
Die juristische Würdigung der Ausgangsbeschränkung und die bedauerliche Beschneidung der Grundrechte finden mein Interesse nur am Rande. Corona ist ein ganz übler Killer in der Rolle des großen Selektors in arbeitsteiligen Gesellschaften. Während die jungen Menschen, der für das Fortbestehen der Population unerlässliche Teil der Bevölkerung, also die Produktiven und Fortpflanzungsfähigen, überleben werden, bleibt dem unproduktiven Anteil, den Alten und Kranken, der vorzeitige Abgang vorbehalten. Damit wäre, eigentlich erfreulich, das Überleben des Kollektivs nicht gefährdet. Ich selbst, 66 Jahre mit COPD 2. Grades, würde eine Infektion wohl schwerlich überleben; aus volkwirtschaftlicher Perspektive völlig unerheblich, ein staatlich alimentierter Nichtsnutz weniger. Noch ein Gedanke: Es könnte gut sein, dass ich meine schwer gesundheitlich beeinträchtigte 92jährige Mutter, Bewohnerin eines Pflegeheimes, nicht mehr wiedersehen werde. Das Heim gleicht längst einem Hochsicherheitstrakt. Die zumeist dementen Bewohner begreifen nicht, weshalb der Verwandtschaftsbesuch ausbleibt, was der Psyche kaum förderlich sein dürfte. Die Lage in einigen Monaten? Viel zu hoch das Risiko für diesen Personenkreis, vor einer flächendeckenden, wirksamen Impfung, jemals wieder Besuch von Angehörigen zu empfangen, allenfalls separiert hinter Glas. Niemand spricht das aus. Fürchterliche Vorstellung.
Zum Detail: “droht Bußgeld bis 25.000 EUR, im Fall einer vollziehbaren Anordnung eine Geldstrafe, oder Freiheitsstrafe bis zwei Jahre. Viel „besser“ könnte es auch die chinesische Führung nicht!” Vollkommen richtig, die Kritik. Völlig überzogen, die Strafe, wo ich es mir bei jedem Rewe oder Edeka holen kann. Man kann nur an Vernunft appellieren. In GB wurden Hundeführer und Spaziergänger auf den Peaks, die reichlich Abstand hielten, ja, teilweise allein waren, mit Drohnen verfolgt, während die Londoner U-Bahn vollgestopft wird. Man hat den Eindruck, die domestizierte Polizei will jetzt mal die Sau richtig rauslassen. Kompromisse scheint es in dieser Welt nicht zu geben.
Inzwischen hat in der laufenden Woche der Bundestag den Gesundheitsminister mit eben diesen diktatorischen Vollmachten ausgestattet. Die Mehrheit dieser sogenannten „Volksvertreter hat damit deutlich gemacht, dass ihnen die Grundrechte der Bürger egal sind. Eine Demokratie, die bei einer von der Regierung noch künstlich aufgeblasen „ Krise“ derart rasch in die Diktatur abdriftet, zeigt die dünne Firnis,die uns vom Totalitarismus trennt.
Der Kernsatz dieses Artikels ist für mich “...: die Unfähigkeit dieser Gesellschaft, angemessen mit Lebensrisiken und dem Tod umzugehen, gepaart mit einem Anspruchsdenken auf optimale Versorgung in jeder Lebenslage und Notsituation.” Ich selber bin durch eine Autoimmunerkrankung, die mich zur Einnahme von Prednisolon und zur zweimaligen Injektion pro Woche von Immunsubpressiva zwingt, in erster Linie selbst verantwortlich dafür, ob ich mich in Kontakt mit anderen begebe, oder auch nicht. ich entscheide, ob ich unbedingt dann einkaufen muss, wenn die Läden eh voll sind, oder ob ich abends, wenn die Läden leer sind, losmarschiere, ob ich auf Konzerte gehe, auf Flohmärkte usw. Wenn ich mich trotz laufender Warnungen der Gefahr aussetze, mich zu infizieren, dann ist es entweder meine eigene Risikobereitschaft/ Dummheit, oder ich bin geistig nicht mehr in der Lage, den Warnungen zu folgen. Und nur im letzten Fall, und nur dann, müsste mMn ein Hausarrest angeordnet werden. Alles andere unterliegt der Selbstverantwortung. Aber Selbstverantwortung ist nicht so das Ding vieler Deutscher. Es ist einfacher, sich in die Hände einer abstrakten Politikerkaste und sogenannten Experten zu begeben, die, wie sich gerade sehr deutlich zeigt, nicht die Interessen der Bürger vertritt. Und es ist dann ja immer einfacher, die anderen zu kritisieren (was man bei dieser Regierung mit Sicherheit tun darf und muss) und verantwortlich zu machen, als das eigene Verhalten zu hinterfragen. Wann wird den Menschen endlich klar, dass andere mit einem nur machen können, was man ihnen zuvor selbst erlaubt, und sei es durch Schweigen?
