Der Arzt und Achgut-Autor Dr. Gunter Frank kandidiert bekanntlich mit einer unabhängigen Liste zu den Kommunalwahlen. Zum ersten Mal befand er sich aktiv Wahlkampf. Kurz vor dem Wahlsonntag zieht er eine erste Bilanz.
Die Wählerliste 13 im Heidelberger Kommunalwahlkampf steht für die Liste der Initiative für Demokratie und Aufklärung, kurz IDA. Dieser Verein gründete sich während der Corona-Krise, um Proteste gegen Grundrechtseingriffe und die Nötigung zur modRNA-Genimpfung organisieren zu können. Beispielsweise die ca. 50 Demonstrationen mit 300 bis 1.000 Teilnehmern, die seinerzeit rund um das St.-Josefs-Krankenhaus in der Weststadt stattfanden, welches im vorauseilenden Gehorsam nicht Covid-geimpftes Personal mit Kündigung bedrohte. Auf diesen Veranstaltungen redeten häufig bekannte Heidelberger Coronakritiker wie Beate Bahner, Kay Klapproth oder auch ich.
IDA tritt generell für eine offene Debatte ein, in Wissenschaft und Gesellschaft, weil wir überzeugt sind, dass nur so gute Lösungen entstehen. Wer dagegen Meinungen unterdrückt, erst recht wenn sie hochwertig begründet werden, läuft bekanntlich Gefahr, Maßnahmen zu ergreifen, die viel schädlicher sind als das eigentliche (Schein-)Problem. Für Achse-Leser nichts Neues. Angesichts der jüngst freigeklagten RKI-Files muss schon blind und taub sein, wer immer noch darauf besteht, dass die Corona-Maßnahmen sachlich gerechtfertigt gewesen wären. Sie waren vielmehr das Einfallstor, für all das, was uns in Zukunft an autoritären und totalitären Angriffen auf unsere demokratisch-freiheitliche Grundordnung noch bevorsteht.
Warum tut man sich das an?
Was hat das mit Kommunalpolitik zu tun? Sehr viel. Denn die Umsetzung vieler „Maßnahmen“, die der Staat plant, obliegt am Ende den Kommunen. Zudem haben Weltrettungsideologien auch längst in deutschen Rathäusern Einzug gehalten. Heidelberg ist beispielsweise Mitglied der sogenannten C-40-Städte. Dieses internationale Städtenetzwerk engagiert sich für eine „klimaneutrale“ Zukunft und was man sich darunter vorstellt, hat Martina Binnig hier ausführlich beschrieben. Ganz kurz könnte man die obrigkeitsstaatlichen Vorstellungen so zusammenfassen: Die Bürger sollen unter Anleitung zur Rettung des Klimas auf Wohlstand verzichten. Letztlich wird damit auch der Trend zum postmodernen Totalitarismus (s.a. Michael Esfeld) weiter befeuert.
Aber ganz konkret stellte sich für uns irgendwann die Frage: Treten wir als unabhängige Wahlliste zur nächsten Heidelberger Gemeinderatswahl an? Vor allem, um denjenigen eine Stimme im öffentlichen Raum zu geben, die wie wir unter der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung leiden und sich nicht repräsentiert fühlen. Obwohl wir uns einig waren, dass dies alles nicht vergnügungssteuerpflichtig wird, erst recht dann nicht, wenn man gewählt würde, beschlossen wir, uns am 9. Juni zur Wahl zu stellen und legten los. (Hier erfahren Sie mehr über unser Wahlprogramm). Jetzt in der letzten Woche vor den Wahlen stellt sich erst recht die Frage: Warum tut man sich das an?
Zunächst die positiven Erlebnisse, die sich immer dann ergaben, wenn wir an der Basis agierten. Zum Beispiel im Rahmen sogenannten Speed-Datings mit Kandidaten, die die Stadtteile veranstalteten. Oft wurden wir nicht eingeladen, aus Versehen oder Absicht. Es war dennoch kein Problem, auf Nachfrage dabei zu sein. Die Bürger fragten sachlich, engagiert, aber nie herabsetzend. Es half uns, unsere Rolle in einem zukünftigen Gemeinderat klarer zu definieren. Bei vielen Fragen dazu, was wir konkret für Stadtteile wie Kirchheim oder den Pfaffengrund tun würden, konnten wir lediglich antworten, dass wir jede vernünftige Maßnahme, egal von welcher Partei, unterstützen werden. Aber wir stellen uns nicht zur Wahl, um nur zu entscheiden, ob ein Gehweg nun 2 oder 4 Meter breit sein soll. Wir wollen im Gemeinderat dafür kämpfen, dass die Bürger, die diesen Gehweg benutzen, in einer Stadt leben, in der niemand ausgegrenzt wird, weil er seine Meinung frei äußert. Den Menschen, die wie wir die Freiheit bedroht sehen, auch durch kommunales Handeln, wollen wir im Gemeinderat eine Stimme geben. Dafür tritt IDA an. Es waren nicht wenige Bürger, die darüber ins Nachdenken gerieten oder uns sogar direkt zustimmten.
