Europa schlittert in eine Energiekrise. Die Netzbetreiber mehrerer EU-Länder warnten schon zu Beginn des Jahres. Privaten Ladestationen im Vereinigten Königreich soll ab Frühjahr der Strom abgestellt werden.
Europas Politik hat Angst vor dem Winter. Europa fürchtet den Blackout. Die Sorge vor Lieferengpässen im Strom- und Gasbereich, eine Vorhersage, die noch vor kurzem ins Reich rechter Verschwörungstheorien verwiesen worden war, wächst. Noch schauen die Verantwortlichen in der Europäischen Union schadenfroh auf Großbritannien, wo massiv angestiegene Gaspreise eine Reihe von Energieanbietern zum Aufgeben gezwungen haben, weil diese die um bis zu 70 Prozent in die Höhe geschnellten Einkaufspreise durch eine gesetzliche Gaspreisdeckelung nicht weitergeben können.
Der britische Wirtschaftsminister bereitet die Verbraucher schon einmal auf gravierende Probleme vor und gibt unumwunden zu, dass Hunderttausenden Familien ein schwieriger Winter bevorstehe. Auch im Rest Europas zeigen die Energiepreissprünge Folgen: Die Inflation galoppiert. Dabei wirken die selbsternannten „Klimaretter“ wie Brandbeschleuniger. Die explosive Mischung aus drastischen Steuererhöhungen und rapide gestiegenen Preisen wird vor allem jene schmerzlich treffen, die nur ein paar Euro mehr fürs Klima auszugeben glaubten. Es werden ein paar hundert sein. Mindestens.
In Großbritannien hat man derweil noch ganz andere Sorgen: Wegen 100.000 fehlender LKW-Fahrer stockt die Versorgung der Tankstellen ebenso wie die Belieferung der Lebensmittelgeschäfte. Das Problem ist hausgemacht, weil man mit einer hysterischen Warn-App wochenlang Millionen von Menschen aus dem Arbeitsprozess gerissen hatte, die nur teilweise wieder in ihre angestammten Jobs zurückkehrten. Zudem hat die rigide Praxis der Visa-Vergabe nach dem Brexit eine Vielzahl ausländischer Arbeiter aus dem Land getrieben. Ob die von Premierminister Johnson angekündigte Kehrtwende schnell genug greift, weiß niemand.
Die „Energiewende“ entfaltet ihre volle Wucht
Als wäre das nicht genug, fürchten nicht nur die Briten, dass ihnen angesichts steigender Zahlen von Elektrofahrzeugen im sprichwörtlichen Sinne der Strom ausgeht. Diese Gefahr scheint die Bundesregierung auch für Deutschland zu sehen. Sie hatte zu Jahresbeginn einen Gesetzentwurf zur „Spitzenglättung“ vorbereitet, traute sich aber nicht, diesen in den Bundestag einzubringen. Mit der wohlklingenden Bezeichnung ist genau das gemeint, was die Briten im kommenden Jahr festzuschreiben gedenken: Wer sein E-Mobil an der heimischen Ladestation „auftanken“ will, schaut zu den Hochlastzeiten in die Röhre. Ab Mai 2022 soll privaten Ladestationen im Vereinigten Königreich von Montag bis Freitag jeweils neun Stunden am Tag der Strom abgestellt werden. Die große Furcht vor dem Zusammenbruch der Stromnetze ist keinesfalls unbegründet, gab es doch erst vor wenigen Monaten einen Beinahe-Blackout auf dem Kontinent. Immer wieder müssen zudem Industrieanlagen vom Netz genommen werden, um Stromengpässe zu vermeiden.
Der Ausbau sogenannter erneuerbarer Energien hat die europäische Versorgung anfällig gemacht und die Lebenslüge der Politik aufgedeckt. Würden die selbstgesteckten Ziele der Elektromobilität auch nur annähernd erreicht, stünden schon heute keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung. Allein Großbritannien benötigt angesichts der beschlossenen Abkehr vom Verbrennungsmotor bis 2050 das zusätzliche Stromäquivalent von sechs Kernkraftwerken. In Deutschland sieht es nicht besser aus. Ganz unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl dürfen wir uns schon einmal auf drastische Maßnahmen einstellen.
Woher der Strom künftig in ausreichender Menge kommen soll, steht in den Sternen. Die Netzbetreiber mehrerer EU-Länder warnten schon zu Beginn des Jahres. Nun scheinen immer mehr Regierungen dem Appell zu folgen. Europa geht einer ungewissen Zukunft entgegen. Immer größer wird die Abhängigkeit von Partnern, die nur ein begrenztes Interesse an einem prosperierenden Kontinent haben.
Die „Energiewende“ entfaltet ihre volle Wucht, und schon bald werden die Erinnerungen an die Corona-Beschränkungen verblassen, wenn uns drohende Blackouts rund um die Uhr vor die Frage stellen, wofür wir unser Stromkontingent nutzen wollen. Der zu erwartende Druck der Unternehmen auf die Politik könnte manchen Irrweg korrigieren. Entspannung bedeutet dies allerdings nicht. Der Wiederaufbau einer zuverlässigen Energieversorgung wird ein Vielfaches von dem verschlingen, was wir derzeit für die ideologischen Spielereien wohlstandsverwöhnter „Weltverbesserer“ berappen müssen.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Ramin Peymanis Blog Liberale Warte.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay

Das ist alles ausgerechnet. Frau Professorin Claudia Kemfert fragen. Sowie Frau Baerbock. – Auch die ZEIT ist vorne mit dabei: Artikel um Artikel beruhigt sie die Leser: Alles ausgerechnet! Alles im grünen Bereich! -- Punktuelle regionale Abschaltungen – das schon, aber die seien „eingeplant!“ – Siehste?! – Das „intelligente Netz kommt“, und die Welt atmet auf: – - – endlich gerettet!!! – – - (Ironie aus)
Wenn Robert Habeck Vizekanzler wird und ihm sonst nichts Gescheites einfällt, könnte er ja – wegen seiner Erfahrungen im kindlich- schriftstellerischen Bereich – Pipi Langstrumpf- Ideen umsetzen. Den Affen auf der Schulter würde wohl dann das Bärböckchen geben. Passt doch, oder? MfG
Der Generator kommt Freitag, ein kleiner – denn wir haben Holzöfen und das Ding dient nur zur Gewissensberuhigung.
