Erich Wiedemann / 11.06.2020 / 06:01 / Foto: Pixabay / 80 / Seite ausdrucken

Auf dem Weg zum Coronismus

Krise als Chance. Das war eine der meistgebrauchten Medien-Plattitüden im letzten Vierteljahr. Ich habe das Schlagwort gegoogelt und bei der 92. Krise/Chance-Headline aufgehört zu zählen. 

Corona ist die schlimmste Heimsuchung des 21. Jahrhunderts. Ganze Branchen drohen auszubluten. Wer in diesem Fiasko eine Chance sieht, muss gaga oder Masochist sein. Oder er muss die missliche Realität durch die Poetik-Brille sehen wie die Salzburger Autorin Sonja Schiff. Sie hat gerade ein Buch über die elysischen Freuden verfasst, die sie in der Corona-Krise entdeckt hat. Jetzt endlich erlebe sie Ruhe und Zuversicht.

In ihr seien nun viel Mut und Heiterkeit, schreibt Frau Schiff. Und bald würden sie und ihre Freunde auf die Straße laufen, um miteinander zu weinen, zu lachen und zu feiern. Man sieht: Die Krise ist auch in vielen Köpfen. Das Phänomen ist zeitlos. Der FAZ-Feuilletonist Friedrich Sieburg hat es schon in den fünfziger Jahren in seinem Bestseller „Die Lust am Untergang“ trefflich beschrieben.

Bevor die schöne, neue Welt sich entfalten kann, muss die alte entsorgt werden. Die Hamburger Anstalt für betreutes Denken, vulgo „Die Zeit“, hat beschrieben, wie der Kapitalismus unter dem Einfluss der Seuche auf Grundeis gehen wird, wenn die Menschen erstmal feststellen, dass sie das meiste von dem, was er ihnen bietet, gar nicht brauchen. Von den 10.000 Dingen, über die der Durchscnnittsdeutsche gebiete, seien zwei Drittel entbehrllch. 

Die Situation in den Fußgängerzonen scheint den Verzichtpredigern recht zu geben. Die Umsätze, vor allem der Kleinen, decken kaum die Kosten. IKEA hat Ende März seine 53 Standorte in Deutschland geschlossen und sie im April wieder aufgemacht. Aber nicht wenige Kunden kommen nur, um Köttbullar zu essen, statt Möbel zu kaufen. Allerdings, IKEA-online boomt. Das Publikum hat nur wenig Lust auf Shopping-bummeln. Konsumverzicht sieht anders aus.

Wir backen unser täglich Brot

Die Krise hat die Lebensmittelherstellung teilweise domestiziert. Hausfrauen kaufen Mehl und Hefe, um zu Hause Brot zu backen. Volkshochschulen haben überall im Land Brotbackkurse aufgelegt. Wenn der Trend sich nach der Krise fortsetzt, braucht Deutschland ein paar hundert Bäckereien weniger.

Never let a good crisis go to waste, sprach einst Winston Churchill. Die Mobilitätsforscherin Julia Jarass vom „Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ muss das goldene Wort wohl unter dem Herzen tragen. Sie fragte sich im „Tagesspiegel“, ob denn ein Unheil nicht auch eine Chance biete, „unsere Städte zu resilienten und liebenswerten Orten weiterzuentwickeln“. Das setze die radikale Umverteilung von öffentlichem Raum voraus, der ja ein knappes Gut sei. Kurzum, sie will mehr Fuß- und Radwege und weniger Autostraßen.

Wenn das kein Paradoxon ist. Die Frau predigt Langsamkeit und nennt sich Mobilitätsforscherin. Das ist, als machte ein Schlachter Reklame für Sojakoteletts.

Chance ist ein Synonym für Glücksfall. Nur, welches Glück kann aus so einem Jahrhundertdesaster erwachsen? Der große Albert Camus, Autor von „Die Pest“, hat die Frage in seinem „Mythos des Sisyphos“ vorweggenommen. Ein Arzt, dem alles um sich herum absurd und sinnlos erscheint, bekennt sich dazu, dass er zufrieden und glücklich ist. Camus schreibt aber nicht, warum.

