechnung nicht auf. Ein öffentlicher Pranger darf nicht zum Personalinstrument werden. Manchmal gelingt es inzwischen den Versuch zu überleben, von Links aus dem Amt geschrieben zu werden.
Vorlesungen eingestellt
An der Universität Oxford hat der Jurist Michael Foran eine Vorlesungsreihe über Geschlecht, Geschlechtsidentität und Recht eingestellt. Foran ist Associate Professor of Law und Fellow am Keble College. Seine Vorträge sollten Themen seines neuen Buches behandeln, darunter Frauenräume, Meinungsfreiheit, Privatsphäre, Sport und Sexualität. Bereits die ersten beiden Veranstaltungen wurden massiv von Trans-Aktivisten gestört. Demonstranten stellten sich vor das Rednerpult, warfen Foran Transphobie vor und forderten das Publikum auf, die Veranstaltung zu verlassen.
Foran erklärte anschließend, die verbleibenden Vorträge nicht mehr halten zu können, weil er keine Garantie habe, dass die Störungen ausblieben. Die Universität Oxford betonte ihre Verpflichtung zu Rede- und Wissenschaftsfreiheit, verwies aber zugleich auf das Recht zu friedlichem Protest. Nach einem Bericht der Times forderten mehr als 100 Akademiker, darunter Richard Dawkins, die Universität auf, die Vorlesungen wieder anzusetzen und den sogenannten Heckler’s Veto nicht hinzunehmen.
Forans Buch erscheint bei Cambridge University Press und behandelt eine rechtliche Streitfrage, die in Großbritannien durch Urteile und neue Leitlinien ohnehin öffentlich verhandelt wird. Wenn ein Rechtswissenschaftler über geltendes Recht nur noch unter Störungsrisiko lehren kann, ist der Schaden größer als eine ausgefallene Vorlesung. Dann entscheidet nicht mehr die Universität, nicht mehr die Freiheit der Lehre, welche Fragen wissenschaftlich behandelt werden, sondern die lauteste Gruppe im Saal.
Pride-Revolution frisst ihre Mama
Kathy Hilton sollte bei der WeHo Pride Parade in West Hollywood als Grand Marshal Icon auftreten. Vier Tage vor der Veranstaltung zog sich die Reality Darstellerin und Mutter von Paris Hilton zurück. In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Stadt West Hollywood, die Organisatoren von WeHo Pride und Hilton mit, dass die Parade in diesem Jahr keinen Grand Marshal Icon haben werde. Vorausgegangen war heftige Kritik aus Teilen der LGBTQ Gemeinschaft.
Der Protest entzündete sich an zwei Punkten. Kritiker verwiesen auf Hiltons frühere Nähe zu Donald Trump und auf Fotos und gesellschaftliche Kontakte aus dessen Umfeld. Ein klarer Fall von Kontaktschuld. Außerdem wurde eine alte Anschuldigung aus der Fernsehserie „Real Housewives of Beverly Hills“ wieder aufgegriffen. Co Star Erika Jayne hatte Hilton vorgeworfen, während einer Reise nach Aspen eine homophobe Beleidigung verübt zu haben. Hilton bestreitet das bis heute entschieden.
Die Mischung aus politischem Verdacht, Reality TV Streit und öffentlichem Druck reichen aus, um Hilton zu canceln. Hilton selbst betonte in ihrer Erklärung, sie habe Pride feiern und LGBTQ Stimmen unterstützen wollen. Sie verwies dazu auf frühere Beteiligung an entsprechenden Initiativen und auf ihren Auftritt als Grand Marshal bei LA Pride im Jahr 2005. Hier fällt dem Star der eigene Populismus auf die Füße. Die Revolution macht auch vor der eigenen Mutter keinen Halt. Wer einmal am falschen Ort gesehen wurde oder mit einem unbewiesenen Vorwurf kontaminiert ist, kann für ein Fest der Vielfalt schon unrein sein.
Hier endet der allwöchentliche Überblick des Cancelns, Framens, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Denunzierens, Entlassens, Einschüchterns, Moralisierens, Politisierens, Umwälzens und Kulturkämpfens. Wir dürfen damit rechnen, dass es noch lange ungebremst weitergehen wird. Bis nächste Woche!
Ein Archiv der Cancel Culture in Deutschland mit Personenregister finden Sie unter www.cancelculture.de. Um auch weniger prominente Betroffene aufnehmen zu können, sind die Betreiber der Website auf Hinweise angewiesen. Schreiben Sie ihnen gerne unter cancelculture@freiblickinstitut.de.
Der Tagesspiegel Berlin stößt seinen ehemaligen Herausgeber und Chefredakteur Stephan Andreas Casdorf aus. Casdorf bis 2024 Chefredakteur des Tagesspiegel und jetzt „Editor At Large“ (Redakteur für besondere Aufgaben oder freier Chefredakteur) hat es sich einfach gemacht und seine Artikel von der Künstlichen Intelligenz KI fertigen lassen und dafür wohl auch Geld kassiert. Artikel „Tagesspiegel 12.6.26 In eigener Sache Editor at Large muß publizistische Aufgaben vorerst ruhen lassen.“
Casdorf, Sohn eines ehemaligen ARD Journalisten, ein ganz links „liberaler“, unter dessen Führung der einst seriöse Tagesspiegel zum links grünen Hauptstadt Kampfblatt mutierte, ist nun auf die Schnauze gefallen. Casdorf hat seinen „Riesenfehler“ eingestanden, er bittet von ganzem Herzen um Entschuldigung.
Ihm wird sicherlich vergeben werden, schließlich ist er auch Mitglied des Beirats der Evangelischen Akademie zu Berlin.
