Im Jahr 2022 veröffentlichte Matthew T. Huber, Professor für Geografie an der Universität Syracuse, ein Buch mit dem Titel Climate Change as Class War: Building Socialism on a Warming Planet – auf Deutsch etwa: „Klimawandel als Klassenkampf: Sozialismus auf einem sich erwärmenden Planeten aufbauen“. Er schilderte darin aus einer orthodox-leninistisch klassentheoretischen Perspektive, wie man sein Forschungsgebiet zur politischen Waffe machen kann, um endlich die globale sozialistische Revolution zu befördern. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn in Sachen Klima war dafür eher störend, denn eine Revolution braucht Gläubige und keine Skeptiker.
Letztes Wochenende trat „Matt“ Huber wieder in das Licht der Öffentlichkeit und publizierte in der New York Times einen Essay, in dem er den gegen Donald Trump in den Midterms-Wahlkampf ziehenden US-Demokraten riet, das Klimathema besser zu vergessen. Auf der Sorgenliste der meisten Amerikaner stehe es keineswegs ganz oben, insbesondere nicht bei Wählern aus der Arbeiterklasse. Mit anderen Worten: Die Klimapanik erweist sich als untauglich für die Mobilisierung der Massen, man kann damit allenfalls akademisch gebildete Stadtbewohner hinter der Wärmepumpe hervorlocken, also jene, die schon alles haben und ohnehin alles besser wissen. Es sind auch jene, die den Ton in den Medien angeben und entsprechende Parteiprogramme schreiben. Autor Matt Huber nannte gleich eine ganze Reihe demokratische US-Abgeordnete, die es seiner Meinung nach richtig machen:
„Sam Forstag, ein Demokrat, der in Montana für den Kongress kandidiert, ist in vielerlei Hinsicht ein vertrauter Typus des Progressiven: Er ist Gewerkschaftsarbeiter, fordert die Besteuerung der Reichen und den Ausbau von Medicare für alle Amerikaner. Doch ein Thema scheint er zu meiden – sowohl in seinem Wahlprogramm als auch bei öffentlichen Auftritten. Als er kürzlich auf die wachsende Gefahr von Waldbränden und Dürre im Westen angesprochen wurde, sprach er über eine schreckliche Skisaison und Rekordtemperaturen, nannte die Klimakrise aber nicht direkt beim Namen. Auch die demokratischen Kandidaten für das US-Repräsentantenhaus Trey Martin, ein gewerkschaftlich organisierter Eisenarbeiter aus Oklahoma, und Chris Reichard, ein Elektriker und Veteran, der in Missouri kandidiert, halten sich bei einem Thema eher zurück, das einst ein Kernstück vieler progressiver politischer Kampagnen war. Selbst in einem demokratisch geprägten Wahlbezirk in Minnesota erwähnt Kaela Berg, eine demokratische Abgeordnete im Bundesstaatenparlament, die als Flugbegleiterin arbeitet, den Klimawandel auf ihrer Wahlkampfwebsite nur kurz – und verbindet ihn dort mit der Senkung von Energiekosten“.
Das Ende einer Ära
Huber selbst fasste seinen neuen Text (der bei der New York Times hinter der Paywall steht) auf der Plattform Bluesky erstaunlich offen zusammen: Die Demokratische Partei in den USA sei „historically unpopular“ und verliere Wähler der Arbeiterklasse; der Fokus auf Klimawandel, ein Thema, das vor allem für die gebildete und wohlhabende eigene Basis wichtig sei, sei kein Weg, diese Wähler zurückzugewinnen. Für Huber markiert dies „the end of an era“ – das Ende einer Ära.
Huber war einer jener Autoren, die den Klimawandel ausdrücklich als Vehikel für Klassenpolitik, Staatsintervention und sozialistische Mobilisierung verstanden. Sein früherer Ansatz lautete: Klimapolitik muss mit Jobs, öffentlicher Investition und Arbeiterinteressen verbunden werden, um daraus eine neue linke Massenpolitik zu formen. Man nannte das auch „Green Deal“ (und bei uns „Große Transformation“). Nun hört er sich ganz anders an. Die US-Linke, so Hubers neue Botschaft, sollte über bezahlbare Energie, Lebenshaltungskosten und materielle Sorgen sprechen – und nicht länger glauben, mit Klimarhetorik die Arbeiterklasse zurückholen zu können. Der Plan, mit dem „Green Deal“ massenhaft neue Arbeitsplätze und damit Akzeptanz für die linke Politik zu schaffen, sei nicht aufgegangen. Stattdessen seien die Lebenshaltungskosten unentwegt gestiegen.
