Günter Ederer / 24.09.2019 / 06:15 / Foto: Jotquadrat / 67 / Seite ausdrucken

Anleitung für die Ökodiktatur (2)

Irgendwie erinnert mich der Hype um die Klimarettung an den Turmbau zu Babel: Da wollte es die Menschheit auch Gott gleichtun. Jetzt bilden sich die Klimaschützer ein, sie könnten ernsthaft das Klima nach eigenen Wünschen gestalten. Und ganz vorne dabei: Deutschland mit sehr spezifischen weltweit einmaligen Ansätzen. Die traurige Realität: Der deutsche Alleingang rettet die Welt nicht. Die Angst, die Erde werde bald unbewohnbar, dient vor allem den Traditionsparteien dazu, im Wahlkampf zu punkten. Stimmt es aber, dass die kleine Greta aus Schweden und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung recht haben und es kurz vor 12 ist, um das Klima und die Welt zu retten, was von der Reduktion des CO2-Ausstoßes abhängt, dann kann es bei den vielen Klimakonferenzen mit zehntausenden Teilnehmern nicht mehr um Absichtserklärungen gehen:

Dann müssen die deutsche Delegation und mit ihr die EU und andere klimagläubige Staaten massiv den Sündern wie China, Indien, Brasilien und Indonesien zum Beispiel mit Handelssanktionen und vielleicht sogar dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen drohen: Schließlich geht es um den Weltuntergang. Da ist es mit Appellen nicht mehr getan. Dann hätte in der Vergangenheit schon verhindert werden müssen, dass China Solarpaneele liefert, die mit Kohlestrom hergestellt werden, dann kann es nicht sein, dass wir Elektroautos nach China exportieren, die dort mit Kohlestrom betankt werden.

Die Realität ist aber eine ganz andere. Da diskutieren die Parteien, eingeschüchtert von einer bisher unvorstellbaren Meinungsindoktrination, darüber, wie sie den Bürgern Milliardensummen aufbürden können, damit die Mär von der Weltrettung nicht am Zorn der so Geschröpften scheitert. Bisher haben weder die CDU/CSU und SPD als Regierungsparteien noch die Linke und die FDP in der Opposition auch nur annähernd verraten, wie viel auf den Bürger zukommt, wenn alle Pläne der CO2-Vermeidung Gesetz werden. Von dreistelligen Milliardenbeträgen wird schon mal gemunkelt, aber es wird nicht deutlich, wer die Hauptlast tragen wird. Den Grünen ist das egal: Sie haben ihre Agenda im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion etabliert und überlassen es Anderen, konkrete Zahlen zu erarbeiten. Und die AfD kann sagen was sie will, solange sie ihren Naziflügel nicht unter Kontrolle hat, wird alles, was sie vorschlägt, abgelehnt.

Nachdem auch die Kirchen den Klimaschutz als 11. Gebot in die christliche Heilslehre aufgenommen haben, gibt es keine gesellschaftlich relevanten Kräfte mehr, die darauf aufmerksam machen, dass die Klimarettung vor allem die Übernahme der Kontrolle der Politik über jede Phase im Leben der Bürger ist. Sie ist die gigantische Umverteilung der geistigen und finanziellen Ressourcen des Landes an den Staat und damit die Abschaffung der Grundlagen der Bundesrepublik: die Freiheit des Einzelnen, über sein Leben und seine Würde zu entscheiden. Damit verbunden ist auch die Abschaffung des Rests der Marktwirtschaft.