„Hans-Joachim Gille / 12.06.2026
Die linke Wokeria ist weder konsens- noch disputfähig. Sie kann weg. Mich ekeln diese Leute nur noch an.“ – Bestimmt gibt es Leute, die mitschreiben, wer alles dazu gehört hat – falls doch noch mal bessere Zeiten kommen.
„weil Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Er wird damit als Wegbereiter der nationalsozialistischen Diktatur angesehen, was historisch problematisch ist“
Noch viel besser ist es, einfach alles auszulöschen, was einen zum Nachdenken bringen könnte, und das Denken insgesamt abzuschaffen, z.B. mithilfe von KI schon in der Grundschule, (Ex-Minipräsi Kretschmann BaWü propagierte das ja). Dann ist jeder Tag wie der erste überhaupt, und man kann machen, was man will, weil auch alle Fehler der Vergangenheit vergessen und ausgelöscht sind, und keiner kann mehr Kritik üben, weil es weder Erfahrung, noch Vergleichsmaßstäbe mehr gibt.
Was will man als Politiker mehr?
Stattdessen benennen wir einfach alles nach verdienten Aktivisten:
Wie wäre es mit Hammerbande-Allee, Lina-E.-Platz, und Maja-Gasse, und natürlich müssen noch viele POCs dabei sein. Und Olivia-Jones-, Grönemeyer, Lindenberg, und Campino dürfen auch nicht leer ausgehen, alles verdiente Persönlichkeiten.
Und der Reichstag wird umbenannt in Tote-Hosen-Palast.
Ich würde gern erfahren, was Peter Thiel zum Thema „Armageddon und Antichrist“ zu sagen gehabt hätte.
Wer solchen Diskursen ausweicht, hat Angst, weil er/sie/es bestenfalls mit hanebüchenen Ablenkungsmanövern operieren kann und deshalb ganz schnell nackt dasteht. Denn Leute wie Peter Thiel wissen Strohmann-Argumente zu parieren; dem weichen die Feiglinge aus.
Nur Geduld, irgendwann känzeln sich die Känzelwütigen selber, weil sie angesichts der schieren Masse von Känzelwürdigen den Überblick verlieren werden.
Diese erbärmliche Känzelei dient dem Zweck, von dem durch kulturfremde Jungmänner mit gebräuntem Teint eingeführte „ius gladii“ (das Recht des Schwertes bzw. Messers) abzulenken, um uns stiekum daran zu gewöhnen.
Zu Donald Pols, „Wer gestern falsch gelegen hat, darf morgen nicht einmal mehr versuchen, die Stahlproduktion grüner machen“:
Bei Jesus Christus gibt es Vergebung im Fall von echter Reue nach sündigem Tun.
Linksgrünbunte Wokisten können mit dem Wort nichts anfangen und mit Jesus Christus schon gar nicht.
♫ ♪ „Eine homophobe Beleidigung verübt“? ♫ ♬
Du meine Güte!
Bekanntlich bezahlen wir unbarmherzig geschröpften Zwangsabgabenzahler neben allen ör-Pensionshimmelreichen und Vibrationsliegestätten auch horrente Preisgelder für jenen ausgemachten TV-Hofschranzen-Preis, der eigentlich Adolf-Grimme-Preis heißen müsste nach dem gemeinten Laureaten-Vorbild, und eben zur besseren ideologischen Einfärbbarkeit lediglich unter seiner ex-flop-und-hopp-Vornamenentnazifizierung als Grimme-Preis allgemein bekannt ist. Man musste den Kerl um seinen angestammten Vornamen bringen, ihn green-washen, ja eigentlich nazi-deep-bleachen bis aufs nackte Nachnamengerippe, bevor er sozusagen voll zur linksgrün-totalitären Staastfunker-Sternschnuppe taugen konnte. Noch zutreffender hieße der Preis auf jeden Fall „des Staatfunkers gepamperte Ideologiebettnässer-Lieblinge“ oder gleich „wess‚ Speichel i so gern leck, dess‘ Liedel i ganz famos tu sing’n“. Oder man verpasst dem ollen Grimmepreis-Grimme nen nagelneuen supertupper taffen woke-genderfluiden Vornamen , der auch wirklich nix mehr zu wünschen übrig lässt zwecks grün-links-totalitärer Staatsfunker-Ideologiemultiplikation: Wie wär’s mit Lea/Leo-Grimme, zum Selber-Auswählen, oder doch eher Maja-Grimme-Preis, dann wäre auch schon ör-namensgeberseitig klar gemacht, wo und wie und vor allem gegen wen „unserem“ Staatsfunk sein Hammer mit aller Macht nieder zu gehen hat.
Was für ein nichtssagender Titel „Armageddon und Antichrist. Von der Theologie zur Realpolitik“. Die Deutsche Sprache und ihre gruselige Abkürzung. Einfach ein Anti- vorweg stellen und der Meinung sein das wäre das Gegenteil. Anti-Geld, Anti-Sonne, Anti-KI, Anti-Humanismus etcpp. Martin Luther und andere Reformatoren sahen das Papsttum oder den Islam als die historische Verkörperung des Antichristen an.
Und nun?
Peter Thiel veröffentlichte 1999 zusammen mit David Sacks das Buch
The Diversity Myth: „Multiculturalism“ and the Politics of Intolerance at Stanford.
„Vom Kreationismus zum Kollektivismus“, Kay Hamacher passt besser.
Das Sommermärchen wird auch exkommuniziert. Wie Arte und die taz berichten, hat es damals pogromähnliche Zustände in ländlichen Gebieten gegeben, als Deutschland gegen Italien ausschied. Kann mich damals noch gut dran erinnern, dass ich den Pizzabäcker des Vertrauens zum Ananasbelag genötigt habe. Pogrom im Sinne der taz.