
Schöne Einleitung und schön für die FAZ, nur glaube ich, sie wird es in dieser Form und Konstellation nicht mehr so lange geben - leider. Und ob muss man die F60 gesehen haben ! Ich bin zwar nicht schwindelfrei, aber es war ziemlich beeindruckend und ich hab viel erfahren ...
Ich war auf die Wiedervereinigung gut vorbereitet und habe vom ersten Tag an, ab dem es möglich war, die FAZ gelesen – das erste Exemplar war eine Freitagausgabe mit dem berühmten FAZ-Magazin, darin die wöchentlichen großartigen Notizen des wunderbaren, unvergessenen Johannes Groß, auf einer ganzen Seite im Innenteil. Am Sonnabend gab es die weltberühmte Tiefdruckbeilage. Ich bin bei der FAZ geblieben. In Deutschland gibt es eine Besonderheit, man findet eigentlich in allen Blättern– neben Schauderhaftem - auch immer etwas Lesenswertes, Intelligentes, Annehmbares - im SPIEGEL, im stern, in der ZEIT, sogar in linken Blättern wie taz und FR, seltsamerweise auch im neuen deutschland (insbesondere in deren Wochenendbeilage). In ihren alljährlichen Weihnachtsausgaben sind sie alle gut. Außer dem SPIEGEL. Um Weihnachten wetter das Sturmgeschütz immer gegen Jesus und die katholische Kirche. Die SZ übers Jahr mit Heribert ist etwas besonderes. Ich versuche einmal eine Antwort im Heribert-Prantl-Stil: „Man kann die SZ links liegen lassen, man muß die SZ unbeachtet lassen, wenn man bei Verstand bleiben will.“ Jedenfalls an manchen Tagen. Der Kyffhäuserkreis, mein Heimatkreis, nimmt deutschlandweit Platz 8 der SZ-Meider ein, unser Nachbarkreis Nordhausen Platz 9. Wenigstens Vera Lengsfeld, gemeinsame Heimatstadt Sondershausen, sollte hin und wieder zur notleidenden SZ greifen – aus solidarischer Solidarität mit den Unbeachteten dieser Welt, insbesondere im SZ-Ignoranten-Osten, in Thüringen der Heribert-Nichtversteher. Die SZ hatte im Osten von Beginn an schlechte Karten, sie wetterten in allen Kommentaren und aus allen Prantl-Rohren gegen die Wiedervereinigung. Warum sollte ich in meiner Freude über das wiedervereinigte Deutschland so was vergessen?
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