Gastautor / 28.03.2020 / 06:15 / Foto: Mateussf / 180 / Seite ausdrucken

Ausgangsbeschränkungen – was sagt der Anwalt?

Von Hans-Peter Tauche.

„Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt“, lautet Nr. 4 der auf der Grundlage von § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erlassenen Allgemeinverfügung in Bayern, befristet vorerst bis 03. April 2020, laut Herrn Dr. jur. Söder mit Verlängerungsoption. Verstöße werden bestraft: Verlässt man sein Heim ohne triftigen Grund oder trifft sich mit Freunden (im Haus), droht Bußgeld bis 25.000 EUR, im Fall einer vollziehbaren Anordnung eine Geldstrafe, oder Freiheitsstrafe bis zwei Jahre. Viel „besser“ könnte es auch die chinesische Führung nicht!

Wie fragwürdig die eingetretene Situation ist, zeigt sich schon an dem Dissens zwischen den südlichen Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Sachsen), die partiellen „Hausarrest“ erteilen, und den übrigen, die lediglich Kontaktverbote aussprechen. Dabei ist klar, dass es einen sicheren Weg aus der Epidemie heraus nicht gibt, dafür gibt es zu viele sich widersprechende Vorgehensweisen und Ergebnisse aus anderen Ländern, nach heutigem Stand. Ergo: Wir werden mit dem Virus leben müssen, selbst nach Ansicht der Virologen mindestens zwei Jahre. Ohne Herdenimmunität, plus Impfstoff (frühestens Frühjahr 2021), bleibt nur die Hoffnung auf bessere medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten, dafür gibt es Ansätze.

Können wir, und das ist der Kardinalpunkt, in diesem Land für eine derart lange Zeit die Wirtschaft herunterfahren, Kinder und Studenten aus der Ausbildung nehmen, und Grundrechte massiv einschränken? Wenn das nicht geht (und es geht ganz offensichtlich nicht ohne komplette gesellschaftliche Erosion, massive Arbeitslosigkeit, eine verlorene Jugend und Vertrauensverlust in den Staat), sollte man fragen – warum jetzt für zwei Wochen? 

Nach Meinung der Virologen wird der Höhepunkt der Infektionen erst im Mai/Juni liegen. Sofern kein Impfstoff verfügbar ist, wird sich das gleiche nächstes Jahr wiederholen. Wenn wir das dreimal hintereinander machen: dann ist die Wirtschaft tot, und wir können uns vermutlich über viele Tote aus vielen Gründen, weitab von Covid-19, unterhalten, die nicht ärztlich behandelt und in kein Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Rechtsstaatlicher Grundsatz ins Gegenteil verkehrt

Hausarrest: Das kannten wir bisher nur aus Diktaturen, dort traf der Hausarrest aber Regimegegner (Aung San Suu Kyi) oder anderweitig missliebige Personen (Ai Wei Wei), gerne als Vorstufe zur Haft. Bei uns soll nun nicht der nachweisliche „Täter“ der Freiheit beraubt werden, sondern alle potenziellen“ Täter“ gleich mit, weil eine gesellschaftliche Gruppe angesichts einer grassierenden Krankheit mit einem erhöhten Risiko leben muss. Das verkehrt den rechtsstaatlichen Grundsatz, dass nur der Verursacher sanktioniert werden und ggfs. in seiner freien Bewegungsmöglichkeit essenziell eingeschränkt werden darf, in sein Gegenteil und stempelt alle schon aufgrund ihrer puren Existenz zu Verdächtigen, offenbar in konstanter Fortentwicklung der zur Terrorismusbekämpfung entwickelten strafrechtsdogmatischen Figur des „Gefährders“: es werden über 99,9 Prozent der laut amtlicher Statistik (RKI) nicht infizierten Bevölkerung mit substanzieller Einschränkung ihrer Grundrechte belegt, dem wesentlichsten Kern unserer verfassungsrechtlichen Ordnung und unseres freiheitlichen Menschenbildes, obwohl sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen, außer, wie alle anderen, von dem Risiko einer Infektion betroffen zu sein. 

