Roger Letsch / 30.06.2021 / 13:00 / Foto: Imago / 24 / Seite ausdrucken

Annalenas Buch und die Wurstigkeit des ZDF

Es zeugt schon von Wurstigkeit, wie das ZDF Baerbocks zusammenkopiertes Buch in Schutz nimmt. Was mache es schon, dass weite Teile aus Wikipedia oder bpb-Artikeln abgeschrieben und von der Autorin nur sanft nachgegendert wurden, die Quellen seien doch frei zugänglich. Sinn der ganzen Zitiererei ist es aber gerade, dass der Leser immer weiß, wessen Gedanken er gerade folgt. Und weil der Gedanke der konkreten Formulierung voraus geht, können in Baerbocks Buch nicht viele ihrer eigenen Gedanken enthalten sein. 

Wie bei den vielen Flunkereien in ihrem Lebenslauf, findet sich auch in ihrem Buch eine peterpaneske Denkfaulheit, die sich immer nur auf die Leistungen anderer stützt, sich selbst aber jedes Lorbeerkranzes für würdig erachtet. Ist Annalena nie erwachsen geworden wie jener Peter aus Nimmerland? Oder hat sie erkannt, dass die eigenen Gedanken nicht tief und gut genug sind und sammelt deshalb lieber die Gedanken anderer?

Hat es deshalb nicht zu akademischen Meriten gereicht, weil ihre Unfähigkeit zum selbstständigen, nicht auf fremde Ideen bezogenen Denken im universitären Umfeld zu offensichtlich ist? Nun jedenfalls drückt sie mit einem Buch ihre Fäuste in die Hüfte und versucht, mit geborgtem Feenstaub abzuheben. Annalena selbst kann ebenso wenig fliegen wie Peter Pan, ganz gleich, wie das ZDF oder die Grünen es darstellen.

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Bastian Kurth / 30.06.2021

Wundern wir uns??? Die ÖRM haben doch selber genug Dreck am Stecken, eine Krähe usw. ;-)

Dirk Jäckel / 30.06.2021

Ob nun schwerwiegend oder nicht - letztlich stolpert diese Partei mal wieder über ihre eigene Arroganz. Man benimmt sich oft wie Riesenbabies im Buddelkasten, die laut aufjaulen, wenn sie auch mal etwas Sand abbekommen. Sich im Wahlkampf über Kampagnen zu beschweren, ist unfassbar kindisch. Und dann muss auch noch Putin herhalten: Leute, wenn es euch nicht passt, dass mit Fingern auf euch gezeigt wird, dann liefert keine Steilvorlagen, sondern zitiert anständig, schreibt exakte Lebensläufe, informiert euch vor euren Reden über historische Zusammenhänge, wie ihr es schon in der Schule gelernt habt. Problem von Bürgerkindern, welche einmal zu viel für jedes Bäuerchen gelobt wurden: keine Resilienz, keine Frustrationstoleranz. Und ich kann es nur wiederholen: Für mich hebt sich Frau Gaidukova wohltuend von anderen in ihrer (einstigen) Partei ab: Bei ihr ist keine Mischung aus Sachkenntnisarmut und überbordendem Selbstbewusstsein erkennbar.

Sabine Lotus / 30.06.2021

Aber wie aber was. Sie hat bei den Young Global Leadern doch schon alles bekommen, was es für’s Kanzleramt so braucht: Ne Diät, hunderte tolle Kontakte zu Funk, Fernsehen, Influencern, Künstlern und Wirtschaft, den schönen WEF Einheitslook (stramme Anzüge oder schicke Kleidchen). Nur das mit dem Sprachtraining…naja…vielleicht war sie in diesen Unterrichtsstunden ja beim Klimatrampolinhüpfen. Aber immerhin hat sie sofort einen ‘Medienanwalt’ am Start, der alles wieder geraderückt. s.o.

Florian Bode / 30.06.2021

Sehr geehrter Herr Letsch, ich unterstelle, dass dieses Werk der großen Denkerin abseits der Medienschaffenden niemanden interessiert. Da allgemein ohnehin davon ausgegangen wird, dass Fr. Baerbock “ihr” Buch bei einem Lohnschreiber in Auftrag gegeben hat, ist die Aufregung außerhalb der Medienblase auch nicht vorhanden.

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