Willkommen in der Planwirtschaft pur

Diese Feststellungen sind leider nicht übertrieben: Dazu ein Zitat aus dem Papier der Grünen Front:

„In privaten Haushalten steckt in Deutschland ein Vermögen von rund sechs Billionen Euro. Um auch Bürgerinnen und Bürger an der zukunftsfähigen Infrastruktur zu beteiligen, legt der Staat Grüne Schatzbriefe als öffentliche Anlagemöglichkeit auf.“ 

Und diese Klimafonds werden mit Kreditermächtigungen ausgestattet, um die massiven Investitionen in den Klimaschutz bezahlen zu können. Aber wie viel bleibt für eine heute gutverdienende Mittelklassefamilie zur eigenen Verfügung übrig, nachdem sie ihr Haus gedämmt, Elektroautos gekauft, teure Biolebensmittel erworben und ihr Geld in grüne Fonds gesteckt hat? Wer zahlt dann, wenn diese Fonds pleite gehen wie bisher schon so viele Solar- und Windindustrieunternehmen? Nachdem die Masse der Deutschen den klimabedingten Umbau ihres täglichen Lebens bezahlt hat, wird die alte Ordnung von „Ihr da unten und Wir da oben“ wieder hergestellt sein. Fliegen wird wieder zu einem Privileg des Jetsets, und Sommerurlaub findet in den neuen Kraft-durch-Freude ökologisch vorbildlichen Häusern in Wohnortnähe statt.

Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner. Es werden Dutzende „gemeinnützige“ Unternehmen entstehen, die die Milliardensummen des ökologischen Umbaus dann verwalten und lenken. Statt Marktwirtschaft wird eine Subventionswirtschaft unser Leben dominieren. Allen wird genommen und den angepassten Untertanen gegeben, was gerade die moralgedrängte neue Grünelite bestimmt. Das sind heute E-Autos und vegane Hamburger, morgen die persönliche Zuteilung zu einer öffentlichen, ökologisch genormten Suppenküche. (In Kinderhorten und Schulen hat das schon angefangen.) Der Weg in diese verzerrte Wirtschaftsordnung hat längst begonnen. Ablesbar am Subventionsbericht des Kieler Weltwirtschaftsinstituts. Der weist für das Jahr 2018 mit 187,6 Milliarden Euro einen neuen Rekord auf.

Merkels Klone

In der Spitze der hoch dotierten Wirtschaft finden sich dann die Politiker, die von der Klimarettung profitieren. Das ist keine Diffamierung, auch das funktioniert heute schon.

1. Beispiel: Hildegard Müller. Bundesvorsitzende der Jungen Union, Staatsministerin im Kanzleramt bei Angela Merkel, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Diese Unternehmen gehören meist den Kommunen, sind also politisch durchsetzt. Danach wird sie Vorstandsmitglied von Innogy. Mitglied der Kohlekommission.

Beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft folgt jetzt Kerstin Andreae, Bundestagsabgeordnete der Grünen. Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.

2. Beispiel: Katharina Reiche. Bundestagsabgeordnete bis 2015. Merkeltreu. Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, parallel dazu war ihr Mann Sven Petke Landtagsabgeordneter in Brandenburg und bezahlter Lobbyist des Bahnzulieferers Bombardier. 2015 Wechsel an die Spitze des Verbandes kommunaler Unternehmen (Monatsgehalt zirka 50.000 Euro). Ab 2019 Wechsel in den Vorstand von EON.

Mitglied der Kohlekommission.

3. Beispiel: Ronald Pofalla. Bundestagsabgeordneter der CDU und Kanzleramtsminister bei Angela Merkel. 2015 Wechsel in das Spitzengremium der Deutschen Bahn AG.

Co-Vorsitzender der Kohlekommission.

4. Beispiel: Gunda Röstel. Bundesvorsitzende der Grünen (1996–2000). Prokuristin der Gelsenwasser AG. Ab 2004 Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH. Aufsichtsratsmitglied bei EnBW. Mitglied der Kohlekommission.

Merkeltreue und Grüne Weltuntergangsängste sind extrem karrierefördernd. In den Merkeljahren befinden sich so an vielen Schaltstellen überall Merkel- und Grünevertraute, die, siehe Kohlekommission, dann das beschließen, was die gerade dominierenden gesellschaftspolitischen Vorgaben erfüllt. Merkel ist es somit gelungen, sich selbst zu klonen und wie beim Märchen von Hase und Igel immer schon da zu sein. Die Energieversorgung ist somit fest in den Händen der „Merkelianer“. Die Vorbereitung einer grünschwarzen Regierung wird so organisiert. Nur so konnte die Grüne Front den die tägliche Politik dominierenden Einfluss gewinnen, können die moralingedrängten Umweltverbände ungestört ihre Thesen aufstellen und durchsetzen. Und die sind gefährlich.