Weg in die Sackgasse

Das Prinzip Hoffnung hat zur Zeit keine gute Presse. Ein Großteil der Journaille setzt auf Paradigmenwechsel. Die notorisch fortschrittliche „Frankfurter Rundschau“ mahnt, „die romantische Sehnsucht nach den Vorkriegszuständen“ dürfe sich nicht als Leitbild der Konsolidierung durchsetzen. „Das wäre ein Weg in die Sackgasse.“

Der Faktencheck sagt etwas anderes. Das Institut „Freedom House“ in Washington zählte letztes Jahr 87 Demokratien auf der Welt. Das sind rund viermal so viele wie 1950. Flächendeckender Hunger, Kindersterblichkeit und Analphabetentum sind stark rückläufig. Nein, die Menschheit bewegte sich, jedenfalls bis zum Beginn der Krise, nicht in einer Sackgasse sondern auf einem Königsweg. Um den Status quo ante wiederherzustellen, muss die Menschheit zurück auf diesen Weg.

Aber wie kann man die fatale Trendumkehr stoppen? Bei 255 Billionen Dollar Schulden weltweit ist das kein Bagatelljob. Es geht nur mit einer streng konservativen Politik. Und Konservieren heißt Bewahren. Die alten Werte müssen bewahrt werden. Eine Zäsur ist, wenn das Alte aufhört und das Neue anfängt. Nein, das braucht Deutschland nicht.

Das wollen aber linke Alarmisten wie Reinald Becker vom ARD-Staatsfernsehen. Becker findet progressiven Rückschritt hipp. Die Sehnsucht nach der guten alten Zeit bellte er in einem TV-Kommentar nieder: „All diesen Spinnern und Coronakritikern sei gesagt: Es wird keine Normalität mehr geben wie vorher.“

Becker ist so arrogant, dass es fast wehtut. Aber deutsche Chefredakteure sind ebenso präpotent und unbelehrbar wie deutsche Chefärzte. Ich habe als Redakteur und Reporter neun Redaktionsleiter erlebt. Unter ihnen war nur einer, der nicht so tat, als könne er übers Wasser laufen.

Die Grünen schaffen die Lieferketten ab

Die Indikation ist ganz einfach: Die Bürgerlichen müssen dagegenhalten. Im Geist von Ludwig Erhard. Die Defätisten dürfen die öffentliche Meinung nicht kapern. Die gute alte Marktwirtschaft muss ohne ideologische Zwänge wieder ausgreifen können. 

Die Grünen wetzen für die Zeit nach der Krise die langen Messer. Besonders für autofreie Innenstädte. Sie bekennen sich zu dem Ziel, Autos unattraktiv zu machen. Dass ohne den Individualverkehr Arbeitsmärkte und Lieferketten zusammenbrechen würden, stört sie nicht. 

Die Belgier sind mit ihrer Verkehrspolitik schon einen Schritt weiter als die anderen Europäer. Brüssels Bürgermeister, der Sozialist Philippe Close, hat die Europa-Metropole total entschleunigt. In der City hat er ein Tempolimit von 20 km/h und über die anderen Stadtteile von 30 km/h verhängt. Fußgänger dürfen neuerdings auf der gesamten Fahrbahn flanieren. 

Es gibt Medien, die die Corona-Planwirtschaft gar nicht so schlecht finden. Der „Spiegel“ bringt seinen Jubel auf den „Rückenwind fürs Rad“ in die Debatte ein. Erstens komme man mit dem Fahrrad virenfrei zur Arbeit, und zweitens stärke Radfahren Immunsystem und Kreislauf. Die „Zeit“ schnulzt sich einen runter mit der Überschrift zu einem Stück Radfahrerlyrik: „Die Kette schnurrt, der Geist wird frei“. Aber man kann ja nicht monatelang jede Woche immer nur über Corona referieren. Man muss zwischendurch mal sülzen dürfen. Auch Krisen haben Saure-Gurken-Zeiten.

Das Veloziped ist das Totem der rotgrünen Klasse. Ich erinnere mich, dass zu meiner Zeit beim „Spiegel“ dessen Tiefgarage am Hamburger Dovenfleet die höchste Porsche-Dichte der Stadt hatte. As time goes by.

20 Meter sind besser als 2 Räder

Es ist wahr, Radfahrer bewegen sich gesünder im Straßenverkehr, auch weil sie sich nicht so leicht anstecken. Der „Spiegel“ scheint sich aber dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung verpflichtet zu fühlen. Dass Radler auch abscheuliche Virenschleudern sein können, weil sie die hochinfektiösen Mikrotröpfchen aus ihren Rachen in großem Umkreis verbreiten und dass Virologen deshalb einen Abstand von 20 statt 2 Metern empfehlen, das berichtet er in dem Artikel nicht.