Völlig außer acht gelassen wird dabei, dass das Corona-Virus für die weit überwiegende Zahl der Betroffenen ohne schwere Folgen ist, 30 Prozent haben überhaupt keine Symptome, allenfalls 10 Prozent sind intensiv behandlungsbedürftig. Die aktuellen Zahlen für Bayern sind, lt. Bay. Landesamt für Gesundheit 26.3.20, 10:00 Uhr: 8.842 Infizierte, 52 Tote: Das ergibt eine offizielle Mortalitätsrate von 0,59%, wobei unstreitig ist, dass die Dunkelziffer der Infizierten weit höher ist, weil aktuell mangels Kapazitäten nur bei Vorliegen von Symptomen, und damit nicht repräsentativ getestet wird (hierzu: Peer Ederer, Mit bedeutungslosen Zahlen im Blindflug durch das Virenmeer). Damit landen wir bei einer Mortalitätsrate unter 0,1 Prozent – kaum anders als bei einer Influenza. Die Diagnose des (alleinigen) Versterbens am Coronavirus ist bei potenziell multiplen Ursachen schwierig, und ob an oder (nur) mit Covid-19 gestorben wurde, wird in den völlig überlasteten Krankenhäusern Spaniens und Italiens nicht mehr festgestellt.

Nun ist es so, dass die Risikolast ungleich in den Altersgruppen verteilt ist. Alte und stark vorgeschädigte Menschen haben ein wesentlich höheres Risiko, an der Viruserkrankung zu versterben. Daher verdienen sie besonderen Schutz, wird regelhaft ausgeführt: Würde aber die Pandemie fast nur Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr betreffen, wäre die Gesellschaft dann auch bereit, das gesamte kulturelle Leben einzustellen, nahezu die komplette Volkswirtschaft auf Eis zu legen, und 156 Milliarden in die Hand zu nehmen, bei gleichzeitig massiven Steuerausfällen, damit weniger Jugendliche versterben?

Wäre es nicht wesentlich konsequenter, natürlich diejenigen in ihrer Entfaltungsmöglichkeit temporär einzuschränken, die nachweislich eine Gefahr sind, aber ebenso die, die schwerwiegend von den Infektionen betroffen sein können, um die Gesellschaft als Fundament der Versorgung aller am Laufen zu halten, besonders ökonomisch? Soweit diese Personen ohnehin nicht schon in den Einrichtungen leben, die vom Besuchsverbot umfasst sind, wäre es nicht angemessen, den zu Hause lebenden Senioren, unter Gewährleistung einer sozialen, psychischen, medizinischen und hauswirtschaftlichen Versorgung vor Ort, ein temporäres Residenzgebot im Haus aufzuerlegen? Angesichts der Entwicklung in Italien, mit zahllosen Infektionen im Krankenhaus, auch des Behandlungspersonals, und der Gefahr für „normale“ Patienten, Corona erst dort zu bekommen, gehen die Empfehlungen italienischer Ärzte für Deutschland genau in diese Richtung. Die Türkei hat ähnlich entschieden.

Ein Generationenkonflikt

Wer trägt die Gesellschaft und hält sie am Laufen? Sollen die, die sich tagsüber in Altenpflegeheimen, Kliniken und sonstigen Versorgungsstellen der Hochrisikofälle abarbeiten, am Abend schnurstracks nach Hause gehen und sich auch noch dafür rechtfertigen müssen, warum sie am Wochenende vor die Tür gehen wollen? Warum müssen Schulen und Universitäten, also unser aller Zukunft in Form der nächsten Generation, ohne Alternativen geschlossen werden, Kinder vor geschlossenen Spielplätzen stehen, Rentner aber im Park spazierengehen können?

An diesen Fragen macht sich exemplarisch fest, was es eben auch ist: ein Generationenkonflikt, der spiegelt, wer in dieser überalternden Gesellschaft politisch am meisten gehört wird – aktuelle Rentenerhöhung, bei laufender Pandemie, inklusive.  Was dabei traurigerweise vergessen wird, ist, dass es ohne florierende Ökonomie, ohne kulturelles Leben, ohne mutige Selbstständige, Freiberufler, Unternehmer und Arbeitnehmer, auch keine Steuern, keine qualifizierten Mitarbeiter, kein funktionierendes Gesundheitssystem geben wird.

