Kolja Zydatiss / 13.08.2021 / 10:00 / Foto: Pixabay / 67 / Seite ausdrucken

Ausgestoßene der Woche: Curry und Sambashow

Die Showtanzgruppe „Copacabana Sambashow Berlin“ wehrt sich gegen die Anschuldigung, „rassistisch“ zu sein – und Food-Blogger wollen das Wort „Curry“ abschaffen.

In den USA wurde diese Woche ein Felsbrocken ausgestoßen. Ja, Sie lesen richtig. Der rund 70 Tonnen schwere, dunkle Findling fristete seit 1925 auf dem Hauptcampus der University of Wisconsin sein aufsehenerregendes Dasein. Nun ist er auf ein Nebengelände der Uni versetzt worden. Kosten: Rund 50.000 US-Dollar (umgerechnet circa 42.500 Euro).

Der seltene Stein, von dem Wissenschaftler annehmen, dass er mehr als zwei Milliarden Jahre alt ist, war vor fast 100 Jahren ausgehoben und prominent auf einem Hügel platziert worden, um den Geologen Thomas Chrowder Chamberlin (1843–1928) zu ehren, der von 1887 bis 1892 auch Präsident der Uni war. Studenten und Mitarbeiter nannten den Felsen „Chamberlin Rock“, eine Plakette erinnerte an den Wissenschaftler und Hochschullehrer, dessen Arbeiten sich auf Gletscherablagerungen konzentrierten. Diese Plakette ist nun auch entfernt worden.

Grund des Exorzismus sind nicht etwa Äußerungen des Geologen, die aus heutiger Sicht irgendwie rückständig oder politisch inkorrekt klingen, sondern die Tatsache, dass in den 1920er Jahren große, dunkle Felsen im amerikanischen Englisch mit einem Slang-Begriff bezeichnet wurden, der das sogenannte „N-Wort“ enthält.

Jemand hatte einen Artikel der Universitätszeitung von 1925 über die Aufstellung des Steins ausgegraben, in dem dieser rassistische Slang-Begriff verwendet wurde. Obwohl trotz intensiver Recherchen der Uni keine weiteren Stellen in der historischen Literatur gefunden wurden, an denen der Felsen mit diesem Wort bezeichnet wurde, starteten antirassistische Aktivisten eine jahrelange Kampagne für die Versetzung des tonnenschweren Findlings (und die Entfernung einer Abraham Lincoln Statue auf dem Campus, auf diese zweite Forderung ging die Hochschulleitung nicht ein).

In einer aktuellen Stellungnahme gab die Uni zu Protokoll: „Den Stein als Monument von seinem prominenten Platz wegzubringen, schützt unsere Gemeinschaft vor weiteren Verletzungen, wobei gleichzeitig sein Wert für Bildungs- und Forschungszwecke für die Studenten erhalten bleiben kann.“ Juliana Bennett, Studentenvertreterin im Stadtrat von Madison, wo die staatliche Universität ihren Hauptstandort hat, sagte der Nachrichtenagentur Associated Press: „In diesem Moment geht es um die Studenten, früher und heute, die unermüdlich daran gearbeitet haben, dieses rassistische Denkmal zu entfernen. Jetzt ist ein Moment für uns BIPOC-Studenten, um aufzuatmen, stolz auf unsere Ausdauer zu sein und mit der Heilung zu beginnen.“

(Quellen: Fox News, BILD)

„Stereotype bedienen und Menschen damit diskriminieren“

Am Pranger selbsternannter „Antirassisten“ steht aktuell auch die Copacabana Sambashow Berlin. Die selbstorganisierte Showtanzgruppe, vom Art Magazine ausgezeichnet als „European Top 100 Performing Artist“, wurde vor der Coronakrise regelmäßig vom Zoo Leipzig für verschiedene Veranstaltungen gebucht, zuletzt im Dezember 2019 anlässlich eines großen Firmenevents in den Räumlichkeiten des Zoos. Die Auftritte der Gruppe sind von Darbietungen des Samba-Tanzes gekennzeichnet, vom aus der Kolonialzeit überlieferten Kampftanz Capoeira, mit dem nach Brasilien verschleppte afrikanische Sklaven ihre Kampfkünste vor ihren Herren verbargen und weitergaben, vom verwandten Stock- und Messertanz Maculelê sowie von Darbietungen weiterer traditioneller Tänze aus den verschiedenen Regionen Brasiliens.