Die „Süddeutsche“, die sich gern als Herold des Fortschritts an die Rampe spielt, trompetete in einem Interview mit dem Berliner Soziologen Andreas Knie, die Automobilindustrie sei „nicht mehr systemrelevant“. Sie verunglimpft sogar den erfolgreichen Außenhandel, dem die Deutschen ihren Wohlstand verdanken, als Ausfluss von „Exportwahn“.

Professor Knie sagte in dem Interview, was die SZ offenbar hören wollte. Die Pandemie sei „in diesem Sinne tatsächlich ein Geschenk“. Quel beau cadeau. 6 Millionen Infizierte und 358.000 Tote (Stand vom 28. Mai), und der Mann nennt das ein Geschenk. Wenn er das bei Facebook geschrieben hätte, wäre sein Account gesperrt worden. 

Knie wird ferner mit dem kauzigen Satz zitiert: „Wir sehen keinen Trend, dass die Menschen sagen, jetzt fahre ich nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, weil da die Viren mitfahren.“ Derlei Einfaltspinseleien lassen ahnen, warum die Soziologie gelegentlich als Bullshit-Science diffamiert wird. Denn richtig ist: Bei den deutschen Nahverkehrsbetrieben sind die Fahrgastzahlen in den letzten drei Monaten um bis zu 90 Prozent eingebrochen.

Herr Knie will mehr zahlen

In einem zweiten Interview mit Knie wirft die SZ die Frage auf, wie es denn weitergehen soll mit dem teuflischen Automobil. „Der Benzinpreis steigt immer weiter. Wann sind unsere Straßen leer?“ Darauf Knie: „Es gibt eine hohe Bereitschaft, zusätzliches Geld für Mobilität zu zahlen.“ 

Richtig ist dagegen: Der Rohölpreis hat in den letzten Monaten den tiefsten Sturz seit 30 Jahren erlebt. Ein Liter Benzin wurde von Januar bis April um 30 bis 35 Cent billiger. 

Die meisten überregionalen Zeitungen fabulieren tüchtig auf eine neue globale Ordnung los. Die „Zeit“ beklagt einerseits die Paranoia der Verschwörungsdemonstranten und stöhnt andererseits: „Weltregierung, schön wär’s.“ Und an anderer Stelle: „Corona ist eine Fastenzeit, die auf bescheidene Weise glücklich macht.“

Auch die linke TAZ widersteht nicht dem Versuch, aus gegebenem Anlass die Zeitenwende herbeizuschreiben. Ein „Rückfall“ in den alten Status, so kommentiert sie, wäre die „gefährliche Folge einer rückwärtsgewandten Lethargie“. Das heißt: Wer eine kaputte Sache wieder heil macht, der verhält sich rückwärtsgewandt. 

Eine Rettung (das Wort steht da in Anführungszeichen) führe nur zu weiterer Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit. Deshalb müsse man sich vom „Diktat des Wirtschaftswachstums befreien“ und „alles, was lebenswichtig ist, in Gemeinschaftseigentum überführen“. Ja doch, der Schoß, aus dem das kroch, ist fruchtbar noch. Die TAZ-Redaktion hält es mit Nietzsche: Was fällt, das soll man auch noch stoßen. 

Dabei werden die wenigen Staaten, die in dem Schlamassel mit einem blauen Auge davongekommen sind, streng kapitalistisch bewirtschaftet. Dazu gehört auch – gerade eben noch – Deutschland.

Beihilfe zur Insolvenzverschleppung

Teile der Regierungspartei SPD denken auf der Abwrackerschiene wie die Grünen. Ihr bizarres Verständnis von ökonomischen Vorgängen würde die deutsche Wirtschaft wohl noch tiefer in den Sumpf ziehen, wenn es umgesetzt würde. Einige erwägen zum Beispiel, bedürftige Unternehmen aus Steuermitteln zu alimentieren, um neuen Wohlstand zu schaffen. Vorausgesetzt, dass sie sich sozialdemokratischen Zielvorgaben beugen, versteht sich.

Das wäre nicht nur dumm, es wäre auch Beihilfe zur Insolvenzverschleppung. Zombiebetriebe, die politisch richtig aber ökonomisch falsch wirtschaften, sind nicht lebensfähig und natürlich nicht hilfreich bei der Bewältigung des Notstands.

Bundeskanzlerin Angela Merkel krönte den Reigen der politischen Dummheiten mit einem einfältigen Plan, den ihr Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aufgeschwatzt hatte. Sie nennt es EU-Wiederaufbauplan für Europa. Er ist dotiert mit einer halben Billion Euro und soll hauptsächlich den südlichen Ländern Europas, inklusive Frankreich, zugute kommen. EU-Chefin Ursula von der Leyen stockte die Irrsinnssumme ein paar Tage später auf 750 Milliarden auf. Denn: Viel hilft viel.