Es ist unlauter, mit den Bildern aus Bergamo Politik zu machen. Mit italienischen Särgen in Militärlastern Grundrechtseinschränkungen in Deutschland nach dem Motto zu fordern: Stellt Euch doch nicht so an, was ist denn das bisschen Grundrechtseinschränkung im Vergleich zu diesem Leid, lässt erkennen, um was es im Kern geht: um emotionale Erpressung mit Angst. Da hilft es, zu reflektieren, was 2015 das Pressebild Alan Kurdi bewirkt hat, indem man heute nach Lesbos schaut: nichts, was den Menschen gedient hätte. Ohnehin scheint jegliches andere Leid dieser Welt, mit der sich die „zivilisierte“ europäische Gesellschaft in Zeiten des ruhigen Wohlstandes so gerne beschäftigte, und das Leid ist in weit anderer Dimension und Zahl (Jemen, Syrien – die Liste ließe sich beliebig verlängern), gänzlich bedeutungslos geworden zu sein, jetzt, wo es um unsere eigene Haut geht. Da geht dann „alles“, sogar Grenzkontrollen; es werden unter eklatanter Verletzung völkerrechtlicher Grundsätze Menschen von Griechenland in die Türkei zurückgebracht, und Asylanträge darf einen Monat lang überhaupt niemand mehr stellen: Wir müssen uns jetzt schließlich um die unerwünscht Reisende Corona kümmern.

Der moderne Rechtsstaat zeigt gerade dann seine Qualität, wenn er, auch in schwierigen Zeiten, die Regeln einhält, die er sich gegeben hat, bevor „nous sommes en guerre“ (Macron) begann: Parlamentsvorbehalt, keine Eingriffsbefugnis des Staates ohne klare Rechtsgrundlage, Verhältnismäßigkeitsprinzip, Abwägung der Grundrechte im Konfliktfall. Letzteres fällt gerade vollkommen aus, wobei es ein Grundrecht auf optimale medizinische Versorgung, wie es in der Argumentation der Befürworter massiv restriktiver Maßnahmen immer wieder durchscheint, nicht gibt. Dass die Menschenwürde verletzt wird, wenn nicht mehr jeder optimal im Krankenhaus behandelt werden kann, wird wohl keiner ernstlich behaupten. Konfliktfälle, die über Leben und Tod entscheiden, gibt es bei medizinischer Versorgung schon jetzt, als Beispiele seien nur die Auswahl der Empfänger bei Organtransplantationen genannt, oder die Anwendung extrem teurer Medikamente, bekannt geworden unter: „Novartis-Lotterie für 2 Mio EUR Spritze“. 

Ein beredtes Beispiel für die Erregungsgesellschaft

Im Moment dürften in diesem Land weit mehr Menschen daran sterben, dass sie in Krankenhäusern wegen vielfacher Blockaden aufgrund von Corona-Vorbereitungen nicht mehr optimal untersucht oder behandelt werden können, keine Ansprechpartner in Arztpraxen mehr finden oder schon aus eigenem Entschluß dringend notwendige ärztliche Untersuchungen unterlassen. Von der totalen Verzweiflung bei vielen Selbstständigen, Gewerbetreibenden, Mittelständlern, Arbeitslosen ganz zu schweigen, die zu Sucht, Depression und auch Suizid führen – wenn sicher geglaubte Aufträge wegbrechen, hunderte von Mitarbeitern nicht mehr beschäftigt werden können, ganze Entwicklungen stillstehen. Kinder und Jugendliche erleben von heute auf morgen Restriktionen, die sie nicht im Ansatz verstehen können. 

Schon jetzt kann man lesen, wie sich das kapitalkräftige Ausland über die tollen Kaufgelegenheiten an deutschen Firmen freut, die Börsenkurse sind ja unten, es gibt Top-Engineering zum Spotpreis, und alles liegt am Boden, was dieses Land an Qualität und Qualifikation ausgemacht hat, im Angesicht einer drohenden, aber keineswegs sicher eintretenden gesundheitlichen Krise. 