Wer sich ein wenig mit (Kultur-)Geschichte auskennt, und noch alle Tassen im Schrank hat, wird eine solche Tanzshow nicht als „rassistisch“ einordnen. Doch genau das tut der Migrantenbeirat Leipzig. In einem Ende April veröffentlichten offenen Brief verurteilt der Fachbeirat des Stadtrates Leipzig, der laut Internetportal der Stadt „spezifische Sichtweisen und Anregungen der Migrantinnen und Migranten in die kommunalpolitischen Diskussionen“ einbringen soll, Unterhaltungsformate „die rassistische Stereotype bedienen und Menschen damit diskriminieren“, und bezieht sich dabei speziell auf die kulturellen Abende des Zoos.

Die Veranstaltungen würden „Stereotype und Homogenisierungen/Verallgemeinerungen von afrikanischen Gesellschaften und Naturräumen“ bedienen, meint der Migrantenbeirat, und stellt eine Verbindung her zwischen den heutigen Kulturabenden und den tatsächlich rassistischen „Völkerschauen“ des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Veranstaltungen zum Kennenlernen und Entdecken von Eigenheiten und Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen sollten prinzipiell nicht in Zoos stattfinden, sondern in Kulturräumen, Gewandhäusern und Bibliotheken.

„Ungefragte Vereinnahmung unserer Kunst“

In einer fulminanten Replik, wendet sich die Copacabana Sambashow Berlin nun gegen diese aus ihrer Sicht „ungefragte Vereinnahmung unserer Kunst, Kultur und Religion im Kontext eines falsch verstandenen Kampfes gegen Rassismus“. „Wir wehren uns gegen die ahnungslose und ideologisch aufgeladene Argumentation von selbsternannten Kulturpolizisten“, schreibt die Tanzgruppe weiter. „Wir sind keine naiven Schaustücke in den Händen eines diskriminierenden Auftraggebers!“ Tatsächlich sei diese Unterstellung, die völlige Übergehung der Sichtweise der zumeist migrantischen Künstler, selbst eine Form von Rassismus.

Vergleichbare Showtanzgruppen gäbe es nicht nur in Brasilien, sondern auf allen Kontinenten. Überall auf der Welt würden deren Auftritte „als authentische Vermittlung von traditioneller Kunst und Lebensfreude verstanden und bewundert. Nur nicht im in identitätspolitischer Selbstkasteiung suhlenden Deutschland“, wo man „mit hysterischem Alarmismus und Opferkult“ gezielt „nach Belegen für allgegenwärtigen Rassismus“ suche. Der Migrantenbeirat habe kein Recht, die Öffentlichkeit zu belehren, wie die Auftritte der Gruppe zu verstehen seien, und auch keine prüden selbsternannten Vorkämpfer gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit, mit denen die Tänzer nach eigener Aussage in der Vergangenheit auch schon Probleme bekommen haben.

„Impfpflicht durch die Hintertür“

Die Rhetorik gegen Covid-Ungeimpfte hat in den letzten Tagen eine neue Stufe erreicht. Der bayerische Landesvater Markus Söder sprach von einer „Pandemie der Ungeimpften“, der FDP-Politiker Rainer Stinner gar von „gefährlichen Sozialschädlingen“. Laut aktuellem Beschluss der sogenannten Ministerpräsidentenkonferenz müssen sich Ungeimpfte auf mehr Testpflichten einstellen und Schnelltests ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlen. Viele kritische Kommentatoren werten Letzteres als „Impfpflicht durch die Hintertür“. Bereits vor diesen Beschlüssen gab der 1. FC Köln bekannt, nur noch Genesene und Geimpfte zu seinen Heimspielen im Rheinenergiestadion zuzulassen – Ausnahme: Kinder und Jugendliche. Vorauseilende Anpassung an eine kommende Ordnung, in der nicht mehr „3G“ die Bedingung für die Teilnahme am öffentlichen Leben sein wird, sondern „2G“?

