Annalenas geheimes Tagebuch, Teil 12

Jetzt der Wahlabend nach der Sachsen-Anhalt-Wahl, da kann ich nur sagen: Hallooo, geht’s noch?

Wir sind von 5,2 auf 5,9 % geklettert, das ist eine Steigerungsrate von mindestens 15 bis 20 Prozent, ich lass das noch ausrechnen. Zwanzig! Prozent, Leute.  Da sag noch einer, ich könnte keinen Wahlen gewinnen. 

Klar hat Robert jetzt erst mal die Sympathien, weil er nicht an der Front stand, und er wurde dann auch von Anne in ihre Abendrunde eingeladen. Was mir ganz recht war, weil ich immer noch nichts Vernünftiges zum Anziehen hab, weil Daniel immer noch keine Zeit hatte, mit mir mal zu H&M zu gehen.

Für Typen wie ihn oder Robert ist das einfach, Jeans und weißes Hemd und fertig ist. Deshalb müssen die sich auch nicht um Lebensläufe und son Kram kümmern.

„Dass es was auf den Helm gibt…“ sagte er vorhin noch auf unserer Grünen-Pressekonferenz, dann hatte endlich eine von meinen Mädels den Stecker gefunden.

Was geht die Leute an, welche angeblichen Probleme durch meinen Lebenslauf für die Partei und die Umfragen entstanden seien. Konjunktiv!

Ich bin damit sehr zufrieden. Überhaupt finde ich Selbstzufriedenheit eine große Tugend, denn wer nicht mit sich selbst zufrieden ist, kann auch nicht mit anderen zufrieden sein. Außer mit Daniel, der schon wieder vor dem Computer hockt und nicht daran denkt, jetzt mal für ein paar schicke Blusen zu mir in die Stadt reinzukommen und dann die paar Schritte rüber zur Friedrichstraße, wo jetzt auch die angesagten Läden wie Zara oder Scotch&Soda wieder auf haben, gibt’s ja bei uns draußen in diesem spießigen Potsdam nicht.

Venceremos, alles wird gut!

Foto: Archi Bechlenberg

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Leserpost

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Harald Unger / 08.06.2021

Sollte es dem pyknischen Trampel mit dem Intellekt einer mäßig begabten Jugendlichen gelingen, mittels der Wuhan-Virus-Briefwahl, dieses noch ungebildetere und noch einfältigere Nachfolgetrampel zu installieren, könnten ein Xi Kingpin-Putin-Khamenei, zunächst überfordert sein. Wer als erster zupackt, dieses sich zum Kehlbiss anbietende Gebilde, bevölkert von pompösen, anenzephalietischen Invertebrata, einzusacken.

M.Friedland / 08.06.2021

So langsam mach ich mir Sorgen um Daniel. Er macht soviel falsch….ist da was im Busch?

Rolf Mainz / 08.06.2021

H&M? Zara? Von böser “Fast Fashion” ganz abgesehen: dort dürfte das Angebot für die Dame knapp werden, im wahren Wortsinne. Gibt es “Molly M” noch?

Claudius Pappe / 08.06.2021

Laut der Homepage der Grünen ist sie immer noch….......studierte Völkerrechtlerin…...........und die Freie Mitarbeit bei dem Hannoveraner Käseblatt reduziert sich nun auf 5 oder 6 kleinen Artikeln in 3 Jahren.

Helmut Bühler / 08.06.2021

So langsam habe ich den Verdacht, dass das Tagebuch gar nicht echt ist. Seit 12 Tagen keine größeren Unfälle in der Syntax! Zwar einfache Sprache und viel Assoziatives, aber doch konsistent und ohne größere Brüche in der Logik. Das klingt nicht wie jene Annalena, der ich so gerne lausche, mit ihren faszinierenden Vertauschungen in der Semantik, ihren herrlich falschbezüglichen Relativsätzen. Ich will aber nicht glauben, dass da jemand in ihrem Namen schreibt - wer würde ihr sowas antun? Sie hat ja wenig Zeit. Vielleicht zeichnet sie ihre Gedanken mit dem Handie auf und eines ihrer Mädels schreibt sie dann ins Reine. So wird es sein.

Sabine Lotus / 08.06.2021

Warum kramt die nicht mal im Kleiderschrank von ihrem Onkel Klaus? Der hat doch jede Menge lustige Kostüme.

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