“Sixty Minutes”, Amerikas berühmte Plattform für hochkarätige politische Interviews, befragt Anfang Mai den US-Außenminister Antony Blinken zur Zukunft der Konkurrenz mit China. Er gibt sich zuversichtlich, weil das Reich der Mitte „eine alternde Bevölkerung“ hat, während die USA „besser als jedes andere Land der Erde“ ihre „menschlichen Potenziale maximieren können.“
Das CIA-Factbook meldet für Chinas 1,44 Milliarden Menschen ein Median-Alter von 38,4 Jahren (2020), für die 330 Millionen Amerikaner jedoch ein etwas höheres von 38,5 Jahren. Bei den rund 200 Millionen „Whites“ sind es sogar 44 Jahre. Die vergreisen noch schneller als Schweizer (42,7) und kaum langsamer als Österreicher (44,5) oder Deutsche (45,7).
Bei der Entfaltung des Humankapitals liegen bereits diese drei Länder deutlich vor Blinkens Heimat. Bei den Ende 2019 publizierten PISA-Tests von 2018 gibt es unter 1.000 Kindern (jünger als 15 Jahre) bei Höchstbegabten und Schulversagern folgende Rangfolge: Schweiz (49/168), Deutschland (28/211), Österreich (25/211) und USA (15/271). China hingegen spielt mit 165 Assen bei nur 24 Scheiternden in einer anderen Liga.
Nun lässt sich einwenden, dass nur vier chinesische Provinzen mit knapp 200 Millionen Einwohnern bei PISA mitgemacht haben und Peking obendrein regelwidrig selektiert hätte. Doch selbst wenn man nur die Werte Südkoreas (69 ganz oben und 150 im Abseits) auf China überträgt, gibt es unter seinen 249 Millionen Kindern des Jahres 2019 über 17 Millionen, die einmal Ausnahmeleistungen erbringen können. Unter rund 61 Millionen amerikanischen Kindern können nur 915.000 dabei mithalten.
In den USA erzogene Kinder aus Ostasien
Da es fast 19:1 für die Volksrepublik steht, wünscht man sich gerade für einen so besonnenen Mann wie Blinken besser informierte Berater. Selbst bei Hinzufügen der Musterschüler unter der Ägide von Berlin (320.000), Wien (32.000) und Bern (64.000) sieht es für die ökonomischen Kernräume des Westens kaum besser aus. Allein die 455.000 Nachwuchskönner unter 50 Millionen Südkoreanern übertreffen die drei Mitteleuropäer, obwohl sie doppelt so viele Menschen zur Verfügung haben.
Dabei scheint es noch unter den Besten beider Seiten Qualitätsunterschiede zu geben. Das demonstriert Südkorea bei den streng gesiebten PCT-Patenanmeldungen von 2020, als es Deutschland mit 20.060 zu 18.643 deutlich hinter sich lässt. 1994 stand es noch 4.294 zu 190 für die Bundesrepublik. Beide legen zu, aber Ostasien sprintet, wo die Europäer schlendern.
Recht hat Blinken – zumindest bisher – mit den Maximierungskünsten privater amerikanischer Schulen und Universitäten. Man erkennt ihre Überlegenheit daran, dass in den USA erzogene Kinder aus Ostasien besser und schneller vorankommen als alle anderen Ethnien. Höchste kognitive Kompetenz holt aus optimalen Förderungen nun einmal das meiste heraus. Wo sie jedoch, wie in Amerika, von vornherein knapp ist, wird am Ende nicht nur die Nation zurückfallen, sondern auch ihr Ausbildungssystem seine Attraktivität verlieren.
Gunnar Heinsohn ist Autor von Wettkampf um die Klugen (Zürich: Orell&Füssli, 2019).
Beitragsbild: RealRoyCC BY-SA 1.0 via Wikimedia Commons

Was für einen Schwachsinn hier einige Kommentatoren schreiben ist schon atemberaubend. Ich selbst habe seit meinem Studium in den 80ern intensive Kontakte zu Chinesen (viele haben zusammen mit mir studiert, einige sind zu Kollegen und guten Freunden geworden).
Seit dem hat sich China nicht nur technisch und strukturell enorm entwickelt, sondern auch seine Menschen. Das sind nicht alles „Mao-Automaten“ und „hohle Auswendiglerner“, wie sie hier durch viele Kommentatorenköpfe geistern.