Ja, auch die Ungeimpften gehören zweifellos zu den Ausgestoßenen der Woche. Dabei ist die Behauptung, Ungeimpfte verhielten sich „unsolidarisch“, wissenschaftlich betrachtet Unsinn – selbst wenn man davon ausgeht, dass die Covid-Impfungen so wirksam sind, wie ihre stärksten Befürworter behaupten (zu dieser Frage siehe den lesenswerten aktuellen Beitrag von Klaus Alfs).

„Leider keine Idee, wie man Männer besser integrieren kann“

Ausgestoßen wurden diese Woche auch sämtliche Männer, und zwar von Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke). In Deutschland werde jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, und sie habe „leider keine Idee, wie man Männer besser integrieren kann“, sagte Breitenbach am Montag der Deutschen Presseagentur (dpa). Hintergrund dieser Aussagen ist die jüngste Ermordung der in Berlin lebenden 34-jährigen Afghanin Maryam H., die mutmaßlich von ihren eigenen Brüdern getötet wurde, weil diese ihre westliche Lebensweise nicht billigten. Für die Integrationssenatorin hat diese Tat nichts mit „Herkunft und (der) Nationalität der Täter“ zu tun, es gehe allein „um die Frage des Geschlechts“.(Quelle: Tagesspiegel)

„‚Fleisch‘ eine Beleidigung, weil es nicht spezifisch genug ist?“

In der englischsprachigen Welt entspinnt sich indessen eine bizarre Rassismusdebatte um das Wort „Curry“. In einem Online-Video, das bereits im Juni von „buzzfeedtasty“ veröffentlicht wurde, aber erst in den letzten Tagen viral ging, spricht sich die amerikanische Food-Bloggerin Chaheti Bansal dafür aus, den Begriff zu „canceln“. Zwar nicht generell, aber speziell mit Bezug auf die indische Küche. Es gebe „ein Sprichwort, das besagt, dass sich das Essen in Indien alle 100 Kilometer ändert, und dennoch verwenden wir immer noch diesen Oberbegriff, der von Weißen geprägt wurde, die sich nicht die Mühe machen wollten, die wirklichen Namen unserer Gerichte zu lernen. Aber wir können ihn immer noch verlernen.“ Das Video wurde mittlerweile mehr als 3,6 Millionen Mal angeschaut.

Eine populäre Theorie geht davon aus, dass der Begriff „Curry“ im 18. Jahrhundert von Angehörigen der Britischen Ostindien-Kompanie geprägt wurde, die in Südostindien mit tamilischen Händlern verkehrten. Das Wort sei eine Anglisierung des tamilischen Wortes kaṟi, das „Sauce“ oder „Beilage zum Reis“ bedeutet.

Der indischstämmige Starkoch Cyrus Todiwala findet den Rassismusvorwurf absurd: „Ich halte den Begriff überhaupt nicht für rassistisch. Es ist etwas, das für die Menschen einfach zu verstehen war, als sie in Indien waren.“ Der Herausgeber des britischen Restaurantführers „Good Curry Guide“, Pat Chapman, stöhnte: „Oh mein Gott, was kommt als nächstes? Es ist eine verrückte Idee, dass etwas jetzt wegen seiner angeblichen Verbindung zur Vergangenheit gecancelt werden sollte.“ Der britische Parlamentsabgeordnete Marco Longhi (Conservative Party) schrieb auf Facebook: „Was ist nur los mit diesen Leuten? Es gibt so viele generische Begriffe für Lebensmittel, die wir verwenden. Ist Pizza rassistisch? Ist ‚Fleisch‘ eine Beleidigung, weil es nicht spezifisch genug ist?“

Bansals Forderung schlossen sich einige weitere indischstämmige Food-Blogger an, sowie die amerikanische Religionswissenschaftlerin Ilyse R. Morgenstein Fuerst, die die Annahme von „Curry“ durch viele Südasiaten einer „Verschiebung der Machtsysteme“ und der „weißen, christlichen Vorherrschaft“ zuschreibt.

