Nun lebe ich seit etwa einem halben Jahr wieder in Sydney. An meiner Meinung, dass Australien ein fantastisches Land ist, hat sich nichts geändert. Wenn da nur nicht dieser nervige Premierminister wäre.
Angeblich bemüht er sich der australische Regierungschef Kevin Rudd bereits jetzt (nach gerade einmal anderthalb Jahren im Amt), in ein paar Jahren als Generalsekretär zur UN zu wechseln. Zwischendurch schreibt er pseudo-philosophische Abhandlungen über den bösen Neoliberalismus, verteilt Steuergutscheine in der australischen Mittelschicht und gibt sich als alles-verstehender Gutmensch.
Rudds jüngste Philippika gegen den Neoliberalismus hatte mich jedenfalls dazu provoziert, ein kurzes Paper über die historischen Wurzeln dieses politischen Schimpfwortes zu schreiben (die Rudd offenbar nicht kennt). Eine kurze Zusammenfassung meiner Thesen erschien in der Tageszeitung “The Australian”.