Von drei auf neun Millionen springt Syriens Bevölkerung zwischen 1945 und 1980, als der Kriegsindex zwischen 4 und 5 steht. Auf 1.000 Männer im Alter von 55 bis 59 Jahren folgen 4.000 bis 5.000 Jünglinge zwischen 15 und 19 Jahren. Nur die Besten können – daheim oder in den Ölscheichtümern – auf akzeptable Positionen hoffen. Der stetig härter werdende ökonomische Wettbewerb wird umgeprägt in eine religiös aufgeladene Feindschaft. Seit 1976 erstreben sunnitische Muslimbrüder die Auslöschung der regierenden alawitischen Minderheit. Ihnen gelingen spektakuläre Morde, aber 1982 zertrümmert die Armee unter Rifaat Al-Assad, Onkel des heutigen Diktators Baschir, ihre Stadtviertel in Hama. Über 20.000 Menschen kommen dabei um. Das haben die Besiegten nie vergessen.
2011 steht Syrien bei 22 Millionen Einwohnern. Der Kriegsindex steht immer noch bei 4 bis 5. Doch die ökonomische Lage ist hoffnungsloser. Allein zwischen 2009 und 2011 wächst die Arbeitslosigkeit von 8 auf 15 Prozent. Seit 1980 ist die Zahl kampffähiger Männer aller Konfessionen (15-29 Jahre) von 1,20 auf 3,25 Millionen gestiegen. So viele gab es zuvor nie. So viele werden es auch nie wieder sein. Das gilt allerdings nur, solange die rund 6,7 Millionen Flüchtlinge nicht zurückkehren. Unter ihnen dominieren junge Männer und Frauen. Viele ziehen längst eigenen Nachwuchs auf. Drei Millionen Exilsyrer sind deshalb jünger als 18 Jahre.
Der Kriegsforscher Herwig Münkler verteidigt 2016 die Aufnahme einer knappen Million Syrer durch Angela Merkel mit dem Bild eines „Überlaufbeckens“. Als solches sollte Deutschland rund fünf Jahre lang – bei Kosten von etwa 100 Milliarden Euro – die jungen Araber menschenwürdig versorgen, um sie nach Kriegsende in ihre Heimat zurückzuführen.
Allerdings hatte Berlin nicht bedacht, dass die Syrer ihrerseits aus einem ‚Becken‘ flohen, das nicht nur dauernd ‚überlief‘, sondern aus eigenem Nachwuchs auch immer wieder bis zum Rand nachgefüllt und eben dadurch stets Kriegsverluste absorbieren konnte.
Auch Erdogan ging von ihrer baldigen Rückkehr aus
Wie der Autor von seinen türkischen Studenten (Diplomaten und Kommandeure) am NATO Defense College (ROM) weiß, hatte auch Ankara bei der Aufnahme von 3,5 Millionen Syrern nicht an die Demografie hinter ihrem Bürgerkrieg gedacht. Auch Erdogan ging von ihrer baldigen Rückkehr aus, verstand nun aber, dass er mit Deutschland und den anderen Aufnahmeländern in derselben Falle saß. Die Kosten und die entsprechenden Reibereien würden immer nur zunehmen. Seitdem will er die Fremden, deren Kosten Berlin und Brüssel ja nur partiell abdecken, loswerden.
Denn ungeachtet der bis zu 500.000 Bürgerkriegstoten wächst Syriens Gesamtbevölkerung zwischen 2010 und 2020 von 21 auf 25 bis 26 Millionen. Davon leben 17 bis 19 Millionen innerhalb der Landesgrenzen. Das sind immer noch sechsmal mehr als 1945. Bis 2040 sollen es mit 30 Millionen intern sogar zehnmal so viele sein. Syriens Regierung kann die bald 7 Millionen Exilanten also gar nicht zurückhaben wollen. Ihr jugendlicher Druck würde die gerade abflauenden Gemetzel umgehend wieder in umfassende Kriegsaktionen transformieren. Da überwiegend Sunniten kämen, müssten die alawitischen, christlichen und kurdischen Minderheiten überdies blutige Rache fürchten.