Eine sozialistisch organisierte Gesellschaft ist Huber in auffälliger Weise wichtiger als die Aussicht auf einen sich erwärmenden Planeten (was durchaus auch die Klimakämpfer in anderen Regionen der Welt übertragen werden kann, etwa auf Europa). „Die Demokraten werden sicherlich weiterhin Maßnahmen vorschlagen, die Arbeitsplätze und öffentliche Investitionen fordern“, schreibt er sinngemäß, „aber es ist nicht klar, warum das Klima dabei im Mittelpunkt stehen sollte.“ Das Motiv der „Selbstverbrennung“ (Buchtitel des deutschen „Klimapapstes“ Hans Joachim Schellnhuber) hat ausgedient. Nachdem das Panikorchester uns 20 Jahre lang vorgespielt hat, der Klimawandel sei die Über-Krise, die die gesamte Menschheit in ihrer Existenz bedrohen würde, lassen die Katastrophisten nun wissen, sie verstünden gar nicht mehr so recht, warum dieses Thema im Zentrum der Politik stehen sollte. Es läuft nicht gut für das Klima-Narrativ, das sich sogar in höchstrichterlichen Urteilen niederschlug.
Das Ende eines Katastrophen-Szenarios
Das viel kritisierte „Klima-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes machte sich unter anderem ein unwahrscheinliches Katastrophen-Szenario des IPCC („Weltklimarat“) zu eigen und ging von einer Erwärmung von über drei Grad Celsius bis ins Jahr 2100 als „wahrscheinlich“ aus. Jetzt kassierten 44 Autoren des IPCC das Extrem-Szenario (RCP-Szenarios 8.5). Die Klima-Vorgaben des BVerfG sind damit ebenfalls unglaubwürdig. Es steht für eine Welt, in der Kohleverbrauch und fossile Emissionen dramatisch weiter steigen und die globale Erwärmung am oberen Rand der Modellrechnungen landet. In Medien, Politik und Aktivismus wurde dieses Szenario oft wie eine Art „Weiter so“-Prognose behandelt: Es werde eintreten, wenn die Menschheit nicht radikal umsteuere.
Und nun: Die „High-End-Szenarien“ wie RCP8.5 und SSP5-8.5 sind unter heutigen politischen und technologischen Trends nur noch schwer mit einem plausiblen Entwicklungspfad vereinbar. Eine 2024 in Nature Communications veröffentlichte Analyse kam zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, bis 2100 einen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter zu überschreiten (wie im Szenario RCP 8.5), bei nur 0,5 Prozent liegt. Als politisch-medialer Normalfall, als Standarddrohung für das 21. Jahrhundert, ist RCP8.5 damit erledigt.
Wenn einflussreiche Meinungsmacher auf der Linken plötzlich eine Abkehr vom Klimathema empfehlen, dann haben sie offenbar besser begriffen, wie brüchig das Fundament der Klima-Religion geworden ist, als sie zugeben. Die Schlussfolgerung der linken Avantgarde in den USA ist pragmatisch und von einer gewissen Chuzpe geprägt: Die linksorientierten US-Demokraten sollen vermeiden, über den Klimawandel zu sprechen, während linke Medienkonsumenten weiterhin mit Klimakatastrophe gefüttert werden. Das erscheint widersprüchlich, entspringt aber einem klaren politischen Kalkül: Demokratische Kandidaten in den USA können sich auf Themen konzentrieren, die Wähler wirklich interessieren. Die Medien und NGOs versorgen währenddessen die schrumpfende Klimagemeinde weiter mit dem täglichen Untergangsporno, ohne den sie offenbar nicht ruhig schlafen kann.
Das Ende einer Selbsttäuschung
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis das Polit-Kino auch hierzulande das Programm ändert. Der Klimaschutz ist in Deutschland längst aus der Spitzengruppe der Alltagsängste herausgefallen – wenn er es überhaupt jemals war. Und das gerade bei jenen Milieus, die Sozialdemokraten früher für ihren selbstverständlichen Besitzstand hielten: Arbeiter, einfache und mittlere Angestellte, Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Nicht viel besser dürfte es bei der CDU aussehen, die ja in der Klimapolitik längst das Lied von SPD und Grünen mitsingt. Sehr schön war der Spagat, den die Demokraten jetzt in den USA aufführen, kürzlich bei Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zu beobachten, ein früher Vogel, der möglicherweise bald von der Katze gefangen wird.