„Impfgegner-Liste“
Auch an den Infoständen hatten wir eher positive Erlebnisse. Von Themen wie Meinungsfreiheit fühlten sich interessanterweise besonders viele Bürger mit türkischem, kurdischem oder persischem Hintergrund angesprochen. Einer sagte: Meine Tochter arbeitet beim Bundeskriminalamt. Sie mahnt mich, ich solle nicht so laut die Regierung kritisieren, das wäre schlecht für sie. Ich frage, was ist aus Deutschland die letzten Jahre nur geworden, kann man nicht mehr seine Meinung frei sagen? Häufig wurden wir auf unser Plakat „Kindeswohl statt Frühsexualisierung“ angesprochen. Wir erklärten dann, dass wir nicht zurück zu einer spießigen Aufklärungspädagogik der 1980er wollen, sondern etwas gegen die Sexualisierung von Babies, Masturbationsräume in Kitas oder Analsex-Illustrationen für Schulkinder haben. Da reagierten die meisten entsetzt: „Was das gibt es? Das wussten wir nicht.“ Wir haben schlicht etwas gegen pädophil anmutende Übergrifflichkeiten und wollen Kinder davor schützen. Das leuchtete schnell jedem ein.
Nun zu den weniger positiven Erfahrungen.
Wir starteten unseren Wahlkampf im Gesellschaftshaus Pfaffengrund. Doch schon das Bekanntmachen gestaltete sich schwierig. In Heidelberg gibt es tatsächlich nur eine Tageszeitung, die ehrwürdige Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ), mitgegründet von Theodor Heuss. Sie versteht sich als überparteiliches Presseorgan.
Nun, da mussten wir andere Erfahrungen machen. Es ging schon los damit, dass die RNZ den Veranstaltungshinweis nicht druckte. Nachdem wir uns kurzfristig lediglich auf Soziale Netzwerke verlassen mussten, war das Haus dennoch bis auf den letzten der 330 Plätze besetzt, so dass die Veranstaltung zu einem beeindruckenden Statement wurde. Darüber wollte die RNZ selbstredend ebenfalls nicht berichten. Als sie dann jedoch nicht umhin kam, unsere Liste wie alle anderen vorzustellen, übertraf sie sogar unsere Befürchtungen. Überschrift: „Beate Bahner auf Platz 48 der Impfgegner-Liste“. Im Text folgte gegen alle Regeln des journalistischen Anstandes eine lange Darstellung der Psychiatrisierung von Beate Bahner am Anfang der Coronakrise (Achgut berichtete). Dies gipfelte in der Bemerkung, sie hätte einen verwirrten Eindruck gemacht, so stünde es im Polizeibericht. Es folgte das übliche Framing: Wir seien Rechtspopulisten, weil wir bei Klima, Corona etc. eine andere Meinung vertreten. Eigentlich beste Wahlwerbung und die Bestätigung, warum es IDA dringend braucht. Wir meldeten übrigens den Vorfall dem Presserat und auch hier steht die Antwort – nicht überraschend – schon lange aus.
Eklat auf dem Podium
Während des Plakatierens wurden wir zweimal angegriffen, Gottseidank ohne Messer. Schätzungsweise 10 Prozent unserer Plakate im Stadtgebiet wurden zerstört.
Zu vielen Veranstaltungen wurden wir nicht eingeladen, die RNZ interviewte alle Spitzenkandidaten außer die von der AfD und uns. Besonders eindrucksvoll gestalteten sich Podiumsdiskussionen im Rahmen der Universität, die als staatliche Einrichtung Listen nicht ausschließen durfte. Gleich bei den Psychologen kam es zu einem Eklat, über den dankenswerter Weise bereits Prof. Riesinger berichtete:
„Im Rahmen des Wahlkampfes für die am 9. Juni stattfindende Heidelberger Kommunalwahl fand in den Räumlichkeiten der Heidelberger Universität eine Veranstaltung zum Thema „Psychische Gesundheit“ statt, zu der Kandidaten aller antretenden Listen eingeladen waren. Unter anderem auch die IDA, die Initiative für Demokratie und Aufklärung, mit den beiden aus der Zeit der sonderbaren PCR-Pandemie bekannten Vertretern Gunter Frank und Kay Klapproth, Mediziner der eine, Wissenschaftler im biologischen Bereich der andere, gründliche Maßnahmenkritiker alle beide.