Milchmädchenrechnungen aus dem Bundesumweltamt

Dazu noch ein Zitat aus dem Papier: „Wie das Umweltbundesamt errechnet hat, verursacht eine Tonne CO2 einen Schaden von 180 Euro, die derzeit von der Allgemeinheit getragen werden. Ziel ist es, dass diese Kosten mittelfristig vom Verursacher getragen werden.“ Allein diese Phantasierechnung müsste Anlass sein, das Bundesumweltamt einmal gründlich auszumisten. Wer ist denn der Verursacher: der Pendler, der mit seinem Auto zur Arbeit fahren muss? Der normal sich ernährende Fleischesser? Die Familie, die mit ihren Kindern auch mal am Mittelmeer Urlaub machen will?

Das ältere Ehepaar, das es behaglich warm in seiner kleinen Wohnung haben will, weil sie mittlerweile schnell frieren? Der mittelprächtig verdienende Hausbesitzer auf dem Land, der sich verschulden soll, um sein jahrzehntealtes Haus dämmen zu können? Mit anderen Worten: Der Verursacher des CO2-Ausstoßes ist die Masse der Bevölkerung, und die muss zur Kasse gebeten werden, was zu einer deutlichen Absenkung des Lebensstandards der mittleren und unteren Einkommensschichten führen wird.

Ein Satz aus dem Papier aber entlarvt die autoritäre Gedankenwelt der Grünen Front mehr als alle anderen Forderungen zusammen. Da steht: „Eine zukunftsgerichtete Klimaberichterstattung muss verpflichtend werden.“ Diese unserer freiheitlichen Verfassung widersprechende Forderung wird zwar als Absatz unter der Kapitelüberschrift: „Das Finanzsystem nachhaltig aufstellen“ aufgeführt, aber der Satz steht auch für sich alleine. Es gab keinen Shitstorm innerhalb oder außerhalb der sozialen Netze, der auf diese gefährlichen antifreiheitlichen Aktivitäten der Grünenverbände aufmerksam macht. Deshalb werde ich in all meinen Beiträgen auf Achgut.com immer wieder warnen: Passen Sie auf, wenn der Klimaschutz in der Verfassung verankert werden soll. Das wäre das Ende einer freiheitlichen Demokratie und der Beginn einer alles durchdringenden Ökodiktatur.   

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Leserpost

netiquette:

Fanny Brömmer / 24.09.2019

@Thomas Gildemeister et al: Danke! Ich kann diese Pseudo - Oppositionellen, die sich immer noch ein Merkel - Gehorsams - Bienchen ins Bummiheft kleben müssen, auch nicht mehr ertragen. Da warnt der Herr Ederer vor der grünfaschistischen Diktatur und kriminalisiert die einzig noch vorhandene BÜRGERLICHE Opposition als, na, das Mainstream - Übliche halt. Und man fragt sich unweigerlich, ist er so unwissend, oder hält er sich ein Hintertürchen offen.

Michael Theren / 24.09.2019

Sehr geehrter Herr Ederer, es war sicherlich ironisch gemeint, allerdings hatten Sie vergessen, den “Naziflügel” mit Anführungszeichen zu ironisieren, wenn’s Absicht war, ist Ihnen leider nicht zu helfen, ich mag den Herrn auch nicht sonderlich, aber “Nazi”, dann schreiben Sie lieber für die “Grünen” Kommentare, dann bliebe die innere Kontinuität gewahrt und als Kritik für Sie dann nur noch die finanziellen Fragen, denn eigentlich ist ja alles gut in Ihrer Welt…

Mathias Hartmann / 24.09.2019

Ederer bringt ein paar wichtige Punkte, wird aber auch naiv. Die Vorschläge der AfD würden auch dann abgelehnt werden, wenn es das, was Herr Ederer als Naziflügel bezeichnet, nicht gäbe. Es geht nicht um vernünftige Lösungen, sondern nur um Macht und Geld.