Das was die hiesigen (technischen) Universitäten so ausspucken ist auch nicht alles Gold, sondern zu einem erheblichen Teil Bildungsausschuss, wie der Bewerbungszulauf täglich neu beweist.
Entscheidender ist aber, das China vor Zukunftsoptimismus und Aufbruchstimmung strotzt.
Die Metropolen des Landes sind hochmoderne Zentren mit einer hervorragend funktionierenden Infrastruktur die weiter in atemberaubenden Tempo ausgebaut wird. Die Hochgeschwindigkeitszüge rasen sekundengenau durch das riesige Land, das gigantische Autobahnnetz (in den 80ern gab es davon keinen einzigen Kilometer) ist in einem hervorragenden Zustand.
Noch beeindruckender ist nur noch (das allerdings viel kleinere) Südkorea, das sich ohne Rohstoffe innerhalb einer Generation nach dem verheerendsten Krieg des 20. Jahrhunderts aus einem ausgebeuteten, flächendeckend zerbombten Drecksloch in eine hypermoderne Industrienationen verwandelt hat. Mit nichts als Fleiß, Disziplin und einem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft.
Für beide Nationen ist übrigens das „alte“ Deutschland ein geradezu mythisches Vorbild. Und heute gleichzeitig eine Warnung was passiert wenn man den „verwokten, vergrünten (=dekandenten) westlichen“ Weg einschlägt. Es hat schon einen Grund warum die Migration von China in die USA inzwischen zum erliegen gekommen ist.
Die Ostasiaten wissen das, was der Westen vergessen hat. Das Grenzen nur im Kopf existieren.
Die hält niemand mehr auf. Die halten sich nicht mal mehr selbst auf.
@Rainer Pflanz, sagen wir es doch konkret: In Rotchina werden Schüler fast regelmäßig vor der Schulklasse regelrecht verprügelt und auf atheistische, menschenverachtende Linie gebracht. Auch Xi Jinping hält sich für einen irdischen Abgott, der meint alles zu dürfen. ++ Die Frage die bleibt ist, warum wollen unsere Linken, die Rotchina in den Hintern kriechen, diese Verhältnisse auch hierzulande nicht, noch nicht? ++ @Daniel Oehler, Sie haben es nicht so, mit Objektivität, Aufrichtigkeit, nicht wahr? ++ Es sind Ihre stillschweigenden Annahmen, die Ihr Kartenhaus zum Einsturz bringen. ++ Kalifornien ist längst keine Demokratie mehr, sondern ein sozialistisches, anti-demokratisches, eXTREM TEURES Drecksloch, aus dem jährlich 500.000 wohl informierte Menschen FLIEHEN!! ++ Warum sollten die US-Amerikaner eine Eisenbahn benötigen, oder mehr davon? So ein vollkommener Blödsinn. ++ Das Auto ist das ideale Vehikel, für eine Nation, die die Freiheit verkörpert, wie sonst kein anderes Land. ++ Und es sind die grünen, menschenverachtenden, inkompetenten Kommunisten dort, JA, IN KALIFORNRIEN, die Kalifornien HERUNTERGEWIRTSCHAFTET HABEN. ++ Gäbe es kein Wahlbetrug in den USA und wäre Trump noch Präsident, dann stünde Kalifornien jetzt vor dem SOZIALISTISCHEN BANKROTT. ++ Den Rest Ihrer unfachmännischen Lügenmärchen erspare ich mir. ++ Nur noch eins: Selbst dieses IMMER NOCH KOMMUNISTISCHE Rotchina ist nicht in der Lage mit den besten Forschungsländern mitzuhalten, da wo es darauf ankommt und wo keine Sozialismus eine Chance erhalten wird. ++ Nicht die Technik ist ausschlaggebend, sondern die respektvolle Behandlung des Menschen. Und da ist Rotchina WEITER eines der brutalsten, verächtlichsten, kriminellsten Länder auf der Welt.
