Nach einem eindringlichen Bittbrief wegen eines dauerkriminellen ausreisepflichtigen Marokkaners will nun Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) endlich aktiv werden.
Maier erklärte dem MDR, dass die Identität des Mannes bestätigt sei und man nun mit der Botschaft Marokkos zusammenarbeite, um seinen Pass zu besorgen, damit er abgeschoben werden könne. Der Mann habe eine lange Vorstrafenliste.
Der Landkreis Weimarer Land und die Stadt Apolda hatten zuvor einen Hilferuf an das Land gesendet. In einem offenen Brief an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wiesen Landrätin Christine Schmidt-Rose und Bürgermeister Olaf Müller (beide CDU) darauf hin, dass der Mann ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstelle. Er habe seit seiner Ankunft in Deutschland zahlreiche Straftaten begangen, darunter Drogenvergehen, Hehlerei und Körperverletzung.
Der Asylbewerber war mehrfach inhaftiert und sorgte nach jeder Entlassung für weitere Polizeieinsätze. Zuletzt führte seine Entlassung aus der Untersuchungshaft innerhalb von 24 Stunden zu vier Polizeieinsätzen, bevor er erneut in Gewahrsam genommen wurde. Medienberichten zufolge kam er 2014 nach Deutschland und wurde 2015 ins Weimarer Land umverteilt, da der vorher zuständige Ilm-Kreis überfordert war.