In Wahrheit steckt dahinter: die Unfähigkeit dieser Gesellschaft, angemessenen mit Lebensrisiken und dem Tod umzugehen, gepaart mit einem Anspruchsdenken auf optimale Versorgung in jeder Lebenslage und Notsituation. Stand eben noch die Rettung des Klimas ganz oben auf der Agenda, mit prognostiziert Millionen (!) von Toten bei Nichterreichen der IPCC-Ziele, fällt die Präsenz des Themas nun vorerst dem Virus zum Opfer – ein beredtes Beispiel dafür, in welche Erregungsgesellschaft wir uns verwandelt haben, die nur immer eines konzentriert, dann aber gänzlich exaggeriert abarbeiten will.

Wir fürchten uns vor 100.000 Toten in Deutschland aufgrund einer Pandemie (Stand 26.03.2020, Deutschland gesamt ca. 240 Tote), und schränken dafür nicht nur eines, sondern eine ganze Litanei von Grundrechten ein: freie Entfaltung der Person, freie Religionsausübung, Freizügigkeit, Berufsfreiheit, Eigentum, Versammlungsfreiheit, und, in Gesetzesentwürfen: Unverletzlichkeit der Wohnung und Fernmeldegeheimnis. Der Staat belegt Millionen von Menschen mit partiellem Freiheitsentzug, ohne ihnen auch nur das Geringste, nämlich die Möglichkeit zu geben, nachzuweisen, dass sie nicht infektiös sind, was er im Mindestmaß schuldet, bevor er in die Grundrechte der Bürger derart weitgehend eingreift.

Ein Fehlverständnis unserer Staatsordnung

Es kommt in der politischen Führungselite ein Fehlverständnis unserer Staatsordnung zum Vorschein, das nach 70 Jahren Grundgesetz mehr als betrüblich ist: Die Grundrechte erwachsen nicht aus einer generösen Zuwendung des Staates, sondern die Grundrechte sind in ihrem Wesenskern unauflöslich und unabänderbar in unsere Verfassung eingewebt, und vom Staat zu gewährleisten. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, die Zweck-Mittel-Relation und das sorgfältige Austarieren der Grundrechte untereinander findet schon gar nicht statt. 

Die seit der SARS2-Krise existierenden behördlichen Katastrophenszenarien in den Bundesländern haben offenbar nicht dazu geführt, auch nur ansatzweise auf eine Epidemie vorbereitet zu sein (4. Gefahrenbericht der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern, 2011). Ansonsten dürfte es keine Engpässe bei Schutzanzügen und Schutzmasken geben, das Mindestmaß dessen, was im Katastrophenfall sofort zur Verfügung stehen muss. Das hat in der Politik zu derart großer Panik geführt, dass man nun mit einschneidenden Maßnahmen vom eigenen Versagen abzulenken versucht; die Bürger sollen nun das leisten, was der Staat versäumt hat. Dafür einen gesellschaftlichen Konsens auf objektiver Zahlenbasis und wissenschaftlicher Erkenntnis, unter Einhaltung parlamentarischer Abläufe zu verlangen, erscheint wohl kaum überzogen. Eine verwaltungsrechtliche Allgemeinverfügung auf nicht einschlägiger Ermächtigungsnorm reicht dafür jedenfalls nicht.

 

Hans-Peter Tauche ist Rechtsanwalt, Fachanwalt (Medizinrecht) und Mediator (IHK) in München.

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Leserpost

netiquette:

P. F. Hilker / 28.03.2020

RA Tauche hat uneingeschränkt recht. Ich glaube, die meisten Kommentatoren hier, wissen gar nicht worum es geht.