Anders Dairie / 24.09.2019

Während das Potsdamer PIK / Schnellnhuber eine Kreation “Supported by Merkel” ist und immer noch veraltete Prognosen liefert,  sollte der Techniker oder Ingenieur das Fachwissen des EIKE und die Vorträge der Tagung vom 23./24.11.18 zurate ziehen:  Selbst bei Verdoppelung der CO²-Konzentration kann die OF-Temperatur der Erde aus phys. Gründen die 1-Grad-Schwelle nicht überschreiten.  Zudem ist der Feuchtegehalt der Athmosphäre/Troposphäre bis zu Weltraum- Grenze fallend,  in Ggs. zu den Prognosen. Wodurch die PC-Rechnungen irrelevant werden.  Es kann mit Festigkeit dafür eingetreten werden,  dass es keinen “Wärmetod” geben wird.  Eher im Gegenteil. Zu allem Überfluss verliert die Lufthülle mehr Wärme als sonnenseitig zugeführt wird.  Die Klimahysteriker werden zukünftig alles aufbieten, um Einzelvorgänge, wie Zyklone, noch zusätzlich aufzublasen.  Aber, auch die Häufigkeit der Stürme ist eher rückläufig (Kachelmann). Es kann tatsächlich so sein (Friedr. Merz) dass Links-Grüne einen System-Wechsel zugunsten eines chinesischen (?) Kommunismus am Laufen halten.  Auch in den USA sind solche Tendenzen vorhanden.  So sind auch die wütenden Aktionen,  zudem GRETAs-UN-Rede gegen alles Konservative, erklärbar.

Andreas Rühl / 24.09.2019

Nur so nebenbei…. Solange die afd ihren nazifluegel nicht los wird, wähle ich diese sog. Partei nicht. Ich denke kaum, dass ich ein Einzelfall bin. Ob man die Typen nun nazifluegel, Hitler bewunderer, voelkische Narren, rechte provokateure, geistig verwirrte oder sonst heißt, ist mir wurscht. Ekelhaft bleibt ekelhaft. Diese gestalten sein kein deut weniger gefährlich als die gruenen Spinner, die Maoisten, die kevinisten oder allzu christlich bewegte. Wer Zuflucht in der vergangenheit sucht und in Begriffen schwelgt wie deutschtum, heimat und so fort, ist für mich ein Idiot und bleibt es. Und das sage ich nicht, weil ich kein Patriot bin, sondern genau aus dem Grund.

sybille eden / 24.09.2019

Lieber Herr Ederer, ich schätze sie sehr und habe alle ihre Bücher, aber glauben sie wirklich das die AfD, wenn sie noch von Lucke und Olaf Henkel geführt werden würde, auch nur einen Hauch weniger diffamiert und ausgegrenzt würde als heute ? Als marktwirtschaftliche Partei ? Die Zeiten als in der BRD eine Oppositionspartei geduldet wurde sind entgültig vorbei ! In einer links-grünen Gesinnungsdiktatur würde das ja die Deutungshoheit in Frage stellen. Sowas ist nicht mehr opportun. Ich gebe der AfD keinerlei Chance jemals politisch wirksam werden zu können , dafür ist die Mehrheit der “Deutschen” einfach schon zu “gehirngewaschen"und sämtliche politischen Institutionen gleichgeschaltet .