„Sind das Corona-Bonds durch die Hintertür?“ fragte die listige FAZ. Ja, gewiss sind sie das. Sie sind auch eine 180-Grad-Wende der Berliner Europapolitik.

Die Corona-Bonds sind die Nachfolger der berüchtigten Eurobonds, also der Vergemeinschaftung der europäischen Schulden. Sie waren jahrelang in Berlin auf eisige Ablehnung gestoßen. Doch dann kippte die ganze Berliner Blase plötzlich um – die Neokons von der CDU/CSU, die SPD-Minister, die Kanzlerin. 

Die vierte Gewalt steht hinter der Kanzlerin

Aus dem Bundestag kam nennenswerter Widerspruch, nur von der AfD. Die Abgeordneten sind mehrheitlich offensichtlich bereit, sich zu einer Rotte Nickdackel herabwürdigen zu lassen.

Auch die meisten Medien haben versagt. Die vierte Gewalt ist weit überwiegend auf Seiten der Kanzlerin. Wie in der Asylkrise im Herbst 2015. Die „Zeit“ erklärte, quasi für alle, mit ihrem Seufzer der Erleichterung: „Europa verzichtet auf Taschenspielertricks und legt endlich Geld auf den Tisch.“ Ja, aber zu sehr ungleichen Teilen. Die Deutschen sollen 27 Prozent, die Franzosen 17 und die Polen 2,5 Prozent zahlen. 

Aber was soll man machen? „Wer will sich im Moment gegen eine so beliebte Politikerin wie Merkel wenden?“ unkte melanklöterisch der „Spiegel“. So einen Satz hätte Rudolf Augstein im Blatt nicht geduldet.

Die EU muss dem Wolkenkuckuckspaket sogar komplett zustimmen, damit es durchgeht. Es gibt aber noch harten Widerstand. Dänemark, die Niederlande, Österreich und Schweden wollen helfen, aber nicht mit Geschenken, sondern mit Krediten. Auch Finnland will das Abkommen in der vorliegenden Form nicht unterschreiben. Sie machen geltend, dass sonst Kinder und Kindeskinder der lebenden Generation noch an den Folgen tragen werden. 

Röttgen und die geizigen Vier

Die Südländer stehen wie eine Eins hinter Merkel und Macron. Sie wollen das Geld nicht leihen, sie wollen es geschenkt haben. Allein Italien soll 173 Milliarden erhalten. Norbert Röttgen (CDU), der Vorsitzende des Außenausschusses im Bundestag, stärkt ihnen den Rücken. Der Gegenvorschlag der „geizigen Vier“, wie er sie frechlings nennt, sei „eine einzige Provokation“. 

Anführer des Widerstands ist der österreichische Youngster-Premier Sebastian Kurz. Er hat erklärt, dass er eine Schuldenunion auch gegen den Willen seiner politischen Freunde in der EU bekämpfen wird. 

Groko-amtlich verlautete, man wolle die Nachbarn zahlungsfähig machen, weil davon die deutsche Wirtschaft profitiere. Das sei doch im Sinne Deutschlands. Es ist aber so, als würde ein Kneipenwirt auf der Straße Zehn-Euro-Scheine verteilen mit der Maßgabe, sie drinnen zu versaufen.

Die Kanzlerin hat die Spendierhosen an. Sie haut alles raus, was die Staatskasse hergibt. Daniel Stelter, der Gründer des Instituts „Beyond the Obvious“, will ausgerechnet haben, dass der deutsche Anteil an dem Multi-Milliarden-Ding unter Einschluss des Rückzahlungsverzichts und aller Kosten fast 50 Prozent betragen wird. Und dies in einem Moment, da die Sozialsysteme in Deutschland mangels Liquidität einzubrechen drohen. 

Utopie und Dystopie liegen ausnahmsweise dicht beieinander. Die Bundesrepublik muss aufpassen, dass sie kein failed state wird. Deutschland bietet die Krise auch eine Chance – die Chance zum Staatsbankrott.