Frau Reiche forderte im gleichen Atemzug „Schluss mit der Selbsttäuschung in der Energiepolitik“ und versicherte „ich stehe hinter der Energiewende“. Der erste Satz war für die von Arbeitslosigkeit und Wohlstandsverlust Bedrohten, der zweite für die grünen Wundergläubigen. Autor Matthew T. Huber sieht eine solche Argumentation eigentlich in verteilten Rollen, das Novum bei Reiche ist, dass sie beides auf einmal machen muss und sich so irgendwie als gespaltene Persönlichkeit darbietet. Außerdem hat sie in dem hier zitierten Text viermal „Klima“ gesagt, was eindeutig zu viel ist.
Die Umweltbewusstseinsstudie 2024 des Umweltbundesamts zeigt, dass 54 Prozent der Befragten Umwelt- und Klimaschutz irgendwie für „sehr wichtig“ halten, aktuell dürfte der Wert bereits darunter liegen. Schon 2024 lagen andere Themen deutlich davor: Gesundheitssystem, Bildung, Kriminalität und öffentliche Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Kriege und Terrorismus, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie wirtschaftliche Entwicklung. Umwelt- und Klimaschutz landet in dieser Rangfolge erst dahinter. Schon 2024 ist der Wert wieder auf das Niveau von 2016 und früher zurückgefallen.
Die in Deutschland tonangebenden Parteien haben das Klimathema in den Ampel-Jahren nicht nur moralisch aufgeladen, sondern sozialpolitisch überdehnt: Heizgesetz, Energiepreise, CO2-Bepreisung, Transformationsrhetorik, Industrieumbau, Verbrenner-Aus, Wärmepumpe, Gebäudesanierung. Für urbane Akademikermilieus klang das nach Zukunft. Für viele frühere SPD- und CDU-Wähler klingt es nach Gebührenbescheid und überhöhter Strom-, Gas- und Spritrechung. Für die FDP war es tödlich. Nicht das Klima, sondern die Klimapolitik wird von weiten Wählerschichten mittlerweile als bedrohlich empfunden. Statt des versprochenen grünen Wirtschaftswunders mit neuen Arbeitsplätzen bewirkt die „Große Transformation“ schlicht eine Deindustrialisierung des Landes und kostet Hunderttausenden die wirtschaftliche Existenzgrundlage. Nicht langfristig, weil es zu warm wird, sondern kurzfristig, weil die Lebenskosten deutlich schneller steigen als der Meeresspiegel. Und ein einfaches Prinzip der Nachhaltigkeit lautet: Ich muss zuerst einmal heute überleben, wenn ich morgen überleben will.
Das Ende der Großen Transformation
Wer zur Miete wohnt, pendelt, ein älteres Auto fährt, in energieintensiven Betrieben arbeitet oder jeden Monat auf Lebensmittel-, Strom- und Heizkosten schaut, hört bei „Klimaschutz“ nicht mehr Weltrettung. Er hört Verteuerung, Kontrolle, Zumutung, Übergriffigkeit, Belehrung und Statusverlust. Das Stichwort „Klima“ avanciert zum Schimpfwort. Genau dort liegt die offene Flanke der Sozialdemokratie und mittlerweile auch die der CDU: Sie haben ein Thema zum Zentrum ihres wirtschaftlichen Handelns gemacht, das früher als moralischer Hebel zur Durchsetzung egalitärer und bevormundender politischer Ziele taugte. Und sie haben es so lange überdehnt, bis es sich jetzt gegen sie selbst richtet. Sie haben sich zu Tode gesiegt und wissen jetzt nicht mehr, wie sie aus dieser Grabkammer aussteigen sollen.
Im ZDF-Politbarometer vom Mai 2026 bleibt die SPD bundesweit bei 12 Prozent – laut ZDF ihr Tiefstwert. Gleichzeitig liegt die AfD mit 27 Prozent vor der Union. In Sachsen-Anhalt kommt die SPD laut Infratest dimap nur noch auf sieben Prozent, während die AfD dort bei 41 Prozent liegt. Wer unter solchen Bedingungen weiter so tut, als müsse er unbedingt weiter das Klima retten, hat trotz mehrfacher Ansagen des Zugpersonals vergessen, an der letzten Station auszusteigen und befindet sich auf dem Weg ins U-Bahn-Depot.