Was ist geschehen? Der im Umkreis von drei Seemeilen vermutlich weltbekannte Kabarettist Daniel Wagner, der für die Partei „Die Partei“ kandidiert, betonte während der Podiumsdiskussion, dass die IDA „ganz offen Werte vertritt, die zuletzt eine Partei vertreten hat, die zu Recht im Oktober 1945 verboten wurde. Die mit psychisch kranken Menschen so umgegangen ist, wie wir es nie wieder haben wollen. Ich freue mich, dass hier die demokratischen Personen in der Mehrheit sind.“ Verboten wurde im Oktober 1945 die NSDAP, und die ging bekanntlich mit psychisch kranken Menschen so um, dass sie sie genau wie Menschen mit Behinderungen systematisch ermorden ließ. Selbst Wagner dürfte das wissen.“
Wir haben die Universität zu einer Stellungnahme zu diesen Übergriffen aufgefordert (die Universität war beteiligt an der Euthanasie von behinderten Kinder im Dritten Reich und hätte allen Grund, besonders sensibel deren Instrumentalisierung zu verhindern.) Eine Antwort steht noch aus.
Angstfrei den Irrsinn benennen
Die zweite Podiumsdiskussion verlief ähnlich. Eingeladen hatte diesmal der „Studierendenrat“, und für IDA saß mein Kollege Kay Klapproth im Podium. Es lief großteils eine wirklichkeitsfremde, woke Diskussion. Aber es gab Momente, in denen sicher einige Zuhörer nachdenklich wurden, beispielsweise als AfD und IDA vorgeworfen wurde, keine Studenten auf ihrer Liste aufzustellen. Wir konnten leicht erklären, warum: Wir hätten schon einige, die uns auch unterstützen, sehr gerne aufgestellt. Aber sie trauen sich nicht aufgrund des drohenden Mobbings von Kommilitonen und Dozenten. Besonders beeindruckend war der Beitrag der Vertreterin der Grün-Alternativen-Liste. Sie brachte es tatsächlich fertig, Pax-Europa und auch IDA in einem Atemzug als rechtsextremistisch zu diffamieren, um gleichzeitig eine Gedenkminute an den in Mannheim von einem Islamisten ermordeten Polizisten zu starten. Danach rief sie zur nächsten Demo gegen rechts zusammen mit Fridays for Future auf. Diese Logikbrüche muss man erst einmal verkraften.
Der Wahlkampf geht nun am Sonntag zu Ende, und abends wird es eine große Party geben. Ganz egal wie es ausgeht, ob ein oder ob sechs Prozent, wir haben klargemacht, dass wir den öffentlichen Raum nicht aufgeben und angstfrei den Irrsinn benennen. Das hat uns inzwischen ziemlich bekannt gemacht. Unsere Podcasts und Filme finden immer mehr Follower. Immer wieder kommen Personen ohne Anlass oder während der Veranstaltungen auf uns zu und bedanken sich dafür, dass es uns gibt.
Und, wer weiß, vielleicht schaffen es ja einige von uns in den Gemeinderat, und dann wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, in dem wir beispielsweise das Gegenstück zu den C-40-Städten starten. Wir werden national und international Gemeinderäte einladen, sich zu vernetzen, um den Widerstand gegen inszenierte Katastrophen – von angeblichen Pandemien bis zum Klima – und ihre zerstörerischen Maßnahmen viel besser koordinieren zu können. Denn es ist ganz und gar nicht einzusehen, wieso die Städte einfach die irrsinnigsten Anordnungen, die völlig willkürlich das Grundgesetz wie die psychische und körperliche Gesundheit ihrer Bürger beschädigen, widerspruchslos exekutieren sollen. Das kommunale Potenzial für den demokratischen Widerstand ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Denn wir haben schließlich den besten Verbündeten auf unserer Seite: die Wirklichkeit.
Buchhinweis zum Thema:
Das Staatsverbrechen
Warum die Corona-Krise erst dann endet, wenn die Verantwortlichen vor Gericht stehen
Ein schockierender Krimi über systematisches Verbrechen, größenwahnsinnige Forscher, Regierungsversagen, Medizinkorruption, Psychoterror und Millionen unschuldige Opfer. Das Problem: Es ist die Realität.