Stefan Mauer / 24.09.2019

Fortsetzung “Subventionswirtschaft” ...Stiftungen, NGOs (die oft gerade nicht non-govermental sind), Vereine 8was da so alles unter e.V. läuft…), staatliche Wohnungsbaugesellschaften, alle, die von Arbeitslosen, Migranten, EEG-Umlage usw. profitieren (Vermieter, Landbesitzer) und natürlich das ÖR Fernsehen als mit krassestes Beispiel (Zwangsabgabe (eigentlich eine Steuer), selbst aufgebläht, sehr hohe Verdienste, absolut unmarktwirtschaftlich und dazu auch sehr parteiisch) Diese Aufzählung kann gerne weitergeführt bzw. verfeinert werden. Darüber wäre auch mal ein eigener Artikel toll. Schon jetzt ist man ja eher blöde, wenn man in der Marktwirtschaft arbeitet, sehr viele wollen deshalb zum Staat, ÖD oder eben in Großkonzerne mit Gewerkschaften. Nur, wer macht dann den Rest..? Steuern zahlen..? Das die Planwirtschaft dazu noch absolut ineffektiv ist und es nur funktioniert, weil (noch) genug Geld da ist und sehr straff organisierte private Firmen viel Drecksarbeit übernehmen, kommt noch dazu. Ein Beispiel zu Subventionswirtschaft noch: habe mal ein Praktikum bei einem Unternehmen der Luftfahrtindustrie gemacht. Generell ist hier einiges halbstaatlich, da militärisch und es gibt weltweit eigentlich Duopol (Airbus und Boeing), ist also durchaus eine Ausnahme, da es sonst kaum geht. Aber ein ganz normales Produkt, was man auch versuchen könnte, rein marktwirtschaftlich anzubieten, sollte mit Fördergeldern (weiter)entwickelt werden. Die Abkürzung für diese(s) Produkt(e) sollen Frauennamen ergeben, das käme besser an, um Fördergelder zu bekommen. Tja, so könnte es dann vielen Unternehmen ergehen, es geht weniger um das Produkt als das man irgendwie versucht an Staatsknete zu kommen.

Klaas Meyer / 24.09.2019

“Und die AfD kann sagen was sie will, solange sie ihren Naziflügel nicht unter Kontrolle hat, wird alles, was sie vorschlägt, abgelehnt.” Lieber herr Ederer! Glauben ie im Ernst, dass die AFD irgendwann eine Chance bei den SED- Parteien hätte? Dazu müsste die CDU/CSU mit neuem Personal, vielleicht der Werteunion, an den Start gehen. Und das ist unabhängig von dem Gebaren der AFD. Natürlich dürfen Leute vom Schlage Gedeons nicht federführend in der AFD werden. Aber solange das AFD Parteiprogramm vernünftig ist und 90 Prozent der Mitglieder das sind, was sie sind: Menschen, die vor der Entwicklung im Migrantenbereich (Islamisierung), dem (verlogenen) Klimathema und der Schleifung der Deutschen Industrie Angst haben, liegt es nicht an der AFD, ob sie koalitionsfähig wird, sondern an der Verteufelung der AFD um jeden Preis durch die SED-Parteien und den Mainstream. Letztere bemühen sich mit fast allen Mitteln die weitaus überwiegende Mehrheit der normalen Bürger in der AFD zu “nazifizieren”. Denn müssten die SED-Parteien und der Mainstream in eine ernsthafte Diskussion mit diesen normalen Leuten treten, hätten sie verloren und das wissen die SED-Parteien und der Mainstream. Niemals also wird diese herrschende Journalokratie der AFD eine faire Chance geben. Wie gesagt: Ein Politikwechsel und damit der Versuch (!) einer Rettung unserer Lebensverhältnisse, wie sie die hier schon länger Lebenden einmal kannten, geht nur über einen radikalen Machtwechsel in der CDU/CSU.