Das Klimathema war jetzt mehr als zwei Jahrzehnte nützlich, um politische Ziele zu bündeln – Staatsintervention, Umverteilung, Industriepolitik, moralische Lagerbildung. Es ist institutionell bis ins kleinste Detail einer Bauverordnung angekommen. Es steckt in Gesetzen, Förderprogrammen, EU-Vorgaben, Unternehmensstrategien, kommunalen Wärmeplänen, Fassadenplatten, Schulbüchern und Sonntagsreden.
In Deutschland exponierte sich in dieser Beziehung beispielsweise der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) schon 2011 mit seinem Bericht „Welt im Wandel“. Es handelte sich laut Autoren um einen „Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“, die wir uns als Ende des „fossilen industriellen Metabolismus“ und als „Übergang zur Nachhaltigkeit“ vorzustellen haben. Scharlatane haben sich zu allen Zeiten hinter Wort-Ungetümen versteckt. Das soll den normalen Menschenverstand auf Distanz halten.
Das Ende der Klima-Einheitspartei
Die neue „Weltgesellschaft“ sollte mit deutschem Know-how verwirklicht werden, und zwar durch „tief greifende Änderungen von Infrastrukturen, Produktionsprozessen, Regulierungssystemen und Lebensstilen“. Der Gremiumsvorsitzende Hans Joachim Schellnhuber schlug deshalb Volksentscheide mit Teilnahmepflicht oder Ombudsleute für die Rechte künftiger Generationen vor. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnet Nachhaltigkeit als Leitprinzip der Bundesregierung und fordert die Deutschen auf, „über alle Lebensbereiche hinweg den Nachhaltigkeitsgedanken zu verinnerlichen“. Die desaströsen Ergebnisse dieser Politik lassen sich aktuell nachhaltig besichtigen.
Die den verantwortlichen Politikern und Institutionen von der Fahne gegangenen Bürger werden garantiert nicht in den Schoß der Wohlmeinenden zurückkehren, indem man ihnen jetzt die Zumutungen der „Großen Transformation“ noch einmal freundlicher erklärt. Sie beginnen zu verstehen, dass sie einer linken Masche aufgesessen sind. Wer das Gros der Menschen mittleren Einkommens erreichen will, sollte ihnen nicht erzählen, wie sie ihre Heizung, ihr Auto und ihren Lebensstil klimakonform umbauen. Das kommt den Bürgern zunehmend zum Halse heraus. Sie wollen schlicht wissen, wie Arbeit, Wohnen, Energie, Mobilität, Sicherheit wieder bezahlbar werden.
Das Klimathema war für die Umverteiler dieses Landes lange ein Selbstläufer und ein panzerbrechendes Argument. Man konnte damit Umverteilung begründen, neue Bürokratien schaffen, Märkte regulieren, Industrien umbauen respektive abwickeln, Konsumgewohnheiten moralisieren und politische Gegner als verantwortungslose Menschheitsfeinde abservieren. Doch genau diese Überdehnung rächt sich nun. Aus dem scheinbaren Aufbruchsthema ist ein Abbruchthema geworden. Wenn selbst ein Autor von „Climate Change as Class War“ dem linken Spektrum rät, Abschied zu nehmen, dann ist klar: Die Klima-Apokalypse wird gerade vertagt, stattdessen steht die des herrschenden Parteiensystems bevor. Mal sehen, ob sie die beleuchteten Schilder für den Notausgang lesen können.
Beitragsbild: ReoMartins - Own work, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

@Thomas Szabó, „KAMPF GEGEN SOZIALISMUS“ in 3, 4 oder mehr Teilen –
Wir befinden uns längst im Krieg. Es ist kein Geheimnis, wer ihn angefangen hat.
„There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.“ Warren E. Buffett¹
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¹) „In Class Warfare, Guess Which Class Is Winning“, von Ben Stein, The New York Times, 26.11.2006, ohne Paywall
@Alex Müller: „Ohne Kohle, Öl und Gas müßten entweder ca. 3/4 der Menschen verschwinden oder sich der Lebenstandard aller drastisch reduzieren. Womit die Lösung eigentlich auf der Hand liegt:“ Bildung, niedrige Geburtenraten –
Vergleichen wir Deutschland, drittstärkste Wirtschaftsnation bei 1% der Weltbevölkerung, mit dem weltweiten Durchschnitt:
a) hoher Lebensstandard
b) hoher Bildungsstandard
c) niedrige Geburtenraten
d) gute Gesundheitsversorgung
e) hohe Lebenserwartung
f) hoher Anteil Rentner dank c), d), e)
g) finanziert durch Handelsbilanzüberschuss
h) Export hochwertiger, teurer Industrieprodukte
i) Import billiger Alltagsprodukte aus Niedriglohnbranchen
j) Import billiger Energie
k) Import billiger Rohstoffe
Angenommen, alle Länder der Welt hätten a) bis f) erreicht. Wie soll g) umgesetzt werden? Es können nicht alle Länder h) und i) umsetzen, weil die Handelspartner fehlen. Und j) und k) scheitern an den planetaren Grenzen, die Preise (ohne Steuern oder Subventionen) steigen.