Magdalena Hofmeister / 28.03.2020

@B. Ollo:“Ich habe mich seit Jahren nicht mehr angesteckt. Weil ich um Idioten einen Bogen mache, die ihre Keime spazieren führen. Jetzt ist die Grippewelle laut RKI praktisch vorbei. Also werde ich mich auch bis zu diesem Sommer nicht mit Grippe angesteckt haben. Niemand muss sich mit Grippe oder irgendetwas anstecken.” Wenn man das denn immer so im Griff hat. Ich habe mich auch vor drei Wochen sorgsam von jeder Menschengruppierung ferngehalten, extra eine Zugzeit gewählt, zu der ich wusste, dass der Zug so gut wie leer sein würde. Mich hingesetzt, alles war um mich frei. Wenig später kam ein junger Mann herein, setzte sich direkt hinter mich und fing wenig später an, mir geradezu in den Nacken zu nießen, schneuzen und zu husten. Ich dachte nur, toll das war also meine Vorsicht und wie gerufen hat mich gleich am nächsten Tag eine fiese Grippe (wohl kein Corona) eingeholt. Ich bin mir zu 99,99% sicher, das habe ich von diesem Menschen geholt, denn ich hatte in den Tagen zuvor so gut wie nur Fernkontakte. Also, glauben Sie mir, auch Sie sind nicht gefeit. Ganz abgesehen davon, was sagen sie all den Menschen, die den Weg zur Arbeit mit dem öffentl. Verkehr machen müssen (weil vielleicht a. das Gehalt nicht zum Halten eines Autos reicht) oder sie eine Arbeit im direkten Personenkontakt tun müssen? Etc. etc Sagen Sie denen auch: Niemand muss sich mit Grippe oder irgendetwas anstecken?

toni Keller / 28.03.2020

@ B. Ollo Sie stecken sich jedes Jahr mit den herumschwirrenden Grippeviren an, nur scheinen SIe, wie die Mehrheit der Leute über ein gutes Immunsystem zu verfügen, weswegen, Sie hübsch gesund bleiben. Die permanente Konfrontation mit Viren und Bakterien hält das Immunsystem fit. Eine Impfung ist übrigens nichts anders, als eine bewusste Krankmachung des Organismus mit einer abgeschwächten Form des Erregers, Deshalb sind Impfungen in die Kritik geraten, weil genau das zu den gefürchteten Impfschäden geführt hat. Man verwendet deshalb abgetötete Formen des Erregers, was aber zur Folge hat, dass die Immunantwort unvollständig ist und die Impfung immer der natürlichen Mutation des Erregers hinterherhinkt. Um es mal platt zu sagen, Sie werden heute gegen die Grippe vom letzten Jahr geimpft und in diesem Jahr ist der Erreger aber ein ganz anderer, was dazu führt dass die Impfung im Verlauf einer Grippesaison auch immer wieder verändert wird (nachzulesen beim RKI). Weiter ist es einigermaßen dusselig und führt ebenfalls zum massiven Impfschöden, wenn man eine Person impft, deren Immunsystem bereits gegen einen Erreger kämpft, weil durch die Impfung eben das Immunsystem im Falle einer bereits vorliegenden Infektion in einen 2 Fronten Krieg verwickelt wird. Medikamente gegen einen Virus gibt es nicht, fragen Sie bitte dazu mal ihren Hausarzt, man kann nur die Symptome einer Virusinfektion mit Medikamenten behandeln, die Infektion prinzipiell nicht. Ein drittes: eine Durchseuchung der Bevölkerung mit dem Coronaovirus bedeutet nicht dass alle erkranken, sondern dass alle Abwehrkräfte dagegen entwickelt haben und a’ Ruh ist,. Corona ist nicht die Pest gepaart mit der Cholera und dem Ausbreitungsverhalten der Windpocken, aber wenn wir unsere Wirtschaft weiter ruinieren, werden wir, dicht gepackt wie wir aufeinanderleben,  mit Problemen zu kämpfen haben, die schlimmer sind als eine harte Grippewelle, wie z.B 2017/2018 (25100 Tote alleine in D, hat damals keinen interessiert