Foto: Pixabay

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A. Ostrovsky / 11.06.2020

Ein Kennzeichen einer Krise ist es, dass es keine Lösung gibt, de auf der Hand liegt. So gesehen ist die Situation Deutschlands keine Krise, denn die Lösung liegt seit wenigstens fünf Jahren auf der Hand. Und auf dem Dresdener Altmarkt hat man die Lösung doch auch der Kanzlerin ins Gesicht gerufen. Allerdings ist es wie mit allen Lösungen, die zu lange nicht gefunden wurden. Sie lösen es nicht mehr. In der Physik, einem Fachgebiet der Frau M. Nennt man das “irreversible Prozesse”. Solche irreversiblen Prozesse, wenn man sie immer im Kreis betreibt, können die Welt in Schieflage bringen, aber sie sind auch die Grundlage aller Wärmekraftmaschinen. Frau M. weiß das. Man kann durch schnelle irreversible Kreisprozesse viel Energie aus einem System gewinnen. Und sie kennt auch die Hauptsätze der Thermodynamik. Einer davon lautet “Die Entropie in einem geschlossenen System kann höchstens steigen”. Für Nichtphysiker schwer zu verstehen. Es ist der stärkste Prozess, das Verschwinden der Unterschiede. Aus kaltem und heißem Wasser wird lauwarmes. Das erinnert an Frau M.  Deshalb braucht sie Vielfalt von außen, vom Hindukusch. Sie hat nicht begriffen, dass die einzige Kraft, die dem Zerfall, der Destruktion, dem Untergang, dem Verrotten entgegen wirken kann, der Heilige Geist des Lebens ist, der sich auch in der Vernunft von Mensch und Tier äußert. Wer sich gegen die Vernunft versündigt, ist auf der Seite des Verrottens und der MUSS WEG!

Karl Schmidt / 11.06.2020

“Von den 10.000 Dingen, über die der Durchscnnittsdeutsche gebiete, seien zwei Drittel entbehrllch.” Ja - und für jeden einzelnen Durchschnittsdeutschen ist es ein anderes Zweidrittel. Das versteht der Sozialist natürlich nicht, denn alle Menschen sind ja gleich. Da diese Annahme nicht falsch sein kann, muss die Ursache eine Manipulation sein. Genau betrachtet ist der Sozialismus also wohl ein einziger Aluhut.

S.Holder / 11.06.2020

Die Entwicklung ist leider in allen Bereichen genau so zu erkennen, wie beschrieben. Die Klimatänzer gehen nun nicht mehr Freitags nach der Rettung shoppen - sondern demonstrieren medial und kaufen anschließend bei Amazon & Co. ....schön nachhaltig versteht sich. Die ganzen beschriebenen Institutionen sind von langer Hand eingekauft - wissenschaftliche Institute und NGO´s fürstlich aus dem Staatshaushalt bedacht, die öffentlich rechtlichen aus Zwangsgebühren genährt und selbst den “freien Medien” das ein oder andere Zuckerbrot zugespielt. Merkel ebnet sich ihren Weg nach Brüssel und hat Uschi bereits vorgeschickt - die Machtübernahme vorzubereiten. Die Frage nur, wer oder wie soll am Ende die Zeche bezahlt werden? Wenn es der Erbengeneration dann tatsächlich ans eingemachte geht und Enteignung droht wird sich zeigen, wie stabil diese “schöne Neue Welt” sein wird.

Robert Schleif / 11.06.2020

Womit die modernen Gesellschaften seit ca. 150 Jahren zu tun haben, sind systemimmanente Krisen des Kapitalismus. Diese passieren immer wieder – wenn der durch Gier, Spekulation und Schwindel aufgepumpte Pustekuchen implodiert. Mit noch mehr Spekulation, Schwindel, Raub und Krieg wurden diese Krisen mittelfristig gelöst und die große Explosion vertagt. Das Rezept hieß dabei immer: „Wir müssen mehr Wachstum schaffen.“. Zu dieser ökonomischen Krise kommt nun noch die Etablierung einer Schwindel-Industrie hinzu, die im Auftrag der Gutmenschen bestimmt 50 % unserer Steuern für ideologische Projekte (bedingungsloses Grundeinkommen für alle Migrationswilligen, „Klimaschutz“, „Kampf gegen Rechts“, „Opferhilfe“, „Kulturförderung“, „Europa“, „Eurorettung“, „Entwicklungshilfe“, etc.) verbrennt und deren Funktionäre fett davon werden. Der Mittelstand befindet sich zwischen Skylla und Charbybdis – zwischen parasitären pseudolinksgrünen Funktionären und multinationalen Heuschrecken.