Dr. med. Gunter Frank, geb. 1963 in Buchen im Odenwald, ist niedergelassener Allgemeinarzt in Heidelberg und Dozent an der Business School St. Gallen. Er ist Autor mehrerer erfolgreicher Bücher wie: Unternehmensressource Gesundheit, Lizenz zum Essen, Die Mañana-Kompetenz, Schlechte Medizin oder zuletzt Karotten lieben Butter. Er engagiert sich in Fachgesellschaften und publizistisch für eine Medizin, die abseits von Ideologien und Wissenschaftsmissbrauch das Wesentliche nicht aus den Augen verliert, den relevanten Nutzen für den Patienten.

Jeder dieser Splitterparteien betreibt das Geschäft der Altparteien und unterstützt diese – gewollt oder ungewollt. Einigkeit macht stark und nicht Splitterung. Aber da sind sich alle einig – Hauptsache es schadet der AFD. So sehr ich Herrn Frank schätze – aber hier macht er sich mitschuldig an der endgültigen Zerstörung Deutschlands und der Rückkehr des Faschismus.
Warum macht ihr’s nicht ebenso und werft denen Wiederbetätigung vor? Der Windmühlenwahn war eine Idee Unserer letzten Hoffnung, womit nicht Olaf Scholz gemeint ist. Warum die ungünstigen Windräder, die ja wohl an Größenwahn nichts zu wünschen übrig lassen? Das eigentliche Problem ist die lange Wartezeit. Je länger die dauert, desto schlimmer wird die Empörungsorgie. Da muß man so oder so durch. Sonst wird man nichts erreichen, Herr Frank. Man muß denen den Saft abdrehen. Vor Gericht, wenn sie nicht gewarnt werden, werden sie dastehen wie der Kaiser ohne Kleider. Den Windmotorwahn stellt Unsere letzte Hoffnung selber vor: „Grundsätzlich solle sich in Zukunft jeder Bauer, der geeignete Verhältnisse hat, einen Windmotor anschaffen.“ 26.7.1942 mittags, Adolf Hitler, Henry Picker „Hitlers Tischgespräche“, im Stichwörterverzeichnist. Im Prinzip enthält das Buch die gesamte Energiewende in der Vorausschau. Das Buch hat Empfehlungen vom „Spiegel“: „Eine publizistische Weltsensation“, „Die Weltwoche Zürich“, „Kölnische Rundschau“. Man darf da gnadenlos zugreifen. / Windräder sind 1880 erfunden worden. Das sind technisch veraltete Monstranzen. Da gibt es smartere Dinge, schöne Dinge. Hitlers Windmotorpläne sind auch an anderen Stellen belegt. / Und, wie wäre es damit: „Eines kann ich den Fleischessern prophezeien: Die Gesellschaft der Zukunft wird vegetarisch sein.“ Alan Bullock, „Hitler Eine Studie über Tyrannei“, S. 370. Klingt das nicht militant? Darin versteckt sich die ganze Gängelei der Grünen! / Man sollte natürlich ein gewisses Talent für für den richtigen Augenblick mitringen.Manche haben auch ein Talent aus Gold Blei zu machen. Die verlieren – auf ganze Linie.
Die RAF war in Heidelberg einst sehr stark vertreten, auch an der Uni (nebenbei auch die Alma Mater von Joseph Goebbels). „Aufgearbeitet“ scheint mir das allerdings nicht.
Schlimme Zustände in unserem Land. Es sind m.E. eindeutig faschistoide Verhaltensweisen erkennbar, denn ein Bestandteil dessen ist auch stets die Ausgrenzung nicht konformer oder gar andersdenkender Mitmenschen. Teilweise ist dies an Perfidität nicht mehr zu überbieten. Ich wünsche IDA und Ihnen, lieber Herr Dr. Frank, viel Erfolg am Sonntag. Aber bitte verschleißen Sie sich nicht im Gemeinderat Heidelberg, Deutschland braucht Sie.
Wenn ich mich an meine Heidelberger Zeit erinnere, es waren die Jahre 1964 und 1965,dann war die Stadt schon vor dem auftreten der „ Grünen“, linksgrün. Das zu ändern gehört zu dem Bohren ganz dicker Bretter. Respekt!
Ich möchte zu gerne wissen, wohin die Ampel-Bande glaubt sich abzusetzen und verschwinden zu können…..wenn Es so weit ist und die Republickflucht ansteht ! Jedes (vernünftige) Land wird Die doch sofort losswerden und ausliefern wollen, bevor Die versuchen dort das Gleiche abzuziehen ! Hierher in meine Wahlheimat auf gar keinen Fall, da sei Gott vor ! Jedenfalls Ich bin da schon Neugierig wie eine Katze….aber diesesmal Richtig.
Lieber Gunter, da bist Du doch glatt auf die professionellen „Retter unserer Demokratie“ getroffen…! Darum mache ich es kurz: Dir viel Erfolg und weiter starke Nerven, herzlichen Gruß, Jesko