Ich habe noch Omas Kohlebadeofen, der Garten ist bestellt, das Holz gestapelt…
Kerzen und Konserven für 6 Monate, Wasser vor dem Haus, mehr Pilze und Beeren als wir essen oder konservieren können im Wald dahinter.
Jagdschein vorhanden, auch wenn ich diese Passion auf Eis gelegt habe, und der Kram jetzt einem Jungjäger dient -2 Oneida Bögen sind geblieben…
Auf 4 Häuser kommen 3 Hunde akzeptablen Formates – Gut, falls jemand ungefragt „Teilhabe“ wünscht.
Unser Wasserverband sind WIR in dem kleinen Dorf, die Wasserrechte hat das Dorf – sonst keiner.
EU und Staat (B) wollten das schon mal angreifen – geht aber nicht, da wir ein gemeinnütziger Verein sind und keine Gesellschaft und zudem keine Daten weitergeben „dürfen“ ;)
Macht doch das Licht aus!
Klingt Prepper ist aber eigentlich nur Eifel Standard Ausrüstung…
Ok, der alte Deutz und das KK unterm Sofa fehlen noch.
Nach dem Corona Irrsinn, dem Hochwasser und einem schweren Arbeitsunfall macht mir das keine Angst mehr.
OT:
Mein Beileid gilt den Leuten aus RLP – direkt gegenüber (auch wenn das nichts bringt).
Selbst in „Belgistan“ war die Feuerwehr sofort da und hat den Senioren eine Tour mit meinem Kanu ermöglicht.
Wasser und Strom nach 2 Tagen, neue Heizung nach 10 Tagen, Hilfsgeld nach 14 Tagen – weitere Mittel folgen
Ihr hattet die Wahl und habt „Replay“ gedrückt…
@.Bahr: „ Warum kann man denn keine PKWs mit Windräder auf dem Dach bauen….“ Sichern sie sich noch schnell Patentrechte, denn wenn diese Idee aufgegriffen und der große Renner wird, ist es zu spät! …. Siehe solarbetriebene Vehikel… MfG
Blackout ? Wie war das nochmal mit der Digitalisierung ?? Wissen die Meisten leider nicht !
Bei Kurzschluss oder Shutdown oder Leitungsverlust passiert in der Regel folgendes.
§-1 : Strom weg…Daten weg
§-2 : Hardware-Crash
§-3 : Backup Lost
etc., etc.
Noch Fragen ??
Das was Sie hier schreiben, Herr Peymani, wird alle Brexit-Jubler in tiefe Depressionen stürzen. Denn viel von ihnen gingen doch in aller Unschuld, sprich Naivität, davon aus, dass GB der große Gewinner ist. Der Brexit ist eben nicht nur segensreich, sondern schafft dem Inselreich Riesenprobleme. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Briten, die ihre Unabhängigkeit stets um jeden Preis verteidigten, die Schnauze gestrichen voll hatten von der Gängelei durch die Brüsseler Zentrale und den Einfluss der deutschen Abrissbirne auf die Einwanderungspolitik. Mir fehlen die Briten in der EU, weil sie im Gegensatz zu der feigen deutschen Regierung immer da ihr Veto einlegten, wo sie es für sinnvoll hielten. Zudem fehlen die Milliarden in der Kasse, für die nun der doofe Michel zum größten Teil aufkommen muss. Aber nun sie halt weg – so spielt das Leben. Häme gegenüber den Briten angesichts ihrer aktuellen großen Schwierigkeiten sind allerdings vollkommen fehl am Platze. Denn es wird bestimmt nicht lange dauern, bis auch wir im besten Deutschland aller Zeiten aufgrund einer völlig irren Energiepolitik ähnliche Probleme haben werden. Ein Blackout wäre der Supergau: Kein Licht, kein Wasser, keine Heizung, keine Versorgung, da sich die Türen der Supermärkte nicht öffnen und die Kassen nicht funktionieren. Aber das Allerschlimmste: Die FFF-Hüpfer und Innen können ihre Handys nicht aufladen und werden von Mama im SUV nicht von A nach B kutschiert, weil kein Benzin mehr vorrätig ist. Von den Ladestationen für Tesla & Co. ganz zu schweigen. Was für ein Desaster. Mir kommen die Tränen!
@Edgar Jaeger: Es geht noch besser. Man beschaffe sich ein E-Fahrzeug mit Anhängerkupplung. Darauf packe man einen Dieselgenerator, Ladungssicherung nicht vergessen also schön festzurren, und betreibe diesen mit Heiz- oder kostengünstig mit Salatöl. Heizöl ist zulässig, da nicht für motorische Zwecke. Der Generator speist dann während der Fahrt die Akkus des E-Fahrzeugs, die so nicht leer werden.