Henryk M. Broder / 15.08.2011 / 13:43 / 0 / Seite ausdrucken

Auferstanden aus Ruinen

Die “junge Welt”, jenes Drecksblatt, das Stasi-Leuten eine zweite Chance gibt und zu Mauermördern “einfach mal Danke!” sagt, gab es schon einmal, nämlich von April 1939 bis vermutlich Ende 1944, es war das Kampfblatt der Hitler-Jugend. Schauen Sie bitte hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt_–_die_Reichszeitschrift_der_Hitler-Jugend
http://home.arcor.de/hitlerjugendzeitung/welt.htm
http://www.huesken.com/shop/de/hitlerjugend-bdm-pfadfinder-fuenf/junge-welt-52627.html

Insofern ist es kein Zufall, dass das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend in der DDR ebenfalls “junge Welt” hiess, ging es doch darum, die Tradition der HJ fortzusetzen. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass die jW sich heute bei Mauermördern bedankt, die einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz (also mit Autobahnen, Kraft durch Freude aber ohne Auschwitz) geleistet haben.

Hier noch etwas zum kriminellen Umfeld des Blattes:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8337793.html

Und das ist der Chef:
Der Verräter Schölzel etwa, so schonungslos er von seinen Opfern attackiert wird, war weit mehr als ein eindimensionaler Opportunist. Kein schmieriger Stasi-Scherge, wie man ihn aus den einschlägigen Filmen kennt. Er war ein Überzeugungstäter, dessen Motivation für den Spitzeldienst in der eigenen Geschichte zu finden ist: In den Sechzigern floh er aus der BRD vor dem Wehrdienst in ein System, das ihm ideal erschien. Heute verwaltet Schölzel als Chefredakteur der “Jungen Welt” die geistigen Rückstände des einst realen Sozialismus. Der Mann war kein Mitläufer, der Mann glaubte in einer Mission unterwegs zu sein. Das war es wohl, was ihn als Spitzel zu Spitzenleistungen antrieb. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,493872,00.html

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