Alex Feuerherdt
Im Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und der Türkei am Freitag voriger Woche geschah in der 79. Minute etwas, das die derzeit laufende »Integrationsdebatte« gewissermaßen in komprimierter Form widerspiegelte: Mesut Özil, der 1988 in Gelsenkirchen geborene und groß gewordene Sohn türkischer Einwanderer, erzielte für die deutsche Nationalmannschaft das 2:0 und versagte sich anschließend jeglichen Jubel über sein entscheidendes Tor. Auf der Ehrentribüne freute sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel, während sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan entsetzt abwandte. http://jungle-world.com/artikel/2010/41/41858.html