(Quellen: Daily Mail, Sun, NBC News)

Öffentlichkeitswirksam als Corona-Abweichler gebrandmarkt

In München-Sendling ist ein 68-Jähriger durch vier Polizeibeamte aus der Stadtbibliothek geführt worden. Der Rentner hatte verbotenerweise am PC-Arbeitsplatz auf einem Stuhl gesessen, um seine E-Mails abzurufen. Erlaubt ist aber nur das Stehen oder Knien. Als der ältere Herr sich weigerte, seinen Stuhl aufzugeben, wurde die Polizei gerufen. Mit dem Sitz-Verbot will man in der Corona-Pandemie „die Zahl der Anwesenden im Blick behalten“ und „die Verweildauer beschränken“, erklärte Bibliothekssprecherin Judith Stumptner auf Nachfrage der BILD-Zeitung.

Und in Australien hat der Sender Sky News Australia ohne weitere Erklärung 31 seiner Videos zum Thema Covid-19 von der eigenen Webseite gelöscht. Das passiert rund eine Woche, nachdem der YouTube-Kanal des Senders wegen angeblicher Verbreitung „medizinischer Fehlinformationen“ zeitweise gesperrt wurde. Am heutigen Freitag ist der Vorstandsvorsitzende von Sky News Australia, Paul Whittaker, zu einer parlamentarischen Untersuchung zum Thema „Medienvielfalt“ geladen.

Laut Spiked bewarben einige der gelöschten alten Videos die Medikamente Ivermectin und Hydroxychloroquin als wirksame Behandlungsmethoden gegen Covid-19. Viele Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass diese beiden Medikamente nicht geeignet sind, um Covid-19 zu behandeln. Beunruhigender ist die Tatsache, dass wohl auch Videos gelöscht wurden, die sich kritisch mit Lockdowns, Maskenpflichten und Social Distancing befassten. Hat der private Sender – von YouTube öffentlichkeitswirksam als Corona-Abweichler gebrandmarkt – Angst bekommen, dass er seine Beziehung zur politischen Führung des Landes (seit Monaten auf „Zero Covid“ Kurs) endgültig ruinieren könnte, und übt nun präventiv Selbstzensur, um wieder in die Gunst der Regierenden zu kommen?

Und damit endet der wöchentliche Überblick des Cancelns, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Entlassens, Verklagens, Einschüchterns, Politisierens, Umwälzens und Kulturkämpfens. Bis nächste Woche!

 

Mehr vom Autor dieser wöchentlichen Kolumne Kolja Zydatiss zum Thema Meinungsfreiheit und Debattenkultur lesen Sie im Buch „Cancel Culture: Demokratie in Gefahr“ (Solibro Verlag, März 2021). Bestellbar hier.

Foto: Pixabay

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Th. Bode / 14.08.2021

Die Woken sind BÖSE! Wie Nazis, Stalinisten, (radikale?) Moslems! Sie sollten entsprechend behandelt werden… Das besonders Perfide ist, dass sie hinter der süßen, menschlichen, bunten Kindergarten-Maske agieren.

Wolfgang Richter / 13.08.2021

Danke für die Hinweise. Muß ich jetzt morgen durch den Garten stapfen und schwarze Steine entfernen? Und wohin damit? Und weiße darf ich liegenlassen? Ist das nicht eher rassistisch, wenn “die alten Weißen Männer” (Stein / maskulin) dann den Garten dominieren? Probleme über Probleme.

Lisa Deetz / 13.08.2021

@A. Ostrovsky: “Kann hier bitte mal jemand von den Ossis schreiben, ob in der DDR die Currywurst wirklich verboten war?”——Ich habe die Currywurst erst bewusst wahrgenommen, als der Osten auf Westen getrimmt wurde. (Ja, ja, ich weiß, manche sagen es war andersrum, was ich mittlerweile auch glaube!) ——Bei uns gab’s Bockwurscht und Bratwurscht mit Mostrich im Konsumbrötchen, die -nebenbei gesagt - wenn sie frisch waren, besser als jedes aufgeplusterte “West”-Brötchen, waren. Sonstige Fastfood waren Broiler und Fischbrötchen, letztere entweder mit Brat- oder Bismarckhering. Evtl. gab’s regional noch anderes. Legendär bei örtlichen Festlichkeiten die Erbsensuppe mit Bockwurst aus der Gulaschkanone! Der Hammer!