Baschir Assad hat diese Sorge unmissverständlich zum Ausdruck gebracht: „Wir haben von unserer Jugend zwar die Besten verloren, dafür aber sind wird als Gesellschaft homogener und gesünder geworden.“ ("We lost the best of our youth. / But in exchange, we won a healthier and more homogeneous society;")
Ein paar Millionen syrische Sunniten, die Ankara jetzt in Nordsyrien ansiedeln will, sind für Damaskus keine Sicherheitszone, sondern eine Kriegserklärung. Erdogan weiß das und Assad schickt Truppen an die türkische Grenze. Wer eine solche Zone aus Berlin oder woher auch immer garantieren möchte, verschiebt die gescheiterte Politik des Überlaufbeckens nur auf ein anderes Gelände. Sie mag dort weniger kosten als im hiesigen Hartz-IV-Sektor.
Doch man vergisst dabei leicht, dass selbst Putins Russland zwischen all den syrischen Fronten nicht nur siegt, sondern stetig auch Elitesoldaten verliert. Wie ihre deutschen Kameraden sind sie einzige Söhne oder gar einzige Kinder ihrer Mütter. Wenn sie fallen, wird ihre Familienlinie nicht – wie noch auf Jahrzehnte hinaus in Syrien, Irak oder Jemen – von den Brüdern fortgesetzt, sondern beendet. Wohl dem, der in dieser Region nicht Krieg führen muss.

Prof. HEINSOHN sagt UNS klar: MERKEL hat Fremde reingelassen, und wir werden die nie wieder los ! Weil sie zuhause wegen der Kopfzahl und der herrschen-den Arbeitslosigkeit keinen Platz haben. In der Konsequenz müssen WIR wenigen unsere Geschäfte und Gemeingüter an sie abgeben ! Mit Muslimen teilen ist in deren Ideologie nicht vorgesehen. Wir sind im Koran Dhimmies (Haussklaven). Ich bin sicher, dass heutige, deutsche Politiker als "... dumme Menschen" in die Geschichte eingehen werden. Richtig musste es immer heißen: "Wir schafften uns ab !" Leute, wie Prof. MÜNKLER, tragen dabei Mitschuld. Ihnen sind Umfang und Druck nicht klar geworden. Irrtum heisst dort Versagen.
Ich rechne noch mal vor. ......................................................Wir nehmen heute 50 “Gerettete” 20 jährige (also sind sie 17) auf. Sie werden, da wohlernährt und in den nächsten Jahren von schwerer Arbeit befreit 70 Jahre alt. Sie bekommen, dank Familiennachzug jeder 4 Nachkommen. Nach 20 Jahren sind aus 50 schon 250 geworden. Diese 200 bekommen wieder je 4 Nachkommen. Das sind nach 50 Jahren schon 50+200+800= 1050 Menschen. Jeder kostet min. 1000 Euro/Monat. In diesen 50 Jahren kostet uns diese einmalige Rettung von 50 Personen ca. 200 000 000 Euro ( zweihundert Millionen Euro). Kosten für Kindergarten, Schule, Behörden, Polizei, Gerichte, usw. noch nicht eingerechnet. Ja und Respektrente (Lebensleistungsrente) bekommen ( verdienen) sie auch. Habe gerade gelesen das die Migrationsbeauftragte Kruppa aus Thüringen 500 Syrer durch das Umsiedlungsprogramm der UN in Thüringen ansiedeln will. Liest man die Vita dieser Dame wird es mir schwindelig. Abitur, Praktikum in Palästina, Jura Studium, Arabisch, Anwalt für Flüchtlinge, Migrationsbeauftragte. Eine Dame der Asylindustrie. Claudia Roth kritisierte den Bevölkerungsaustausch durch Erdogan, aber hier wird sowas durch rot-grüne Politik gefördert. Wenn zwei das Gleiche machen, ist es...……….