@Holger Kammel, „Das der CO2-Unsinn ein Riesenschwindel ist, kann man in jeder Wüstengegend und in den Trockenzeiten Afrikas und Asiens beobachten. Dort wird es fast unmittelbar nach Sonnenuntergang empfindlich kühl, trotz “wärmenden„ CO2‚s.„ –
Auch bei uns wird es nachts schneller kühl, wenn der Himmel wolkenfrei ist. Klimawissenschaftler behaupten nicht, CO2 sei “wärmend„. Das ist nur ein Strohmannargument.
@Donatus Kamps: „Um Kernernergie zur zentralen Energiequelle für die Welt zu machen, müssen eine Reihe Probleme gelöst werden: 1) Herstellung am Fließband 2) Inherente Sicherheit 3) Vollständige Verbrennung 3[4]) Hochtemperatur zur Treibstoffsynthese. ----- Grundsätzlich sind diese Probleme nicht unlösbar.“ –
Am weitesten im Kernkraftbereich bei 2), 3) und 4) ist die Kernfusion. Bei Wind und Solar sind alle vier Probleme sogar längst gelöst (1 und 2) bzw. nicht vorhanden (3 und 4). Speicherung durch Umwandlung in chemische, potentielle oder kinetische Energie und spätere Rückwandlung in elektrische Energie. Die Frage ist doch nie, was ist die vernünftigste Lösung, sondern stets, was ist die wirtschaftlich lukrativste Lösung.
@Alex Müller, „Den kümmerlichen Rest teilen sich Wind, Solar, und Kernenergie, letztere mit ca. 3,5%. Die hier vielgepriesene Kernkraft ist somit auch keine Lösung“ –
Dazu kommt, dass Kernkraft seit 30(!) Jahren stagniert. Der Höhepunkt war 2006 mit 7495 TWh, also fünf Jahre _vor_ Fukushima. Wind steigt immer noch linear, Solar sogar exponentiell.
Zahlen¹ für Kernkraft – Wind – Solar in TWh:
1996: 6685 – 26 – 2
2006: 7495 – 357 – 15
2016: 6567 – 2419 – 824
2024: 6872 – 6124 – 5151
Gut möglich, dass die Kernkraft 2026 von Wind überholt wird, und 2027 von Solar.
Die Panik der Kernkraftbefürworter ist menschlich verständlich.
____
¹) „Global primary energy consumption by source“, ourworldindata.org
@Udo Brozowski, „Hier nun die entscheidenden Zahlen: Der gesamte Anteil von CO2 in der Atmosphäre beträgt 0,04 %. Der anthropogene Anteil davon ist 4 %, das sind also 0,0016 %.“ –
In den letzten 800.000 Jahren (bis 1911) war der CO2-Gehalt _stets_ kleiner als 300ppm (0,03%).
1912: 300ppm
1968: 320ppm
2000: 366ppm
2023: 420ppm
Wenn von den zusätzlichen 120ppm nur 12ppm (4% von 300ppm) anthropogen ist, woher kommen die anderen 108ppm? Hungerstreik der Grünpflanzen?
Erst braucht es eine neu aufgetakelte Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Bis dahin wird es halt wärmer. Erst war Waldsterben. Dann Ozonloch. Über dem Südpol. Obwohl sich alle Industrieländer allesamt auf der nördlichen Halbkugel befinden. Egal. Dann kam Maurice Strong, beauftragt vom Boss der UNO, das Kyoto- Summit zu organisieren und los ging es mit der Bekämpfung des Blutes des Kapitalismus: der Kohlenstoffbasierten Energie. hin zu Lenins Traum vom Kommunismus: Elektrizität plus Sozialismus. Maurice Strong, ein kanadischer Ölmilliardär, dabei bekennender Sozialist. Was es nicht alles gibt. Übrigens: ob Öl tatsächlich nur aufgrund fossiler Vorgänge entsteht ist fraglich. Der Globus selbst besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoff. So emittieren Italienische Vulkane mehr CO2 als deren gesamte Wirtschaft. Hoffentlich wird es bald etwas wärmer.