Anfang Oktober 2000 wurde auf die Düsseldorfer Synagoge ein Anschlag mit Molotowcocktails verübt. Die Tat wurde von vielen Medien sofort als rechtsradikales Verbrechen gedeutet, obwohl es dafür keine konkreten Hinweise gab. In die aufgeheizte Situation grätschte instinktsicher der damalige Kanzler G. Schröder hinein, der einen “Aufstand der Anständigen” forderte. Schnell war nicht mehr von “rechtsradikaler” Gewalt, sondern von “rechter” Gewalt die Rede. Auf einer Großdemo in Berlin gegen “rechte Gewalt”, an der auch H. Kohl teilnahm, wurden er und seine Partei konsequenterweise als geistige Urheber des Düsseldorfer Anschlags diffamiert…
Neun Wochen später wurden die Täter, zwei junge Männer aus dem arabischem Raum, einer mit einem deutschen Pass, gefasst. Der Fahndungserfolg schlug keine hohen Wellen in den Medien, ebenso wenig die Verurteilungen der beiden. Ganz im Gegenteil, denn Teilen der SPD und der Grünen, ihnen nahe stehenden Printmedien und den öffentlich-rechtlichen Radio- und TV-Sendern war die Herkunft der Täter keineswegs genehm - deutsche Glatzen hätten ihnen viel besser gepasst. Einer, der damals unablässig den Kampf gegen “rechte Gewalt” beschwor und seine Interviewpartner von “rechts” vor der Fernsehnation moralisch grillte, war U. Wickert, der Schutzpatron aller linken Gutmenschen, die Inkarnation des juste milieu der Schröder-Jahre.
Apropos: Heute, acht Jahre später, hat der einstige oberste Anchorman der ARD immer noch nicht die Fakten auf die Reihe gekriegt. In einem Beitrag für die FAZ schrieb er am 23.7. unverdrossen “vom rechtsradikalen Anschlag auf die Synagoge in Düsseldorf”. Wovon vermutlich auch viele Zuschauer, die damals von den Desinformationskampagnen der Wickerts überzogen wurden, bis auf den heutigen Tag ausgehen.
Was allerdings bei der ARD, wäre er da noch am Wirken, selbstschweigend unter den Teppich gekehrt worden wäre, ging in der FAZ nicht durch. Sie druckte am 26. Juli auf Seite 37 eine Berichtigung des Wickert-Märchens und nannte die Herkunft der Täter. Na also. Geht doch. Im Print.