Obama sieht es als seine Aufgabe, die US-Außenpolitik wieder in Deckung zu bringen mit den wirtschaftlichen und fiskalischen Möglichkeiten des Landes. Er ist ohnehin kein sentimentaler Politiker, hat aber auch persönlich kaum Bindungen an Europa. Als er als junger Mann das erste Mal europäischen Boden betrat, war er auf Durchreise nach Kenia, wo er nach seinen afrikanischen Wurzeln forschte. „Das Problem war nicht, dass Europa nicht schön war“, schreibt er in seiner Autobiografie über seine erste Bekanntschaft mit dem Kontinent. „Alles war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es war nur kein Teil von mir.“ Frei von sentimentalen Bindungen an Europa fragt sich Obama heute vor allem, welchen Nutzen der Kontinent bringt, um die Amerikaner als Weltordnungsmacht zu entlasten. Und darauf lautet die Antwort: immer weniger. http://flatworld.welt.de/2013/06/17/obama-besucht-deutschland-europas-grosere-schweiz/#more-2084