"Wohl dem, der in dieser Region nicht Krieg führen muss." Leider scheint es weltweit nur drei Menschen zu geben, die dieser Meinung sind: Gunnar Heinsohn, Donald Trump und Max Wedell. Die gesammelte Medien-Mischpoke zumindet der westlichen Welt indes bejammert vorwurfsvoll, daß "die USA die Region den Diktatoren überlassen hat". Ja genau, dieselben Leute, die nicht müde werden, uns unter die Nase zu reiben, wie falsch doch das militärische Vorgehen gegen die Diktatoren Saddam Hussein und Muhammad al-Gaddafi war, behaupten jetzt, die USA hätten mit ihrem dort bis vor kurzem vorhandenen absolut lächerlichen Kontingent von 2000 Soldaten dem Diktator Assad und somit auch Putin und neuerdings auch noch Erdogan die Stirn bieten können und SOLLEN. Bei soviel Frechheit in der Propaganda stockt einem der Atem. Glauben können die Journalismussimulatoren so etwas vermutlich selber nicht, aber dafür, Trump eins reinzuwürgen, reicht es allemal, denken sie ganz offensichtlich. - Die Massenumsiedelung syrischer und anderer Araber nach Deutschland erinnert an die "Gastarbeiter"-Zeit. Auch damals erklärten Politik und Medien dem skeptischen Volk, diese Menschen würden nach getaner Arbeit wieder in ihre Heimat zurückkehren. Heute erklären Politik und Medien alle naselang, die Deutschen hätte sich von Anfang an mit der Idee der Rückkehr der "Gastarbeiter" getäuscht und lassen keinen Zweifel daran, daß sie nicht Politik und Medien meinen, die sich (und andere) getäuscht hätten, sondern den irgendwie naiven Bürger. Also genau jene, die damals schon überwiegend skeptisch waren, aber letztlich von Politik und Medien eingelullt wurden. Heute sind die Beteuerungen, die neu Umgesiedelten würden letztlich wieder in ihre Heimat zurückkehren, aber beträchtlich leiser geworden. Das ist verständlich. Das Bedürfnis, auf der Stelle von den Menschen im Land ausgelacht zu werden, verspürt ja keiner so richtig. Manche Lügen funktionieren eben nur einmal.
Und wie wird der Kriegsindex für Deutschland in der Zukunft aussehen? Vielleicht sollte man den Kriegsindex hier für einzelne Bevölkerungsgruppen separat ausweisen.
Explosive Aussichten Herr Prof. Heinsohn. Schon der dritte Ko. heute auf der Achse. Der Bericht ist sehr aufschlussreich und beängstigen. Trotzdem War diese Situation lange schon voraussehbar. So lange man die Dinge in der Politik nicht benennen will, und schon gar nicht diskutieren, so lange wird sich nichts ändern. Es ist nicht mehr weg zu diskutieren, dass es irgendwo unschöne Bilder geben wird. Viele sind längst da, aber werden noch gut im Hintergrund gehalten. Leider ist bei dieser Regierung nach wie vor kein Ende in Sicht und wenn man mal das Gefühl bekommt, dass Bewegung rein kommt, dann kann immer auf die eine oder andere Art auf "die da oben" in der EU verwiesen werden. Die Anderen sind schuldig. Eine Trauerspirale die immer schneller zu drehen scheint. Ohne Geburtenkontrolle läuft längst nichts mehr. Danke für all das Zahlenmaterial und die Links. b.schaller
Diese syrischen Flüchtigen sind also -viele- Kriegspartei des Bürgerkrieges, der ihre vormalige Heimat zerstörte? Wer will solche zurück haben? Und für Krieg mit grosszügiger Aufnahme belohnen? Warum kritisiert unsere Friedensbewegung nicht solche Agression und beklascht solche noch dafür? Das die Frauen, Kinder und die Alten Opfer solchen Hasstiraden werden ist bitter, aber Schuld der Krieger! Das alles ist völlig irre...
@Wilfried Cremer : Dieser Kommentar kommt ins Buch der allerbesten Freitagsscherze.