Ilona Grimm / 11.06.2020

Diejenigen, die die neue Armut an Geld und Möglichkeiten jetzt so lyrisch als Elysium begrüßen, werden die ersten sein, die Sonderwege für sich suchen und finden, um dem Elend zu entkommen. Nur jemand, der ständig unter Drogen steht, kann Einsamkeit, Freiheitsberaubung und Verschleierung von allen als Erlösung ansehen. -//- A propos Radfahrer: Wenn mir einer oder ein ganzer Pulk Strampler keuchend entgegen kommt und in 30 bis 50 Centimeter an mir, die ich auf dem Gehsteig unterwegs bin, auf der Straße vorbeirauscht, kann ich die Corona-Viren förmlich sehen, die mich anschließend mindestens 50 Meter weit begleiten. -//- Wer nicht weiß, wie Konservatismus geht, es aber gern wissen möchte, dem empfehle ich Roger Scruton, „Von der Idee, konservativ zu sein.“

Michael Hinz / 11.06.2020

@ all- Erbitte Antwort auf folgende Frage: Wenn ich mir privat oder von einer Bank Geld leihe, sind Schuldner und Gläubiger klar definiert. Bei dieser gigantischen Neuverschuldung hingegen nicht. Es wird künstlich, rein virtuell neues Geld geschaffen (von keinem Sparer oder sonstwem bereitgestellt), indem ein Mitarbeiter der EZB an einem Computer sitzend, eine 9-12stellige Zahl eintippt und auf Enter drückt. Angenommen, dieses Geld könnte jemals “zurückgezahlt” werden - an wen denn, einen Computer oder an die Geldpresse? Wie kann eine tausendstel Sekunde (Mausklick) die virtuelles Geld erzeugt, von dem niemand wirklich annimmt, daß es je zurückgezahlt werden kann, künftige, noch gar nicht geborene Generationen, versklaven, indem es sie zwingt, Hunderte Millionen an Arbeitsstunden im Gegenzug dafür zu erbringen?

Wiebke Ruschewski / 11.06.2020

Ich war vor ein paar Monaten auch noch der Meinung, dass die Krise eine Chance sein könnte. Allerdings hoffte ich eher darauf, das der Neosozialismus- und der Klimawandel-Wahnsinn dadurch etwas abebben würden und die Leute sich wieder mehr auf Vernunft besinnen, als auf Luftschlösser. Leider habe ich mich da wohl getäuscht.

E. Meierdierks / 11.06.2020

Zu Ihrem letzten Satz: ich hätte die Krise gern so schnell wie möglich. Je eher, desto weniger können diese Multinullen in Berlin und Brüssel zusätzlich zerstören. Anders werden wir dieses Gesindel nicht los.

Timo Leary / 11.06.2020

Wenn der Autor schreibt: “Corona ist die schlimmste Heimsuchung des 21. Jahrhunderts.” dann ist das Fake News. Die schlimmen Folgen in der Wirtschaft und Gesellschaft gehen nicht auf ein eher harmloses Virus zurück, sondern ALLEIN auf politische Entscheidungen. Wer jetzt so schreibt, als handele es sich bei der Rezession um ein Naturereignis, der exkulpiert nur die wahren Verantwortlichen, die ohne eine angemessene Risikoabwägung desaströse politische Entscheidungen gefällt haben. Für Deutschland ist bislang die größte Heimsuchung des noch jungen 21. Jahrhunderts eine 15 Jahre Regentschaft ....

Sabine Schönfelder / 11.06.2020

9,56 Millionen Krebstote gab es 2018 weltweit, noch ein Geschenk! Und ein noch viel größeres!!!„Quel beau cadeau“, Prof. Knie. Das sind ein paar mehr Tote, als 358.000 mutmaßliche Corona-Tote (Stand vom 28. Mai)!! Die linken Medien schreiben sich in den Wahn und versuchen damit die Bevölkerung irre zu machen! Auch Röttgen gehört in eine Zwangsjacke verfrachtet. Die „geizigen Vier“ ist wieder der Klassiker aus dem Hause ideologische Einheitsmeinung. Wer gegen mich ist, wird beschimpft! Nehme an, zwischen einen Geiz-Staat und einen Nazi-Staat paßt, vom linken Standpunkt aus betrachtet, nur noch ein Corona-Virus . Gott steh uns bei! Reinald Becker ist übrigens der ALLERLETZTE, der sich über „Normalität“ äußern sollte, denn er ist von Hause aus weder von seinem optischen Erscheinungsbild noch von seiner geistigen Kapazität ausgehend,  in der Lage, „Normalität“ überhaupt zu erkennen und zu bewerten.

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