Dietmar Blum / 13.08.2021

“Frank Mertes / 13.08.2021 Wenn Söder angesichts der Daten aus Island (fast 90 % zweifach geimpft, trotzdem höchste Inzidenz seit Beginn der Pandemie) von einer “Pandemie der Ungeimpften” spricht, ist er entweder ein schamloser Lügner oder er hat nicht mehr alle Latten am Zaun.” BEIDES,  ist ja kein Ausschlußkriterium! Und dazu auch noch ein Prolet erster Güte, wahre Proletarier/Arbeiter mögen mir verzeihen.

Dietmar Blum / 13.08.2021

Werter Frank Holdergrün / 13.08.2021: ” Für mich ergibt sich die Frage, wie man diese Senatorin in unsere westliche Kultur re-integrieren kann.” Nichts leichter als das: Sie zwingen ein Jahr in der “Kultur” in den Lebensverhältnissen des bedauernswerten Opfers dieser Gräueltat zu verbringen, der die Afghanin Maryam entfliehen wollte. Allerdings stellt sich MIR die grundsätzliche Frage, möchte ich eine Breitenbach zurück in “meiner” bevorzugten Gesellschaft haben. Eher NEIN.

Dietmar Blum / 13.08.2021

@ HerrnGeorg Dobler / 13.08.2021: “Hab ich nicht mitbekommen, wen hat er gemeint?” Er meinte solche Gestalten, die ihre Position einzig einer Partei, einzig ihrem Parteibuch verdanken, aber nicht von dieser, sondern aus dem “Steueraufkommen”, als den von Anderen erwirtschafteten Mitteln großzügigst alimentiert werden.

Anton Weigl / 13.08.2021

Frau Becker! Das Wort Kartoffel kann man durchaus abschaffen. Man kann Erdäpfel dazu sagen, oder Bumser. Man könnte ja auch das Wort Junge abschaffen. Man kann ja auch Buben oder Knaben sagen. Wie hieß das im 3. Reich Hitlerj..

Stefan Hofmeister / 13.08.2021

@Hjalmar Kreutzer “Wollen nicht gerade viele Eltern von Schwarzen und Latinos ihren Kindern durch ein Studium einen sozialen Aufstieg ermöglichen und arbeiten sich dafür krumm?” Bezüglich der Schwarzen kenne ich zu wenige, um mir ein abschließendes Urteil bilden zu können, aber bezüglich der Latinos kann ich das: Ja, sie arbeiten sich krumm dafür. Natürlich müssen auch die Kinder das wollen, was in einem bestimmten Alter, nun ja, manchmal etwas schwierig sein kann. Die meisten Leute hier haben inzwischen quasi alles inklusive Europaurlaub (auch meine Putzfrau war schon in Venedig), aber sie haben eins noch nicht vergessen - nämlich das, was Hunger ist. Falls der Kontinent endgültig zur Ruhe kommt - was aufgrund des Zahlungsausfalls von Kuba und Venezuela für linke NGOs und Parteien etc. durchaus im Bereich des Möglichen liegt - werdet ihr euch noch wundern ...

Sabine Schönfelder / 13.08.2021

Hahahaha, Stanley@Milgram :“ “Die Currywurst steht stellvertretend für den alten, weißen Mann”. Muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen…“ Stimmt nicht mal. Nicht mehr, wenn die weiße Bratwurst im Currysud verschwindet, Lamentira Kaddor. Dann erinnert sie mehr an Rothäute oder Inder, alterslos, wenigstens dann, wenn sie frisch serviert wird. Hat wohl schon länger dem eigenen Gatten nicht mehr „beigewohnt“, die Gute. Verzehrt sämtliche Kräfte beim „ideologischen Kampf“ in ihrer Lieblingsdisziplin: Schwachsinnstschendern. Hat doch selbst eine deutsche, alte, weiße „Currywurst“ zuhause rumsitzen, wenn er nicht gerade beim Deutschlandfunk agitiert. Für WAS steht den Kaddor, eine ältliche, angebräunte Frau syrischer Abstammung? Für einen überstopften, liegengelassenen, leicht angedorrten Döner aus fabrikgefertigtem Kunstfleisch, oder zwei vertrocknete Kibbeh?