E. Albert / 28.03.2020

@Stephan Grandke: Vielen Dank für Ihre Analyse. Bei Zugrundelegung Ihrer Prognose kämen da immense Einsparungen für Rentenversicherungsträger und Sozialversicherungskassen zusammen, das dürfte Begehrlichkeiten wecken. Beispiel (-sehr, sehr grob betrachtet, mit hohen Abschlägen und ohne Zinseffekte!): bei 1000 Toten und ganz grob geschätzten Kosten von 1.000,—Euro pro Monat bedeutet das ca. €1.000.000 / Monat an Einsparung für Rentenversicherungsträger und Sozialversicherungskassen etc. (Ich habe als Faktor nur durchschn. 1000€ Vollkosten angesetzt). Das sind = 12Mio im Jahr.  Bei 250.000 Toten bedeutet das: 3Mrd p.a. an Einsparung - nur für Bayern. Jetzt multiplizieren wir das mit 8 Bundesländern (wg. unterschiedlicher Bevölkerungsdichte, statt 16 - wie gesagt: gaaanz grob…), dann kommt man auf 24 Milliarden Euro pro Jahr an ersparten Geldleistungen. - Durchschnittliche Restlebenszeit 10 Jahre (ohne Zinseffekte): = auf 10 Jahre gerechnet grob überschlägig 240 Milliarden Euro an ersparten Leistungen. - So löst sich der Pflegenotstand von selbst auf und lästige “alte weiße” Männer & Frauen” sind dann endlich weg…Ja, wenn das keine Win-Situation für unsere selbsternannten Eliten ist, weiß ich auch nicht. Corona ist für gewisse Kreise schon ganz schön praktisch…Alles Zufall? Kritische Stimmen, die D noch ganz anders kennen, verstummen dann endlich und man kann dem Rest tatsächlich vorgaukeln, dass das hier “das beste Deutschland, das wir je hatten” sei. - Bleiben Sie alle bitte G E S U N D!

MATHIAS VOGEL / 28.03.2020

Ich bin 69 und somit besonders schützenswert, wenn ich das nehme, was so in Berlin zu diesem Thema gesagt wird. Trotzdem nehme ich für mich in Anspruch, selbst zu entscheiden, ob ich infiziert werde oder nicht. Dafür brauche ich kein Gängelband.

Sabine Lotus / 28.03.2020

Liebe Frau Schönefelder, ich freue mich, daß Sie zurück sind und die Angelegenheit sehr kritisch betrachten, das hat hier sehr gefehlt. Viel zu viel Angst. Aber haben Sie schon einmal in Betracht gezogen, daß vielleicht beides stimmt? Die Bilder aus Italien, ist das wirklich Fake und jedes Jahr so? Ich bin mir immer noch nicht sicher. Dafür haben jahrelange Desinformation selbst aus den höchsten Gewändern gesorgt. Danke nicht dafür. Ein weltweites Chemnitz? Ein willkommenes Narrativ zum Kollaps der Weltwirtschaft, der sowieso erfolgt wäre? Wer weiß. Und solange das so ist, sähe ich uns lieber gut vorbereitet und tue dafür momentan, was ich kann. Und zeitgleich freu ich mich, Ihre Meinung dazu zu lesen. Meine war übrigens eine SR (wobei die Dirtbikevariante ja eigentlich besser zu mir passen würde :) aber die G’schicht dazu recht deckungsgleich. WB

Hilde Maas / 28.03.2020

Ein sehr wertvoller Artikel, vielen Dank! Es ist so wichtig, dass immer mehr auf die fehlenden rechtlichen Grundlagen dieser mal wieder “alternativlos” erscheinenden Maßnahmen hingewiesen wird. Es gibt auch immer mehr Mediziner, besonders Epidemiologen, die die Unverhältnismäßigkeit des derzeitigen Vorgehens sehen und die überbordenden Kollateralschäden, mit denen wir es jetzt schon zu tun haben, aufzeigen: sozial, psychisch, gesellschaftlich, kulturell, ökonomisch… Ich verstehe allerdings nicht, warum alte Menschen nicht spazieren gehen sollen?

