120.000 Euro Gebührengelder war der ARD das Strategiepapier der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling zum richtigen Framing wert. Immerhin – so steht es ja auch groß auf dem Papier, das die ARD der Öffentlichkeit eigentlich vorenthalten wollte – kommen sie und ihr Werk ja vom "Berkeley International Framing Institute". Berkeley – das ist schon ein Name mit Gewicht, nur hat das „Framing Institute“ offenbar gar nicht mit der US-Universität Berkeley zu tun. „Wurde die ARD von der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling in die Irre geführt?“, fragt nun der Tagesspiegel.
Sollten die öffentlich-rechtlichen Auftraggeber gedacht haben, hier ein Papier bei der US-Eliteuniversität geordert zu haben, dann sind sie einem Trugschluss erlegen.
Wehling habe zwar nach ihrer Promotion in Berkeley weiterhin als Postdoc an der Universität gearbeitet, doch Wehlings „Institut“ habe keine Verbindungen mit der Universität Berkeley, wird eine Hochschulsprecherin im Tagesspiegel zitiert. Auf die Nachfrage, ob der Institutsname diesbezüglich irreführend sei, hätte die Sprecherin nur gesagt: „Das möchten wir derzeit nicht kommentieren“. Wehling selbst habe eine konkrete Anfrage der Zeitung zu ihrem Institut unbeantwortet gelassen.

Netzwerker unter sich ... , Leitsatz 1 : Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat ... Leitsatz 2: Lass Dich nicht erwischen ... Leitsatz 3: In der post-rechtsstaatlichen Ära ermöglicht behauptete Legitimität die Missachtung der Legalität konsquenzenlos ... .
Für die Indoktrination ihrer Kunden ist der ARD kein Geld ihrer Kunden zu teuer, auch wenn der Schwachsinn nicht größer sein kann. Die Autorin des Machwerks hat gleich mal vorgeführt, wie man mit dem Gebrauch eines emotional besetzten Namens dumme Menschen in die Irre führen kann. Ein uralter Hochstaplertrick.
Es ist spannend mit anzusehen, wie seit dem 20ten einige Nachrichtenmagazine darauf aufmerksam geworden sind; selbst Bild. Seit dem tobt auch auf Wikipedia die Diskussion und man hat angefangen einige der fragwürdigen [Selbst-(?)]Aussagen aus Wehlings "Lexikon"-eintrag auch zu korrigieren. Der MDR A(ftraggeber des Framing-Manuals?) tut während dessen so, als könne ihn das nicht erschüttern (Haltungsjournalisten kann halt kein Wässerchen Trüben!): man habe gewusst, dass Wehling's Berkeley nicht in Californien läge (sondern -- wo denn nun? - Hamburg? - Berlin? - Wien???), und ihr Institut kein Institut sei (womöglich nichtmal ein real existierendes Unternehmen/keine juristische Person?). Unter anderem verweist man (wiki) übrigens auf "SalonKollumnisten"? - hm! ... die haben auch erst am 20ten davon Wind bekommen. Ich erinnere mich aber an einen Blog der, scheinbar(?), schon am 13ten verfasst wurde (kenn den Typen aber nicht; kann das nur von außen her beurteilen). Und am 18ten wies ich hier auf der Achse darauf hin... komisch, wie das manchmal läuft... // aber was solls... die ARD-Tagesschau wird bald schon wieder auf-sparflamme-recherchierte neue "News" von vorvorgestern, Sensationen, Skandale, zu unser aller Unterhaltung vorzuweisen haben (weil... Skandalistisch und Haltung! - reimt sich doch fast! - wie auch "Qualitätsmedien"!) -- und sei es von Youtube (neue Medien? - lohnt sich ja doppelt, auf den Sack zu schlagen!) oder Twitter (was treibt denn Dumpfbacke Trump[f] so?)--, und all das hier wird Schnee von Gestern sein... sie tut es jetzt schon. Business as usual... Und der Skandal - wird einfach ausgesessen! Der alltägliche Merkelismus -- in irgend etwas muss die Dame ja herausragenden Vorbildcharakter haben! // Ich sollte mal wieder "Wag The Dog" schauen, fällt mir da ein... gute Nacht!
Jetzt wissen wir schon mal genau, was die 'Expertin' Wehling unter 'framing' versteht, sprachliche Umdeutungen, bis hin zur Lüge. Genau die 'Richtige' für die Öffis. 120.000 Euro? Geschenkt.
In einem hochwissenschaftlichen und ebenso hochpreisigen Strategiepapier will die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling der ARD das richtige "Framing" beibringen. "To frame" bedeutet im Englischen so viel wie "hereinlegen". Einen "Trickbetrüger" nennt man "Framing artist". Und jetzt wollen wir mal gemeinsam abwarten, als was sich die SPRACHWISSENSCHAFTLERIN Wehling herausstellt. Schau`n wir mal.
Berkeley ist zunächst einmal lediglich der Name einer Stadt in Kalifornien mit ungefähr 100.000 Einwohnern. Und als Name der Stadt ist "Berkeley" nicht geschützt. Hätte Elisabeth Wehling in Marburg studiert oder in Tübingen, wo man übrigens an der jeweiligen Universität auch nicht notwendigerweise weniger lernt als in der in Berkeley, hätte sie ihr Institut auch "Marburg-" oder "Tübingen-Institut" nennen können. Weil Frau Wehling aber natürlich weiß, dass - "Framing" lässt grüßen - jeder sofort "Berkeley" mit der dortigen Eliteuni assoziiert, gibt sie ihrem Eine-Frau-Unternehmen zur Verbreitung von Neusprech eben den pompösen Namen "Berkeley-Institut". Das hilft dann enorm bei der Kundenakquise.
Da Berkeley eine Stadt ist und nicht nur eine Universität, ist ein "Berkeley International Framing Institute" auch nicht notwendigerweise als eines der dortigen Universität zu verstehen. "University of California" lautet der unmissverständliche Zusatz bei allen staatlichen Unis dort, im Falle Berkeley verwenden die Institute das Kürzel "UC Berkeley". Ich denke, das hat man bei der ARD auch eher nicht missverstanden. Ich meine eher, Frau Wehling ist vor allen in linken medialen und Stiftungskreisen in Deutschland gut vernetzt. Somit dürfte sie nach Böll - Stiftung, Soros Society und vielen anderen Auftraggebern nun eben für die ARD in Aktion getreten sein, ob nun als Ein - Frau - Institut, oder als Frau Wehling. Leider ist das Ergebnis ihrer Arbeit so oder so für die Tonne. Vor dem Bekanntwerden, weil es Mist ist, nach dem Bekanntwerden, weil es bekannt geworden ist. Welcher unzufriedene ARD - Hausmeister das wohl durchgestochen hat?