Jetzt noch ein Blackout für eine Woche, dann wird die Sache richtig rund. Aber was soll man solchen Politikern erwarten? Klimanotstand, Frauenquote, Genderstuss, alle nur mit Mumpitz beschäftigt.
Die Mortalitätsrate ist nicht das Problem, es sind die 10 % der intensiv Behandlungsbedürftigen. In unserem KKH gibt es 10 Intensivbetten - aber nicht alle sind mit Atemgeräten ausgestattet. Also muss das Virus sich auf 100 Infizierte beschränken. Vorausgesetzt, niemand hatte einen Unfall oder einen Herzinfarkt. Und damit wären wir beim eigentlichen Thema. Geht es bei den Ausgangsbeschränkungen “nur” um Ansteckung oder auch um die Sicherheit im Allgemeinen? Wann wäre denn ein Terroranschlag besonders wirkungsvoll aus Sicht der Terroristen? Gerade jetzt, wenn das Land verwundbar ist.
Politiker behandeln ihre Bürger wie unmündige kleine Kinder. In Wirklichkeit kann der einzelne Bürger viel besser entscheiden, wie er das Ansteckungsrisiko minimieren kann. Völlig außer acht gelassen wird zum Beispiel, dass es bereits viele tausend Coronaresistente Menschen gibt, die gerade jetzt wunderbar einsetzbar wären. Zentralistische Notstandsgesetze sind so, wie wenn ein Haus brennt, die Feuerwehr ist bereits am Einsatzort, darf aber nicht selbstständig handeln, sondern muss jeden Handgriff exakt nach den Anweisungen aus Berlin oder Brüssel ausführen.
“Nach Meinung der Virologen wird der Höhepunkt der Infektionen erst im Mai/Juni liegen. Sofern kein Impfstoff verfügbar ist, wird sich das gleiche nächstes Jahr wiederholen. Wenn wir das dreimal hintereinander machen: dann ist die Wirtschaft tot, und wir können uns vermutlich über viele Tote aus vielen Gründen, weitab von Covid-19, unterhalten, die nicht ärztlich behandelt und in kein Krankenhaus eingeliefert worden sind.” 1. Mai, Juni, das glaube ich nicht. Die Chinesen fingen damit an im Dezember, Höhepunkt Februar. Webasto, Diamond Princess als Studien: Wenn wir konsequent sind, ist der Höhepunkt im April. Wären wir vorher konsequent gewesen, läge er im März. 2. Nächstes Jahr wieder, ausgeschlossen. Alle Firmen arbeiten an der Impfung. Ein Geschenk wäre, sie wäre im Herbst da. Spätestens in einem Jahr ist sie da. 3. Wir können nicht seelenlos einem Euthanasieprogramm zusehen, von dem zudem angeblich in London 5% Juden unter den Toten betroffen sind bei nur 0,5% Anteil an der Bevölkerung. Deswegen muss man das erstmal zwei Wochen durchhalten und dann vielleicht nochmal zwei Wochen. 4. Einige Leute könnten Riesenprobleme kriegen, z.B. so jemand wie der Mayor of London, der die Taxen (mit Trennscheibe) nicht fahren lässt, aber die U-Bahnen und hier nur jede zweite, so dass eine riesige Infektionswelle auf die Briten zurollt. Das will man hier nicht haben. Erstmal zu hause bleiben, cuppa, abwarten.
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