Th. Wagner / 28.03.2020

Also Leute mich wundert eins: alle reden von Statistiken: erstens sind unsere unvollständig: Es wird nie der Bezug zur Anzahl der Getesteten. Das hätte wenigstens etwas Aussagekraft. Zweitens, wer Meßtechniker ist sollte auch nach den Meßumständen fragen - wo wie in seinem Beruf auch (Wer viel misst, der misst viel Mist. ) Drittens: Solange in den Systemrelevanten Berufen gearbeitet wird, von einem Krankenhaus weiß ich, dass verschiedene Drohungen gegenüber den Auszubildenden und dem Personal geäußert werden, müssen wir uns wohl, wie bei der Grippe auf unser Immunsystem verlassen. Viertens: Keiner fällt tot um oder wird sofort krank, wenn er mit wenigen Corona-Viren in Kontakt kommt. Im besten Fall ist das Immunsystem so stark, dass derjenige es gar nicht merkt. (wie der Leserbriefschreiber Hr. B.  Ollo bei den Grippeviren). Im schlechtesten Fall, z. B. bei Vorerkrankungen wird man krank, vielleicht sogar Krankenhauspatient.  - Die andere Seite wird auch Tote fordern: Ein Land was so brach liegt, wo die Gesellschaft in Trümmern liegt ist sehr anfällig. Eine mögliches Szenario wäre ähnlich zur islamischen Revolution in Persien/Iran 1979.  Wenn die Versorgungsketten reißen, wird sich nicht nur harmlos geprügelt (wie bisher um Klopapier!). Jeder der glaubt, ein solcher Mob ist mit Polizeimitteln, mit der Bundeswehr (HAHAHA - wer ist denn das?) oder einem Sicherheitsdienst zu bewältigen, ist leider auf dem Holzweg. Ein Sicherheitsdienst hat nicht mehr Rechte, wie ein normaler Bürger. Als Einlasskontrolle kann er im Auftrag des Hausherrn den Zutritt verweigern. Für tätliche Auseinandersetzungen ist die Polizei zuständig - und die kommt bekanntlich erst hinterher. Solche Zustände werden viele Tote fordern. - Wir werden sehen und erleben wie dieses Experiment endet. - Zu mir selbst: ich gehe langsam auf die Risikogruppe zu und bin aber leider sehr widerstandsfähig - so werde ich das alles wohl miterleben ...

August Klose / 28.03.2020

@Sabine Schönfelder Es gibt eine Sachbezogenheit und Nüchternheit, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Sabine Schönfelder / 28.03.2020

Leo@Hohensee, wenn Sie dann noch bedenken, daß ein Beatmungsgerät 500 Euro kostet und man lieber Milliarden an Helikopter-Investionen zum Fenster hinauswirft, um, völlig vergeblich,  eine Wirtschaftsleiche wiederzubeleben, der man just zuvor selbst den Todesstoß versetzte, will man brechen. Man könnte, so man wollte, ruck-zuck für alle Eventualitäten Sorge tragen und Atmungsgeräte beischaffen. Auch China wäre ad hoc in der Lage, sie auf den Markt zu schmeißen. Aber das ist weder nötig und schon gar nicht gewollt! Stattdessen reist der Chinese umher und unterstützt, insbesondere in „seinen Regionen“ ( Iran: Baubranche -China, Italien: Klamotten-China, Spanien- Coronatests aus China mit laut NZZ 30%iger Trefferquote) unaufdringlich PANIK. Zwischenzeitlich kauft er tüchtig sämtliche Corona-Pleiten auf und festigt seinen wirtschaftlichen Standpunkt in Europa, mehrt seinen Einfluß und kurbelt die eigenen Wirtschaft an. Der Deutsche, together with the EU, macht das, was er am besten kann, er zerstört seine Wirtschaft für die Transformation, für die neue gute Welt, ohne Kapitalisten ( außer den paar großen Globalplayern, die im Geld ersticken). Alle sind dann annähernd gleich arm und haben sich baerbockmäßig lieb…...aber Merkels Rede zur phantastischen Effizienz des deutschen Gesundheitssystems und zur Beruhigung einer dusslig propagandierten deutschen Gesellschaft, die war richtig gut! Die dümmsten Kälber wählen sich ihren Schlächter selber. LG

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