Das ist ein Rätsel. Angelsachsen, zumal Amerikaner, gelten als eher staatsfern. Sie misstrauen ihren Regierungen und verlassen sich gern auf private Initiativen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Viele Amerikaner empfinden etwa Steuerzahlungen als Zumutung, eine Krankenversicherung für alle kommt ihnen sozialistisch vor, ein zentrales Melderegister lehnen sie als unzulässigen Eingriff in ihre Privatsphäre ab, den Freiheitsbegriff halten sie hoch. Auf „Prism“ und „Tempora“ indes, jene Geheimdienstprogramme, die hierzulande Orwellsche Analogien heraufbeschwören, reagieren sie kühl, fast teilnahmslos. Von Erregung kaum eine Spur. http://www.tagesspiegel.de/meinung/prism-enthueller-edward-snowden-auf-der-flucht-hysterie-und-phlegma/8400378.html