Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewußt gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, daß es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert. http://www.jungewelt.de/2011/06-11/039.php?sstr=libyen
Kann man noch bessere deutsche Referenten finden, wenn es um den „Krieg um Libyen“ – so der Veranstaltungstitel von COMPACT – geht? Professor Udo Steinbach leitete lange Jahre das deutsche Orient-Institut in Hamburg. https://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/05/25/9-juni-berlin-libyen-veranstaltung-von-compact/
Dazu fällt dem linksreaktionären Gutmenschenpack nichts ein:
Rund 10’000 oppositionelle Stammesmitglieder marschierten unterdessen in einem Trauerzug über den Platz des Wandels und trugen dabei die Leichen von 41 ihrer Kämpfer bei sich. Diese waren ihren Angaben zufolge in der vergangenen Woche ums Leben gekommen, als Regierungstruppen das Haus einer ihrer Anführer in Sanaa bombardierten. http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/die_lage_in_jemen_eskaliert_weiter_1.10885373.html
Menschenrechtsorganisationen zufolge sind mehr als 1300 Menschen bei der Niederschlagung von regierungskritischen Demonstrationen getötet worden, die meisten Opfer waren unbewaffnet. Eine Sprecherin der syrischen Regierung sagte, dass 500 Sicherheitskräfte während der Revolte ihr Leben gelassen hätten. Die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen, Navi Pillay, sprach in Genf von einer „wachsenden Zahl alarmierender Berichte“ aus Syrien. Nach ihren Erkenntnissen seien seit dem Beginn der Proteste in Syrien Mitte März bis zu 10 000 Regierungsgegner festgenommen worden.
http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien-erdogan-bezeichnet-militaeroperation-als-barbarei_aid_636082.html
Bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen Demonstranten wurden am Freitag im ganzen Land mindestens 25 Zivilisten getötet. Die Armee setzte auch Hubschrauber ein. Besonders hart gingen die Sicherheitskräfte im Nordwesten des Landes vor. Im Zentrum des Konflikts steht dabei seit Tagen die Gegend von Dschisrasch Schugur.
http://www.welt.de/politik/ausland/article13424922/Syriens-Regime-laesst-Demonstranten-niedermetzeln.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article13425857/Tausende-Syrer-fliehen-vor-der-Rache-des-Regimes.html
Syriens Regime zeigt besonders im Nordwesten des Landes derzeit seine ganze Härte. Vor der Gewalt flohen weitere Bewohner der Gegend über die nahe Grenze in die Türkei. Ihre Zahl stieg am Samstag auf 4300, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf einen ranghohen Diplomaten meldete. Flüchtlinge, die die Türkei erreicht hatten, berichteten von schrecklichen Erlebnissen. http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/asad_nimmt_sein_eigenes_volk_in_die_zange_1.10895012.html
Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von offiziellen Zahlen werden die meisten Todesstrafen in Saudi-Arabien per Enthauptung vollstreckt. Seit Jahresbeginn waren es 24 Fälle. Zuletzt wurde in Saudi-Arabien am Mittwoch ein Mann mit einem Säbel geköpft.
http://www.welt.de/politik/ausland/article13424730/Saudi-Arabien-mit-traurigem-Hinrichtungs-Rekord.html