Zdenek Wagner / 13.08.2021

Diese grenzdebilen Subjekte sind auf dem besten Wege die Menschheitsgeschichte zu zerstören - merken die noch was? Rassismus, das N-Wort und viele zugegebenermaßen hässlichen Auswüchse gehören nun einmal zu unserer Vergangenheit. Wie sollen wir das Alles aber endgültig überwinden, wenn wir es allmählich nicht einmal umschreiben dürfen? Wie lange dauert es noch, bis an Universitäten Bücherverbrennungen stattfinden werden? “Wir übergeben dem Feuer die Werke von Kipling, Beecher-Stowe, Daniel Defoe, Dickens etc. etc. etc.”. Geht das denn schon wieder los?

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Kolja Zydatiss / 15.10.2021 / 06:15 / 60

Ausgestoßene der Woche: Die Uni als Schießbude

„Der jüngste Fall von Campus-Cancel-Culture ist anders“, schreibt im Magazin Atlantic der deutsch-amerikanische Politikwissenschaftler Yascha Mounk. Die kürzliche Ausladung des renommierten Klimaforschers Dorian Abbot durch…/ mehr

Kolja Zydatiss / 08.10.2021 / 06:25 / 65

Ausgestoßener der Woche: Tobias Morgenstern

Tobias Morgenstern betreibt mit Thomas Rühmann das beliebte Brandenburger „Theater am Rand“. Beide sollten ein Bundesverdienstkreuz erhalten, der corona-kritische Morgenstern wurde ausgeschlossen. Für ihre Arbeit…/ mehr

Kolja Zydatiss / 06.10.2021 / 12:00 / 30

Berliner Wahlchaos – Demokratie als Haltung, Wählen als Ritual

Der Demokratiebegriff wird neu definiert, statt für politische Repräsentation steht er zunehmend für eine moralische Haltung. Da kann man Wahlergebnisse auch einfach schätzen, wie jüngst…/ mehr

Kolja Zydatiss / 01.10.2021 / 06:08 / 46

Ausgestoßener der Woche: Bjørn Lomborg und die Pinguine

Der dänische Statistiker und Bestsellerautor Bjørn Lomborg (unter anderem „Apocalypse no! Wie sich die menschlichen Lebensgrundlagen wirklich entwickeln“, 2001) thematisiert auf seiner Webseite sowie in…/ mehr

Kolja Zydatiss / 17.09.2021 / 06:00 / 32

Ausgestoßene der Woche: Alle in Deckung!

Bei der Jagd auf missliebige Zeitgenossen wird inzwischen wie bei der Entenjagd mit Schrot geschossen. Diese Woche traf es u.a ein Aufsichtrats-Bewerber für Werder Bremen…/ mehr

Kolja Zydatiss / 10.09.2021 / 06:00 / 90

Ausgestoßener der Woche: Markus Lanz

Der wohl prominenteste Ausgestoßene der Woche ist Markus Lanz. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Wochenzeitung Die Zeit am Samstagabend machte der ZDF-Talkshowmoderator öffentlich, dass die Wissenschaftsredaktion…/ mehr

Kolja Zydatiss / 03.09.2021 / 06:15 / 87

Ausgestoßene der Woche: „Die Pandemie in den Rohdaten“

Die nüchterne „Erbsenzählerei“ eines Informatikers, der sich einige Corona-Statistiken näher anschaut, erregt großes Interesse und wird schon bald bei YouTube gelöscht.  Marcel Barz bezeichnet sich…/ mehr

Kolja Zydatiss / 27.08.2021 / 10:00 / 64

Ausgestoßener der Woche: ARD-Sommerinterview

Tina Hassel nahm im ARD-Sommerinterview Annalena Baerbock mit einer kritischen Frage in die Zange. Solche Majestätsbeleidigung ist mittlerweile Grund für einen grünen Shitstorm. „Vieles hängt…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com