@Harald Hotz: Einstein war vor weit über 100 Jahren. Wenn heute in Deutschland ein Einstein die Relativitätstheorie 2.0 publizieren wollte, würde man ihm vorwerfen, daß er seinen Text nicht richtig gegendert hat, daß seine Drittmitteleinwerbung mieserabel ist und daß seine Forschung kein Anwendungspotential hat und das Weltklima nicht rettet. @Jan Kandziora: Chinesen, die nach Clausthal-Zellerfeld kommen, haben es nicht geschafft, in die USA zu gehen, vermtlich weil sie dafür zu schlecht waren. Der Anteil chinesischer Studenten heute in Deutschland ist immer noch deutlich geringer als der vor 30 Jahren in den USA. Dort besetzen Leute chinesischer Herkunft längst viele Top-Professuren an Top-Universitäten; in Deutschland findet man das so gut wie gar nicht. Was sagt uns diese Abstimmung mit den Füßen? Uni-Ausbildung in Deutschland ist wissenschaftlich-inhaltlich nicht attraktiv, und das obwohl sie gratis ist… (und ich weiß, wovon ich rede: Ich bin Uni-Dozent in GER, mit mehreren USA-Aufenthalten.)
Zahlen hin, Zahlen her – schlau, schlauer, am schlausten, am aller schlausten u.s.w.. Wen sollte das wohl noch interessieren, wenn in der westlichen Welt zunehmend nur noch die richtige „Haltung“ und das „Geschlecht“ zählt? Die Baerböckige, die Roth, die Wellsow, die Göring-Eckardt, die Künast, die Schulze….und wie sie alle heißen, zuzüglich der „halbgewalkten“ Spahn, Hofreiter, und, und, und. Sollen sie sich doch alles schön saufen, alles schön reden oder Bücher schreiben, die keiner liest. Da bin ich auch sehr gönnerhaft. Aber nicht, dass sie über mich bestimmen und Macht ausüben können, ohne von mir dafür gewählt worden zu sein! Da hat meine Toleranz harte Grenzen! MfG
Das chinesische Schulsystem funktioniert mit maximalen Druck auf die Schüler, deren Eltern häufig ihr Erspartes in die Ausbildung der Kinder stecken. Notwendige Zeit für kreative Entfaltung – gibt es kaum, viele dürften psychisch nach der Schulzeit ramponiert sein. Studienabbrecher wie Heinz Nixdorf, die es nicht abwarten konnten ihre Begabung in die Praxis umzusetzen werden von der Statistik ebenos wenig erfasst wie die Selbstmorde aufgrund von Leistungsdruck. Wenn Intelligenz zu 75% vererbt wird, wie die langjährige Minnesota Studie (getrennt aufwachsende eineigeZwillinge) nahe legt, sieht es für China auch nicht rosig aus. Da die chinesische KP zu ihren Intellektuellen immer ein problematisches Verhältnis hatte und mit dem Aufruf zur Kritik und der 100 Blumen Bewegung, die zur Kritik aufgerufenen und antwortenden Intellektuellen zu Millionen ermordete. D.h. natürlich nicht, dass man an unserem Ausbildungssystem nicht verbessern könnte, wirklich nicht, aber so ähnlich klang es anfang der 90iger mit der japanischen Bedrohung, auch wenn man konzidieren muss dass es schon viel mehr Chinesen gibt. Eine Analyse von Schulabschlüssen und die Abzählung von Patenten sind zwar Indikatoren, aber für Befürchtungen gibt es noch ganz andere gewichtigere Gründe.
Xi Jinping ist der Messias. Nach dem Maoprogramm ticken die anders, abgesehen von Ausnahmen, die sich ihren gesunden Menschenverstand erhalten haben. Für einen Nationalisten erfüllen sich in China alle Träume. „Amazing Pictures, Pollution in China | ChinaHush“ (bitte suchen) – Zum Verständnis, wie China tickt, finde ich diese Eindrücke sehr wichtig. „Der Krieg kommt auf uns zu“, Chi Haotian, Verteidigungsminister Chinas bis 2004. In der Rede gibt Hoatian die Marschrichtung für China vor. Mit China Geschäfte zu machen und auch noch die Wirtschaft zu subventionieren, ist an Dämlichkeit nicht zu übertreffen. Alleine dadurch, daß Preisdumping, Kinderarbeit und schlußendlich KZs (36 in China) mit dem Warenverkehr importiert werden. / Es gibt nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa eine Kultur der Ignoranz.
Wir im Westen arbeiten mit der Phantasie und das führt zu Erfindungen, die Welt bereichern. Die Chinesen arbeiten mit einer Ideologie, die die Menschen gleichschaltet. Da macht mir eigentlich nur die Masse Angst.