Sie gehören der berüchtigten „Hammerbande“ an, die mit brutaler Gewalt bis hin zu Mordversuch gegen Andersdenkende vorging.
Wie die Bundesanwaltschaft heute mtteilte, hat sie am 25. Juni 2025 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf Anklage gegen sechs Linksextremisten, Nele A., Emilie D., Paula P., Luca S., Moritz S. und Clara W. erhoben, wie sie heute in einer Pressemeldung mitteilte.
Sie sind der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt und ihnen wird in diesem Zusammenhang versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Einzelnen Mitgliedern wird überdies Urkundenfälschung, Diebstahls, Sachbeschädigung, Missbrauch von Ausweispapieren und Betrug vorgeworfen. Vier der Angeklagten waren als Täter noch nicht voll strafmündig.
Die Angeschuldigten gehörten zu einer militanten linksextremistischen Vereinigung um den gesondert verfolgten Johann G. Unter wechselnder Beteiligung, auch mit anderen Anhängern der Vereinigung, begingen sie ab April 2022 verschiedene gewaltsame Angriffe gegen Personen, die ihrer Ansicht nach aus der "rechten Szene" kamen. Dazu gehörten Überfälle auf Thor Steinar-Läden und deren Angestellte in Erfurt, Magdeburg, Halle und Schwerin und tätliche Angriffe auf ausgespähte Personen, einschließlich Hammerschläge gegen den Kopf der Opfer.
Die Bundesanwaltschaft beschreibt eine der Taten so:
"Emilie D. beteiligte sich zusammen mit fünf anderen an dem Angriff in Erfurt. Dabei riss sie mit Gewalt die Verkäuferin zu Boden und versetzte dieser zahlreiche Faustschläge gegen den Kopf und Oberkörper. Eine Mittäterin schlug mindestens zwanzigmal mit einem Teleskopschlagstock auf die am Boden liegende Geschädigte ein. Weitere Angreifer versprühten in dem Laden großflächig unter anderem Buttersäure und Pfefferspray, letzteres auch gezielt gegen die Verkäuferin. An der Einrichtung und den Waren im Geschäft entstand ein Sachschaden von mehr als 60.000 Euro.
Am 12. Januar 2023 griff Emilie D. gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Johann G. und anderen in Erfurt zwei zuvor ausgespähte Personen an. Die Gruppe näherte sich den Opfern von hinten an und brachte sie zu Fall. Sodann wurde ihnen mit der Faust, Schlagstöcken und einem Hammer mehrfach wuchtig, zum Teil lebensgefährlich auch gegen den Kopf geschlagen."
Die Gruppe war auch Teil des linksextremen Terrors zum „Tag der Ehre“ in Budapest, wo verschiedene, dem rechtsextremen Spektrum zugehörige Personen brutal attackiert und teilweise schwer verletzt wurden.
Um ihre Taten zu planen und zu finanzieren, begingen sie Urkundenfälschung, Diebstahl und Online-Betrug. Nele A., Paula P., Luca S., Moritz S. und Clara W. wurden am 20. Januar, Emilie D. am 20. März 2025 festgenommen, alle befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.
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