Stefan Mauer / 24.09.2019

“Subventionswirtschaft “ Danke für dieses Wort. Suche schon länger nach einer Beschreibung dieses sich immer verstärkenden Wirtschaftssystems. Staatskapitalismus passt auch eher nicht so. Denke es ist eine Mischung, aber die Subventionswirtschaft wird immer größer. Natürlich gibt es und kann es auch dort sogar sehr gute und gut bezahlte Jobs geben. Ich bin aber dennoch ein Verfechter der Marktwirtschaft, da sie einfach fairer, transparenter und durchaus auch demokratischer ist. In der Marktwirtschaft kann der Konsument mit seinem Verhalten vieles beeinflussen, wenn aber viele Alternativen verboten, verteuert oder schlechter gestellt werden, finde ich, dass das entmündigend und unfreiheitlich ist. Zum anderen wird bei den Arbeitsplätzen dann vermehrt auf die richtige ideologische Ausrichtung der Angestellten geachtet (wobei man sagen muss dass selbst in marktwirtschaftlichen Unternehmen ja mittlerweile eh schon gilt). So arbeiten aber immer emhr Menschen in einem Verhältnis, dass von Nettosteuerzahlern mehr oder weniger bezahlt wird, in Einrichtungen, die sich nicht wirklich oder gar nicht marktwirtschaftlich oder nach Angebot und Nachfrage orientieren. Eine kleine Auflistung: Alle Staatsbedienstenten und Beamten, öffentlicher Dienst, öffentliche Einrichtungen, dann alles was zwischen Staat und Kommunen von privaten Unternehmen übernommen wird (ja, Linke sehen das genau andersherum, wollen das alles wieder komplett staatlich, da man aber hier keine Konkurrenz als Nutzer bzw Kunde hat, zähle ich es auch dazu): ÖPNV, Bahn (alles stark subventioniert, damit eigentlich schon überbevorteilt ggü Flugzeug, Auto, Fernbus), Müllabfuhr etc, dann natürlich Politiker auf allen Ebenen, die sich selbst Diäten erhöhen mit zig Angestellten,  das Bildungssystem, Unis und Hochschulen (oft keine freie Lehre (mehr)), verschiedenste Behörden, subventionierte (soziale) Einrichtungen (die man bei einer wirklich sozialeren Gesellschaft weniger bräuchte),...

Werner Kersting / 24.09.2019

Lieber Herr Ederer, ich hatte unlängst übrigens den selben Gedanken wie Sie zum Turmbau zu Babel. Und Gott kam und schaute sich den Bau von der Erdperspektive an. Das menschliche Geschöpf meint doch tatsächlich, dass es über den Schöpfer verfügen und bestimmen kann. Ich glaube, da hat sich der Mensch seit Beginn der Schöpfung und seit dem Geschehen im Garten Eden nicht verändert. Wissen wir Menschen eigentlich wie winzig und unbedeutend wir sind? Würde man das größte Mikroskop auf den uns am nächsten gelegenen Stern, dem Alpha Centauri, transportieren können, würde man von dort aus keinen Menschen auf der Erde wahrnehmen. So klein und unbedeutend sind wir im Makrokosmos. Aber dennoch von Gott wertgeschätzt und geliebt. Dieser Gott lässt es niemals zu, dass seine Geschöpfe seine Schöpfung zerstören. Er hat einen Plan, auch mit seinem Planeten Erde. Klar, wenn uns der Glaube an ihn wurscht ist, brauchen wir Ersatzgötter, an deren Erhalt und Existenz wir uns klammern, weil wir glauben, dass unsere Existenz davon abhängig ist. Der Klimagott gewinnt immer mehr an Bedeutung, besonders auch in der deutschen Bevölkerung. Jeder Mensch braucht etwas Sinnstiftendes für sein Leben. Leider spielt der Glaube an Jesus Christus eine immer geringere Rolle bei den Politikern, den Eliten, den Kirchen und im Land schlechthin. Eine weithin gottlose Gesellschaft klammert sich zu einem großen Teil nun an ihre neue Klimareligion. Und erhofft im Kampf dafür soetwas wie Lebenssinn. Einen Hinweis an Herrn Munster:  Stimme mit Ihnen überein, dass die Vorschläge der AfD völlig unabhängig vom sogenannten rechten Flügen in der Partei, von den anderen Parteien abgelehnt werden würden. Gäbe es etwa Herrn Höcke nicht mehr in der AfD, dann wären es Gauland, Meuthen oder Weidel, die in den Fokus der Kritik und Ablehnung der AfD stehen würden.  So ist das leider augenblicklich.

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